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Insel der Ratten Roman | Über eine Welt, in der sich jeder selbst der Nächste ist | hochklassige Spannung von Bestsellerautor Jo Nesbø!

108

19,99 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

1030

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

25.06.2026

Verlag

Ullstein Hardcover

Seitenzahl

208

Maße (L/B/H)

18,7/11,5/2,4 cm

Gewicht

260 g

Farbe

Schwarz

Auflage

1. Auflage

Originaltitel

Rotteøya og andre fortellinger

Übersetzt von

Günther Frauenlob

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-550-20153-0

Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

1030

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

25.06.2026

Verlag

Ullstein Hardcover

Seitenzahl

208

Maße (L/B/H)

18,7/11,5/2,4 cm

Gewicht

260 g

Farbe

Schwarz

Auflage

1. Auflage

Originaltitel

Rotteøya og andre fortellinger

Übersetzt von

Günther Frauenlob

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-550-20153-0

Herstelleradresse

Ullstein
Friedrichstraße 126
10117 Berlin
DE

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  • Strohhaken

    aus Berlin

    5/5

    06.07.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Heftig!

    Mit „Insel der Ratten“ ist Jo Nesbø eine besonders düstere Dystopie gelungen. Die Welt, wie wir sie kennen, ist nicht mehr existent. Es herrschen Massenarbeitslosigkeit und Armut. Banden beherrschen die Stadt und es wird geplündert, vergewaltigt und getötet. Eine Rechtsordnung existiert nicht mehr, es herrscht Anarchie. Der Anwalt Will Adam und seine Familie wird von einer Gang überfallen. Ihr Anführer ist der Sohn von Wills ehemaligen Freund und Arbeitgeber Colin. Will steht vor der Wahl: Vergebung oder Rache, ein fairer Prozess oder der Tod. Nur häppchenweise erhält man vom Autor Informationen. Die Wendungen waren für mich nicht vorhersehbar. Die (sehr kurze) ganze Geschichte ist spannend, abstoßend, verstörend, aber auch realistisch. Oft habe ich mich gefragt, wie ich wohl in dieser Ausnahmesituation gehandelt hätte. Eine Leseempfehlung für alle, die keinen Harry Hole erwarten und sich auf einen düsteren und intelligenten Endzeitroman einlassen wollen.

  • Bewertung

    5/5

    06.07.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Düstere Zukunft

    Ein tolles Buch mit einer düsteren Zukunft. Besonders beeindruckend ist die titelgebende Geschichte. Sie spielt in einer Welt, die von wirtschaftlichem Zusammenbruch und Chaos geprägt ist. Der Kampf ums Überleben führt dazu, dass Menschen ihre Moral immer weiter aufgeben. Die Ratten stehen dabei symbolisch für den Überlebenswillen, aber auch für die Schattenseiten der menschlichen Natur. Nesbø schafft es, eine beklemmende Stimmung aufzubauen, die den Leser bis zum Schluss fesselt. Der Schreibstil ist klar, spannend und leicht verständlich. Trotz der Kürze der einzelnen Geschichten gelingt es dem Autor, interessante Figuren zu entwickeln und überraschende Wendungen einzubauen. Viele Erzählungen enden offen oder mit einem unerwarteten Schluss, sodass man noch lange über ihren Sinn nachdenkt. Die Mischung aus Spannung, Gesellschaftskritik und schwarzem Humor macht das Buch besonders lesenswert. Ein weiterer Pluspunkt ist die Aktualität der behandelten Themen. Klimawandel, Pandemien, künstliche Intelligenz und soziale Ungleichheit wirken erschreckend realistisch. Dadurch erscheinen die Geschichten nicht wie reine Science-Fiction, sondern als mögliche Zukunftsvisionen. Gerade diese Nähe zur Realität macht das Buch so eindrucksvoll und teilweise auch beunruhigend.

  • Bewertung

    aus Bielefeld

    5/5

    04.07.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Gesetz und Gesetzlosigkeit

    Colin Lowe, ein schwerreicher Geschäftsmann, hat sich nach dem Ausbruch der Pandemie, der Anarchie, Gewalt und Bandenkriminalität folgten, bei der sich auch ganz normale Menschen auf Grund von Armut und Hunger anschlossen, auf eine Insel gerettet. Die Insel der Ratten, einerseits geschützt und uneinnehmbar, andererseits werden die Ratten zunehmend aggressiver. Die Lösung sind die begehrten und teuren Tickets für ein Schiff, auf dem man mehrere Jahre leben kann. Sein Sohn Brad hingegen ist der Chef eine kriminellen Jugendbande, die neben Plünderungen auch vor Vergewaltigung und Mord nicht zurückschrecken. Er überfällt das Has von Will, Colins Jugendfreund und langjähriger Jurist und entführt dessen Tochter. Will, der immer noch an Recht und Gesetz glaubt, will Brad vor Gericht bringen bis er merkt, dass Korruption allgegenwärtig ist und er gegen Colins Macht und Geld nicht ankommt. Er muss einen anderen Weg für Gerechtigkeit finden, wobei er Hilfe auch von dem Bandenmitglied Yvonne erhält. Der Roman ist aus zwei Sichtweisen geschrieben. Wir erleben die bedrückenden Situation, den Terror und Gewalt aus Sicht von Will und Yvonne, durch unterschiedliche Schriftarten sofort zu erkennen. Ein düsterer und brutaler Roman, um so erschreckender, da die Pandemie noch gut in Erinnerung ist.

  • Elvira P.

    aus Goch

    5/5

    03.07.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Gerechtigkeit oder Rache?

    Die Stadt, fast die ganze Erde fällt ins Chaos. Nach einer Pandemie bricht die Wirtschaft zusammen. Plünderungen und Straßenkämpfe beherrschen das Leben. Will Adams erlebt in seinem Haus am eigenen Körper die Gewaltbereitschaft der Banden. Die „Chaos“ Bande geführt von Brad, dem Sohn seinen Jugendfreundes und einflussreichsten Unternehmers Collin Lowe, überfällt Wills Familie, entführt seine Tochter Amy und vergewaltigt Wills Frau Heidi. Seine Machtlosigkeit zwingt Will fast in die Knie. Jo Nesbø hat eine gewaltige und beängstigend realistische Zukunftsvision aufgezeigt. Wie verhalten sich Menschen bei einem extremen gesellschaftlichen Zusammenbruch? Ein Vater sucht im allgemeinen Chaos seine entführte Tochter. Wen kann er um Hilfe bitten, wenn die Polizei nichts unternimmt? Wie kann man den Täter zur Rechenschaft ziehen, wenn man ihn den Gesetzgebenden Organen übergeben will, aber der Polizei nicht trauen kann? Wie kann man dennoch Gerechtigkeit herstellen? Wichtige Fragen, auf die Nesbø interessante und spannende Antworten gibt. Die Hauptakteure werden klar gezeichnet und ihre Vorgehensweisen sind gut nachvollziehbar. Die verschiedenen Sichtweisen der einzelnen Protagonisten teilt Nesbø nicht in verschiedene Kapitel ein, sondern er wechselt immer wieder die Schriftart, was manchmal etwas verwirrend ist. Der Roman wirkt nach und macht mich nachdenklich. Wie würde meine Umgebung sich gestalten, wenn das Chaos ausbricht, sei es wirtschaftlicher Art oder auch durch Naturkatastrophen verursacht. Bei der heutigen Klimasituation denkt man da schon mal drüber nach.

  • Sandhaas

    aus Bodenheim

    5/5

    01.07.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Faszinierender Kampf um Macht, Gerechtigkeit und Leben

    Jo Nesbo liefert einmal mehr extrem stark ab. Natürlich kennt jeder die Hary Hole-Reihe in der ein Alkoholiker sich mehrfach an den Rand der Gesellschaft begibt, aber trotz allen Widrigkeiten für Gerechtigkeit kämpft, allerdings in seiner nicht immer regelkonformen Art. Und dieses unorthodoxe Verhalten zeigen auch in Insel der Ratten 2 Personen, denen man das eigentlich nicht zutrauen würde. Zum einen ist es der Anwalt Will, der seinem Auftraggeber und Freund Colin Lowe gegenüber loyal bleibt, obwohl dessen Sohn Brad Wills Tochter Amy ermordet hat. Zum anderen ist das Yvonne, die Mitglied in der Gang Chaos ist, die von Brad, Colins Sohn angeführt wird. Sowohl Will als auch Yvonne haben Menschen verloren, die für sie beide viel bedeutet haben. Trotz hoher eigener ethischer Grenzen führen sie beide einen Kampf gegen Machtmissbrauch, Überheblichkeit und Arroganz. Nesbo erzählt die Geschichte aus verschiedenen Blickwinkeln bzw. Erzählsträngen die nach und nach miteinander verflochten werden. Ein absolut lesenswertes Buch im Kampf gegen den Verlust von Moral und Gerechtigkeit.

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Unsere Meinungen

  • Zum Bewerterprofil von Simone Renner

    Simone Renner

    OSIANDER Schwäbisch Hall

    Buchhändler*in

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    5/5

    22.06.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Brutale Dystopie

    Jo Nesbø wagt hier einen Ausflug in eine vollkommen andere Erzählung als sonst. Wir werden in eine Post-Pandemie Welt geschleudert in der nichts mehr Bestand hat. Wills Familie wird von einer wild wütenden Motorradgang überfallen, seine Frau vergewaltigt, seine Tochter entführt. Schon bald steht Will zwischen Recht und Vergeltung, denn die Bande wird von einem Bekannten der Familie geführt. Währenddessen sucht Gang-Mitglied Yvonne verzweifelt einen Ausweg aus ihrem Schicksal. Dieses Buch ist ein düsterer, brutaler und schonungsloser Kurz-Thriller, der mich mehr als einmal hat schlucken lassen. Aber Nesbø kann es einfach, auch und besonders wenn er keine Krimis schreibt.
  • Zum Bewerterprofil von Jakob Rimmler

    Jakob Rimmler

    OSIANDER Aalen

    Buchhändler*in

    Es ist ein Problem aufgetreten. Bitte laden Sie die Seite neu und versuchen es noch einmal.

    2/5

    23.06.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Leider mehr als nur verschenktes Potential

    Eines vorweg: Jo Nesbø schafft es auch hier, wie wahrscheinlich in den meisten seiner Bücher, eine düstere Grundstimmung und packende Einzelmomente zu erschaffen. Wegen genau dieser Aspekte bin ich wahrscheinlich auch bei der Lektüre am Ball geblieben. Leider nur bleiben die potentiell tieferen Themen durchgehend schwammig und werden mit der Subtilität eines Vorschlaghammers präsentiert. Auch darüber hinaus hat das Buch so seine Probleme. Im Großen und Ganzen läuft die hier beschriebene dunkle Zukunftsvision darauf hinaus, dass die Elite auf einem Hochhaus Champagner trinkt während unter ihnen ringsherum plündernde Straßengangs sich gegenseitig zerfetzen. Die Plünderer tragen als Symbol übrigens eine Justitia mit einem Einschussloch in der Stirn und ab und zu philosophieren die Figuren darüber, was denn jetzt Gerechtigkeit und was Rache sei. Okay, geschenkt, nicht jeder neue dystopische Ansatz muss in Sachen Tiefgang mit den Klassikern aus diesem Bereich mithalten, das wäre auch schlichtweg unfair. Nur leider trägt die bloße Handlung mit ihren durchgehenden Ungereimtheiten nicht wirklich zu einem positiven Gesamtbild bei. Ein Beispiel (es gibt noch mehr, aber ich möchte hier den Rahmen nicht allzu sehr sprengen) für eine dieser Ungereimtheiten: in einer Welt, in der seit geraumer Zeit Grausamkeiten an der Tagesordnung sind und Explosionen von Granaten Nacht für Nacht ertönen, sorgt die wohlhabende und durchaus empathische männliche Hauptfigur erst NACH einem brutalen Angriff auf seine Familie für bessere Sicherheitsmaßnahmen als einen Zaun, den man ganz einfach durschneiden kann. Ohne Erklärung. Dass die Gefühle und Wandlungen der Figuren ruckartig heruntergerissen werden und das Buch letzten Endes von einem relativ typischen Krimiplot eingenommen wird bei dem man sich fragen kann, warum sich der Autor überhaupt für ein apokalyptisches Szenario entschieden hat, bildet dann den letzten Sargnagel für meine Begeisterung. Lediglich die titelgebende Insel der Ratten bietet eine in meinen Augen dem Thema gerecht werdende Metapher - aus der dann viel zu wenig gemacht wird. Ich möchte zum Schluss noch einmal betonen: ich habe keine neue, ausgefeilte oder originelle Dystopie erwartet. Aber wenn so viele Aspekte der präsentieren Geschichte, zumindest meiner Leseerfahrung nach, wenig bis gar keinen Sinn machen und Potential verschenkt wird, bleibt auch der bloße Unterhaltungswert unglücklicherweise auf der Strecke.

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