Eine Enkelin begleitet ihre Großmutter, ihre Nani, durch alle vier Jahreszeiten und kocht mit ihr. Maluns, Kohlwickel, Suurbrate, Birnenbrot, Rhabarberkuchen oder Rötali: 80 Bündner Klassiker und Lieblingsgerichte aus Nanis Rezeptsammlung zeigen die Vielfalt ihrer traditionellen Küche mit viel Gemüse und Früchten frisch aus dem eigenen Garten. Die nachhaltige, saisonale und regionale Küche, für immer mehr Menschen heute eine bewusste Entscheidung, war für die Generation der Großmutter eine Selbstverständlichkeit – gegessen wird, was Jahreszeit und Garten für uns bereithalten. Nanis insgeheimer Traum war es, einmal ihr eigenes Kochbuch in den Händen zu halten. Hier ist es: Eine Rezeptsammlung, zum Teil auf Briefumschlagen notiert oder aus auseinanderfallenden Kochbüchern zusammengetragen, erhält ihren würdigen Rahmen. Eine warmherzige Hommage an Nani und an das Wissen der älteren Generation von Küche, Natur und Leben.
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Ein Buch, das nicht nur den Magen, sondern auch das Herz berührt
Dani12143 aus Oldenburg am 27.04.2026
Bewertungsnummer: 3121444
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)
Das Kochbuch „Nani – Zwei Generationen kochen durchs Jahr“ von Lea Hürlimann und Elsi Ragaz-Hemmi, erschienen im AT Verlag, ist weit mehr als eine einfache Rezeptsammlung. Es ist eine liebevolle Hommage an das Wissen, die Erfahrung und die Herzlichkeit einer älteren Generation – eingebettet in eine berührende Geschichte zwischen Großmutter und Enkelin.
Im Mittelpunkt des Buches steht die gemeinsame Reise durch die vier Jahreszeiten, bei der traditionelle Bündner Gerichte im Einklang mit der Natur zubereitet werden. Die Rezepte – von herzhaften Klassikern wie Maluns und Suurbraten bis hin zu süßen Köstlichkeiten wie Birnenbrot oder Rhabarberkuchen – spiegeln eine Küche wider, die von Regionalität, Saisonalität und Achtsamkeit geprägt ist. Was heute für viele ein bewusster Lebensstil ist, war für „Nani“ einst ganz selbstverständlich: gekocht wird mit dem, was Garten und Jahreszeit hergeben.
Besonders berührend ist die persönliche Ebene des Buches. Die Rezepte wirken nicht wie sterile Anleitungen, sondern tragen Erinnerungen in sich – handschriftlich notiert, über Jahre hinweg gesammelt und nun in einem würdevollen Rahmen zusammengeführt. Man spürt beim Lesen die Verbundenheit zwischen den Generationen und die Wertschätzung für altes Wissen, das sonst vielleicht verloren gehen würde.
Auch die Gestaltung des Buches unterstreicht diesen warmen, authentischen Charakter. Es lädt dazu ein, nicht nur zu kochen, sondern innezuhalten, zu genießen und sich an die eigenen familiären Wurzeln zu erinnern. Dabei entsteht eine ganz besondere Atmosphäre, die weit über das Kulinarische hinausgeht.
„Nani“ ist ein sehr inspirierendes und zugleich emotionales Werk, das Tradition und Moderne auf wunderbare Weise verbindet. Es zeigt, wie wertvoll es ist, Wissen weiterzugeben und gemeinsame Zeit zu verbringen. Ein Buch, das nicht nur den Magen, sondern auch das Herz berührt – und dazu einlädt, die einfachen Dinge des Lebens wieder bewusster wahrzunehmen.
Rezension von: Die Magie der Bücher
sehr persönliches Kochbuch
geheimerEichkater aus Essen am 07.05.2026
Bewertungsnummer: 3131521
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)
In diesem Buch erzählt Lea Hürlimann von ihrer Grossmutter, genannt Nani, die Rezepte entwickelt und gesammelt hat; auf einem Foto werden vergilbte Blätter gezeigt, die schon fast auseinanderfallen. Nanis größter Wunsch soll gewesen sein, dass sie ein eigenes Kochbuch herausbringt, wodurch ihre Enkelin auf die Idee kam, dieses Buch zu schreiben. So entstand ein einjähriges Projekt der Beiden: Nani kochte, backte und erzählte aus ihrem Leben, beispielsweise, dass sie stets Frisches aus ihrem Garten zubereitete, manchmal auch, wie die einzelnen Rezepte entstanden, von wem sie ein Rezept erhalten hat oder, um wessen Lieblingsrezept es sich handelt. Lea suchte Fotos von Nani und auch sich selber aus, fotografierte jede Menge einzelner Zutaten oder Töpfe (für mich ein bisschen viel an buchfüllenden Seiten) und setzte auch die fertigen Speisen ansprechend in Szene.
Unterteilt sind die Rezepte nach Jahreszeiten, eben so, wie der Garten die Zutaten hergibt. Enthalten sind bekannte Klassiker sowie bündener Rezepte, beispielsweise Contenser Bock, Rhabarberkuchen, Spargel mit hartgekochten Eiern und Kochschinkenscheiben, Holunderküchli, Rhabarberschnittli, Rösti, Rumtopf, Wurst-Käse-Salat, Tomatensalat, Eierstich, Suurbrate, Zimtpittli, Brabanzerl, Birnenhonig und Käseschnitten. Die Rezepte sind allesamt leicht verständlich erklärt und lassen sich gut nacharbeiten; ergänzt werden sie durch ein ganzseitiges Foto der fertigen Speise und manchmal auch durch einen Tipp von Nani.
Die ausgewählten Rezepte finde ich abwechslungsreich und sehr bodenständig, würde sie insgesamt als ansprechende Hausmannskost bezeichnen. So ganz konnte mich das Buch nicht packen; gerne hätte ich statt der mir nichtssagenden Fotoseiten von Blättern, Beeren, der Autorin und anderem ein paar Rezepte mehr in diesem Buch gefunden.
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