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Die Welt in ihren Händen Die Abenteuer der Gertrude Bell in Mesopotamien.

4

25,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

14580

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

16.04.2026

Verlag

Kiepenheuer & Witsch

Seitenzahl

416

Maße (L/B/H)

21,7/13,2/3,3 cm

Gewicht

473 g

Farbe

Beige / Mokka

Auflage

2. Auflage

Originaltitel

Mesopotamia

Übersetzt von

Nicola Denis

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-462-00835-7

Beschreibung

Rezension

»pendelt [...] Olivier Guez routiniert zwischen Fakten und Fiktion, zwischen temporeicher Reprotageprosa und literarischer Seelenerkundung« ("WDR Westart")
»Ein klug komponierter, irrsinnig gut recherchierter, ein fantastischer Roman - eine Pflichtlektüre für all diejenigen, die die Schwierigkeiten des nahen und ferneren Ostens verstehen wollen.« ("ZDF Das literarische Quartett")
»erhellend und anschaulich« ("Deutschlandfunk Kultur Studio 9")

Produktdetails

Verkaufsrang

14580

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

16.04.2026

Verlag

Kiepenheuer & Witsch

Seitenzahl

416

Maße (L/B/H)

21,7/13,2/3,3 cm

Gewicht

473 g

Farbe

Beige / Mokka

Auflage

2. Auflage

Originaltitel

Mesopotamia

Übersetzt von

Nicola Denis

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-462-00835-7

Herstelleradresse

Kiepenheuer & Witsch GmbH
Bahnhofsvorplatz 1
50667 Köln
DE

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  • Alrik Gerlach

    Thalia Book Circle Community

    4/5

    21.06.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Eine Frau, die Geschichte in den Händen hielt

    Was für eine Frau. Gertrude Bell stapft hier nicht einfach brav durch die Geschichte, sie reitet, forscht, verhandelt, liebt, leidet und mischt in einer Männerwelt mit, in der sie eigentlich nur dekorativ hätte danebenstehen sollen. Pustekuchen. Olivier Guez erzählt ihr Leben mit viel Atmosphäre und einem richtig starken Blick für Mesopotamien nach dem Ersten Weltkrieg. Sand, Politik, Machtspiele, verletzte Eitelkeiten und dieser ständige Gedanke: Meine Güte, wie viel von dem Chaos damals wirkt bis heute nach? Besonders spannend fand ich, wie widersprüchlich Gertrude Bell gezeigt wird. Sie ist mutig, klug und ihrer Zeit oft weit voraus, aber eben auch Teil eines Empire, das meinte, die Welt nach eigenen Vorstellungen sortieren zu dürfen. Das macht sie nicht zur einfachen Heldin, sondern zu einer Figur, über die man nach dem Lesen noch länger nachdenkt. Manchmal hätte ich mir allerdings mehr Nähe zu ihr gewünscht. Mehr Herzklopfen unter dem staubigen Reisehut, mehr Innenleben, mehr Gertrude pur. Guez bleibt oft sehr historisch, sehr politisch, sehr groß im Panorama. Das ist beeindruckend, aber zwischendurch auch ein bisschen so, als würde man mit Notizbuch durch die Wüste laufen. Trotzdem: Dieses Buch hat Wucht. Es ist klug, bildstark und öffnet den Blick auf eine Frau, die viel zu lange unterschätzt wurde. Kein leichter Wohlfühlroman, eher ein intensiver Kaffee mit ordentlich Nachhall.

  • Bewertung

    4/5

    02.06.2026

    eBook (ePUB 3)

    Eine außergewöhnliche Frau

    In seinem Roman "Die Welt in ihren Händen" schreibt der Autor Olivier Guez über die Abenteurerin und Geheimagentin Gertrude Bell. Der Roman wurde von Nicola Denis aus dem Französischen übersetzt und ist im Verlag Kiepenheuer & Witsch erschienen. Das Cover zeigt Gertrude Bell auf einem Kamel und zusammen mit dem Titel und dem Zusatz "Die Abenteuer der Gertrude Bell in Mesopotamien" macht der Roman einen vielversprechenden Eindruck. Wer war Gertrude Bell? Die wenigsten Menschen werden von ihr gehört haben. Gertrude Bell stammte aus einer vermögenden britischen Familie. Sie war schon in jungen Jahren wissbegierig und interessierte sich für Politik und Wissenschaften. Ihre Eltern ermöglichten ihr den Besuch eines College für Mädchen und, für diese Zeit kaum denkbar, ein Studium an der Universität von Oxford. Gertrude Bell reiste viel und das Bergsteigen war eine ihrer Leidenschaften. Ihre große Liebe aber galt dem Vorderen Orient. Zusammen mit der Britischen Regierung versucht sie den Menschen den Frieden zu bringen und ist maßgeblich an der Gründung des Irak beteiligt. Allerdings war vielen ihre  Position ein Dorn im Auge. Mit dem Wechsel des Hochkommissars verlor Gertrude Bell ihren Posten und ihre Macht und wurde mit der Aufgabe betraut, in Bagdad ein Museum einzurichten. Aber auch dieser Arbeit widmete sie sich mit Leidenschaft. Das Leben und Wirken von Gertrude Bell wird in diesem Roman in zwei Abschnitten erzählt. Der Hauptteil beginnt im Jahr 1916 und endet im Jahr 1926. Im Wechsel dazu wird aus ihrem Leben aus den Jahren 1892 bis 1915 erzählt. Dabei geht Olivier Guez auch sehr intensiv auf die politische und wirtschaftliche Lage im Vorderen Orient und die Machenschaften der beteiligten Länder ein. Das ist, gerade am Anfang des Romans, ein wenig mühsam, denn es fehlen viele Hintergründe und Verbindungen. Trotzdem kann ich diesen Roman allen empfehlen, die sich für Geschichte interessieren.

  • Bellis-Perennis

    aus Wien

    4/5

    01.05.2026

    eBook (ePUB 3)

    Eine Leseempfehlung

    Olivier Guez hat mit diesem Buch, der unkonventionellen Gertrude Bell (1868-1926), die man in außerhalb Großbritanniens kaum kennt, ein Denkmal gesetzt. Wer war sie nun, diese Frau, die den überwiegenden Teil ihres Lebens im Mittleren Osten verbrachte, die von Freunden und Feinden ehrfurchtsvoll “Effendi” genannt wurde? Geboren 1868 als Tochter des reichen Industriellen Thomas Hugh Bell und seiner Frau Mary Shield. Drei Jahre später stirbt ihre Mutter kurz nach der Geburt des Sohnes Maurice. Das wissbegierige Mädchen darf in Oxford studieren, den Doktortitel verweigert man ihr wie allen Studentinnen. Heiraten will sie nicht, verliebt sich aber in Henry Cadogan, einem notorischen Spieler, der von der Familie als Ehemann abgelehnt wird. Sie beugt sich ihrem Vater und setzt ihre Reisen im Zweistromland fort. Sie lernt Farsi und verbringt viele Jahre als Archäologin in Mesopotamien. Sie trifft auf Männer wie T. E. Lawrence, der als Lawrence von Arabien bekannt wird, der sie nicht leiden kann und ihre Erkenntnisse als die seinen ausgibt. Dennoch werden sie gemeinsam den Aufstand der Araber gegen die Türken organisieren. Während des Ersten Weltkriegs sammelt sie als Agentin des Britischen Geheimdienstes Zahlen, Daten, Fakten und erhält im Oktober 1917 die Auszeichnung “Commander of the British Empire”. Gleichzeitig zieht sie die Fäden bei der Einsetzung von Prinz Faisal als König im Irak, der recht bald versucht, ihren Einfluss zurückzudrängen. Gertrude Bell wird nicht mehr nach England zurückkehren. Sie stirbt 1926 im Alter von 58 Jahren unter nicht ganz geklärten Umständen. In der New York Times erscheint folgender Nachruf „Seit Königin Zenobia hat keine andere Frau für die Geschicke des Mittleren Ostens eine so wichtige Rolle gespielt.“ Aber stimmt das? Und was bleibt von Gertrude Bell? Sie gilt als gemeinsam mit Sir Percy Cox als die eigentliche Gründerin des Irak und bestimmte die Landesgrenzen. Sie hat nach Inkraft-Treten der Balfour-Deklaration die Konflikte zwischen Juden und Arabern in Palästina vorhergesehen. Sie wird ehrenamtliche Leiterin des archäologischen Museums in Bagdad sein, dessen Gründung sie vorangetrieben hat. Sie hat zahlreiche Werke persischer Dichter ins Englische übersetzt. Doch bei allen politischen Erfolgen Gertrude Bells darf nicht vergessen werden, dass sie durch ihre Tätigkeit den Grundstein für die Gewalt im Nahen und Mittleren Osten, die uns bis heute beschäftigt und Abertausende Tote gefordert hat (und noch immer fordert), gelegt hat. Von Autor Olivier Guez habe ich bereits das Buch „Das Verschwinden des Josef Mengele“ gelesen, das ähnlich gut strukturiert ist. Das Buch ist in 27 Kapitel geteilt, die sowohl Orts- als auch Datumsangabe enthalten, sodass die Rückblenden sofort erkennbar sind. Guez hat für seine Biografie über Gertrude Bell penibel recherchiert und zeichnet ein interessantes Bild dieser unkonventionellen Frau, die so emanzipiert erscheint. Dennoch ist sie gegen das Frauenwahlrecht und reist in typisch britischer Frauenkleidung, also Hut, Mieder und Dutzende Meter Stoff im Damensattel durch die Wüste. Auch wenn das Coverbild vielleicht gestellt war, zeigt es sie in dieser Aufmachung. Fazit: Gerne gebe ich diesem Buch, das zum besseren Verständnis der Örtlichkeiten eine Landkarte enthält, 4 Sterne.

  • Yvonne

    aus Frankfurt am Main

    4/5

    24.04.2026

    eBook (ePUB 3)

    Einblick in das Leben von Gertrude Bell

    Detailliert und sehr ausführlich erzählt der Autor den Lebensweg der Gertrude Bell. Tochter eines sehr reichen britischen Industriellen, Oxfordabsolventin, beherrscht sie mehrere Sprachen und ihre politische Karriere beginnt mit einem Besuch bei ihrer Tante Mary und deren Ehemann, Sir Frank, neuer Gesandter beim Schah. Sie macht sich also auf den Weg nach Basra. Die Briten wollen ihren Einfluss dort stärken. Gertrude gewinnt nicht nur nach und nach an Einfluss und das als Frau, sondern verliebt sich auch. Neben den sehr vielen politischen Darstellungen im Buch machen auch die privaten Gedanken und Gefühle von Gertrude einen Teil des Buches aus. Während die politischen Details mir den Eindruck von sehr akribisch detailliert durchgeführten Recherchen und Wiedergaben vermittelten, machten mir die Teile, die sich mit der Gefühlswelt und Gedanken von Gertrude beschäftigten mehr Spaß. Diese las ich mit besonderer Freude. Insgesamt ist die Sprache des Buches flüssig, ruhig und machte auf mich gerade in Bezug auf die politischen Darstellungen eher den Eindruck eines Sachbuches. Die Seite des Privaten war dann für mich eher romanhaft erzählt, wobei auch hier die damaligen Weltanschauungen in der Liebe (z.B. nur zaghafte Annäherungen) sehr gut und authentisch wiedergegeben wurden. Insgesamt ein Roman, der für historisch interessierte Leser, die sich sehr detailliert über die politische Zeit und die Entwicklungen Mesopotaniens informieren möchten, genau richtig ist. Ich empfehle den Roman für diese Zielgruppe sehr gerne weiter. Ich habe für mich einen umfassenden Blick auf diese Zeit Mesopotaniens, das Leben und Wirken Gertrude Bells mitgenommen.

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