Produktbild: Das vergessene Schtetl

Das vergessene Schtetl

3

14,99 €

inkl. gesetzl. MwSt.

Beschreibung

Produktdetails

Format

PDF

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Nein

Erscheinungsdatum

27.10.2025

Verlag

Katapult-Verlag

Seitenzahl

(Printausgabe)

Dateigröße

4495 KB

Auflage

1. Auflage

Übersetzt von

Daniel Beskos

Sprache

Deutsch

EAN

9783689720308

Beschreibung

Produktdetails

Format

PDF

eBooks im PDF-Format haben eine festgelegte Seitengröße und eignen sich daher nur bedingt zum Lesen auf einem tolino eReader oder Smartphone. Für den vollen Lesegenuss empfehlen wir Ihnen bei PDF-eBooks die Verwendung eines Tablets oder Computers.

Kopierschutz

Nein

Dieses eBook können Sie uneingeschränkt auf allen Geräten der tolino Familie, allen sonstigen eReadern und am PC lesen. Das eBook ist nicht kopiergeschützt und kann ein personalisiertes Wasserzeichen enthalten. Weitere Hinweise zum Lesen von eBooks mit einem personalisierten Wasserzeichen finden Sie unter Hilfe/Downloads.

Family Sharing

Ja

Mit Family Sharing können Sie eBooks innerhalb Ihrer Familie (max. sechs Mitglieder im gleichen Haushalt) teilen. Sie entscheiden selbst, welches Buch Sie mit welchem Familienmitglied teilen möchten. Auch das parallele Lesen durch verschiedene Familienmitglieder ist durch Family Sharing möglich. Um eBooks zu teilen oder geteilt zu bekommen, muss jedes Familienmitglied ein Konto bei Thalia oder einem anderen tolino-Buchhändler haben. Weitere Informationen finden Sie unter Hilfe/Family-Sharing.

Text-to-Speech

Nein

Bedeutet Ihnen Stimme mehr als Text? Mit der Funktion Text-to-Speech können Sie sich im tolino webReader und in der aktuellen Thalia – Lesen & Hören App das eBook vorlesen lassen. Weitere Informationen finden Sie unter Hilfe/Text-to-Speech.

Barrierefreiheit

  • keine Information zur Barrierefreiheit bekannt

Erscheinungsdatum

27.10.2025

Verlag

Katapult-Verlag

Seitenzahl

(Printausgabe)

Dateigröße

4495 KB

Auflage

1. Auflage

Übersetzt von

Daniel Beskos

Sprache

Deutsch

EAN

9783689720308

Kundinnen und Kunden meinen

3 Bewertungen

Informationen zu Bewertungen

Zur Abgabe einer Bewertung ist eine Anmeldung im Konto notwendig. Die Authentizität der Bewertungen wird von uns nicht überprüft. Wir behalten uns vor, Bewertungstexte, die unseren Richtlinien widersprechen, entsprechend zu kürzen oder zu löschen.

Die Bewertungen sind nach Format, Anzahl Sterne und Datum sortiert.

5 Sterne

4 Sterne

3 Sterne

(0)

2 Sterne

(0)

1 Sterne

(0)

Ein Ort, vergessen, aus der Zeit gefallen, wird ins 21. Jhdt geschubst! Köstlich!

MarcoL aus Füssen am 20.10.2024

Bewertungsnummer: 2320913

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Hat jemand schon von Kreskol gehört? Nein? Das ist ja auch nicht verwunderlich. Die Stadt wurde einfach vergessen. 2000 Einwohner, circa, denn genau erfasst sind sie nie geworden, leben dort, eingepfercht in einem großen urwüchsigen Wald in Polen. Das machen die nun seit etwa einhundert Jahren so. Außer ein paar Roma ein bis zweimal pro Jahr kommt dort niemand vorbei. Und keiner verlässt das Schtetl. Ja, ein Schtetl, eine jüdische Enklave, die äußerst friedlich und abgeschieden von Rest der Welt ihr Dasein zelebriert. Obwohl, friedlich … fast. Gibt es doch schon die ein oder anderen Scharmützel und Streitigkeiten. Ist ja menschlich, dass man sich nicht immer einer Meinung ist, oder? Und dann noch ein frisch vermähltes Paar. Pescha und Ismael. Eigentlich wollten sie ja gar nicht so recht. Haben dann aber doch. Und Pescha wollte am Tag der Trauzeremonie gar nicht mehr. Pescha ist äußerst unglücklich mit Ismael. Umgekehrt auch, vielleicht auch aus anderen Gründen. Beschwichtigungen und Vermittlungen zum Trotz vom Rabbi und anderen einflussreichen Persönlichkeiten gibt es zwischen den beiden keinen Frieden. Kurzum: Pescha verschwindet. Und kurz darauf Ismael. Die Gerüchteküche brodelt über, weil schon seltsam das alles. Schnell wird in den überschäumenden Fantasien klar, dass ein Verbrechen verübt worden sein muss. Aufklären im Schtetl? Ein Ding der Unmöglichkeit. Also muss Hilfe von außen her. Aber wie? Es gibt keine Kontakte zum Rest der Welt. Und so wurde entschieden, den armen Jankel Lewinkopf, der innerhalb seiner sehr großen Familie nur hin und her geschubst wird und keinen Platz in der Gesellschaft zu haben scheint, damit beauftragt, 60 km in die nächste Stadt zu pilgern und zur Polizei zu gehen. Ausgestattet mit etwas Proviant und einer Handvoll alter Münzen, die in Polen keinen Wert mehr haben, keine Kenntnisse der Polnischen Sprache (denn es wird im Schtetl seit je her nur Jiddisch gesprochen) wird er los geschickt, und wart nach drei Tagen vergessen. Für Jankel beginnt das Abenteuer seines Lebens. Er schafft es, ohne von wilden Tieren, Wölfen oder Bären oder Schlimmeren, man weiß es nicht genau, gefressen zu werden (die Ansichten im Schtetl sind und waren sehr naiv) in die nächste Stadt. Er schafft auch noch viel mehr. Monate später kommt er zurück – als Passagier in einem Hubschrauber. Das Schtetl wird wiederentdeckt, und soll nun an den Staat angegliedert werden. Hier wird es richtig amüsant, weil niemand weiß, was sich in den letzten hundert Jahren getan hat. Nichts vom technischen Fortschritt, und nichts vom Zweiten Großen Krieg, der so vielen Juden und Menschen das Leben kostete. Und auch nichts von einem Staat Israel … mit einem Tritt werden alle in die Jetztzeit gestoßen … Und dann gibt es noch die Geschichte von Pescha, und Jankel, und wie es weitergeht … aber das alles wird hier nicht verraten. Den Roman beherrscht eine wunderherrliche Tragikomik, die aus einem Was-Wäre-Wenn-Szenario ein absolut realistisches Setting erzeugt. Die Figuren und Protagonist:Innen sind sehr lebensecht gezeichnet. Man fühlt die Lebensunzufriedenheit von Pescha, die Verunsicherungen von Jankel, dem nebenbei eine große Portion an Gleichmut wie Naivität innewohnt – und der schwer geprüft wird. Man muss ihn einfach mögen, und für all die anderen bringt man ebenfalls gerne Verständnis auf. Sprachlich brillant, mit dem nötigen Humor gewürzt kommt man an und ab nicht daran vorbei, sich in dieses Schtetl zu wünschen, das von allem Unbill der Welt verschont wurde. Ganz große Leseempfehlung für diesen wunderbaren Roman.

Ein Ort, vergessen, aus der Zeit gefallen, wird ins 21. Jhdt geschubst! Köstlich!

MarcoL aus Füssen am 20.10.2024
Bewertungsnummer: 2320913
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Hat jemand schon von Kreskol gehört? Nein? Das ist ja auch nicht verwunderlich. Die Stadt wurde einfach vergessen. 2000 Einwohner, circa, denn genau erfasst sind sie nie geworden, leben dort, eingepfercht in einem großen urwüchsigen Wald in Polen. Das machen die nun seit etwa einhundert Jahren so. Außer ein paar Roma ein bis zweimal pro Jahr kommt dort niemand vorbei. Und keiner verlässt das Schtetl. Ja, ein Schtetl, eine jüdische Enklave, die äußerst friedlich und abgeschieden von Rest der Welt ihr Dasein zelebriert. Obwohl, friedlich … fast. Gibt es doch schon die ein oder anderen Scharmützel und Streitigkeiten. Ist ja menschlich, dass man sich nicht immer einer Meinung ist, oder? Und dann noch ein frisch vermähltes Paar. Pescha und Ismael. Eigentlich wollten sie ja gar nicht so recht. Haben dann aber doch. Und Pescha wollte am Tag der Trauzeremonie gar nicht mehr. Pescha ist äußerst unglücklich mit Ismael. Umgekehrt auch, vielleicht auch aus anderen Gründen. Beschwichtigungen und Vermittlungen zum Trotz vom Rabbi und anderen einflussreichen Persönlichkeiten gibt es zwischen den beiden keinen Frieden. Kurzum: Pescha verschwindet. Und kurz darauf Ismael. Die Gerüchteküche brodelt über, weil schon seltsam das alles. Schnell wird in den überschäumenden Fantasien klar, dass ein Verbrechen verübt worden sein muss. Aufklären im Schtetl? Ein Ding der Unmöglichkeit. Also muss Hilfe von außen her. Aber wie? Es gibt keine Kontakte zum Rest der Welt. Und so wurde entschieden, den armen Jankel Lewinkopf, der innerhalb seiner sehr großen Familie nur hin und her geschubst wird und keinen Platz in der Gesellschaft zu haben scheint, damit beauftragt, 60 km in die nächste Stadt zu pilgern und zur Polizei zu gehen. Ausgestattet mit etwas Proviant und einer Handvoll alter Münzen, die in Polen keinen Wert mehr haben, keine Kenntnisse der Polnischen Sprache (denn es wird im Schtetl seit je her nur Jiddisch gesprochen) wird er los geschickt, und wart nach drei Tagen vergessen. Für Jankel beginnt das Abenteuer seines Lebens. Er schafft es, ohne von wilden Tieren, Wölfen oder Bären oder Schlimmeren, man weiß es nicht genau, gefressen zu werden (die Ansichten im Schtetl sind und waren sehr naiv) in die nächste Stadt. Er schafft auch noch viel mehr. Monate später kommt er zurück – als Passagier in einem Hubschrauber. Das Schtetl wird wiederentdeckt, und soll nun an den Staat angegliedert werden. Hier wird es richtig amüsant, weil niemand weiß, was sich in den letzten hundert Jahren getan hat. Nichts vom technischen Fortschritt, und nichts vom Zweiten Großen Krieg, der so vielen Juden und Menschen das Leben kostete. Und auch nichts von einem Staat Israel … mit einem Tritt werden alle in die Jetztzeit gestoßen … Und dann gibt es noch die Geschichte von Pescha, und Jankel, und wie es weitergeht … aber das alles wird hier nicht verraten. Den Roman beherrscht eine wunderherrliche Tragikomik, die aus einem Was-Wäre-Wenn-Szenario ein absolut realistisches Setting erzeugt. Die Figuren und Protagonist:Innen sind sehr lebensecht gezeichnet. Man fühlt die Lebensunzufriedenheit von Pescha, die Verunsicherungen von Jankel, dem nebenbei eine große Portion an Gleichmut wie Naivität innewohnt – und der schwer geprüft wird. Man muss ihn einfach mögen, und für all die anderen bringt man ebenfalls gerne Verständnis auf. Sprachlich brillant, mit dem nötigen Humor gewürzt kommt man an und ab nicht daran vorbei, sich in dieses Schtetl zu wünschen, das von allem Unbill der Welt verschont wurde. Ganz große Leseempfehlung für diesen wunderbaren Roman.

Ein Ort, vergessen, aus der…

MarcoL aus Füssen am 20.10.2024

Bewertungsnummer: 2895966

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Ein Ort, vergessen, aus der Zeit gefallen, wird ins 21. Jhdt geschubst! Köstlich! Hat jemand schon von Kreskol gehört? Nein? Das ist ja auch nicht verwunderlich. Die Stadt wurde einfach vergessen. 2000 Einwohner, circa, denn genau erfasst sind sie nie geworden, leben dort, eingepfercht in einem großen urwüchsigen Wald in Polen. Das machen die nun seit etwa einhundert Jahren so. Außer ein paar Roma ein bis zweimal pro Jahr kommt dort niemand vorbei. Und keiner verlässt das Schtetl. Ja, ein Schtetl, eine jüdische Enklave, die äußerst friedlich und abgeschieden von Rest der Welt ihr Dasein zelebriert. Obwohl, friedlich … fast. Gibt es doch schon die ein oder anderen Scharmützel und Streitigkeiten. Ist ja menschlich, dass man sich nicht immer einer Meinung ist, oder? Und dann noch ein frisch vermähltes Paar. Pescha und Ismael. Eigentlich wollten sie ja gar nicht so recht. Haben dann aber doch. Und Pescha wollte am Tag der Trauzeremonie gar nicht mehr. Pescha ist äußerst unglücklich mit Ismael. Umgekehrt auch, vielleicht auch aus anderen Gründen. Beschwichtigungen und Vermittlungen zum Trotz vom Rabbi und anderen einflussreichen Persönlichkeiten gibt es zwischen den beiden keinen Frieden. Kurzum: Pescha verschwindet. Und kurz darauf Ismael. Die Gerüchteküche brodelt über, weil schon seltsam das alles. Schnell wird in den überschäumenden Fantasien klar, dass ein Verbrechen verübt worden sein muss. Aufklären im Schtetl? Ein Ding der Unmöglichkeit. Also muss Hilfe von außen her. Aber wie? Es gibt keine Kontakte zum Rest der Welt. Und so wurde entschieden, den armen Jankel Lewinkopf, der innerhalb seiner sehr großen Familie nur hin und her geschubst wird und keinen Platz in der Gesellschaft zu haben scheint, damit beauftragt, 60 km in die nächste Stadt zu pilgern und zur Polizei zu gehen. Ausgestattet mit etwas Proviant und einer Handvoll alter Münzen, die in Polen keinen Wert mehr haben, keine Kenntnisse der Polnischen Sprache (denn es wird im Schtetl seit je her nur Jiddisch gesprochen) wird er los geschickt, und wart nach drei Tagen vergessen. Für Jankel beginnt das Abenteuer seines Lebens. Er schafft es, ohne von wilden Tieren, Wölfen oder Bären oder Schlimmeren, man weiß es nicht genau, gefressen zu werden (die Ansichten im Schtetl sind und waren sehr naiv) in die nächste Stadt. Er schafft auch noch viel mehr. Monate später kommt er zurück – als Passagier in einem Hubschrauber. Das Schtetl wird wiederentdeckt, und soll nun an den Staat angegliedert werden. Hier wird es richtig amüsant, weil niemand weiß, was sich in den letzten hundert Jahren getan hat. Nichts vom technischen Fortschritt, und nichts vom Zweiten Großen Krieg, der so vielen Juden und Menschen das Leben kostete. Und auch nichts von einem Staat Israel … mit einem Tritt werden alle in die Jetztzeit gestoßen … Und dann gibt es noch die Geschichte von Pescha, und Jankel, und wie es weitergeht … aber das alles wird hier nicht verraten. Den Roman beherrscht eine wunderherrliche Tragikomik, die aus einem Was-Wäre-Wenn-Szenario ein absolut realistisches Setting erzeugt. Die Figuren und Protagonist:Innen sind sehr lebensecht gezeichnet. Man fühlt die Lebensunzufriedenheit von Pescha, die Verunsicherungen von Jankel, dem nebenbei eine große Portion an Gleichmut wie Naivität innewohnt – und der schwer geprüft wird. Man muss ihn einfach mögen, und für all die anderen bringt man ebenfalls gerne Verständnis auf. Sprachlich brillant, mit dem nötigen Humor gewürzt kommt man an und ab nicht daran vorbei, sich in dieses Schtetl zu wünschen, das von allem Unbill der Welt verschont wurde. Ganz große Leseempfehlung für diesen wunderbaren Roman.

Ein Ort, vergessen, aus der…

MarcoL aus Füssen am 20.10.2024
Bewertungsnummer: 2895966
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Ein Ort, vergessen, aus der Zeit gefallen, wird ins 21. Jhdt geschubst! Köstlich! Hat jemand schon von Kreskol gehört? Nein? Das ist ja auch nicht verwunderlich. Die Stadt wurde einfach vergessen. 2000 Einwohner, circa, denn genau erfasst sind sie nie geworden, leben dort, eingepfercht in einem großen urwüchsigen Wald in Polen. Das machen die nun seit etwa einhundert Jahren so. Außer ein paar Roma ein bis zweimal pro Jahr kommt dort niemand vorbei. Und keiner verlässt das Schtetl. Ja, ein Schtetl, eine jüdische Enklave, die äußerst friedlich und abgeschieden von Rest der Welt ihr Dasein zelebriert. Obwohl, friedlich … fast. Gibt es doch schon die ein oder anderen Scharmützel und Streitigkeiten. Ist ja menschlich, dass man sich nicht immer einer Meinung ist, oder? Und dann noch ein frisch vermähltes Paar. Pescha und Ismael. Eigentlich wollten sie ja gar nicht so recht. Haben dann aber doch. Und Pescha wollte am Tag der Trauzeremonie gar nicht mehr. Pescha ist äußerst unglücklich mit Ismael. Umgekehrt auch, vielleicht auch aus anderen Gründen. Beschwichtigungen und Vermittlungen zum Trotz vom Rabbi und anderen einflussreichen Persönlichkeiten gibt es zwischen den beiden keinen Frieden. Kurzum: Pescha verschwindet. Und kurz darauf Ismael. Die Gerüchteküche brodelt über, weil schon seltsam das alles. Schnell wird in den überschäumenden Fantasien klar, dass ein Verbrechen verübt worden sein muss. Aufklären im Schtetl? Ein Ding der Unmöglichkeit. Also muss Hilfe von außen her. Aber wie? Es gibt keine Kontakte zum Rest der Welt. Und so wurde entschieden, den armen Jankel Lewinkopf, der innerhalb seiner sehr großen Familie nur hin und her geschubst wird und keinen Platz in der Gesellschaft zu haben scheint, damit beauftragt, 60 km in die nächste Stadt zu pilgern und zur Polizei zu gehen. Ausgestattet mit etwas Proviant und einer Handvoll alter Münzen, die in Polen keinen Wert mehr haben, keine Kenntnisse der Polnischen Sprache (denn es wird im Schtetl seit je her nur Jiddisch gesprochen) wird er los geschickt, und wart nach drei Tagen vergessen. Für Jankel beginnt das Abenteuer seines Lebens. Er schafft es, ohne von wilden Tieren, Wölfen oder Bären oder Schlimmeren, man weiß es nicht genau, gefressen zu werden (die Ansichten im Schtetl sind und waren sehr naiv) in die nächste Stadt. Er schafft auch noch viel mehr. Monate später kommt er zurück – als Passagier in einem Hubschrauber. Das Schtetl wird wiederentdeckt, und soll nun an den Staat angegliedert werden. Hier wird es richtig amüsant, weil niemand weiß, was sich in den letzten hundert Jahren getan hat. Nichts vom technischen Fortschritt, und nichts vom Zweiten Großen Krieg, der so vielen Juden und Menschen das Leben kostete. Und auch nichts von einem Staat Israel … mit einem Tritt werden alle in die Jetztzeit gestoßen … Und dann gibt es noch die Geschichte von Pescha, und Jankel, und wie es weitergeht … aber das alles wird hier nicht verraten. Den Roman beherrscht eine wunderherrliche Tragikomik, die aus einem Was-Wäre-Wenn-Szenario ein absolut realistisches Setting erzeugt. Die Figuren und Protagonist:Innen sind sehr lebensecht gezeichnet. Man fühlt die Lebensunzufriedenheit von Pescha, die Verunsicherungen von Jankel, dem nebenbei eine große Portion an Gleichmut wie Naivität innewohnt – und der schwer geprüft wird. Man muss ihn einfach mögen, und für all die anderen bringt man ebenfalls gerne Verständnis auf. Sprachlich brillant, mit dem nötigen Humor gewürzt kommt man an und ab nicht daran vorbei, sich in dieses Schtetl zu wünschen, das von allem Unbill der Welt verschont wurde. Ganz große Leseempfehlung für diesen wunderbaren Roman.

Kundinnen und Kunden meinen

Das vergessene Schtetl

von Max Gross

0 Bewertungen filtern

Die Leseprobe wird geladen.
  • Produktbild: Das vergessene Schtetl