Produktbild: Ë

Ë Roman

34

17,99 €

inkl. gesetzl. MwSt.

Beschreibung

Produktdetails

Format

PDF

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Nein

Verkaufsrang

65292

Erscheinungsdatum

23.07.2025

Verlag

Wallstein Erfolgstitel - Belletristik und Sachbuch

Seitenzahl

176 (Printausgabe)

Dateigröße

1360 KB

Auflage

2. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

9783835389359

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Format

PDF

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  • logische Lesereihenfolge eingehalten
  • entspricht der Vorgabe Barrierefreiheit PDF / UA 1
  • keine Vorlesefunktionen des Lesesystems deaktiviert
  • Landmark-Navigation vorhanden
  • entspricht der Vorgabe WCAG v2.0
  • entspricht der Vorgabe WCAG Level AA

Verkaufsrang

65292

Erscheinungsdatum

23.07.2025

Verlag

Wallstein Erfolgstitel - Belletristik und Sachbuch

Seitenzahl

176 (Printausgabe)

Dateigröße

1360 KB

Auflage

2. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

9783835389359

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  • Bewertung

    Orell Füssli Book Circle Community

    5/5

    03.08.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Wenn die Sprache fehlt und der Körper erinnert

    Die Ich-Erzählerin knirscht mit den Zähnen und sucht Hilfe. Nach und nach wird deutlich, dass ihr Körper etwas trägt, das viel grösser ist: den Kosovokrieg und das Trauma einer Familie, obwohl sie selbst den Krieg aus Deutschland erlebt hat. „ë“ ist kein Kriegsroman im üblichen Sinn. Der Krieg ist immer da – in Bildern, Familiengeschichten, verschwundenen Angehörigen, in der Sprache, im Schweigen und im Körper. Gleichzeitig ist das Buch für mich viel grösser als der Kosovokrieg. Dieser Krieg ist die konkrete Geschichte, aber die Entmenschlichung, die der Roman zeigt, lässt sich erschreckend leicht auf andere Kriege übertragen. Menschen werden zu „den anderen“, und dann scheint plötzlich alles möglich. Jehona Kicaj erzählt nicht linear, sondern fragmentarisch und assoziativ. Sie springt zwischen Kindheit und Gegenwart, Deutschland und Kosovo. Trotzdem war ich nie verloren. Ich weiss nicht genau, wie sie das schafft, aber ich war immer bei ihr. Manche Gedanken werden später weitergeführt, andere bleiben offen. Der Roman folgt nicht der Zeit, sondern der Erinnerung. Ihre Sprache wirkt zunächst fast einfach: klar, verdichtet und ohne unnötige Erklärungen. Gerade deshalb trifft sie so stark. Ich hatte nie das Gefühl, dass sie mich mit billigen Mitteln zum Weinen bringen will. Ich habe ihr vertraut. Fast jeder Satz hat mich erreicht, und oft musste ich beim Lesen mit den Tränen kämpfen. Dieses Buch war für mich kein normales Leseerlebnis. Ich sass nicht einfach da und las – ich war in dieser Geschichte drin: traurig, belastet und erschüttert, aber auch wissbegierig. Ich habe viel über den Kosovokrieg gelernt und noch mehr über Krieg, Erinnerung und darüber, wie Menschen ihre Menschlichkeit verlieren können. Dieses Buch bekommt von mir zehn von fünf Sternen. Am Ende bleibt mir nur noch: Danke, Jehona Kicaj, für dieses Buch. Weitere Rezensionen auf Deutsch findest du auf meinem Goodreads- und LovelyBooks-Profil

  • Bewertung

    5/5

    29.07.2026

    eBook (ePUB 3)

    Aufwühlende Kriegsfluchtgeschichte

    Jehona Kicaj hat es mit ihrem Debüt-Roman geschafft, mich auf einen literarischen Ausflug in die Kriegsvergangenheit des Kosovo mitzunehmen. Sie macht dies auf eine feinfühlige und dennoch brutal ehrliche Weise, die es einem leicht macht, nur so über die Seiten hinwegzufliegen. Nach dem Lesen bin ich gespannt, ob es nach dem tollen Erstling bald weiteren Lesestoff der Autorin gibt, den ich auf jeden Fall lesen werde!

  • Bewertung

    Thalia Book Circle Community

    5/5

    27.07.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Eine so wichtige Stimme

    Oftmals sind wir so sehr mit uns selbst beschäftigt, dass wir kaum merken, was um uns herum passiert. Aber genau das hier ist auch unsere europäische, aktuelle Geschichte, Weggucken ist keine Option! Sehr bewegend und aufwühlend wird in diesem Roman über den Kosovo berichtet. Leben in der Diaspora, Kriegsverbrechen, Leid, Traumata - Sprachlosigkeit! Ich schließe mich Carolin Emcke an, die schreibt: „Es ist eine literarische Suchbewegung zwischen den Sprachen, den Landschaften, den Generationen und bei aller Trauer über Tod und Zerstörung doch auch ein Text, der einen dankbar und beglückt zurücklässt - einfach weil es ihn gibt.“

  • Bewertung

    5/5

    19.03.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein sehr berührender Roman

    Das Buch erzählt von einer Protagonstin, die sich im Laufe ihres Lebens immer wieder mit der Vergangenheit und den Kriegsfolgen aus den 90er im Kosovo auseinandersetzt. Das Buch heisst "ë", ein Buchstabe im Albanischen Alphabet, dass mehrheitlich nicht ausgesprochen wird. Ein Roman, dass einen mitnimmt & zum nachdenken bringt. Sehr empfehlenswert!

  • Lana

    aus Wien

    5/5

    19.03.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Niëmals vërgëssen

    Selten hat mich ein Buch so zurückgelassen wie „ë“. Es ist kein Roman, den man einfach liest – es ist einer, der nachwirkt. Lange. Mich hat dieses Buch traurig gemacht, nachdenklich – und ehrlich gesagt auch wütend. Wütend darüber, wie wenig Raum der Kosovokrieg oder der Krieg in Bosnien in unserem kollektiven Bewusstsein einnehmen. Wie oft solche Themen ausgeblendet werden, während gleichzeitig Sätze wie „Hihi lol, Kosovo ist Serbien“ fallen, ohne dass verstanden wird, welches Leid dahintersteht. Kicaj schafft es, genau diesen blinden Fleck sichtbar zu machen. Besonders eindrücklich ist die Sprachlosigkeit der Protagonistin. Der Gedanke, dass die Zähne wie ein Gefängnis für Worte und Zunge sind, zieht sich subtil durch das Buch. Sie bleibt oft still, resigniert fast – und genau das macht es so schwer auszuhalten. Es ist kein lautes Aufbegehren, sondern ein leises, inneres Verstummen, das sich viel realistischer anfühlt als jede dramatische Gegenwehr. „ë“ erzählt nicht nur von Krieg, sondern auch von dem, was danach bleibt: Diaspora, Fremdsein, Rassismus und Identitätsverlust. Und es macht deutlich, wie nah diese Themen eigentlich sind – näher, als man denkt. Einige Szenen haben sich besonders eingebrannt: Der kleine Junge, gefunden in einem Massengrab, mit einem T-Shirt, auf dem „Run for your life“ steht. Oder die Menschen, die auf der Flucht Schutz suchen – und genau dort sterben, weil sie Hoffnung und Vertrauen hatten und dies schamlos ausgenutzt wurde. Solche Bilder lassen einen nicht mehr los. Was dieses Buch so stark macht, ist, dass es keine Antworten gibt. Kein Trost, keine Auflösung. Stattdessen bleiben Fragen, die sich nicht einfach abschütteln lassen: Wie viel Leid kann ein Mensch oder ein ganzes Volk ertragen? Und zu wie viel Grausamkeit ist der Mensch fähig? „ë“ ist kein Buch, das man liest, um sich gut zu fühlen. Sondern eines, das einen zwingt, hinzusehen.

Kundinnen und Kunden meinen

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Bewertungen (34)

Unsere Meinungen

  • Zum Bewerterprofil von Johanna Seiferle

    Johanna Seiferle

    OSIANDER Konstanz

    Buchhändler*in

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    5/5

    25.10.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Suche nach der eigenen Stimme

    Der Kosovokrieg war in meiner Kindheit in den Neunzigern meist eine Randnotiz, über die Ausmaße des Leids und der Kriegsverbrechen habe ich wenig mitbekommen - zu wenig, das wurde mir beim Lesen dieses leisen, aber kraftvollen Romans bewusst. Für die Erzählerin, die als Kind mit ihren Eltern vor dem Krieg nach Deutschland floh, gibt es viele Leerstellen in ihrer eigenen Geschichte und auch in ihrem Wissen über all das, was damals in ihrem Heimatort geschah. Nicht nur die unausgesprochenen Traumata, auch ganz viel Alltägliches scheint ihr verloren gegangen zu sein. All dies äußert sich bei ihr in einem extremen Bruxismus - sie knirscht mit den Zähnen, mitunter so heftig, dass die Kauschiene zerbricht. Ein wichtiger und sehr bewegender Roman über die Suche nach der eigenen Stimme.
  • Zum Bewerterprofil von Cara Nübel

    Cara Nübel

    Thalia Osiander Konstanz – LAGO Shopping-Center

    Buchhändler*in

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    5/5

    11.09.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    "Ich komme aus der Sprachlosigkeit"

    Die Erzählerin in "ë" ist die Tochter albanischer Geflüchteter aus dem Kosovo. Sie ist in Deutschland aufgewachsen, erlebt den Krieg Ende der Neunziger als Kind und in Sicherheit, doch dennoch hinterlässt die Zerstörung Spuren an ihr und ihrer Familie, die sich durch ihr gesamtes Leben ziehen. Da ist der Großvater, der wie so viele andere im Krieg verschollen und nie gefunden wurde, aber auch das Unverständnis ihrer deutschen Mitbürger*innen, die meist nur wenig über den Krieg in ihrer Heimat wissen. Ein zutiefst berührender Roman, der einen auch lange nach dem Lesen nicht loslässt.
  • Zum Bewerterprofil von Theresa Raupp

    Theresa Raupp

    OSIANDER Schwäbisch Hall

    Buchhändler*in

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    5/5

    09.09.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Sprachgewaltige Sprachlosigkeit

    Zugegeben: Um alle Zusammenhänge in diesem Buch zu verstehen, bin ich etwas zu jung. Vom Krieg im Kosovo habe ich nur eine Klassenkameradin, die im letzten Schuljahr nicht da war, Erwachsene, die bei der Erwähnung des Kosovo ganz still werden, und das Lied der Kelly-Family in Erinngerung. Jehona Kicaj bringt aber sicherlich nicht nur mich wieder mit ihrem Buch in die späten 90er Jahre zurück und gibt sprachgewaltige Einblicke in die Geschehnisse, die einen nicht nur einmal sprachlos machen. Für mich zurecht auf der Longlist für den Deutschen Buchpreis 2025!

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