»Das Buch entwickelt einen solchen Sog, es ist so unglaublich intensiv, es ist unglaublich traurig, es macht unheimlich Mut. Ein wirklich tolles Buch.« Christine Westermann, WDR
Emma ist vierzig und seit achtzehn Jahren mit Olivier verheiratet. Sie haben drei wohlgeratene Kinder, es könnte nicht besser sein. Dass etwas Entscheidendes in ihrem Leben fehlt, merkt Emma erst, als in einer Brasserie ihr Blick auf den von Alexandre trifft. Sie weiß sofort Bescheid. Für ihn wird sie alles riskieren, alles aufgeben – koste es, was es wolle. Der Bestsellerautor Grégoire Delacourt erzählt in seinem neuen Roman über eine große Leidenschaft, die Zerbrechlichkeit unserer Existenz und die Stärke der Familienbande, die mehr auszuhalten vermögen, als es den Anschein hat.
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Was für eine gelungene Geschichte
MarieOn am 10.01.2024
Bewertungsnummer: 2106036
Bewertet: Buch (Taschenbuch)
Emmas Mann Olivier ist leidenschaftlicher Auto-Händler. Er liebt sie alle, diese PS starken Spielzeuge. Er trinkt gerne Wein, philosophiert darüber und ist ganz verrückt nach guten Speisen. Emma liebt ihre Familie, ihre beiden Töchter, die eine zart besaitet, die andere robuster und ihren Sohn. Mit Olivier genießt sie das Leben, sie zehren von dem, was sie sich aufgebaut haben.
In einer Mittagspause geht sie in die Rue de Béthune, bleibt vor einem Restaurant stehen, überlegt und geht hinein. Sie setzt sich an den Thresen und bestellt einen Tee.
Plötzlich lacht er mit seinen Freunden. Ich höre sein Lachen nicht, weil er zu weit weg ist, ich sehe nur die aufscheinende Freude, die die Welt schöner macht, und eine unerwartete elektrische Ladung schießt in meinen Unterleib, verbrennt mich, öffnet mich; Kälte, Wind und alle Stürme, stürzen sich in meine unsichtbare, meine ungeahnte Schwachstelle. Alles in mir gerät in Panik. S. 20
Von diesem Tag an verbringt sie jede Mittagspause in diesem Restaurant.Sie beobachtet ihn, ihr Verlangen wächst, bis sie sich neben ihn setzt und ihn anspricht, erfährt, dass er Alexandre heißt, ebenso verheiratet und kinderlos ist.
Alexandre schleicht sich in ihre Nächte, lässt sie, neben Olivier, schlaflos innerlich brennen, bis sie das unvermeidbare wagt.
Fazit: Was für eine gelungene Geschichte. Die Stimmung zuerst prickelnd, erotisch und brisant und dann entsetzlich und traurig. Die Protagonistin ist überzeugend gezeichnet. Die Sprachbilder sind, vermutlich auch wegen der wunderbaren Übersetzung, gefühlvoll und leidenschaftlich. Ich mag, wie die Protagonistin ihr Leben analysiert, wie sie durch ihre Entscheidungen reift. Ihre Gedankengänge sind nachvollziehbar erzählt. Ich finde auch erstaunlich, dass der Autor, sich dermaßen gut in eine Frau hineinversetzen kann. Das zu können, ist große Empathie, es so zu schreiben, ist große Kunst. Chapeau.
Eine Wucht an Worten und Gefühlen
literatur.phantast aus Nürnberg am 18.08.2023
Bewertungsnummer: 2003226
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)
"Ich versuche, zu erklären, ich will nicht, dass man mir vergibt.
Ich werde im Laufe meiner Geschichte versuchen, der Alltäglichkeit eines Lebens zu danken."
Das Leuchten in mir, erschienen im @atlantikverlag und aus dem französischen übersetzt von Claudia Steinitz, hat nicht nur ein wunderschönes, zur Geschichte passendes Cover, sondern auch einen - für mich - überwältigenden Inhalt.
Man muss von dem Buch vorher nicht mehr wissen, als der Klappentext (swipe) einem erzählt. Deshalb lass mich direkt zum schwärmen kommen:
Grégoire Delacourt hat hier eine Geschichte von überwältigender Intimität und Tiefe, höchst poetisch geschrieben. Von Beginn an, entfaltete sich ein Sog der jegliche Faser in mir zum schwingen brachte. Alle Gefühle, Empfindungen und Emotionen wurden geweckt und aus meinem tiefsten Inneren nach außen gebracht sodass ich kurz vor dem zerreißen stand.
"Auf der Suche nach den Ursprüngen meiner Schwächen stelle ich mit Bitterkeit fest, dass unsere Leiden niemals tief genug versenkt, unsere Körper niemals groß genug sind, um all unsere Schmerzen in ihnen zu begraben."
Eine Geschichte, die solch eine Menschlichkeit aufzeigt, dass es weh tut. Man sieht ihre Fehler, man versteht ihre Fehler, man mag sie auch verurteilen - doch wir sind alle Menschen. Und was ist Liebe? Ich könnte Bücher damit füllen um darauf zu antworten. Liebe ist Alles. Liebe ist Gewaltig. Mächtig. Übernatürlich. Zu groß. Liebe ist der Tod. Liebe ist das Leben. Alles ist Liebe.
"Ich weiß jetzt, dass die Trauer eine Liebe ist, die keinen Ort mehr hat."
Ein großartiges Buch, das gerade das Thema "Liebe" genau so darstellt, wie ich es so mag. Durch die Wucht der Gefühle
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