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Andrev Walden

1. Scheißkerle

Scheißkerle Der Nummer-1-Bestseller aus Schweden - ausgezeichnet mit dem August-Preis.

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Beschreibung

Produktdetails

Family Sharing

Ja

Gesprochen von

Shenja Lacher

Spieldauer

8 Stunden und 19 Minuten

Abo-Fähigkeit

Ja

Erscheinungsdatum

13.10.2025

Hörtyp

Lesung

Fassung

ungekürzt

Medium

MP3

Anzahl Dateien

110

Verlag

Der Hörverlag

Originaltitel

Jävla karlar (Polaris)

Übersetzt von

Justus Carl

Sprache

Deutsch

EAN

9783844554830

Beschreibung

Produktdetails

Family Sharing

Ja

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Gesprochen von

Shenja Lacher

Spieldauer

8 Stunden und 19 Minuten

Abo-Fähigkeit

Ja

Erscheinungsdatum

13.10.2025

Hörtyp

Lesung

Fassung

ungekürzt

Medium

MP3

Anzahl Dateien

110

Verlag

Der Hörverlag

Originaltitel

Jävla karlar (Polaris)

Übersetzt von

Justus Carl

Sprache

Deutsch

EAN

9783844554830

Herstelleradresse

Der Hörverlag
Neumarkter Str. 28
81673 München
Deutschland
Email: info@service.penguinrandomhouse.de
Url: www.penguinrandomhouse.de
Telephone: +49 800 5003322
Fax: +49 89 41363333

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Erwachsenwerden mit unterschiedlichen Vätern ist schwer

Bewertung am 24.01.2026

Bewertungsnummer: 3023726

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

„Ich weiß nicht, wie es mit Papas anfängt und aufhört, aber bald schon werde ich begreifen, dass die Familiengrenzen lose sind und Papas binnen kurzer Zeit herein- oder hinausschlüpfen können.“ (S. 53) Weihnachten 1983, irgendwo in den schwedischen Wäldern. Während draußen leise der Schnee fällt, zerbricht drinnen eine Familie. Inmitten eines Streits erfährt der siebenjährige Andrev, dass sein Vater nicht sein leiblicher Vater ist. Sein echter Vater lebt weit weg und hat lange dunkle Haare. Er wird für Andrev sofort zur Projektionsfläche für alle seine Träume. Für einen Moment fühlt sich diese Wahrheit wie Magie an. Wie der Anfang eines Abenteuers. Wie das Versprechen auf ein anderes, besseres Leben. Doch statt eines Märchens folgt die Realität: Keine Rettung, kein Zauber, keine Ankunft. Nur neue Männer, die kommen und gehen und ein Junge, der lernt, was Verlust wirklich bedeutet. „Ich weiß, dass ich die Art von Kind bin, bei der andere Leute Gänsehaut bekommen. Es ist schwer, mich zu lieben, für alle bis auf eine […]“ (S. 148) Das ist nur einer der vielen Sätze in dem Buch, bei dem ich den siebenjährigen Andrev am liebsten in den Arm genommen und getröstet hätte. Denn er ist fest davon überzeugt, dass keiner ihn wirklich lieben kann, außer seiner Mutter. Der Abend, an dem er erfährt, dass der „Pflanzenmagier“ nicht sein echter Papa ist, stellt einen Schicksalsabend dar. Von da an muss Andrev mit den wechselnden Freunden seiner Mutter klar kommen – den Ersatzvätern. Seiner Mutter würde ich durchaus ein Händchen für besonders toxische Männertypen attestieren. Mit großer Fantasie gibt der kleine Andrev den „Papas“ Namen. So gibt es in seiner Realität z.B. nur den Künstler, den Dieb oder den Kanuten. Ich hatte das Gefühl, dass er durch diese Namensgebungen die Männer nicht so sehr an sich heranlassen muss. „Scheißkerle“ ist ein stark autobiofiktionaler Roman. Andrev Walden verarbeitet darin seine eigene Kindheit in Schweden. Dabei verweist er schon zu Beginn des Buches darauf, dass „wenn etwas erfunden klingt, kannst du sicher sein, das es wahr ist“. Der Stil ist humorvoll und direkt und es wird aus der Perspektive eines Kindes erzählt, ohne dabei an Tiefe zu verlieren. Das Buch handelt vom Aufwachsen mit verschiedenen Vätern und der Suche nach dem eigenen Vater und der eigenen Identität. Vermutlich wollte der Autor dadurch auch ein Stück weit seine eigene Kindheit verarbeiten. Der Roman hat in Schweden den renommierten August-Preis erhalten, der seit 1989 jährlich von der schwedischen Verlegervereinigung verliehen wird. Es ist eine leise, berührende Geschichte über Herkunft, Hoffnung und das Erwachsenwerden zwischen Wunsch und Wirklichkeit, die ich gern gelesen habe und Fans von emotionalen Familiengeschichten werden dabei sicher auf ihre Kosten kommen.

Erwachsenwerden mit unterschiedlichen Vätern ist schwer

Bewertung am 24.01.2026
Bewertungsnummer: 3023726
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

„Ich weiß nicht, wie es mit Papas anfängt und aufhört, aber bald schon werde ich begreifen, dass die Familiengrenzen lose sind und Papas binnen kurzer Zeit herein- oder hinausschlüpfen können.“ (S. 53) Weihnachten 1983, irgendwo in den schwedischen Wäldern. Während draußen leise der Schnee fällt, zerbricht drinnen eine Familie. Inmitten eines Streits erfährt der siebenjährige Andrev, dass sein Vater nicht sein leiblicher Vater ist. Sein echter Vater lebt weit weg und hat lange dunkle Haare. Er wird für Andrev sofort zur Projektionsfläche für alle seine Träume. Für einen Moment fühlt sich diese Wahrheit wie Magie an. Wie der Anfang eines Abenteuers. Wie das Versprechen auf ein anderes, besseres Leben. Doch statt eines Märchens folgt die Realität: Keine Rettung, kein Zauber, keine Ankunft. Nur neue Männer, die kommen und gehen und ein Junge, der lernt, was Verlust wirklich bedeutet. „Ich weiß, dass ich die Art von Kind bin, bei der andere Leute Gänsehaut bekommen. Es ist schwer, mich zu lieben, für alle bis auf eine […]“ (S. 148) Das ist nur einer der vielen Sätze in dem Buch, bei dem ich den siebenjährigen Andrev am liebsten in den Arm genommen und getröstet hätte. Denn er ist fest davon überzeugt, dass keiner ihn wirklich lieben kann, außer seiner Mutter. Der Abend, an dem er erfährt, dass der „Pflanzenmagier“ nicht sein echter Papa ist, stellt einen Schicksalsabend dar. Von da an muss Andrev mit den wechselnden Freunden seiner Mutter klar kommen – den Ersatzvätern. Seiner Mutter würde ich durchaus ein Händchen für besonders toxische Männertypen attestieren. Mit großer Fantasie gibt der kleine Andrev den „Papas“ Namen. So gibt es in seiner Realität z.B. nur den Künstler, den Dieb oder den Kanuten. Ich hatte das Gefühl, dass er durch diese Namensgebungen die Männer nicht so sehr an sich heranlassen muss. „Scheißkerle“ ist ein stark autobiofiktionaler Roman. Andrev Walden verarbeitet darin seine eigene Kindheit in Schweden. Dabei verweist er schon zu Beginn des Buches darauf, dass „wenn etwas erfunden klingt, kannst du sicher sein, das es wahr ist“. Der Stil ist humorvoll und direkt und es wird aus der Perspektive eines Kindes erzählt, ohne dabei an Tiefe zu verlieren. Das Buch handelt vom Aufwachsen mit verschiedenen Vätern und der Suche nach dem eigenen Vater und der eigenen Identität. Vermutlich wollte der Autor dadurch auch ein Stück weit seine eigene Kindheit verarbeiten. Der Roman hat in Schweden den renommierten August-Preis erhalten, der seit 1989 jährlich von der schwedischen Verlegervereinigung verliehen wird. Es ist eine leise, berührende Geschichte über Herkunft, Hoffnung und das Erwachsenwerden zwischen Wunsch und Wirklichkeit, die ich gern gelesen habe und Fans von emotionalen Familiengeschichten werden dabei sicher auf ihre Kosten kommen.

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Scheißkerle

von Andrev Walden

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Jana Odenwälder

OSIANDER Bietigheim

Zum Portrait

5/5

Eine fantastische Führung durch eine komplizierte Jugend!

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Man könnte Andrev Waldens Debütroman als eine unschöne, abgebrühte "coming-of-age" Geschichte betrachten. Der Erzähler erinnert sich an sieben "Väter" - oder eben sieben Scheißkerle - die in seiner Kindheit kamen und gingen, unterschiedliche Meilensteine des Heranwachsens begleiteten, und vor allem die Notlagen von Armut, einer instabilen Familie, Gewalt und Identitätslosigkeit mit ihrer teils bedrohlichen, teils freundlichen, und teils absolut irren Präsenz überschatten. Der junge Andrev versucht diese irre, ungerechte und hässliche Welt zu verstehen, gibt den Menschen in seinem Leben statt richtigen Namen Funktionen oder Eindrücke, und stolpert mit einer beinah fantastischen Erzählweise durch eine turbulente Jugend. Walden vermag es, die frustrierten, verworrenen Gedanken und Emotionen seines jüngeren selbst derart dramatisch und einzigartig in Szene zu setzen, dass man trotz der episodenhaften Erzählweise meint, diesen Jungen durch seine prägenden Jahre begleitet zu haben. Diese Reise lohnt sich!
  • Jana Odenwälder
  • Buchhändler/-in

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5/5

Eine fantastische Führung durch eine komplizierte Jugend!

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Man könnte Andrev Waldens Debütroman als eine unschöne, abgebrühte "coming-of-age" Geschichte betrachten. Der Erzähler erinnert sich an sieben "Väter" - oder eben sieben Scheißkerle - die in seiner Kindheit kamen und gingen, unterschiedliche Meilensteine des Heranwachsens begleiteten, und vor allem die Notlagen von Armut, einer instabilen Familie, Gewalt und Identitätslosigkeit mit ihrer teils bedrohlichen, teils freundlichen, und teils absolut irren Präsenz überschatten. Der junge Andrev versucht diese irre, ungerechte und hässliche Welt zu verstehen, gibt den Menschen in seinem Leben statt richtigen Namen Funktionen oder Eindrücke, und stolpert mit einer beinah fantastischen Erzählweise durch eine turbulente Jugend. Walden vermag es, die frustrierten, verworrenen Gedanken und Emotionen seines jüngeren selbst derart dramatisch und einzigartig in Szene zu setzen, dass man trotz der episodenhaften Erzählweise meint, diesen Jungen durch seine prägenden Jahre begleitet zu haben. Diese Reise lohnt sich!

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Vivien Becker

OSIANDER Waiblingen

Zum Portrait

4/5

Wirklich unterhaltsam

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Das war mal etwas ganz anderes! Schamlos in seiner Wortwahl (und den gewählten Szenen) erzählt Andrev Walden hier eine sehr unterhaltsame Geschichte in unterschiedlichen Etappen seiner Jugend. Ich bin nur so durch die Seiten geflogen!
  • Vivien Becker
  • Buchhändler/-in

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4/5

Wirklich unterhaltsam

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Das war mal etwas ganz anderes! Schamlos in seiner Wortwahl (und den gewählten Szenen) erzählt Andrev Walden hier eine sehr unterhaltsame Geschichte in unterschiedlichen Etappen seiner Jugend. Ich bin nur so durch die Seiten geflogen!

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Scheißkerle

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