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Olivier Guez

1. Die Welt in ihren Händen

Die Welt in ihren Händen Die Abenteuer der Gertrude Bell in Mesopotamien

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3
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Beschreibung

Produktdetails

Family Sharing

Ja

Verkaufsrang

1822

Gesprochen von

Cathlen Gawlich

Spieldauer

11 Stunden und 25 Minuten

Abo-Fähigkeit

Ja

Erscheinungsdatum

16.04.2026

Hörtyp

Lesung

Fassung

ungekürzt

Medium

MP3

Anzahl Dateien

204

Verlag

Argon

Übersetzt von

Nicola Denis

Sprache

Deutsch

EAN

9783732486106

Beschreibung

Produktdetails

Family Sharing

Ja

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Verkaufsrang

1822

Gesprochen von

Cathlen Gawlich

Spieldauer

11 Stunden und 25 Minuten

Abo-Fähigkeit

Ja

Erscheinungsdatum

16.04.2026

Hörtyp

Lesung

Fassung

ungekürzt

Medium

MP3

Anzahl Dateien

204

Verlag

Argon

Übersetzt von

Nicola Denis

Sprache

Deutsch

EAN

9783732486106

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Eine außergewöhnliche Frau

Bewertung am 02.06.2026

Bewertungsnummer: 3156435

Bewertet: eBook (ePUB 3)

In seinem Roman "Die Welt in ihren Händen" schreibt der Autor Olivier Guez über die Abenteurerin und Geheimagentin Gertrude Bell. Der Roman wurde von Nicola Denis aus dem Französischen übersetzt und ist im Verlag Kiepenheuer & Witsch erschienen. Das Cover zeigt Gertrude Bell auf einem Kamel und zusammen mit dem Titel und dem Zusatz "Die Abenteuer der Gertrude Bell in Mesopotamien" macht der Roman einen vielversprechenden Eindruck. Wer war Gertrude Bell? Die wenigsten Menschen werden von ihr gehört haben. Gertrude Bell stammte aus einer vermögenden britischen Familie. Sie war schon in jungen Jahren wissbegierig und interessierte sich für Politik und Wissenschaften. Ihre Eltern ermöglichten ihr den Besuch eines College für Mädchen und, für diese Zeit kaum denkbar, ein Studium an der Universität von Oxford. Gertrude Bell reiste viel und das Bergsteigen war eine ihrer Leidenschaften. Ihre große Liebe aber galt dem Vorderen Orient. Zusammen mit der Britischen Regierung versucht sie den Menschen den Frieden zu bringen und ist maßgeblich an der Gründung des Irak beteiligt. Allerdings war vielen ihre  Position ein Dorn im Auge. Mit dem Wechsel des Hochkommissars verlor Gertrude Bell ihren Posten und ihre Macht und wurde mit der Aufgabe betraut, in Bagdad ein Museum einzurichten. Aber auch dieser Arbeit widmete sie sich mit Leidenschaft. Das Leben und Wirken von Gertrude Bell wird in diesem Roman in zwei Abschnitten erzählt. Der Hauptteil beginnt im Jahr 1916 und endet im Jahr 1926. Im Wechsel dazu wird aus ihrem Leben aus den Jahren 1892 bis 1915 erzählt. Dabei geht Olivier Guez auch sehr intensiv auf die politische und wirtschaftliche Lage im Vorderen Orient und die Machenschaften der beteiligten Länder ein. Das ist, gerade am Anfang des Romans, ein wenig mühsam, denn es fehlen viele Hintergründe und Verbindungen. Trotzdem kann ich diesen Roman allen empfehlen, die sich für Geschichte interessieren.

Eine außergewöhnliche Frau

Bewertung am 02.06.2026
Bewertungsnummer: 3156435
Bewertet: eBook (ePUB 3)

In seinem Roman "Die Welt in ihren Händen" schreibt der Autor Olivier Guez über die Abenteurerin und Geheimagentin Gertrude Bell. Der Roman wurde von Nicola Denis aus dem Französischen übersetzt und ist im Verlag Kiepenheuer & Witsch erschienen. Das Cover zeigt Gertrude Bell auf einem Kamel und zusammen mit dem Titel und dem Zusatz "Die Abenteuer der Gertrude Bell in Mesopotamien" macht der Roman einen vielversprechenden Eindruck. Wer war Gertrude Bell? Die wenigsten Menschen werden von ihr gehört haben. Gertrude Bell stammte aus einer vermögenden britischen Familie. Sie war schon in jungen Jahren wissbegierig und interessierte sich für Politik und Wissenschaften. Ihre Eltern ermöglichten ihr den Besuch eines College für Mädchen und, für diese Zeit kaum denkbar, ein Studium an der Universität von Oxford. Gertrude Bell reiste viel und das Bergsteigen war eine ihrer Leidenschaften. Ihre große Liebe aber galt dem Vorderen Orient. Zusammen mit der Britischen Regierung versucht sie den Menschen den Frieden zu bringen und ist maßgeblich an der Gründung des Irak beteiligt. Allerdings war vielen ihre  Position ein Dorn im Auge. Mit dem Wechsel des Hochkommissars verlor Gertrude Bell ihren Posten und ihre Macht und wurde mit der Aufgabe betraut, in Bagdad ein Museum einzurichten. Aber auch dieser Arbeit widmete sie sich mit Leidenschaft. Das Leben und Wirken von Gertrude Bell wird in diesem Roman in zwei Abschnitten erzählt. Der Hauptteil beginnt im Jahr 1916 und endet im Jahr 1926. Im Wechsel dazu wird aus ihrem Leben aus den Jahren 1892 bis 1915 erzählt. Dabei geht Olivier Guez auch sehr intensiv auf die politische und wirtschaftliche Lage im Vorderen Orient und die Machenschaften der beteiligten Länder ein. Das ist, gerade am Anfang des Romans, ein wenig mühsam, denn es fehlen viele Hintergründe und Verbindungen. Trotzdem kann ich diesen Roman allen empfehlen, die sich für Geschichte interessieren.

Eine Leseempfehlung

Bellis-Perennis aus Wien am 01.05.2026

Bewertungsnummer: 3125432

Bewertet: eBook (ePUB 3)

Olivier Guez hat mit diesem Buch, der unkonventionellen Gertrude Bell (1868-1926), die man in außerhalb Großbritanniens kaum kennt, ein Denkmal gesetzt. Wer war sie nun, diese Frau, die den überwiegenden Teil ihres Lebens im Mittleren Osten verbrachte, die von Freunden und Feinden ehrfurchtsvoll “Effendi” genannt wurde? Geboren 1868 als Tochter des reichen Industriellen Thomas Hugh Bell und seiner Frau Mary Shield. Drei Jahre später stirbt ihre Mutter kurz nach der Geburt des Sohnes Maurice. Das wissbegierige Mädchen darf in Oxford studieren, den Doktortitel verweigert man ihr wie allen Studentinnen. Heiraten will sie nicht, verliebt sich aber in Henry Cadogan, einem notorischen Spieler, der von der Familie als Ehemann abgelehnt wird. Sie beugt sich ihrem Vater und setzt ihre Reisen im Zweistromland fort. Sie lernt Farsi und verbringt viele Jahre als Archäologin in Mesopotamien. Sie trifft auf Männer wie T. E. Lawrence, der als Lawrence von Arabien bekannt wird, der sie nicht leiden kann und ihre Erkenntnisse als die seinen ausgibt. Dennoch werden sie gemeinsam den Aufstand der Araber gegen die Türken organisieren. Während des Ersten Weltkriegs sammelt sie als Agentin des Britischen Geheimdienstes Zahlen, Daten, Fakten und erhält im Oktober 1917 die Auszeichnung “Commander of the British Empire”. Gleichzeitig zieht sie die Fäden bei der Einsetzung von Prinz Faisal als König im Irak, der recht bald versucht, ihren Einfluss zurückzudrängen. Gertrude Bell wird nicht mehr nach England zurückkehren. Sie stirbt 1926 im Alter von 58 Jahren unter nicht ganz geklärten Umständen. In der New York Times erscheint folgender Nachruf „Seit Königin Zenobia hat keine andere Frau für die Geschicke des Mittleren Ostens eine so wichtige Rolle gespielt.“ Aber stimmt das? Und was bleibt von Gertrude Bell? Sie gilt als gemeinsam mit Sir Percy Cox als die eigentliche Gründerin des Irak und bestimmte die Landesgrenzen. Sie hat nach Inkraft-Treten der Balfour-Deklaration die Konflikte zwischen Juden und Arabern in Palästina vorhergesehen. Sie wird ehrenamtliche Leiterin des archäologischen Museums in Bagdad sein, dessen Gründung sie vorangetrieben hat. Sie hat zahlreiche Werke persischer Dichter ins Englische übersetzt. Doch bei allen politischen Erfolgen Gertrude Bells darf nicht vergessen werden, dass sie durch ihre Tätigkeit den Grundstein für die Gewalt im Nahen und Mittleren Osten, die uns bis heute beschäftigt und Abertausende Tote gefordert hat (und noch immer fordert), gelegt hat. Von Autor Olivier Guez habe ich bereits das Buch „Das Verschwinden des Josef Mengele“ gelesen, das ähnlich gut strukturiert ist. Das Buch ist in 27 Kapitel geteilt, die sowohl Orts- als auch Datumsangabe enthalten, sodass die Rückblenden sofort erkennbar sind. Guez hat für seine Biografie über Gertrude Bell penibel recherchiert und zeichnet ein interessantes Bild dieser unkonventionellen Frau, die so emanzipiert erscheint. Dennoch ist sie gegen das Frauenwahlrecht und reist in typisch britischer Frauenkleidung, also Hut, Mieder und Dutzende Meter Stoff im Damensattel durch die Wüste. Auch wenn das Coverbild vielleicht gestellt war, zeigt es sie in dieser Aufmachung. Fazit: Gerne gebe ich diesem Buch, das zum besseren Verständnis der Örtlichkeiten eine Landkarte enthält, 4 Sterne.

Eine Leseempfehlung

Bellis-Perennis aus Wien am 01.05.2026
Bewertungsnummer: 3125432
Bewertet: eBook (ePUB 3)

Olivier Guez hat mit diesem Buch, der unkonventionellen Gertrude Bell (1868-1926), die man in außerhalb Großbritanniens kaum kennt, ein Denkmal gesetzt. Wer war sie nun, diese Frau, die den überwiegenden Teil ihres Lebens im Mittleren Osten verbrachte, die von Freunden und Feinden ehrfurchtsvoll “Effendi” genannt wurde? Geboren 1868 als Tochter des reichen Industriellen Thomas Hugh Bell und seiner Frau Mary Shield. Drei Jahre später stirbt ihre Mutter kurz nach der Geburt des Sohnes Maurice. Das wissbegierige Mädchen darf in Oxford studieren, den Doktortitel verweigert man ihr wie allen Studentinnen. Heiraten will sie nicht, verliebt sich aber in Henry Cadogan, einem notorischen Spieler, der von der Familie als Ehemann abgelehnt wird. Sie beugt sich ihrem Vater und setzt ihre Reisen im Zweistromland fort. Sie lernt Farsi und verbringt viele Jahre als Archäologin in Mesopotamien. Sie trifft auf Männer wie T. E. Lawrence, der als Lawrence von Arabien bekannt wird, der sie nicht leiden kann und ihre Erkenntnisse als die seinen ausgibt. Dennoch werden sie gemeinsam den Aufstand der Araber gegen die Türken organisieren. Während des Ersten Weltkriegs sammelt sie als Agentin des Britischen Geheimdienstes Zahlen, Daten, Fakten und erhält im Oktober 1917 die Auszeichnung “Commander of the British Empire”. Gleichzeitig zieht sie die Fäden bei der Einsetzung von Prinz Faisal als König im Irak, der recht bald versucht, ihren Einfluss zurückzudrängen. Gertrude Bell wird nicht mehr nach England zurückkehren. Sie stirbt 1926 im Alter von 58 Jahren unter nicht ganz geklärten Umständen. In der New York Times erscheint folgender Nachruf „Seit Königin Zenobia hat keine andere Frau für die Geschicke des Mittleren Ostens eine so wichtige Rolle gespielt.“ Aber stimmt das? Und was bleibt von Gertrude Bell? Sie gilt als gemeinsam mit Sir Percy Cox als die eigentliche Gründerin des Irak und bestimmte die Landesgrenzen. Sie hat nach Inkraft-Treten der Balfour-Deklaration die Konflikte zwischen Juden und Arabern in Palästina vorhergesehen. Sie wird ehrenamtliche Leiterin des archäologischen Museums in Bagdad sein, dessen Gründung sie vorangetrieben hat. Sie hat zahlreiche Werke persischer Dichter ins Englische übersetzt. Doch bei allen politischen Erfolgen Gertrude Bells darf nicht vergessen werden, dass sie durch ihre Tätigkeit den Grundstein für die Gewalt im Nahen und Mittleren Osten, die uns bis heute beschäftigt und Abertausende Tote gefordert hat (und noch immer fordert), gelegt hat. Von Autor Olivier Guez habe ich bereits das Buch „Das Verschwinden des Josef Mengele“ gelesen, das ähnlich gut strukturiert ist. Das Buch ist in 27 Kapitel geteilt, die sowohl Orts- als auch Datumsangabe enthalten, sodass die Rückblenden sofort erkennbar sind. Guez hat für seine Biografie über Gertrude Bell penibel recherchiert und zeichnet ein interessantes Bild dieser unkonventionellen Frau, die so emanzipiert erscheint. Dennoch ist sie gegen das Frauenwahlrecht und reist in typisch britischer Frauenkleidung, also Hut, Mieder und Dutzende Meter Stoff im Damensattel durch die Wüste. Auch wenn das Coverbild vielleicht gestellt war, zeigt es sie in dieser Aufmachung. Fazit: Gerne gebe ich diesem Buch, das zum besseren Verständnis der Örtlichkeiten eine Landkarte enthält, 4 Sterne.

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