Deutliche Gebrauchsspuren z.B. Notizen. Könnte ein Mängelexemplar sein, aber voll funktionsfähig und lesbar. Die gelieferte Auflage und das Cover können ggf. abweichen.
»Ein psychologisches Meisterwerk über Rassentrennung, Zivilcourage und über das Erwachsenwerden« (Der Sonntag) – heute aktueller denn je.
Jedes Jahr reist Jean-Louise Finch aus dem mondänen, aufgeklärten New York zurück in ihre Heimatstadt Maycomb im Süden der USA, um den Sommer bei ihrer Familie zu verbringen. Doch diesmal ist etwas anders als sonst: In dem beschaulichen Städtchen breiten sich Rassenunruhen aus, und Jean-Louise wird fassungslos Zeugin, wie ihr Vater Atticus in der ersten Reihe steht. Die bewegende Geschichte einer Tochter, die sich von ihrem geliebten Vater emanzipieren muss, um zu sich selbst zu finden; ein Zeitdokument tiefgreifender gesellschaftlicher Umbrüche und ein literarischer Fund, der seinesgleichen sucht – und viel zum Verständnis der heutigen USA beiträgt.
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Scout kehrt heim
Bewertung am 02.08.2017
Bewertungsnummer: 486456
Bewertet: Buch (Taschenbuch)
Scout ist erwachsen und kehrt heim in den Süden. Doch etwas hat sich verändert, Scout hat sich verändert. Sie passt nicht mehr hinein in das kleine Städtchen, in dem Schwarze lange als Sklaven behandelt wurden. Scout weigert sich, sich anzupassen, sei es in Bezug auf ihre Kleidung, ihre Einstellung oder ihre Lebensweise. Dies führt nicht nur mit ihrem Vater Atticus zu Konflikten...
Harper Lees zweiter Roman polarisiert und ist ganz anders als "Wer die Nachtigall stört". Er ist aufgebrachter, energischer und intensiver. Scout hinterfragt, versteht nicht und rebelliert und mit ihr der Leser. "Gehe hin, stelle einen Wächter" ist um einiges schwerer zu verarbeiten als das erste Buch, es nimmt mit und wirkt nach. Großartig.
Was für ein zeitloses Buch
Bewertung am 16.09.2016
Bewertungsnummer: 403451
Bewertet: Buch (Taschenbuch)
Was für eine Sensation! 2015 erschien weltweit ein 2. Buch von Harper Lee. Die meisten von uns haben wohl „Wer die Nachtigall stört“ entweder gelesen und/oder als wundervollen Film mit Gregory Peck angeschaut. Bei mir ist es beides schon etwas her, aber ich habe auch beides in sehr liebevoller Erinnerung behalten. Da erstaunte es doch, dass Harper Lee, die zu dem Zeitpunkt 89 Jahre alt war, anscheinend schon vor „Wer die Nachtigall stört“ ein Buch geschrieben hatte, welches von den Verlagen abgelehnt wurde. Wieso kam es erst 2015 heraus? Wollte die Autorin es wirklich veröffentlicht sehen? Wer mehr dazu wissen möchte, dem empfehle ich den wunderbaren Artikel von Felicitas von Lovenberg den sie am 23.07.2015 in der FAZ veröffentlich hat.
Harper Lees Roman (geschrieben 1957) spielt in den 50er Jahren in Maycomb County, dem Ort, in dem auch „Wer die Nachtigall stört“ gespielt hat. Scout, die Tochter des Anwalts Atticus Finch, ist inzwischen erwachsen und lebt in New York. Sie wird jetzt auch nicht mehr Scout genannt, sondern Jean Louise. Sie kommt zu einem Sommerurlaub nach Hause und macht dort eine erschreckende Entdeckung. Ihr Geburtsort ist ihr fremd geworden. Sie war ja schon immer anders als die anderen Kinder. Und dies hat sich durch ihr Leben in New York noch verstärkt. In Maycomb herrschen noch die alten Sitten und Gebräuche. Die Frauen kümmern sich um die drei Ks. Sie machen sich jeden Tag hübsch für ihre Männer und plappern brav nach, was diese so von sich geben. Jean Louises Tante Alexandra, die inzwischen für ihren Bruder den Haushalt führt, kritisiert andauernd Jean Louises Aussehen. Kein Lippenstift und Hosen! Und dann merkt Jean Louise, dass sich auch die Stimmung vor Ort geändert hat. Während die schwarzen und weißen Mitbürger einigermaßen freundlich miteinander umgegangen sind, herrscht jetzt eine strikte Trennung. Und es hat sich in Maycomb County ein Bürgerrat gebildet, dem sehr zu Jean Louise Entsetzens auch ihr Vater und ihr Freund aus Kindertagen, Henry, angehören. Sie sind gegen die Forderung des Obersten Bundesgerichts, die den Schwarzen die gleichen Bürgerrechte zubilligen wollen. Es kommt zu einer erbitterten Auseinandersetzung mit ihrem Vater.
Es ist dies ein ganz anderes Buch als „Wer die Nachtigall stört“. Bei dem zuerst erschienenen Buch wurde die Geschichte aus Kindersicht erzählt. Es war eine sehr versöhnliche Sichtweise. „Geh hin, stelle einen Wächter“ ist da ganz anders. Harper Lee wechselt zwischen der Erzählung, wie Jean Louise nach Maycomb County zurückkehrt und den Gedanken, die sich Jean Louise macht. Es ist ein Buch, welches sich sehr intensiv mit der Zeit der Rassenkonflikte in den USA beschäftigt. Jean Louise kann einfach nicht verstehen, wie die Menschen in ihrer Heimatstadt ticken. Es ist ein großartiges Buch, was sehr zum Nachdenken anregt. Das einzige, was mir an diesem Buch gefehlt hat, ist ein Nachwort vom Verlag. Ich hätte gerne noch etwas mehr über die Entstehung des Buches, die Hintergründe und eine geschichtliche Einordnung der Zeit in den USA bekommen. Denn darüber weiß in Deutschland nicht jeder Bescheid.
Als ich dieses Buch schon relativ weit gelesen hatte, hab ich festgestellt, dass dieses Buch einfach zeitlos und damit immer aktuell ist. Denn immer wird es Menschen geben, die Angst vor Menschen haben, die anders sind. Sei es die Hautfarbe, die Religion, die Nationalität, die sexuelle Orientierung oder die Gesundheit der Menschen. Was anders ist macht Angst. Der Mensch muss sich dagegen wappnen. Je nach Temperament kämpft er für oder gegen diese andersartigen Menschen. Besonders schwierig sind aber die Menschen, die einfach ihr Fähnchen in den Wind hängen, die sogenannten Mitläufer. Sie sind nämlich eine Grauzone und sehr schwer zu enttarnen. Sie stützen so manches Unrechtsregime. Und genau in diese Wunde hat Harper Lee schon sehr früh ihre Finger legt. Es war kein Wunder, dass das Buch nicht erschienen ist, als sie einen Verlag dafür gesucht hat. Es hätte nämlich zu vielen Menschen einen Spiegel vors Gesicht gehalten.
Dieses Buch ist einerseits eine ideale Lektüre für Leserinnen und Leser, die gerne durchaus kritische, aber liebevolle Bücher über den Süden der USA mögen. D.h. die gerne „Gute Geister“ von Kathryn Stockett, „Grüne Tomaten“ von Fannie Flagg oder auch „Die Bienenhüterin“ von Sue Monk Kidd gelesen haben. Allerdings ist dies Buch auch gerade jetzt sehr interessant für Menschen, die sich mit der aktuellen Flüchtlingssituation beschäftigen, denn auch hier kommen wieder unsere Ängste durch.
Meinung aus der Buchhandlung
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Die 26-jährige Jean Louise Finch macht Ferien bei ihrer Familie in ihrer kleinen Heimatstadt in Alabama: Ihr Vater, der unangefochtene Held ihrer Kindheit, wird alt. Ob sie ihren Jugendfreund heiraten möchte, weiß sie nicht und die langjährige Haushälterin hat sich längst in den Ruhestand zurückgezogen. Ihre alte Welt gibt es nicht mehr und die Rassenunruhen der 50er Jahre machen auch vor dem kleinen Ort und ihrer Familie nicht Halt. Der Roman, der schon vor Wer die Nachtigall stört entstanden ist, schildert gleichzeitig den Umbruch einer Gesellschaft und das innere Erwachsenwerden einer jungen Frau. Unbedingt lesen!
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Jean Luise ist 26 und lebt mitlerweile in New York. Als sie während ihres Urlaubs nach Maycomb zurück kommt, wird sie mit dem ungebrochenen Rassismus ihrer Familie und Freunde konfrontiert. Sie muss ihrem eigenen Gewissen folgen und sich gegen ihren Vater behaupten.
Nicht immer löst ein zweiter Band ein, was einem beim ersten so gut gefallen hat - in diesem Fall aber schon.
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