Produktbild: Wie Frau Krause die DDR erfand
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Wie Frau Krause die DDR erfand

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Beschreibung

Produktdetails

Zustand

Sehr gut

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

25.09.2019

Verlag

Kunstmann, A

Seitenzahl

180

Maße (L/B/H)

19,5/12,9/2 cm

Gewicht

275 g

Sprache

Deutsch

EAN

2710002470333

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Sehr gut

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

25.09.2019

Verlag

Kunstmann, A

Seitenzahl

180

Maße (L/B/H)

19,5/12,9/2 cm

Gewicht

275 g

Sprache

Deutsch

EAN

2710002470333

Herstelleradresse

Kunstmann Antje GmbH
Zweigstrasse 10
80336 München
DE

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Ostalgie pur

Bewertung aus Stuttgart am 03.11.2019

Bewertungsnummer: 1262961

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Isabella Krause kann sich als Schauspielerin nach der Wende mehr schlecht als recht über Wasser halten. Als sie eines Tages zu Werbeaufnahmen für Naturjoghurt eingeladen wird, erhält sie aufgrund ihrer Herkunft einen besonderen Auftrag. Sie soll 10 Ostdeutsche für eine Dokumentation zusammenbringen, die über ihr schweres, entbehrliches Leben hinter der Mauer berichten. Das Ziel der Macher ist klar: Man will vor allem die Klischees bedienen und über einen Staat berichten, in dem Menschen unterdrückt, ausspioniert und eingeschränkt wurden. Doch das Ergebnis der Recherchen von Isabella überrascht am Ende alle... Dieses Buch erhält von mir eine klare Leseempfehlung. Nicht nur, weil ich selbst aus meiner frühesten Kinderheit die DDR noch kenne und die Erinnerungen im Buch mich selbst an die eine oder andere Episode erinnern ließen - ich sage nur "Milch in Tüten". Sondern auch, weil die Autorin es schafft, den Leser auf eine Reise mit zu nehmen. Ihre Schreibsstil ist sehr eingängig und leicht verständlich, unaufgeregt - aber auch humorvoll. Sie blickt bewusst hinter die Kulissen, indem sie verschiedene Protagonisten, denen Isabella begegnet, zu Wort kommen und deren Erlebnisse - humorvoll, aber auch mit der richtigen Portion Ernsthaftigkeit - schildern lässt. Natürlich sind alle Charaktere durchweg sympathisch und auch den energischen westdeutschen Produzenten, die hartnäckig versuchen, die schlechten Seiten der DDR hervorzukehren, kann man am Ende doch augenzwinkernd etwas Positives abgewinnen. Natürlich war nicht alles Gold und es gab auch genug Schattenseiten, aber das lässt die Autorin hier bewusst außen vor, bzw. lässt kritische Punkte nur am Rande anklingen. Das ist kein Buch, das den Zeigefinger erhebt, es lädt aber jeden zum Hinterfragen ein. Vielmehr schafft die Autorin ein kollektives, verklärtes Bild einer Gesellschaft, die trotz Diktatur, viele positive gemeinsame Erinnerungen hat und noch heute pflegt - ein Gemeinschaftsgefühl, das heutzutage nur allzu leicht verloren geht. Klar kommt auch diese Geschichte nicht komplett ohne Klischees aus, aber am Ende wirft es doch ein versöhnliches Bild auf die DDR und auf die Menschen, die darin lebten, und gibt gleichzeitig eine Antwort auf das allzu schnelle Vorurteil "früher sei alles schlecht gewesen". Mein Fazit: Ein sehr kurzweiliges, humorvolles, Ostalgie-Lesevergnügen und ein wertvoller Beitrag zum gegenseitigen Ost-West-Verständnis.

Ostalgie pur

Bewertung aus Stuttgart am 03.11.2019
Bewertungsnummer: 1262961
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Isabella Krause kann sich als Schauspielerin nach der Wende mehr schlecht als recht über Wasser halten. Als sie eines Tages zu Werbeaufnahmen für Naturjoghurt eingeladen wird, erhält sie aufgrund ihrer Herkunft einen besonderen Auftrag. Sie soll 10 Ostdeutsche für eine Dokumentation zusammenbringen, die über ihr schweres, entbehrliches Leben hinter der Mauer berichten. Das Ziel der Macher ist klar: Man will vor allem die Klischees bedienen und über einen Staat berichten, in dem Menschen unterdrückt, ausspioniert und eingeschränkt wurden. Doch das Ergebnis der Recherchen von Isabella überrascht am Ende alle... Dieses Buch erhält von mir eine klare Leseempfehlung. Nicht nur, weil ich selbst aus meiner frühesten Kinderheit die DDR noch kenne und die Erinnerungen im Buch mich selbst an die eine oder andere Episode erinnern ließen - ich sage nur "Milch in Tüten". Sondern auch, weil die Autorin es schafft, den Leser auf eine Reise mit zu nehmen. Ihre Schreibsstil ist sehr eingängig und leicht verständlich, unaufgeregt - aber auch humorvoll. Sie blickt bewusst hinter die Kulissen, indem sie verschiedene Protagonisten, denen Isabella begegnet, zu Wort kommen und deren Erlebnisse - humorvoll, aber auch mit der richtigen Portion Ernsthaftigkeit - schildern lässt. Natürlich sind alle Charaktere durchweg sympathisch und auch den energischen westdeutschen Produzenten, die hartnäckig versuchen, die schlechten Seiten der DDR hervorzukehren, kann man am Ende doch augenzwinkernd etwas Positives abgewinnen. Natürlich war nicht alles Gold und es gab auch genug Schattenseiten, aber das lässt die Autorin hier bewusst außen vor, bzw. lässt kritische Punkte nur am Rande anklingen. Das ist kein Buch, das den Zeigefinger erhebt, es lädt aber jeden zum Hinterfragen ein. Vielmehr schafft die Autorin ein kollektives, verklärtes Bild einer Gesellschaft, die trotz Diktatur, viele positive gemeinsame Erinnerungen hat und noch heute pflegt - ein Gemeinschaftsgefühl, das heutzutage nur allzu leicht verloren geht. Klar kommt auch diese Geschichte nicht komplett ohne Klischees aus, aber am Ende wirft es doch ein versöhnliches Bild auf die DDR und auf die Menschen, die darin lebten, und gibt gleichzeitig eine Antwort auf das allzu schnelle Vorurteil "früher sei alles schlecht gewesen". Mein Fazit: Ein sehr kurzweiliges, humorvolles, Ostalgie-Lesevergnügen und ein wertvoller Beitrag zum gegenseitigen Ost-West-Verständnis.

Ungewohnte Perspektive

Bewertung aus Warburg am 21.10.2019

Bewertungsnummer: 1258632

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Für jemanden, der im Westen aufgewachsen ist, hält dieser kompakte Roman sicherlich ein paar neue Informationen bereit, während alle Bürger der ehemaligen DDR sich freuen werden, einmal ein Buch zu lesen, in dem auch dargestellt wird, dass der sogenannte Unrechtsstaat nicht durch und durch schlecht war. Mit Witz und Verstand berichtet die Autorin von verschiedenen Charakteren, deren Schicksal hauptsächlich ein gutes Ende genommen hat, doch auch (fiktive) Personen, die die Härte des Staates am eigenen Leib erleben musste, kommen zu Wort. Erfreulich ist auch, dass in diesem Buch keine Seite verurteilt wird. Die Charaktere scheinen zum Teil sehr unterschiedlich mit der Situation umgegangen zu sein und diese Sichtweisen werden hier auf ein vorurteilslose Plattform gestellt. Eine neue Perspektive auf die DDR, die nicht zu politisch wird und der es nicht an Selbstironie fehlt. Sehr empfehlenswert.

Ungewohnte Perspektive

Bewertung aus Warburg am 21.10.2019
Bewertungsnummer: 1258632
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Für jemanden, der im Westen aufgewachsen ist, hält dieser kompakte Roman sicherlich ein paar neue Informationen bereit, während alle Bürger der ehemaligen DDR sich freuen werden, einmal ein Buch zu lesen, in dem auch dargestellt wird, dass der sogenannte Unrechtsstaat nicht durch und durch schlecht war. Mit Witz und Verstand berichtet die Autorin von verschiedenen Charakteren, deren Schicksal hauptsächlich ein gutes Ende genommen hat, doch auch (fiktive) Personen, die die Härte des Staates am eigenen Leib erleben musste, kommen zu Wort. Erfreulich ist auch, dass in diesem Buch keine Seite verurteilt wird. Die Charaktere scheinen zum Teil sehr unterschiedlich mit der Situation umgegangen zu sein und diese Sichtweisen werden hier auf ein vorurteilslose Plattform gestellt. Eine neue Perspektive auf die DDR, die nicht zu politisch wird und der es nicht an Selbstironie fehlt. Sehr empfehlenswert.

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von Kathrin Aehnlich

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