Produktbild: Der Absturz

Der Absturz Roman

88

24,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

15854

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

17.09.2025

Verlag

Aufbau

Seitenzahl

222

Maße (L/B/H)

22,5/13,7/2,4 cm

Gewicht

364 g

Farbe

Altrosa / Kobaltblau

Auflage

2. Auflage

Originaltitel

L'Effondrement

Übersetzt von

Sonja Finck

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-351-03957-8

Beschreibung

Rezension

»In den letzten Jahren haben mich vor allem die Bücher von Édouard Louis berührt. Sein Werk bietet eine wichtige Repräsentationsfläche für queere Menschen.« Jannik Schümann ("Berliner Zeitung")
»Radikal ehrlich« Ulrike Grafberger ("Frankreich Magazin")
»Louis schreibt klar, eindringlich, nah« Sohra Nadjibbi ("FRIZZ Magazin")
»So schonungslos wie zärtlich« Elke Heidenreich ("Kölner Stadt-Anzeiger")
»seine Romane [bieten] in ihrem Nachdenken über das Gemeinsame und das Trennende, das Verbindende und auch das Unüberwindbare Anknüpfungspunkte für uns alle« Anne Fritsch ("Abendzeitung")
»Ein Buch, das mir das Herz zugeschnürt hat!« ("Instagram")
»Wahnsinnig schonungslos, intensiv und Bewegend.« ("Instagram")
»Louis beschreibt die Verhältnisse, in denen auch er aufgewachsen ist, mit messerscharfer Genauigkeit.« Sigrid Lüdke-Haertel ("Strandgut - Das Kulturmagazin")
»Man darf sicher sein, dass ›Der Absturz‹ nicht das letzte Buch von Louis in eigener Familiensache gewesen sein wird. Aber es ist eines seiner besten.« Jörg Magenau ("Deutschlandfunk - Büchermarkt")
»Das literarische Ausnahmetalent [setzt] ein einfühlsames, komplexes und vielschichtiges Porträt zusammen, i[...] er zeigt, wie die Träume des nordfranzösischen Prekariats gnadenlos an der Realität zerschellen.« ("Instagram")

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Verkaufsrang

15854

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

17.09.2025

Verlag

Aufbau

Seitenzahl

222

Maße (L/B/H)

22,5/13,7/2,4 cm

Gewicht

364 g

Farbe

Altrosa / Kobaltblau

Auflage

2. Auflage

Originaltitel

L'Effondrement

Übersetzt von

Sonja Finck

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-351-03957-8

Herstelleradresse

Aufbau Verlage GmbH
Prinzenstraße 85
10969 Berlin
DE

Email: info@aufbau-verlag.de

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  • Chrissy

    5/5

    09.03.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    bedrückend

    Dies ist wohl das dritte Buch aus Louis' Feder in dem er seine dysfunktionale familiäre Situation beleuchtet. Die ersten Beiden kenne ich noch nicht, das werde ich nach der Lektüre von "Der Absturz" aber definitiv nachholen! Auf unglaublich reflektierte Weise beleuchtet der Autor die Geschichte vom Scheiterns seines großen Bruders. Das ganze unterteilt er nicht in Kapitel sondern "Fakten", durchzogen von vielen Rückblenden und inneren Monologen sowie Zitaten aus psychologischer Fachliteratur. Wer ist Édouards Bruder wirklich? Ein geborener Versager oder ein Produkt seiner Umwelt? Die Wahrheit liegt irgendwo dazwischen. Auch die Übersetzerin hat hier großartige Arbeit geleistet, der Schreibstil ist schonungslos und bedrückend, ich konnte das Buch garnicht aus der Hand legen, auch jetzt im Nachhinein hinterlässt es noch ein beklemmendes Gefühl. Leseempfehlung für alle die auch mal etwas schwerere Kost mögen.

  • buecherboy

    5/5

    10.02.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Erschütterndes, zugleich tief empathisches Buch

    Der Absturz von Édouard Louis ist ein erschütterndes, zugleich tief empathisches Buch über Herkunft, Gewalt und die Fragilität eines Lebens, das früh aus der Bahn geriet. Im Mittelpunkt steht Louis’ älterer Bruder – ein Mann, der vom Alkohol, von Armut und von der Lieblosigkeit seiner Umgebung gezeichnet war. Nachdem Louis vom Tod seines Bruders erfährt, macht er sich auf den Weg in seine Heimat, zu seiner Mutter – und beginnt, das Leben des Verstorbenen zu erzählen und zu reflektieren. Was als nüchterne Bestandsaufnahme beginnt, wird zu einer Suche nach Nähe, nach Verständnis und nach einer gemeinsamen Vergangenheit, die es kaum gab. Mit präziser, unpathetischer Sprache rekonstruiert Louis die Spuren eines langsamen Absturzes: Arbeitslosigkeit, Entfremdung, die Flucht in Sucht und Selbstzerstörung. Dabei gelingt es ihm, Nähe zu schaffen, ohne zu beschönigen. Die Gefühle schwanken zwischen Ekel, Trauer und Mitgefühl – genau in dieser Ambivalenz liegt die Stärke des Textes. Immer wieder leuchten kurze Momente der Zärtlichkeit und Liebe auf, die den Bruder nicht nur als Opfer seiner Umstände zeigen, sondern als Mensch mit Sehnsüchten, Träumen und dem Wunsch nach Anerkennung. Formal bleibt Louis seinem Stil treu: autofiktional, reflektiert und von großer sprachlicher Klarheit. Er beobachtet, ohne zu urteilen, und erlaubt sich eine seltene Form der Ehrlichkeit. So wird Der Absturz mehr als nur das Porträt eines Scheiterns – es ist auch eine Selbstbefragung über Familie, Scham und die Unmöglichkeit, der eigenen Herkunft ganz zu entkommen. Der Absturz ist ein Zwiegesang aus Mitgefühl und Wut, Trauer und Analyse – ein stilles, schmerzhaftes Buch, das fragt, wie sehr Herkunft und soziale Umstände Menschen formen, und wie schwer es ist, sich selbst und andere loszulassen, wenn die Vergangenheit so tief in einem nachhallt.

  • Bewertung

    5/5

    02.02.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Autosoziobiografie at its best

    Édouard Louis gehört zu den markantesten Stimmen der zeitgenössischen Literatur. Er wurde mit Das Ende von Eddy berühmt, seinem radikal autobiografischen Debüt über seine Kindheit im armen Arbeitermilieu Nordfrankreichs in den späten 1990er und frühen 2000er Jahren und den Kampf um Identität, Sexualität und sozialem Aufstieg. Seither hat Louis mehrere Bücher veröffentlicht, die in unterschiedlicher Form von Klassenlage, Gewalt, Männlichkeit und den Grenzen persönlicher Handlungsfreiheit erzählen. Seine Werke bilden eine eindrückliche Verbindung von literarischem gleichzeitig soziologischem Fundament – immer mit dem Blick auf die sozialen Bedingungen, die Individuen formen und deformieren. Es geht in seinem Gesamtwerk, und das scheinen zahlreiche Kritiker (insbesondere der Neuen Züricher Zeitung) nicht zu verstehen, nicht um den Moment des individuellen Leidens, um Mitleid zu evozieren, sondern darum, aufzuzeigen, wie Klasse und gesellschaftliche Strukturen auf zahlreiche Menschen wirken. Das Individuum und seine konkreten Familienbande sind somit im Prinzip austauschbar. Was zählt, ist die Klassenerfahrung, und die besteht, egal um wen es geht. In Der Absturz wendet sich Louis fast ausschließlich einer zentralen Figur seiner Familiengeschichte zu: seinem älteren Halbbruder, dessen Leben in Alkohol, Gewalt und Resignation versank und der mit 38 Jahren tot in seiner Pariser Wohnung gefunden wurde. Der Roman beginnt mit einer bemerkenswert nüchternen Schilderung der Todesnachricht – der Louis reagiert auf diese Nachricht emotionslos, „wie auf einen Wetterbericht“ – und entwickelt sich zu einer genauen, oft verstörenden Untersuchung dessen, was diesen Menschen zum Scheitern brachte. Louis setzt in diesem Buch seine radikal autobiografische Familienforschung fort, verweist dabei auf soziologische und psychoanalytische Konzepte und vermeidet, wie wir es von ihm gewohnt sind, einfache und individualisierte Erklärungen für komplexe und strukturelle Phänomene und Mechanismen. Er zeigt auf, wie soziale Normen, familiäre Gewalt, Männlichkeitsbilder und kollektive Erwartungen in einen Lebenslauf eingreifen. Was dieses Buch besonders macht, ist der doppelte Blick: Louis beobachtet den Bruder schonungslos, gleichzeitig reflektiert er über seine eigene Rolle und die Bedingungen, die sie voneinander entfernten. Während Louis der Ausbruch aus seinem Herkunftsort und auch den menschlichen Gefügen dort gelingt und er ein Studium in Paris beginnen kann, bleibt sein Bruder an dem Punkt, von dem Louis sich mit so viel Schmerz und Abarbeiten gelöst hat. Der Absturz entfaltet sich weniger als moralisches Urteil über ein beschädigtes Leben, sondern als dichtes Porträt einer Existenz zwischen Verzweiflung, Sehnsucht und dem unerfüllten Wunsch nach Liebe und Anerkennung. Das Ergebnis ist erneut ein Buch, das lange im Gedächtnis bleibt: Ein schonungsloses, anspruchsvolles Porträt eines Lebens im Absturz, ein Versuch, Wege des Verstehens zu finden, wo einfache Erklärungen versagen und der Komplexität von Menschen gerecht zu werden.

  • Bewertung

    Thalia Book Circle Community

    5/5

    17.12.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Der Absturz eines jungen Lebens

    Èdouard Louis versucht, das Leben seines früh verstorbenen Bruders nachzuvollziehen. Er hatte große Pläne, ist aber immer wieder in der harten Wirklichkeit gelandet, bis hin zur Alkohol- und Spielsucht. Das Buch lehnt sich an eine Reihe von Édouard Louis an, die ich allerdings nicht kenne. Dennoch kann man sich auch ohne weitere Vorkenntnisse gut in dieser Geschichte zurechtfinden. Eddys älterer Bruder hatte schon immer einen schweren Stand in der Familie und rutschte immer weiter ab, bis er frühzeitig verstarb. In Rückblicken, sowohl den eigenen wie auch anderer Personen aus der Umwelt des Bruders, versucht der Autor dessen Leben nachzuvollziehen. Diese Berichte sind schonungslos offen, hier stellt sich der Autor auch immer wieder der Frage, wie er selbst zu seinem Bruder stand und warum er keine Emotion ihm gegenüber fühlte. Das schmerzte sicher nicht nur beim Schreiben, das schmerzt auch beim Lesen. Zurück bleibt der Leser mit einer Menge eigener Gedanken zum Umgang mit seinen Mitmenschen und letztendlich der Frage: Kann das auch in meinem Umfeld geschehen? Diese schonungslos geschriebene Geschichte des Absturzes eines jungen Lebens ist nicht einfach zu lesen. Dennoch empfehle ich sie unbedingt weiter und vergebe alle 5 möglichen Sterne.

  • Bewertung

    aus Stuttgart

    5/5

    17.12.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Der Absturz eines jungen…

    Der Absturz eines jungen Lebens Èdouard Louis versucht, das Leben seines früh verstorbenen Bruders nachzuvollziehen. Er hatte große Pläne, ist aber immer wieder in der harten Wirklichkeit gelandet, bis hin zur Alkohol- und Spielsucht. Das Buch lehnt sich an eine Reihe von Édouard Louis an, die ich allerdings nicht kenne. Dennoch kann man sich auch ohne weitere Vorkenntnisse gut in dieser Geschichte zurechtfinden. Eddys älterer Bruder hatte schon immer einen schweren Stand in der Familie und rutschte immer weiter ab, bis er frühzeitig verstarb. In Rückblicken, sowohl den eigenen wie auch anderer Personen aus der Umwelt des Bruders, versucht der Autor dessen Leben nachzuvollziehen. Diese Berichte sind schonungslos offen, hier stellt sich der Autor auch immer wieder der Frage, wie er selbst zu seinem Bruder stand und warum er keine Emotion ihm gegenüber fühlte. Das schmerzte sicher nicht nur beim Schreiben, das schmerzt auch beim Lesen. Zurück bleibt der Leser mit einer Menge eigener Gedanken zum Umgang mit seinen Mitmenschen und letztendlich der Frage: Kann das auch in meinem Umfeld geschehen? Diese schonungslos geschriebene Geschichte des Absturzes eines jungen Lebens ist nicht einfach zu lesen. Dennoch empfehle ich sie unbedingt weiter und vergebe alle 5 möglichen Sterne.

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