»Au revoir und tschüss« erzählt von dem Moment im Leben, in dem man spürt, dass es Zeit ist, stehen gebliebenes Glück wieder in Bewegung zu bringen. Mit poetischem Feingefühl und warmer Erzählweise fängt Gudrun Lochte jene Augenblicke ein, in denen das Loslassen nicht länger bedrohlich wirkt, sondern wie ein leiser Neuanfang schmeckt.
Ein Sommer in Uzès – zwischen Aufbruch und Ankommen
Caro kennt Frankreichs Süden – die bunten Märkte voller Stimmen und Farben, das Zirpen der Zikaden, den Duft nach Lavendel und warmem Pain au Chocolat. Doch diesmal ist sie allein hier, und alles wirkt vertraut und fremd zugleich.
Während sie durch die verwinkelten Gassen der Altstadt streift und Menschen trifft, die ihr unerwartet nah werden, beginnt sie, sich selbst neu zu begegnen. Ihr Blick auf die Liebe, auf das Vergangene und auf das, was kommen darf, verändert sich. Und mit jedem Tag wächst in ihr die Gewissheit, dass Abschied und Neuanfang zwei Seiten derselben Wahrheit sind.
Ein Roman über Sommerlicht und Schatten, über das Gehen und Bleiben, und über die leisen Zwischentöne des Lebens.
»Ein warmherziger Sommerroman über Aufbruch, Selbstfindung und den Mut, dem eigenen Herzen zu folgen.«
Caro träumt schon lange davon, eine Sprachreise nach Frankreich zu unternehmen und endlich einmal nur etwas für sich zu tun. Obwohl ihr Ehemann gar nicht begeistert von der Idee ist, bucht sie die Reise, auf die ich sie begleiten darf.
Für mich war dieses Buch wie ein kleiner Urlaub. Gudrun Lochte schreibt wunderbar bildhaft, sodass ich sofort das französische Flair spüren konnte. Ich habe mich direkt in die malerische Kleinstadt Uzès mit ihren verträumten Gässchen und den einladenden Restaurants am Marktplatz verliebt.
Caro verbringt dort vier ereignisreiche Wochen und findet dort auch zu sich selbst. Sie lernt wunderbare Menschen kennen und der französische Lebensstil tut ihrer Seele gut.
Die Handlung verzichtet zwar auf die ganz große, dramatische Tiefe und bedient hier und da ein paar Klischees, aber das hat meinem Lesevergnügen keinen Abbruch getan. Dank der kurzen Kapitel und des flüssigen, personalen Erzählstils bin ich nur so durch die Seiten geflogen und habe die Welt ganz nah durch Caros Augen gesehen.
Nachdem ich das Buch beendet habe, steht für mich fest: Ich muss unbedingt einmal selbst nach Südfrankreich reisen! Aber vorher werde ich noch die beiden Rezepte ausprobieren, die es als Bonus ganz am Ende gibt!
Fazit: Leichte, atmosphärische Sommerlektüre mit viel französischem Flair und einer Prise Herzschmerz und Selbstfindung!
Bewertung
5/5
15.07.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Sommerlich leicht und tiefgründig zugleich
Es gibt Bücher, die unterhalten – und Bücher, die zum Nachdenken anregen. Au revoir und Tschüss schafft beides. Gudrun Lochte erzählt mit viel Feingefühl von Caro, einer Frau, die lange vor allem für andere funktioniert hat und dabei ihre eigenen Bedürfnisse aus den Augen verloren hat. Gerade ihre Gedanken und ihre Entwicklung wirken authentisch und machen sie zu einer Protagonistin, in der sich viele Leserinnen wiederfinden dürften. Besonders gefallen hat mir außerdem das sommerliche Frankreich-Setting: Es verleiht der Geschichte Leichtigkeit, ohne in Klischees zu verfallen, und bildet einen wunderbaren Kontrast zu den tiefgründigen Themen. Ein einfühlsamer Roman über Selbstfürsorge, Neuanfänge und den Mut, sich selbst wieder wichtig zu nehmen. Besonders empfehlenswert für Frauen, die mitten im Leben stehen und sich in Caros Geschichte ein Stück weit wiedererkennen.
Bewertung
5/5
13.07.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Eine wunderbare sommerliche Reise
Gudrun Lochte hat mit ihrem Roman „Au revoir und Tschüss“ eine ganz besondere, sommerliche Lesereise geschaffen, die einen direkt in ein wunderschönes Frankreich entführt. Ein Land, das ich selbst nie so wirklich auf dem Schirm hatte, weil ich nie ein großer Frankreich-Fan war beziehungsweise einfach zu wenig Berührungspunkte damit hatte. Doch dieses Buch hat tatsächlich eine Neugier in mir geweckt, die mir sagt: Vielleicht muss ich Frankreich doch öfter einmal besuchen.
Im Mittelpunkt dieser wunderbaren, eigentlich sehr simplen und doch lange nachklingenden Geschichte steht Caro. Sie ist seit über 20 Jahren mit Holger verheiratet, doch ihre Ehe ist längst von Monotonie geprägt. Während sie ein paar Stunden in einer Bücherei arbeitet und ansonsten Haushalt und Familie schmeißt, ist Holger der vielbeschäftigte Geschäftsmann. Die Kinder sind erwachsen und ihre Ehe fühlt sich mittlerweile eher wie ein Dahinleben an. Fast wie eine Zweck-WG.
Und man merkt Caro an: Das kann noch nicht alles gewesen sein.
Schon lange schlummert in ihr der Wunsch, etwas mit Sprachen zu machen, vor allem mit Französisch. Als ihr bei einem Geschäftsessen eine Sprachreise nach Frankreich empfohlen wird, geht sie zunächst auf Abwehr. Wie soll sie ihre Familie allein lassen? Doch je mehr sie darüber nachdenkt und je mehr sie merkt, wie wenig Holger sich eigentlich dafür interessiert, was sie denkt, fühlt und möchte, desto klarer wird ihr Entschluss.
Sie tut es einfach.
Caro bucht eine Sprachreise und verbringt vier Wochen im wunderschönen Uzès. Zuvor macht sie noch einen Zwischenstopp in Paris, wo sie eine ältere Dame und bei einem beinahe geglückten Taschendiebstahl einen jungen Mann kennenlernt, von dem sie nicht gedacht hätte, dass sie ihn jemals wiedersehen würde.
Doch ausgerechnet in Uzès trifft sie ihn wieder – und es stellt sich heraus, dass er ihr Sprachlehrer sein wird.
Caro verliebt sich sofort in diesen kleinen Ort. Sie saugt das Leben in Frankreich, die Menschen, die Sprache und diese ganz besondere sommerliche Atmosphäre regelrecht auf. Ihr Französisch wird von Tag zu Tag besser und mit jedem Tag wächst auch dieses Gefühl von Freiheit, das sie längst vergessen hatte.
Doch diese Zeit bleibt nicht ohne Spuren.
Plötzlich wird die Liebe auf die Waagschale gelegt. Die Liebe, die seit über 20 Jahren Teil ihres Lebens ist und bei der Caro sich fragen muss, ob sie überhaupt noch Liebe ist. Gleichzeitig entsteht etwas Neues. Eine junge Verliebtheit vielleicht, die Gefühle in ihr weckt, mit denen sie nicht gerechnet hat – und die am Ende vor allem eines schafft: Klarheit.
Als plötzlich auch Holger vor der Tür steht, schickt Caro ihn wieder weg.
Denn diese vier Wochen in Frankreich verändern etwas in ihr. Ein Traum wird immer konkreter und Caro begreift, dass sie etwas mit ihrem Leben anfangen und verändern muss. Dass dafür auch schwere Entscheidungen getroffen werden müssen, wird ihr immer bewusster.
Ich möchte gar nicht zu viel darüber verraten, was danach zu Hause in Deutschland passiert. Aber eines sei gesagt: Diese Sprachreise stellt Caros Leben komplett auf den Kopf. Sie wird wieder zu der Frau, die sie früher einmal war – vielleicht sogar zu einer neuen Version ihrer selbst. Sie begegnet wunderbaren Menschen, lässt Gefühle zu und findet durch eine andere Liebe vor allem wieder zu sich selbst.
„Au revoir und Tschüss“ ist für mich ein wunderschöner Sommerroman über Freiheit, Veränderung und die Frage, was passiert, wenn man eine Liebe nach über 20 Jahren plötzlich auf die Waagschale legt. Und darüber, wie eine andere Liebe manchmal nicht die große neue Liebe sein muss, sondern vielleicht genau die Liebe, die es braucht, um endlich Klarheit zu schaffen.
Die Geschichte hat eine ganz ruhige Erzählweise und ist dennoch so einnehmend, dass ich das Buch kaum zur Seite legen wollte. Ich habe es sehr, sehr schnell gelesen und bin unglaublich froh darüber, denn jetzt habe sogar ich eine gewisse Frankreich-Affinität entwickelt.
Besonders schön fand ich auch die wunderbare Danksagung von Gudrun Lochte am Ende. Danksagungen kommen leider oft zu kurz, doch hier hatte ich das Gefühl, dass sie ein Teil dieser Geschichte ist und unbedingt gelesen werden sollte.
Eine wunderbare Sprachreise.
Ein Sommer voller neuer Gefühle.
Eine Liebe auf der Waagschale.
Und eine andere Liebe, die für Klarheit sorgt.
Eine große, große Empfehlung an alle, die das Gefühl von Freiheit lieben. ☀️✨
Bewertung
5/5
01.07.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Caro und ihre Träume
Caro kennt Frankreich und liebt dieses wunderbare Land. Diese Mal reist sie ganz alleine, um die Sprache besser zu lernen und vor allem, um ihr Leben neu zu sortieren.
Wenn man das Buch in einem Satz beschreiben will : „Ein Buch wie ein Urlaub“ - müsste der Satz lauten. Ich habe mich wie im Urlaub gefühlt, dank der wunderbaren Beschreibungen von Land und Leuten. Caro lernt in Frankreich einige Menschen kennen, die sie gleich ins Herz schließt und das konnte ich so gut verstehen. Die Menschen sind herzlich und wenn man mit Caro über den Markt schlendert, merkt man das sofort. Und nicht zu vergessen – die Gerüche – spürt man überall. Es ist ein herrliches Fleckchen Erde, wohin Caro gereist ist, doch ihre eigentlichen Probleme sind natürlich nicht weg, aber leichter zu ertragen. Es ist ein Buch der leisen Töne, auch wenn der Grund der Reise natürlich bleibt, die Geschichte auch mal tiefgründiger wird und von einer Autorin, die einen mitreißenden Schreibstil hat. Diesen Sommerroman kann ich nur jedem empfehlen, den sollte keiner verpassen. Ein Highlight in 2026 !!!
Bewertung
5/5
01.07.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Eine Reise zu sich selbst
Wir machen jetzt eine Reise nach Frankreich .
Die Protagonistin Caro ist Mitte 40 und bisher immer für alle da gewesen. Die Kinder sind inzwischen erwachsen und ihre Ehe eingefahren. Sie stellt sich die Frage, wann sie eigentlich aufgehört hat, sie selbst zu sein und entscheidet sich spontan, im Süden Frankreichs einen Sprachkurs zu buchen. So kommt Caro nach Uzès, wo sie herausfinden möchte, ob es das "wirklich alles schon gewesen ist". Während der Reise hat sie immer wieder ganz tolle Begegnungen und tiefgründige Gespräche. Caro macht hier wahrscheinlich die wichtigste Reise ihres Lebens: Die Reise zu sich selbst .
Ich habe das Lesen hier so sehr genossen, die Beschreibungen des gesamten Settings sind einfach wunderschön . Man hat das Gefühl direkt in Frankreich zu sein, durch die schmalen Gassen zu schlendern und in den kleinen Cafés die Croissants zu riechen . Die Portraitzeichner in Baskenmütze malen zu französischen Melodien und der Duft von Lavendel zieht sich über die bunten Märkte .
Es ist so ein schöner sommerlicher Roman, in dem es um Abschied aber zeitgleich auch Neuanfang geht, mit einer Prise Mut im Gepäck und die Erfüllung der eigenen Träume .
Ich kann das Buch wärmstens empfehlen ❤️.
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4/5
17.07.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Leicht und sommerlich
Du suchst noch einen richtig schönen, leichten Roman, der dich in den Süden Frankreichs entführt, auf typische mediterrane Märkte, in duftende Boulangerien, auf gemütliche Plätze und in verführerische Restaurants, umrahmt von der Geschichte einer Frau, die sich endlich aus ihrem langweiligen Alltag und ihrer nicht mehr intakten Ehe löst und sich den langgehegten Traum eines Sprachaufenthalts in Frankreich erfüllt?
Dann bist du bei diesem Buch genau richtig!!!
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