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Schokolade für alle! Das ist bei Eddi Gesetz. Denn er ist kein gewöhnlicher Junge, sondern Herrscher von Eddiland, mit einem eigenen Thron, einer glänzenden Rüstung und einer Burg voller dunkler Geheimgänge. King Eddi wird von seinen Untertanen geliebt. Als jedoch keine einzige Goldmünze mehr im königlichen Sparschwein ist, kommt es zu Unruhen. Der fiese Imperator von Nurbison sieht seine Chance gekommen, das kleine Königreich zu erobern und in seinen Besitz zu bringen! Eddi muss sich schnell etwas einfallen lassen. Eine urkomische Geschichte voller Slapstick für Leseanfänger und Kinder, die sich mit dem Lesen schwertun. Mit vielen humorvollen Illustrationen.
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Schokolade fürs Volk:…
SternchenBlau am 06.01.2020
Bewertungsnummer: 2762058
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)
Schokolade fürs Volk: Klischees von Gut und Böse auf die Spitze getrieben und ein toller Comic-Stil brachten uns ganz viel zum Lachen. Humorvoll und auf den Punkt „Die Burg eines guten Königs ist aus Steinen in warmen Farben errichtet. (...) Die Burg eines bösen Imperators sieht völlig anders aus. Sie ist immer höher als breit. Sie ist aus schartigen schwarzen Steinen errichtet und steht auf einem hohen, eckigen Felsen.“ „King Edddi und der fiese Imperator“ spielt ausgezeichnet mit diversen Klischees aus Geschichten und wir haben dabei so viel gelacht. Vieles funktioniert super als Metapher für Gesellschaft und Politik, ein großes Lesevergnügen für Jung und Alt. Und die vielen Comic-Illustrationen bringen das zusätzlich mit viel Humor auf den Punkt. Mein Sohn (fast 8) ist ein großer Star Wars-Fan, daher war Imperator im Titel schon mal ein gutes Argument. Mit dem Imperator aus Star Wars hat Nurbison hier nicht so viel zu tun, oder auch wieder alles, weil er in vieler Hinsicht eine Persiflage auf alle Bösewichte ist, die wir durch Literatur und Film so kennen. Ich sage nur die hohe Burg, das fiese Lachen, der universelle Machtanspruch. In Eddi-Land ist aber zunächst mal alles gut, der kindliche König investiert sein Taschengeld in Schokolade fürs Volk, dazu hat er sogar eine ziemlich coole Maschine bauen lassen. Aber dann geht Eddi das Geld aus und Imperator Nurbison, der über das Nachbarland herrscht, sieht seine Chance gekommen. Besonders hat mir gefallen, dass seine Unterdrückung fies und gemein ist, aber kindgerecht bleibt. Wenn er über den Menschenhügel läuft, der für seine Rede gebildet werden musste, zieht er sich erstmal seine spitzen Schuhe aus, um sich NOCH spitzere Schuhe anzuziehen. King Eddi hat neben Komik und Ironie durchaus auch Satire-Anteile und viele tiefe Wahrheiten sind darin versteckt. Leider, leider auch die, dass man mit aufblasbaren Spielzeugwaffen, um niemand zu verletzen, leider nicht gegen den Volkssturm ankommt (mein Pazifisten-Herz blutet). Dann gibt es da das Mädchen, dass alle Eddi-Land-Bewohner vor dem Imperator warnt, aber niemand nimmst sie ernst. Und am Ende will dann niemand zugeben, dass das Mädchen die ganze Zeit Recht hatte. Mein Kind war beim Einschlafen richtig fix und fertig, warum die anderen Bewohner das nicht erkennen: „Warum sehen die nicht, dass das nur eine verkleidete Kuh ist und kein Drache?“ Die Frage ist berechtigt. Bedenkt man den Brexit, die Trump-Wahl oder den Aufstieg der Rechtspopulisten und Co. anderenorts ist das nicht mehr so abwegig. Das Buch erzählt aber auch, dass man die, die einem am Herzen liegen, nicht im Stich lässt, denn King Eddi möchte für seine Untertanen kämpfen und in kein anderes Land fliehen. Obwohl, so berauschend ist deren Auswahl auch nicht: „‚Das Dreimal-täglich-Gemüseland. Das würde dir bestimmt gefallen.‘ King Eddi war sich da nicht so sicher. ‚Das Hausaufgabenland? Das Land des ewigen Nieselregens?’“ Eine tiefere Analyse für Kinder über Diktator ist mit „Fitz Fups muss weg“ möglich. Alterseinschätzung Toll gefallen hat mir auch das diverse Figuren-Personal. Einzig, dass sich über die Rundlichkeit der Hofnärrin lustig gemacht wird, fand ich schade. Die Schrift ist groß gesetzt und mit vielen Comic-haften Illustrationen ergänzt, so dass man schon von einem Comic-Roman sprechen kann, und erfahrene Erstlesende das Buch super schon eigenständig lesen können (circa ab 2. Klasse). In dem Alter lässt es sich aber auch auch gut vorlesen. Noch jünger werden vermutlich sonst manche Jokes noch nicht verstanden. Fazit „King Eddi und der fiese Imperator“ ist eine witzig-ironische Geschichte, die Klischees von Gut und Böse auf die Spitze treibt. Wir hatten total viel Spaß beim Lesen und vergeben 5 von 5 Sternen.
Unbedingt lesen! Ein schräges Märchen der anderen, ganz besonders lustigen Art!
Annika Magdalena aus Wien am 20.08.2019
Bewertungsnummer: 334146
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)
Das lustiges und schrägste Märchen seit langem! Von der ersten Seite an Schmunzeln hier nicht nur alle Leser ab 8, sondern auch Erwachsene. Phantasievoll und irre witzig.
Meinung aus der Buchhandlung
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Der neunjährige Eddi ist der König von Eddiland. Dass er der König ist, erkennt man leicht an seiner tollen Krone und an der coolen Burg, in der er wohnt. Bei den königlichen Geschäften hilft ihm Ministerin Jill, und Hofnärrin Megan sorgt für die Unterhaltung. Eddiland ist sehr klein. Es gibt nur ein einziges Dorf, das einfach „Dorf“ heißt. Das Volk besteht aus Bauern, die tagein tagaus fröhlich und zufrieden sind, denn Eddi ist ein guter König, und immer höflich zu seinen Leuten. Jeden Freitag, wenn er seine Schubkarre voller Goldmünzen Taschengeld erhalten hat, geht er nach „Dorf“ und gibt alles für Süßigkeiten, hauptsächlich Schokolade, aus, die er dann an die Bauern verteilt. Im Nachbarland sieht das Leben ganz anders aus. Dort lebt und regiert der fiese Imperator Nurbison. Er lebt in einer finsteren Burg, trägt ausschließlich Schwarz, und die einzigen Edelsteine, die er duldet, sind Anti-Diamanten, die alles Licht aufsaugen. Er hat eine ganz gemeine Lache, wie es sich für einen Schurken gehört und genießt es, seine Wachen und Untergebenen, besonders seinen Leib-Diener Globulus, herumzuschubsen. Imperator Nurbison hat bereits viele Länder unterworfen, doch Eddiland konnte er bislang noch nicht erobern. Noch nicht … Eines Freitags merkt Eddi mit Schrecken, dass sein ganzes Geld weg ist. Das riesige, königliche Sparschwein ist komplett leer! Leider hat Eddi mehr ausgegeben als eingenommen. Heute gibt es keine Schokolade für die Bauern. Das betrübt Eddi sehr, denn er liebt sein Volk über alles. Auch das Volk ist traurig und enttäuscht. Die Leute denken, Eddi hätte sie vergessen, oder er hätte sie nicht mehr lieb. Diese Situation nutzt Imperator Nurbison geschickt aus, um mit Pauken und Trompeten in Eddiland einzumarschieren und Eddis Volk aufzuwiegeln. Sie sollen gegen ihren König aufbegehren und ihn stürzen, damit er die Macht übernehmen kann. Um das Volk auf seine Seite zu ziehen, greift er zu einer List. Er verkleidet eine Kuh als Drache und droht, dass dieser Drache die Felder niederbrennen wird. Der Fluch des „Drachen“ wird erst enden, wenn König Eddi fort ist. Das kleine Mädchen Natascha erkennt den Schwindel, wird aber von den Erwachsenen gar nicht angehört. Das verzweifelte Volk greift Eddis Burg an. Damit niemand verletzt wird, verteidigen sich die Wachen mit aufblasbaren Hämmern. Diese Methode ist zwar sanft, aber ineffizient. Eddi hat keine andere Wahl als zu flüchten. Bei der Flucht über den Burggraben wünscht er sich, er wäre nie auf die Idee gekommen, dort Krokodile anzusiedeln. Doch Eddi, Jill und Megan schaffen es heil auf die andere Seite und verstecken sich im Gebirge. Jill schlägt vor, das Land zu verlassen, doch Eddi liebt sein Land und kann sein Volk nicht im Stich lassen. Er muss Eddiland zurückerobern! Unterdessen stellt Imperator Nurbison neue Regeln in Eddiland auf: Schokolade? Verboten! Musik? Verboten! Tanzen? Verboten! Sport? Verboten! Alles, was sonst noch Spaß macht? Verboten!!! Außerdem ist ab sofort jeder Wochentag Montag. Eddi schmiedet einen Plan. Er, Jill und Megan verkleiden sich als zerlumpte Bauern aus Nurbison. Mit etwas List und Tücke gelingt es ihnen, in die Reihen der finsteren Soldaten aufgenommen zu werden. Als Imperator Nurbison die Herrscher der bösesten Königreiche zu einem Gelage einlädt, plant Eddi, den Imperator während einer Pinkelpause zu entführen. Doch der riecht den Braten und dreht den Spieß um. Eddi, Jill und Megan sollen in den unendlich tiefen Graben geworfen werden. Können sie entkommen! Leicht zu lesen und super witzig! Allerdings fand ich den Imperator viel cooler als Eddi :-)! Viel Spaß beim Lesen!!!
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