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Verwirrnis Roman

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Beschreibung

Produktdetails

Zustand

Gut

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

11.11.2019

Verlag

Suhrkamp

Seitenzahl

303

Maße (L/B/H)

18,8/12,1/2,7 cm

Gewicht

283 g

Farbe

Anthrazit

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

2710002446093

Beschreibung

Rezension

»... eine berührende Geschichte von Liebe, Strafe und Verrat.« ("DIE WELT")
»Christoph Hein, einer der scharfsinnigsten Chronisten der deutschen Gegenwartsliteratur führt in seinem neuen Roman Verwirrnis direkt in diese bedrückende Ära und erzählt die ebenso spannende wie bewegende Geschichte seines Protagonisten Friedeward Ringeling.« ("Der Tagesspiegel")
»Über das Geschrei und das Gefuchtel der Moral hat Christoph Hein einen großartig leisen Roman geschrieben.« ("Neue Zürcher Zeitung")
»Auch das neue, vergleichsweise kompakte Buch Verwirrnis ist erzählerisch und lebensvoll bis ins Beschwingte.« ("Frankfurter Rundschau")
»Bis zuletzt ist die Verwirrnis, die der Roman vorführt, voll von überraschenden Wendungen, die den Leser einfangen, ohne ihn gefangen zu nehmen. ... Ein psycho-sozialer Roman, den man klüger verlässt.« ("Mitteldeutsche Zeitung")
»Unter die Haut gehend erzählt Christoph Hein diese Geschichte eines ›Außenseiters‹ aus der Mitte einer unaufgeklärten Gesellschaft zweier deutscher Staaten des 20. Jahrhunderts, die in dieser Hinsicht (lange) ungeteilt waren. Das ist eine der verblüffendsten Erkenntnisse dieses Romans.« ("WDR 5")
»Hein erzählt diese Geschichte der großen Gefühle in aller Nüchternheit – unaufdringlich, aber immer präsent: Das ist seine Stärke.« ("Deutschlandfunk Kultur")
»Das alles ist in einem so akkuraten wie dezenten Stil erzählt, als habe sich die Sprache den besorgt-brillanten Manieren ihres Protagonisten anverwandelt.« ("Berliner Zeitung")

Produktdetails

Zustand

Gut

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

11.11.2019

Verlag

Suhrkamp

Seitenzahl

303

Maße (L/B/H)

18,8/12,1/2,7 cm

Gewicht

283 g

Farbe

Anthrazit

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

2710002446093

Herstelleradresse

Suhrkamp Verlag
Torstraße 44
10119 Berlin
DE

Email: info@suhrkamp.de

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Geschütze Orte der Erfüllung

Bewertung aus Zürich am 21.08.2022

Bewertungsnummer: 1771558

Bewertet: eBook (ePUB)

Friedeward Ringeling liebt die Literatur, das Theater und Wolfgang. Sein Vater Pius, ein überzeugter Katholik, prügelt seinem 17-jährigen Sohn die fundamental christlichen Werte mit dem Siebenstriemer ein. Friedeward und Wolfgang müssen ihre Liebe verstecken. Eine geschützte Umgebung finden sie vorerst in der Universität Leipzig, wo beide studieren. Wolfgang geht nach Westberlin, nach dem Mauerbau sind sie dauerhaft voneinander getrennt. Der Leiter des germanistischen Instituts in Leipzig wird der Mentor von Friedeward. Als jener nach einer Auslandreise nicht mehr in die DDR zurückkehrt, fürchtet Friedeward um seine Position. Er verlässt Leipzig, sein Vater liegt im Sterben. Ausgerechnet am Sterbebett des Vaters ist er geschützt von den Säuberungsaktionen der Partei im Institut. Friedeward wird an der Universität ein bedeutender Germanist, dies ermöglicht ihm in den 80er-Jahren Reisen ins Ausland. Seine Homosexualität verbirgt er weiter. Als er in Wien eine Laudatio für seinen ehemaligen Professor und Mentor halten soll, wird ihm die Ausreise nur unter der Auflage erlaubt, dass er für die Stasi einen Bericht verfasst. Der Bericht ist mehr als dürftig, aber er reicht aus. Nach der Wende wird die Universität rigoros verkleinert und damit die vertraute und geschützte Umgebung von Friedeward. Die Stasi-Akte kommt zu Tage. Er könnte sich vor der Entlassung durch ein Coming-Out schützen, das ihn vom Täter zum Opfer machen würde. Der Roman handelt vom Verstecken, von geschützten Orten der Erfüllung und vom Verlassenwerden. Erzählt wird auktorial mehr oder weniger linear in einem schlichten, sachlichen Ton. Das ist wenig modern, gibt aber dem Leser sehr viel Raum für eigene Überlegungen und Erkenntnisse zudem entspricht diese Form dem Protagonisten: «Friedeward Ringeling ‒ und da waren sich selbst seine engsten Freunde einig ‒ war ein Original, ein kostbares Relikt aus der Welt der Großmütter, der Kutschen und Hauskonzerte, einer Zeit, in der die Toilette nicht einen Abort bezeichnete, sondern Gegenstand des öffentlichen Interesses war und mal mehr, mal weniger Bewunderung hervorrief.»

Geschütze Orte der Erfüllung

Bewertung aus Zürich am 21.08.2022
Bewertungsnummer: 1771558
Bewertet: eBook (ePUB)

Friedeward Ringeling liebt die Literatur, das Theater und Wolfgang. Sein Vater Pius, ein überzeugter Katholik, prügelt seinem 17-jährigen Sohn die fundamental christlichen Werte mit dem Siebenstriemer ein. Friedeward und Wolfgang müssen ihre Liebe verstecken. Eine geschützte Umgebung finden sie vorerst in der Universität Leipzig, wo beide studieren. Wolfgang geht nach Westberlin, nach dem Mauerbau sind sie dauerhaft voneinander getrennt. Der Leiter des germanistischen Instituts in Leipzig wird der Mentor von Friedeward. Als jener nach einer Auslandreise nicht mehr in die DDR zurückkehrt, fürchtet Friedeward um seine Position. Er verlässt Leipzig, sein Vater liegt im Sterben. Ausgerechnet am Sterbebett des Vaters ist er geschützt von den Säuberungsaktionen der Partei im Institut. Friedeward wird an der Universität ein bedeutender Germanist, dies ermöglicht ihm in den 80er-Jahren Reisen ins Ausland. Seine Homosexualität verbirgt er weiter. Als er in Wien eine Laudatio für seinen ehemaligen Professor und Mentor halten soll, wird ihm die Ausreise nur unter der Auflage erlaubt, dass er für die Stasi einen Bericht verfasst. Der Bericht ist mehr als dürftig, aber er reicht aus. Nach der Wende wird die Universität rigoros verkleinert und damit die vertraute und geschützte Umgebung von Friedeward. Die Stasi-Akte kommt zu Tage. Er könnte sich vor der Entlassung durch ein Coming-Out schützen, das ihn vom Täter zum Opfer machen würde. Der Roman handelt vom Verstecken, von geschützten Orten der Erfüllung und vom Verlassenwerden. Erzählt wird auktorial mehr oder weniger linear in einem schlichten, sachlichen Ton. Das ist wenig modern, gibt aber dem Leser sehr viel Raum für eigene Überlegungen und Erkenntnisse zudem entspricht diese Form dem Protagonisten: «Friedeward Ringeling ‒ und da waren sich selbst seine engsten Freunde einig ‒ war ein Original, ein kostbares Relikt aus der Welt der Großmütter, der Kutschen und Hauskonzerte, einer Zeit, in der die Toilette nicht einen Abort bezeichnete, sondern Gegenstand des öffentlichen Interesses war und mal mehr, mal weniger Bewunderung hervorrief.»

literaturbine (ehemalige Buchhändlerin Osiander) aus Speyer am 23.07.2021

Bewertungsnummer: 1535634

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

In diesem großartigen Buch wird die Liebesgeschichte zweier Männer erzählt, begonnen in den 50er Jahren des letzten Jahrhunderts bis nach dem Mauerfall. Eine Liebe, die nicht öffentlich gelebt werden darf und an den gesetzten Grenzen zerbricht. Deutsche Zeitgeschichte, sprachlich sachlich und klar, voller Empathie für seine Protagonisten. Wir lesen ein sehr berührendes Buch, das man so schnell nicht wieder vergisst. Für mich eines der besten des Jahres!

literaturbine (ehemalige Buchhändlerin Osiander) aus Speyer am 23.07.2021
Bewertungsnummer: 1535634
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

In diesem großartigen Buch wird die Liebesgeschichte zweier Männer erzählt, begonnen in den 50er Jahren des letzten Jahrhunderts bis nach dem Mauerfall. Eine Liebe, die nicht öffentlich gelebt werden darf und an den gesetzten Grenzen zerbricht. Deutsche Zeitgeschichte, sprachlich sachlich und klar, voller Empathie für seine Protagonisten. Wir lesen ein sehr berührendes Buch, das man so schnell nicht wieder vergisst. Für mich eines der besten des Jahres!

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Verwirrnis

von Christoph Hein

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Margarete Riethmüller

RavensBuch Osiander Ravensburg

Zum Portrait

5/5

Verwirrnis

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Christoph Hein erzählt in seinem Roman vom akademischen Nachkriegsleben vorwiegend im Osten Deutschlands. Wolfgang und Friedeward lieben sich! Doch alles darf nur im Verborgenen geschehen, denn in den 50ger und 60ger Jahren war Homosexualität unter Strafe gestellt. Beim Studium in Leipzig finden sie in Jaqueline und ihrer lesbischen Freundin einen Weg, um ihre Beziehung ohne Outing weiterzuleben Christoph Hein, einer meiner zeitgenössischen Lieblingsautoren macht leider nicht gerne Lesereisen, dadurch kommt er nie zu uns in den Süden. Auch in diesem Buch hat er es wieder geschafft, Lebensentwürfe der vergangenen fünfzig Jahre authentisch zu erzählen. Für mich ein Lesegenuss mit Parallelen aus meiner eigenen Kindheit und Jugend.
  • Margarete Riethmüller
  • Buchhändler/-in

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Verwirrnis

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Christoph Hein erzählt in seinem Roman vom akademischen Nachkriegsleben vorwiegend im Osten Deutschlands. Wolfgang und Friedeward lieben sich! Doch alles darf nur im Verborgenen geschehen, denn in den 50ger und 60ger Jahren war Homosexualität unter Strafe gestellt. Beim Studium in Leipzig finden sie in Jaqueline und ihrer lesbischen Freundin einen Weg, um ihre Beziehung ohne Outing weiterzuleben Christoph Hein, einer meiner zeitgenössischen Lieblingsautoren macht leider nicht gerne Lesereisen, dadurch kommt er nie zu uns in den Süden. Auch in diesem Buch hat er es wieder geschafft, Lebensentwürfe der vergangenen fünfzig Jahre authentisch zu erzählen. Für mich ein Lesegenuss mit Parallelen aus meiner eigenen Kindheit und Jugend.

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Ursula Birkhold

OSIANDER Göppingen

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5/5

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Friedeward Ringeling wächst in Heiligenstadt in der sowjetischen Besatzungszone auf. Er wird vom streng katholisch gläubigen Vater mit eiserner Hand erzogen. Homosexualität ist keine Option, also versucht er sie zu verbergen, ein Verstecken bis an sein Lebensende. Sein Lebensweg macht nachvollziehbar, wie schwierig das Leben für Homosexuelle früher war, auch wenn die Homosexualität in der DDR schon 1957 straffrei gestellt wurde (was allerdings noch lange keine gesellschaftliche Akzeptanz bedeutete). Ein ergreifendes, kluges, unbedingt lesenswertes Buch.
  • Ursula Birkhold
  • Buchhändler/-in

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Friedeward Ringeling wächst in Heiligenstadt in der sowjetischen Besatzungszone auf. Er wird vom streng katholisch gläubigen Vater mit eiserner Hand erzogen. Homosexualität ist keine Option, also versucht er sie zu verbergen, ein Verstecken bis an sein Lebensende. Sein Lebensweg macht nachvollziehbar, wie schwierig das Leben für Homosexuelle früher war, auch wenn die Homosexualität in der DDR schon 1957 straffrei gestellt wurde (was allerdings noch lange keine gesellschaftliche Akzeptanz bedeutete). Ein ergreifendes, kluges, unbedingt lesenswertes Buch.

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