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Wohin wir gehen Roman

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Beschreibung

Produktdetails

Zustand

Sehr gut

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

14.02.2019

Verlag

Galiani Berlin ein Imprint von Kiepenheuer & Witsch

Seitenzahl

224

Maße (L/B/H)

21,2/13,6/2,5 cm

Gewicht

327 g

Auflage

2. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

2710002980245

Warnhinweis

nicht erforderlich.

Beschreibung

Rezension

Ein zartes, liebevolles Buch über Freundschaft, über die Freundschaft zwischen zwei Frauen, ein Buch über Heimat und Entwurzelung und eine Hommage an die Kraft und den Zauber des Erzählens. ("Radio SRF 2 Kultur 52 beste Bücher")
"In diesem Buch wird nicht effektgesteuerter Journalismus als Literatur getarnt, sondern hier geht es um die Kunst der Zwischenräume. ("Deutschlandfunk Kultur")
Was bleibt – und wo und was ist Heimat? Das sind Fragen, die dieser spannende Generationenroman stellt. ("Domradio")
Der Autorin gelingt es, ihre Figuren in wenigen Strichen sehr pointiert zu charakterisieren. (...) Dass es hier um die großen existenziellen Fragen geht, registriert man gegen Schluss wie überrumpelt. (...) Ein Blick auf die frühe DDR, der heilsam ist, weil er frei von Klischees ist. ("Deutschlandfunk Kultur")
Peggy Mädler schreibt über die Zwischenräume der Geschichte, und am Ende ist es ein Roman, der zeigt, wie das private Leben, die kleinen Geschichten von Familie und Freundschaft, mit der großen Geschichte zusammenhängen. ("radio eins")
Die Tonlage des Romans changiert zwischen feiner Melancholie und der Hoffnung, dass es sich lohnt, die Bruchstücke unseres Lebens zu einem sinnvollen Ganzen zu ordnen. ("Vogue")
Peggy Mädlers Roman, der auf 200 Seiten ein ganzes Jahrhundert überspannt, ist eine der Entdeckungen der diesjährigen Leipziger Buchmesse. ("ZDF aspekte")

Produktdetails

Zustand

Sehr gut

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

14.02.2019

Verlag

Galiani Berlin ein Imprint von Kiepenheuer & Witsch

Seitenzahl

224

Maße (L/B/H)

21,2/13,6/2,5 cm

Gewicht

327 g

Auflage

2. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

2710002980245

Herstelleradresse

Galiani, Verlag
Friedrichstraße 119
10117 Berlin
DE

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Heimweh und Fernweh und die Suche nach den Wurzeln

Bewertung am 08.05.2020

Bewertungsnummer: 412071

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Mit wenig wörtlicher Rede, ganz unaufgeregt und doch sehr eindringlich wird die Geschichte dreier Generationen erzählt. Dreh- und Angelpunkt ist Almut, deren Geschichte als Tochter und Mutter den größten Raum einnimmt. Ein Leben, das genau wie bei ihrer Mutter und später ihrer Tochter von Heimweh und Fernweh geprägt ist, vom Weggehen und Ankommen und der Suche nach seinen Wurzeln, die nicht nur in Orten liegen, sondern besonders in Menschen, mit denen man den Lebensweg geteilt hat.

Heimweh und Fernweh und die Suche nach den Wurzeln

Bewertung am 08.05.2020
Bewertungsnummer: 412071
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Mit wenig wörtlicher Rede, ganz unaufgeregt und doch sehr eindringlich wird die Geschichte dreier Generationen erzählt. Dreh- und Angelpunkt ist Almut, deren Geschichte als Tochter und Mutter den größten Raum einnimmt. Ein Leben, das genau wie bei ihrer Mutter und später ihrer Tochter von Heimweh und Fernweh geprägt ist, vom Weggehen und Ankommen und der Suche nach seinen Wurzeln, die nicht nur in Orten liegen, sondern besonders in Menschen, mit denen man den Lebensweg geteilt hat.

Die hehre Absicht allein Acht…

Bories vom Berg aus München am 25.05.2019

Bewertungsnummer: 2718012

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Die hehre Absicht allein Acht Jahre nach ihrem Debütroman ist nun der zweite Roman von Peggy Mädler erschienen, «Wohin wir gehen» hat auf Anhieb Beachtung gefunden und belegt im Mai 2019 Platz zwei der SWR-Bestenliste. Beiden Romanen gemeinsam sind der kritische Blick auf die deutsche Geschichte des Zwanzigsten Jahrhunderts, die als Hintergrund fungiert für menschliche Schicksale im Spannungsfeld historischer Umbrüche, wobei die fein herausgearbeiteten Zwischentöne der Handlung erst ihre eigentliche Bedeutung verleihen. In elf mit den verschiedenen Handlungsorten betitelten Kapiteln wird die wechselvolle Geschichte von vier Frauen zweier Generationen auf der Suche nach dem Lebensglück erzählt. Als Motto ist dem Roman ein Gedicht von Hilde Domin vorangestellt, welches die widerstrebenden Sehnsüchte nach Bestand und Veränderung im menschlichen Leben höchst poetisch umschreibt: «Man muss weggehen können / und doch sein wie ein Baum: / als bliebe die Wurzel im Boden, / als zöge die Landschaft und wir ständen fest». Es beginnt in Böhmen während des Zweiten Weltkriegs, als Almuts Vater plötzlich stirbt und ihre Mutter sich daraufhin das Leben nimmt. Rosas Mutter nimmt das Waisenkind bei sich auf und zieht es wie ihre eigene Tochter liebevoll auf, Rosa und Almut sind Busenfreundinnen. Die Vertreibung aus der Tschechoslowakei nach Ende des Krieges verschlägt die Drei nach Brandenburg, dort beteiligt sich Rosas Mutter, eine überzeugte Kommunistin, voller Begeisterung am Aufbau des neuen Arbeiter- und Bauernstaates. Die beiden Freundinnen werden Lehrerinnen und ziehen auf Drängen Rosas voller Erwartungen nach Berlin, wieder eine Entwurzelung für sie beide. Die unstete Rosa ist es dann auch, die als Dreißigjährige kurz vor dem Bau des antifaschistischen Schutzwalls, wie die Mauer im Staatsjargon der DDR genannt wurde, im Osten in die S-Bahn steigt und im Westen aussteigt, sie hat nichts bei sich als ihre Handtasche. Almut verliert als Mitwisserin, die eine geplante Republikflucht nicht angezeigt hat, ihre Stelle als Lehrerin und auch ihre Wohnung, sie landet als Arbeiterin in einer Margarinefabrik und lebt viele Jahre lang in prekären Verhältnissen. Der Kontakt zu Rosa ist abgerissen, sie heiratet spät und bekommt ein Mädchen. Ihre Tochter Elli hat vier Jahrzehnte später eine innige Freundschaft mit Kristine, Rosas Tochter, die sich rührend um Ellis greise Mutter Almut kümmert, weil Elli endlich die heißbegehrte Stelle als Dramaturgin am Basler Theater bekommen hat. Das ineinander verwobene zeitliche Geflecht dieser wechselvollen Geschichte ist zuweilen schwer zu durchschauen, gleichwohl gelingt es Peggy Mädler, die verschiedenen Zeitebenen miteinander zu verbinden, Zusammenhänge zu verdeutlichen, menschliche Bindungen auf die Probe und scheinbar tiefe örtliche Verwurzelungen in Frage zu stellen. Es geht um biografische Neuanfänge, um Veränderungen, aber auch um Geborgensein in gewohnter Umgebung, um Konstanten im Leben, egal welche politischen und historischen Umbrüche sie begleiten und aus den Angeln zu heben drohen. Das große Thema dabei ist die Freundschaft, die selbst schwerste Belastungen überwinden kann und zu den wenigen Konstanten im Leben zählt, nicht an Zeit und Ort gebunden. Und sie hilft denn auch über viele Fährnisse des Lebens hinweg. Die sprachlichen Mittel, mit denen uns hier erzählt wird, «Wohin wir gehen», sind äußerst spartanisch und tragen rein gar nichts zum Lesegenuss bei. Politische Umbrüche dieser bewegten Zeit finden im sprachlichen Stil keine Entsprechung, sie werden emotionslos und nüchtern wie in einem Sachbuch abgehandelt. Auch die Figuren bleiben merkwürdig blass, Lebensfreude, Lust gar kommt bei ihnen nicht vor, sie sind ziemlich konturlos und prägen sich dem Leser nicht ein als markante Typen, wozu wohl auch die seltenen und wenig lebendigen Dialoge beitragen. Die hehre Absicht allein reicht wirklich nicht, einen Roman zu einer bereichernden und erfreulichen Lektüre zu machen.

Die hehre Absicht allein Acht…

Bories vom Berg aus München am 25.05.2019
Bewertungsnummer: 2718012
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Die hehre Absicht allein Acht Jahre nach ihrem Debütroman ist nun der zweite Roman von Peggy Mädler erschienen, «Wohin wir gehen» hat auf Anhieb Beachtung gefunden und belegt im Mai 2019 Platz zwei der SWR-Bestenliste. Beiden Romanen gemeinsam sind der kritische Blick auf die deutsche Geschichte des Zwanzigsten Jahrhunderts, die als Hintergrund fungiert für menschliche Schicksale im Spannungsfeld historischer Umbrüche, wobei die fein herausgearbeiteten Zwischentöne der Handlung erst ihre eigentliche Bedeutung verleihen. In elf mit den verschiedenen Handlungsorten betitelten Kapiteln wird die wechselvolle Geschichte von vier Frauen zweier Generationen auf der Suche nach dem Lebensglück erzählt. Als Motto ist dem Roman ein Gedicht von Hilde Domin vorangestellt, welches die widerstrebenden Sehnsüchte nach Bestand und Veränderung im menschlichen Leben höchst poetisch umschreibt: «Man muss weggehen können / und doch sein wie ein Baum: / als bliebe die Wurzel im Boden, / als zöge die Landschaft und wir ständen fest». Es beginnt in Böhmen während des Zweiten Weltkriegs, als Almuts Vater plötzlich stirbt und ihre Mutter sich daraufhin das Leben nimmt. Rosas Mutter nimmt das Waisenkind bei sich auf und zieht es wie ihre eigene Tochter liebevoll auf, Rosa und Almut sind Busenfreundinnen. Die Vertreibung aus der Tschechoslowakei nach Ende des Krieges verschlägt die Drei nach Brandenburg, dort beteiligt sich Rosas Mutter, eine überzeugte Kommunistin, voller Begeisterung am Aufbau des neuen Arbeiter- und Bauernstaates. Die beiden Freundinnen werden Lehrerinnen und ziehen auf Drängen Rosas voller Erwartungen nach Berlin, wieder eine Entwurzelung für sie beide. Die unstete Rosa ist es dann auch, die als Dreißigjährige kurz vor dem Bau des antifaschistischen Schutzwalls, wie die Mauer im Staatsjargon der DDR genannt wurde, im Osten in die S-Bahn steigt und im Westen aussteigt, sie hat nichts bei sich als ihre Handtasche. Almut verliert als Mitwisserin, die eine geplante Republikflucht nicht angezeigt hat, ihre Stelle als Lehrerin und auch ihre Wohnung, sie landet als Arbeiterin in einer Margarinefabrik und lebt viele Jahre lang in prekären Verhältnissen. Der Kontakt zu Rosa ist abgerissen, sie heiratet spät und bekommt ein Mädchen. Ihre Tochter Elli hat vier Jahrzehnte später eine innige Freundschaft mit Kristine, Rosas Tochter, die sich rührend um Ellis greise Mutter Almut kümmert, weil Elli endlich die heißbegehrte Stelle als Dramaturgin am Basler Theater bekommen hat. Das ineinander verwobene zeitliche Geflecht dieser wechselvollen Geschichte ist zuweilen schwer zu durchschauen, gleichwohl gelingt es Peggy Mädler, die verschiedenen Zeitebenen miteinander zu verbinden, Zusammenhänge zu verdeutlichen, menschliche Bindungen auf die Probe und scheinbar tiefe örtliche Verwurzelungen in Frage zu stellen. Es geht um biografische Neuanfänge, um Veränderungen, aber auch um Geborgensein in gewohnter Umgebung, um Konstanten im Leben, egal welche politischen und historischen Umbrüche sie begleiten und aus den Angeln zu heben drohen. Das große Thema dabei ist die Freundschaft, die selbst schwerste Belastungen überwinden kann und zu den wenigen Konstanten im Leben zählt, nicht an Zeit und Ort gebunden. Und sie hilft denn auch über viele Fährnisse des Lebens hinweg. Die sprachlichen Mittel, mit denen uns hier erzählt wird, «Wohin wir gehen», sind äußerst spartanisch und tragen rein gar nichts zum Lesegenuss bei. Politische Umbrüche dieser bewegten Zeit finden im sprachlichen Stil keine Entsprechung, sie werden emotionslos und nüchtern wie in einem Sachbuch abgehandelt. Auch die Figuren bleiben merkwürdig blass, Lebensfreude, Lust gar kommt bei ihnen nicht vor, sie sind ziemlich konturlos und prägen sich dem Leser nicht ein als markante Typen, wozu wohl auch die seltenen und wenig lebendigen Dialoge beitragen. Die hehre Absicht allein reicht wirklich nicht, einen Roman zu einer bereichernden und erfreulichen Lektüre zu machen.

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Wohin wir gehen

von Peggy Mädler

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