On the lonely outskirts of Seoul, reports come in of a series of suicides at a hospital. The strange and bloodless nature of the elderly victims is dismissed by most, but not Detective Suyeon.
As Suyeon begins her investigation, a mysterious woman named Violette appears at the crime scene and gives Suyeon the answer: a vampire did it.
The two women begin the hunt for an ancient, supernatural culprit which, in turn, reveals a landscape of modern isolation in a dark, nocturnal Seoul. But as the investigation unfurls, past and present romance and loneliness intertwine it becomes increasingly clear that they, too, are being hunted...
Sometimes the monsters we seek are less frightening than being alone.
The Midnight Shift is a gripping mystery, overflowing with commentary about societal isolation and loneliness, the sharp knife of grief, and the effects of marginalization, perfect for readers of Cursed Bunny; Woman, Eating; and A Certain Hunger.
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Mischung aus Krimi, Vampir- und Gesellschaftsroman
Cornelia (Mitglied der Thalia Book Circle Community) am 18.01.2026
Bewertungsnummer: 2983577
Bewertet: Buch (Taschenbuch)
In „The Midnight Shift“ von Cheon Seon-Ran folgen die Leser/-innen den drei Protagonistinnen Suyeon, Violette und Nanju. Kapitelweise werden die Geschichten der drei Frauen erzählt, wobei die Kapitel um Suyeon und Nanju im Seoul der Gegenwart und die Kapitel um Violette in Frankreich in den frühen 1980er Jahren spielen.
Suyeon ist Polizistin und ermittelt in einem Fall, der zunächst als Reihe von Suiziden eingestuft wird. Mehrere Bewohner/-innen eines Pflegeheims sollen sich innerhalb kurzer Zeit vom Dach des Heims gestürzt haben. Die Umstände passen jedoch nicht recht zusammen: Die Leichen werden völlig blutleer vorgefunden, die Abschiedsbriefe klingen alle ähnlich und verklärt. Gemeinsam ist allen Opfern, dass sie schon lange nicht mehr von ihren Familien besucht wurden. Als Suyeon von Violette angesprochen wird, die die Fälle als selbsternannte Vampirjägerin untersucht und eine ihr eng verbundene Dame aus dem Heim tot vorgefunden wird, beginnt Suyeon ihre eigenen Ermittlungen und zieht auch das Undenkbare in Betracht.
Nanju arbeitet als Krankenschwester im Pflegeheim. Sie hat als einzige Angestellte ausschließlich Nachtschichten. Schnell erfahren die Leser/-innen, dass Nanju hoch verschuldet ist und „nebenberuflich“ Medikamente an Abhängige verkauft. Ihr Vater ist verstorben und auch zu ihrer Mutter hat sie keinen Kontakt mehr. Sie lebt alleine in einer karg eingerichteten Wohnung und hat im Privatleben kaum soziale Kontakte. Allerdings gibt es seit einiger Zeit einen mysteriösen Mann in ihrem Leben, mit dem sie eine Zweckgemeinschaft verbindet.
Violette lernen die Leser/-innen als sechzehnjähriges Mädchen kennen, das als Adoptivkind früh aus Korea nach Frankreich kam und dort mit ihren Eltern, die wenig zuhause sind, lebt. Sie ist ein introvertiertes Mädchen, liest gerne und pflegt kaum Kontakt zu Gleichaltrigen. Eines Abends lernt sie die schöne Lily kennen, die beiden Mädchen freunden sich an. Schnell outet sich Lily als Vampirin, was der Freundschaft der beiden jedoch zunächst nicht im Wege steht. Die verträumte Violette lauscht den Geschichten der viel älteren Lily aus fernen Ländern und vergangenen Zeiten gebannt und liebt ihre beste (und einzige) Freundin sehr. Eines Tages wird jedoch klar, wie gefährlich diese Freundschaft ist.
Nach und nach werden die Geschichten der drei Frauen erzählt und ihre Verknüpfung mit den Todesfällen werden offenbar. Während Suyeon den Mörder unbedingt fassen will, scheint Violette ihn bereits zu kennen und Nanju ist scheinbar in mindestens ein Verbrechen verstrickt.
Auch, wenn wir einiges über die Protagonistinnen und ihre Motive erfahren, bleiben sie recht blass. Es werden teilweise Ereignisse und Beziehungen aus der Vergangenheit nur gerade so weit angerissen, dass man im Ansatz die Handlungen der drei Frauen nachvollziehen kann, richtig greifbar wird dabei keine von ihnen. Teilweise werden Figuren und Erlebnisse aus der Vergangenheit erzählt, die dann keine oder kaum eine Rolle für den weiteren Handlungsverlauf spielen - obwohl Potential da gewesen wäre.
Dies liegt vielleicht auch an dem Stil der Autorin, die Vieles nicht ausspricht, sondern höchstens zwischen den Zeilen anklingen lässt.
Für mich war ein großer Pluspunkt das Setting. „The Midnight Shift“ ist keine weitere Vampirschmonzette und auch kein Horrorroman, sondern ein Gegenwartsroman, der aufzeigt, wie Menschen in modernen Großstädten und Gesellschaften unbemerkt vereinsamen und letztendlich auch verschwinden können. Das Thema der Einsamkeit zieht sich durch den gesamten Roman und zeigt, wie unterschiedlich die einzelnen Frauen damit umgehen.
Zum Kauf hat mich daher auch dieser Satz auf dem Umschlag animiert:
„Past and present, romance and loneliness interwine as the investigation to find an ancient, supernatural culprit reveals a landscape of modern isolation in a dark, nocturnal Seoul.“
Ich habe das Buch gerne und schnell gelesen, allerdings hätte ich mir ein paar Kapitel mehr gewünscht, um die Charaktere besser kennenzulernen und auch die Fäden am Ende etwas ausführlicher zu verknüpfen.
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