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Jacaranda Die dramatische Geschichte einer Tutsi-Familie, eines Landes, einer Versöhnung — Roman | Der französische Nr.1-Bestseller und Publikumsliebling

1

24,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

29.08.2025

Verlag

Piper

Seitenzahl

272

Maße (L/B/H)

20,8/13,4/3,2 cm

Gewicht

402 g

Farbe

Grau

Auflage

2. Auflage

Übersetzt von

Andrea Alvermann + weitere

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-492-07397-4

Warnhinweis

nicht erforderlich.

Beschreibung

Rezension

»›Jacaranda‹ ist ein komplex strukturierter, die Lebenswege seiner Figuren subtil verknüpfender Roman. Reflektiert und pointiert beschreibt Gaël Faye die Aufbauanstrengungen einer jungen, traumatisierten Gesellschaft.« ("Deutschlandfunk - Büchermarkt")
»Es ist ein enorm vielschichtiges Buch, sehr differenziert, Augen öffnend, also lehrreich im besten Sinne.« ("Deutschlandfunk Kultur - Lesart")
»›Jacaranda‹ ist ein tiefgründiger, poetischer Roman, der die Nachwirkungen des Völkermords in Ruanda durch die Augen eines jungen Mannes erzählt, der seine familiären Wurzeln und die Geschichte seines Landes entdeckt.« ("Westdeutsche Zeitung")
»Gaël Fay hat in ›Jacaranda‹ Erlebnisse seiner eigenen Familie verarbeitet und sie in einen sehr berührenden, fesselnden Roman gegossen.« ("WDR - Westart")
»Viel Schmerz kommt zur Sprache, aber der Autor benennt den Horror, ohne pornografisch zu sein. Seine liebenswerten Figuren entwickelt er mit großer Empathie.« ("SWR Kultur")

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

29.08.2025

Verlag

Piper

Seitenzahl

272

Maße (L/B/H)

20,8/13,4/3,2 cm

Gewicht

402 g

Farbe

Grau

Auflage

2. Auflage

Übersetzt von

  • Andrea Alvermann
  • Brigitte Grosse

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-492-07397-4

Herstelleradresse

Piper Verlag GmbH
Georgenstr. 4
80799 München
DE

Email: info@piper.de

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Die tiefen Wunden eines Landes

Bewertung aus Olching am 06.10.2025

Bewertungsnummer: 2617288

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Vor etwas über 30 Jahren ereignete sich in Ruanda ein Völkermord, bei dem bis zu eine Million Menschen getötet wurden. Hintergrund war ein schon lange währender Konflikt zwischen den beiden Bevölkerungsgruppen Tutsi und Hutu. Schon in der Vergangenheit hatte es blutige Auseinandersetzungen gegeben, die auch das Nachbarland Burundi betrafen. Der Autor Gaël Faye stammt aus Ruanda und wuchs teilweise in Burundi auf. In seinem unglaublich bewegenden Debüt Kleines Land beschäftigt er sich mit dem Konflikt in Burundi. In Jacaranda steht nun der Völkermord in Ruanda im Fokus. Milan wächst als Sohn eines französischen Vaters und einer ruandischen Mutter in Frankreich auf. Über seine ruandischen Wurzeln weiß er recht wenig. Zum ersten Mal wird er mit der Thematik konfrontiert, als seine Eltern für einige Zeit ein Jungen mit einer schweren Kopfverletzung bei sich aufnehmen, einen Verwandten der Mutter. Als Student besucht Milan erstmals das Land seiner Vorfahren und erfährt lange verschwiegene Familiengeheimnisse. Die erste Hälfte von Jacaranda plätschert ein wenig dahin, es ist zunächst nicht ganz klar, worauf der Autor hinaus möchte. Doch in der zweiten Hälfte nimmt das Buch einen völlig anderen Ton an. Gaël Faye beschreibt äußerst gelungen und vor allem authentisch die Zerrissenheit des Landes. Der Konflikt zwischen den beiden Bevölkerungsgruppen hat derartige Wunden hinterlassen, dass es noch sehr lange dauern wird, bis diese geheilt sind. Die geschilderten Grausamkeiten sind häufig fast unvorstellbar und für Außenstehende kaum nachvollziehbar. Sie ließen mich beim Lesen entsetzt zurück. Das Cover des Buches mag es nach einer entspannten Lektüre aussehen lassen, das Auge sollte jedoch eher zu den dunklen Schatten wandern, die sich ebenfalls auf dem Bild befinden. Jacaranda ist keine leichte Lektüre und es braucht vor allem gegen Ende starke Nerven. Nicht ganz so stark wie das Debüt, aber trotzdem ein unglaublich wichtiges und lesenswertes Buch.

Die tiefen Wunden eines Landes

Bewertung aus Olching am 06.10.2025
Bewertungsnummer: 2617288
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Vor etwas über 30 Jahren ereignete sich in Ruanda ein Völkermord, bei dem bis zu eine Million Menschen getötet wurden. Hintergrund war ein schon lange währender Konflikt zwischen den beiden Bevölkerungsgruppen Tutsi und Hutu. Schon in der Vergangenheit hatte es blutige Auseinandersetzungen gegeben, die auch das Nachbarland Burundi betrafen. Der Autor Gaël Faye stammt aus Ruanda und wuchs teilweise in Burundi auf. In seinem unglaublich bewegenden Debüt Kleines Land beschäftigt er sich mit dem Konflikt in Burundi. In Jacaranda steht nun der Völkermord in Ruanda im Fokus. Milan wächst als Sohn eines französischen Vaters und einer ruandischen Mutter in Frankreich auf. Über seine ruandischen Wurzeln weiß er recht wenig. Zum ersten Mal wird er mit der Thematik konfrontiert, als seine Eltern für einige Zeit ein Jungen mit einer schweren Kopfverletzung bei sich aufnehmen, einen Verwandten der Mutter. Als Student besucht Milan erstmals das Land seiner Vorfahren und erfährt lange verschwiegene Familiengeheimnisse. Die erste Hälfte von Jacaranda plätschert ein wenig dahin, es ist zunächst nicht ganz klar, worauf der Autor hinaus möchte. Doch in der zweiten Hälfte nimmt das Buch einen völlig anderen Ton an. Gaël Faye beschreibt äußerst gelungen und vor allem authentisch die Zerrissenheit des Landes. Der Konflikt zwischen den beiden Bevölkerungsgruppen hat derartige Wunden hinterlassen, dass es noch sehr lange dauern wird, bis diese geheilt sind. Die geschilderten Grausamkeiten sind häufig fast unvorstellbar und für Außenstehende kaum nachvollziehbar. Sie ließen mich beim Lesen entsetzt zurück. Das Cover des Buches mag es nach einer entspannten Lektüre aussehen lassen, das Auge sollte jedoch eher zu den dunklen Schatten wandern, die sich ebenfalls auf dem Bild befinden. Jacaranda ist keine leichte Lektüre und es braucht vor allem gegen Ende starke Nerven. Nicht ganz so stark wie das Debüt, aber trotzdem ein unglaublich wichtiges und lesenswertes Buch.

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Jacaranda

von Gaël Faye

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Ursula Birkhold

OSIANDER Göppingen

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5/5

Menschlichkeit überwindet Hass

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Milan, Sohn eines französischen Vaters und einer ruandischen Mutter, versucht seine Familiengeschichte zu ergründen, da die Mutter hartnäckig schweigt. Mehrmals macht er sich auf nach Ruanda und bleibt schließlich dort. Was er im Lauf der Jahre über den Völkermord 1994 an den Tutsi und vorherige Massaker erfährt, ist grausam und kaum auszuhalten. Die Gerichte, die später am Ort der Verbrechen von der Regierung eingesetzt werden und an denen die Opfer mitwirken, sind ein erster Schritt für ein zukünftiges nebeneinander leben. Aber letztlich ist es der Verzicht auf Rache und Hass, der eine gemeinsame gewaltfreie Zukunft möglich macht. Trotz aller Düsternis auch ein Roman voll Lebensfreude und Hoffnung.
  • Ursula Birkhold
  • Buchhändler/-in

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5/5

Menschlichkeit überwindet Hass

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Milan, Sohn eines französischen Vaters und einer ruandischen Mutter, versucht seine Familiengeschichte zu ergründen, da die Mutter hartnäckig schweigt. Mehrmals macht er sich auf nach Ruanda und bleibt schließlich dort. Was er im Lauf der Jahre über den Völkermord 1994 an den Tutsi und vorherige Massaker erfährt, ist grausam und kaum auszuhalten. Die Gerichte, die später am Ort der Verbrechen von der Regierung eingesetzt werden und an denen die Opfer mitwirken, sind ein erster Schritt für ein zukünftiges nebeneinander leben. Aber letztlich ist es der Verzicht auf Rache und Hass, der eine gemeinsame gewaltfreie Zukunft möglich macht. Trotz aller Düsternis auch ein Roman voll Lebensfreude und Hoffnung.

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Ines Englert

OSIANDER Heilbronn

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5/5

Verstehen, verzeihen, versöhnen

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

In seinem ersten Buch "Kleines Land" (wenn noch nicht geschehen unbedingt lesen, großartig!) ging es um den Genozid in Ruanda und Burundi 1994, in „Jacaranda“ geht es nun um die Generation danach, die den Völkermord meistens nicht mehr selbst erlebt hat, aber mit diesem Erbe und dem damit einhergehenden Trauma leben muss. Wie kann man im Schatten eines solchen Verbrechens aufwachsen? Wie damit umgehen? Unser Protagonist Milan, der in Frankreich aufwächst, hat eine ruandische Mutter, die aber nie von ihrer Heimat und ihrer Familie erzählt. Als plötzlich Claude auftaucht, bei ihnen in Versailles lebt und sich von einer tiefen Kopfwunde erholt, keimen bohrende Fragen auf, doch Milans Mutter bleibt die Antworten schuldig. Bevor Claude sich Milan öffnet und ihm Hintergründe erzählen kann, ist er genauso plötzlich wieder verschwunden, wie er aufgetaucht ist. Nur die Fragen und das Schweigen bleiben zurück. Erst als junger Mann reist Milan mit seiner Mutter in deren Heimat. In Kigali lernt er seine Großmutter kennen und trifft dort auch Claude wieder. Anfangs erschreckt von den ärmlichen Lebensbedingungen in diesem afrikanischen Land, verliebt Milan sich nach und nach in Ruanda und knüpft enge Bande zu Familie und Freunden. Immer wieder reist er nach Ruanda und versucht zu verstehen, wie die Generation nach dem Völkermord der Hutu an den Tutsi, Tür an Tür, Täter mit Opfer, leben kann, ohne an der Last der Vergangenheit zu ersticken. Ein sehr einfühlsames, emotionales Buch von einem Autor, dessen Familie als Tutsi viel erleiden musste. Auch in seiner Familie wurde mit Schweigen dem Trauma begegnet, doch wie soll man verstehen, wie verzeihen, wie versöhnen, wenn man nicht darüber spricht? Gaye Faye schreibt von einem Grauen, das einen tief erschüttert. Aber dennoch ist da ein Licht am Ende des Tunnels, das Hoffnung und Mut macht. Ein wichtiger Roman, der mich nicht so schnell wieder losgelassen hat.
  • Ines Englert
  • Buchhändler/-in

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5/5

Verstehen, verzeihen, versöhnen

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

In seinem ersten Buch "Kleines Land" (wenn noch nicht geschehen unbedingt lesen, großartig!) ging es um den Genozid in Ruanda und Burundi 1994, in „Jacaranda“ geht es nun um die Generation danach, die den Völkermord meistens nicht mehr selbst erlebt hat, aber mit diesem Erbe und dem damit einhergehenden Trauma leben muss. Wie kann man im Schatten eines solchen Verbrechens aufwachsen? Wie damit umgehen? Unser Protagonist Milan, der in Frankreich aufwächst, hat eine ruandische Mutter, die aber nie von ihrer Heimat und ihrer Familie erzählt. Als plötzlich Claude auftaucht, bei ihnen in Versailles lebt und sich von einer tiefen Kopfwunde erholt, keimen bohrende Fragen auf, doch Milans Mutter bleibt die Antworten schuldig. Bevor Claude sich Milan öffnet und ihm Hintergründe erzählen kann, ist er genauso plötzlich wieder verschwunden, wie er aufgetaucht ist. Nur die Fragen und das Schweigen bleiben zurück. Erst als junger Mann reist Milan mit seiner Mutter in deren Heimat. In Kigali lernt er seine Großmutter kennen und trifft dort auch Claude wieder. Anfangs erschreckt von den ärmlichen Lebensbedingungen in diesem afrikanischen Land, verliebt Milan sich nach und nach in Ruanda und knüpft enge Bande zu Familie und Freunden. Immer wieder reist er nach Ruanda und versucht zu verstehen, wie die Generation nach dem Völkermord der Hutu an den Tutsi, Tür an Tür, Täter mit Opfer, leben kann, ohne an der Last der Vergangenheit zu ersticken. Ein sehr einfühlsames, emotionales Buch von einem Autor, dessen Familie als Tutsi viel erleiden musste. Auch in seiner Familie wurde mit Schweigen dem Trauma begegnet, doch wie soll man verstehen, wie verzeihen, wie versöhnen, wenn man nicht darüber spricht? Gaye Faye schreibt von einem Grauen, das einen tief erschüttert. Aber dennoch ist da ein Licht am Ende des Tunnels, das Hoffnung und Mut macht. Ein wichtiger Roman, der mich nicht so schnell wieder losgelassen hat.

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Jacaranda

von Gaël Faye

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