Produktbild: Die Buchhandlung der Exilanten

Die Buchhandlung der Exilanten Paris 1940 - Zuflucht und Widerstand

10

26,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

10345

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

20.02.2026

Abbildungen

mit 25 Abbildungen

Verlag

C.H. Beck

Seitenzahl

320

Maße (L/B/H)

21,6/14,4/2,9 cm

Gewicht

482 g

Farbe

Lichtgrau / Schwarz

Auflage

0. Auflage von 2026

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-406-84494-2

Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

10345

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

20.02.2026

Abbildungen

mit 25 Abbildungen

Verlag

C.H. Beck

Seitenzahl

320

Maße (L/B/H)

21,6/14,4/2,9 cm

Gewicht

482 g

Farbe

Lichtgrau / Schwarz

Auflage

0. Auflage von 2026

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-406-84494-2

Herstelleradresse

C.H. Beck
Wilhelmstrasse 9
80801 München
DE

Email: produktsicherheit@beck.de

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  • Silke - Buchgespür -

    5/5

    01.06.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Fundiert Recherchiert und flüssig lesbar

    Die Buchhandlungen von Adrienne Monnier und Sylvia Beach in der Rue de l’Odéon waren über Jahre ein Treffpunkt für Schriftsteller, Künstler und Menschen im Exil, die in Paris Schutz, Austausch und manchmal schlicht Hoffnung suchten. Uwe Neumahr erzählt diese Geschichte nicht nüchtern chronologisch, eher wie ein Geflecht aus Begegnungen, Freundschaften, Abhängigkeiten und politischen Umbrüchen. Obwohl es ein Sachbuch ist, liest es sich stellenweise fast wie ein historischer Roman. Die Figuren wirken greifbar, die Atmosphäre des damaligen Paris entsteht sehr lebendig und viele Szenen haben etwas so Erzählerisches, dass ich schlichtweg bewundert habe, wie diese umfangreichen Recherchen charmant vermittelt werden. Allerdings musste ich gestehen, dass ich anfangs mit gemischten Erwartung an das Buch heranging. Titel und Cover hatten bei mir zunächst den Eindruck eines klassischen Romans erweckt. Ich habe dann letztendlich Literaturgeschichte, Biografie und Zeitgeschichte zugleich in einer höchst zugänglichen Form gefunden, was ich wirklich super fand, denn ich muss gestehen, dass Sachbücher nicht zu meinen Favoriten zähle. In dieser Form macht die Fülle der neuen Informationen aber richtig Freude. Neumahr richtet den Blick nicht nur auf berühmte Namen wie James Joyce, Ernest Hemingway oder Walter Benjamin. Im Mittelpunkt stehen vielmehr zwei Frauen, die oft eher am Rand literarischer Geschichtsschreibung auftauchen, obwohl ohne sie vieles vermutlich nie möglich gewesen wäre. Adrienne Monnier und Sylvia Beach unterstützten Autorinnen und Autoren, vernetzten Menschen, organisierten Hilfe und schufen Räume, in denen Literatur weiterleben konnte, während Europa zunehmend auseinanderbrach. Die Menge an Namen, Beziehungen und historischen Entwicklungen verlangt beim Lesen Konzentration. Manchmal verliert sich das Buch kurz in Details, bevor es wieder zu seinen eigentlichen Hauptfiguren zurückkehrt. Trotzdem entsteht daraus ein faszinierendes Bild einer literarischen Szene zwischen Exil, Besatzung und Widerstand. Dass Neumahr ein so lebendiges Sachbuch geschrieben hat, dass man den Mensch wahrnimmt und die Fakten trotzdem aufsaugt, ist höchst beeindruckend.

  • Buch_im_Koffer

    aus Münster

    5/5

    30.04.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Zwei ungewöhnliche Frauen in Zeiten des Widerstands

    'Shakespeare and Company'. Nahezu jedem Buchbegeisterten ist dieser Name sicherlich ein Begriff ,aber die wenigsten kennen vermutlich die bewegende und literarisch bedeutende Geschichte hinter dieser über die Grenzen Paris‘ hinaus berühmten Buchhandlung – und der nicht weniger bedeutenden Buchhandlung direkt gegenüber. Zu Beginn des 20. Jhds. galten die beiden Buchhandlungen ‚La Maison des Amis des Livres‘ – das Haus der Bücherfreunde – der Französin Adrienne Monnier und ‚Shakespeare and Company‘ der Amerikanerin Sylvia Beach an der Rue de l’Odéon als die Anlaufstellen schlechthin für Literatur, Kunst und Kulturschaffende. 'Grenzüberschreitungen waren Programm der beiden Frauen, nicht nur wegen ihrer Unabhängigkeit von gesellschaftlichen Konventionen und ihrer sexuellen Identität, sondern auch durch die künstlerische Avantgarde, die sie bevorzugten.' Große Namen gingen bei ihnen ein und aus und waren den beiden Inhaberinnen Zeit ihres Lebens eng verbunden. James Joyce, Gertrude Stein, Walter Benjamin, Gisèle Freund, Hemingway, Sartre und de Beauvoir. Neben ausgewählter Literatur zum Kauf etablierten sie als erste den Buchverleih, Diskussionsabende, Lesungen. Die Treffen der 'Potassons' wurde von ihnen initiiert, einer Gruppe von Freunden, die 'Literatur, Musik, Kunst aber auch die Freude an gutem Essen' gemeinsam zelebrierten. Uwe Neumahr schildert das Leben in der Rue de l’Odéon, und verknüpft dabei sehr geschickt das politische Zeitgeschehen mit der Geschichte der beiden Buchhandlungen, ihren Inhaberinnen und deren berühmten Kunden und Freunden. Literarische und gesellschaftliche Entwicklungen gehen so Hand in Hand mit dem Beginn des Zweiten Weltkriegs und der Besatzung Paris‘, mit Antisemitismus, Flucht und Verfolgung. Und während die Buchhandlungen ein Zufluchtsort und Anlaufstelle für die deutsch-jüdischen Exilanten werden, so zeigen gleichzeitig viele ausführliche Einzelschicksale, die Neumahr hervorragend recherchiert hat, was Menschlichkeit, Mut, Widerstand und unbeirrbares Festhalten an den eigenen Werten und Idealen leisten kann. Ein spannendes und einfühlsames Stück Zeit- und Literaturgeschichte, das Uwe Neumahr einmal mehr in seiner unnachahmlichen Art erzählt hat.

  • Eva

    5/5

    09.03.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Kulturell-intellektueller Widerstand ohne Kompromisse

    Ich lese wirklich selten Sachbücher. Aber was soll ich sagen? Die Buchhandlung der Exilanten habe ich verschlungen. Ich konnte nicht aufhören zu lesen und habe das Buch wie einen tragbaren Kraftquell mit mir herumgetragen. Sylvia Beach und Adrienne Monnier haben die literarische Landschaft des 20. Jahrhunderts maßgeblich geprägt. Mir sind sie Leitsterne, Inspiration und dauerhafte literarische Glücksbringer. Uwe Neumahr entwickelt zwei Erzählstränge in zwei Zeitebenen, die sich langsam annähern. In den Zwanzigerjahren sind Shakespeare & Company und das Haus der Bücherfreunde Treffpunkt für Schriftsteller*innen, Intellektuelle und Künstler*innen. Die illuste Avantgarde steigt aus den Seiten und grüßt in Text und Bild. Ernest Hemingway, James Joyce, Sherwood Anderson, Man Ray, Sartre, Picasso, Gertrude Stein, Simone de Beauvoir. Ihr Credo waren Solidarität, Gemeinschaftssinn und Leichtigkeit. Vor allem aber Menschlichkeit. Aber dann besetzen die Deutschen 1940 Frankreich, die jüdischen Vertrauten, die Migrant*innen und selbst die Literatur, nach und nach geraten alle in Gefahr. Auch Sylvia Beach. Die beiden Frauen tun alles, um ihre Freunde wie Walter Benjamin oder Gisele Freund zu retten. Die Buchhandlungen werden Zellen des Widerstands. Bis Sylvia Beach selbst ins Internierungslager gebracht wird. Durch das Wechselspiel der Zeitebenen und historischen Ereignisse entsteht eine fesselnde Dramaturgie. Uwe Neumahr schildert diese Kapitel aus der besetzten Kunst- und Literaturmetropole voller literarischer Finesse und grosser Hingabe. Er erzählt von kulturell-intellektuellen Höhenflügen, von Verfolgung, allumfassender Menschlichkeit und zwei unfassbar faszinierenden Frauen. Sicher ist über die beiden schon viel geschrieben worden, aber dieser Aspekt ihrer bewegten Leben ist nicht nur lesenswert, sondern öffnet neue Horizonte. Ich habe es so gern gelesen und werde es in Ehren halten.

  • angi_molly

    aus Karlsruhe

    4/5

    25.03.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein wunderschönes Buch

    Meinung: Sachbücher oder Bücher in diese Richtung lese ich immer mal wieder gern doch nur selten erwischt mich eines so sehr wie dieses. Sylvia Beach und Adrienne Monnier sind zwei Frauen, die mir beim Lesen unglaublich nahegekommen sind. Ihre Buchhandlungen waren in den 1920er-Jahren lebendige Treffpunkte der literarischen Welt. Beim Lesen hatte ich oft das Gefühl, selbst durch diese Räume zu gehen umgeben von Namen wie Hemingway, Joyce oder Simone de Beauvoir, die hier plötzlich greifbar und lebendig wirken. Gerade diese anfängliche Leichtigkeit macht den späteren Bruch umso intensiver. Mit der Besetzung Frankreichs verändert sich alles. Die Atmosphäre wird spürbar düsterer, Angst und Unsicherheit schleichen sich zwischen die Seiten. Besonders bewegt hat mich, mit welcher Entschlossenheit und Selbstverständlichkeit die beiden Frauen handeln: Sie helfen Verfolgten, organisieren Unterstützung, bieten Schutz und setzen dabei ihr eigenes Leben aufs Spiel. Ihre Buchhandlungen werden zu Orten des Widerstands, getragen von Mut und Menschlichkeit. Der Schreibstil ist feinfühlig, leicht und sehr flüssig. Die wechselnden Zeitebenen erzeugen Spannung, auch wenn die Vielzahl an Namen und Details eine gewisse Konzentration verlangt. Doch genau diese Fülle macht das Buch so eindrucksvoll und authentisch, man spürt auf jeder Seite, wie intensiv hier recherchiert wurde. Diese Geschichte ist eine bewegende Erinnerung daran, wie kraftvoll Literatur sein kann und wie wichtig Menschen sind, die für sie und füreinander einstehen. Absolute Leseempfehlung.

  • Alrik Gerlach

    Thalia Book Circle Community

    4/5

    23.03.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Wenn Bücher stärker sind als Besatzung

    Zwischen Papiergeruch, Angst und leisen Heldentaten entsteht hier ein Buch, das sich anfühlt wie ein Gespräch im Hinterzimmer einer alten Pariser Buchhandlung. Draußen marschieren Soldaten, drinnen wird Literatur zur Rettungsleine. Genau diese Spannung zieht sofort rein. Besonders hängen geblieben ist dieses Gefühl, dass Bücher plötzlich mehr sind als Geschichten. Sie werden Schutzraum, Treffpunkt, Fluchtplan und manchmal auch letzter Mut. Adrienne Monnier und Sylvia Beach wirken dabei nicht wie Denkmäler, sondern wie zwei Menschen, die einfach weitermachen, obwohl die Welt um sie herum bröckelt. Das macht die Geschichte greifbar und ziemlich bewegend. Manchmal stapeln sich allerdings viele Namen, Ereignisse und historische Details. Der Kopf sortiert noch, während die Handlung schon weiterläuft. Da musste ich öfter kurz innehalten, Kaffee nachgießen und innerlich sagen: Moment, wer war jetzt nochmal wer. Trotzdem funktioniert das Ganze erstaunlich gut, weil die Atmosphäre alles zusammenhält. Unterm Strich bleibt ein ruhiges, intensives Sachbuch mit Herz. Kein Actionfeuerwerk, sondern leiser Widerstand zwischen Bücherregalen. Genau diese stille Wucht macht das Buch besonders. Und ja, nach der letzten Seite hatte ich plötzlich Lust, in eine kleine Buchhandlung zu gehen und einfach ein bisschen länger zu bleiben.

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Bewertungen (10)

Unsere Meinungen

  • Zum Bewerterprofil von Martina Kraus

    Martina Kraus

    RavensBuch Osiander Friedrichshafen

    Buchhändler*in

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    5/5

    18.04.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein Stück Literaturgeschichte

    In dem neuen Werk von Uwe Neumahr wird wieder Literatur und Zeitgeschichte in eine spannende Erzählung verpackt. Es ist ein vielschichtiges und sehr facettenreiches Bild der französischen Gesellschaft während der deutschen Besatzung. Die wohl berühmtesten Buchhandlung Paris werden zu jener Zeit zum Zufluchtsort für viele Exilanten und Verfolgte. Uwe Neumahr vereint in seinem Buch viele bisher unerzählte und unentdeckte Geschichten.
  • Zum Bewerterprofil von Ursula Birkhold

    Ursula Birkhold

    OSIANDER Göppingen

    Buchhändler*in

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    5/5

    04.03.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Zwei faszinierende, tatkräftige Frauen mit Leidenschaft für Literatur und Kultur

    Uwe Neumahr erzählt mit diesem Buch die beeindruckende Geschichte der geistesverwandten Frauen Adrienne Monnier und Sylvia Beach, die in den 1920er/30er Jahren in der Rue de l'Odeon zwei gegenüberliegende Buchhandlungen "La Maison des Amis des Livres" und "Shakespeare and Company" führten. Ihre Liebe zu Büchern und ihren Verfassern zog zahlreiche alte und neue Autoren an. Der Leser begegnet aber nicht nur James Joyce, Andre Gide, Simone de Beauvoir, Gisele Freund und zahlreichen anderen Kulturschaffenden, sondern auch dem Besatzungsoffizier Ernst Jünger und dem Sonderführer Gerhard Heller. Eine spannende Lektüre, die Einblicke nicht nur ins Leben und Wirken der beiden Frauen, sondern auch ins gesellschaftliche und politische Zeitgeschehen und das Denken und Handeln vieler Zeitgenossen bietet.
  • Zum Bewerterprofil von Sarah Schäfer-Stradowsky

    Sarah Schäfer-Stradowsky

    OSIANDER Schorndorf

    Buchhändler*in

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    5/5

    17.02.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Mit großem Herzen für Menschen und Literatur

    Zwei außergewöhnliche Frauenpersönlichkeiten inmitten der bunten Literaturszene von Paris: herrlich unerschrocken und mit enormem Einsatz für Bücher und Menschen. Neumahr schildert kenntnisreich die Epoche und würdigt die prägenden beiden Buchhändlerinnen Sylvia Beach und Adrienne Monier auf einfühlsame Weise. Ein Buch, in dem man viel erfährt über namhafte Personen aus Zeit- und Literaturgeschichte.

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