Die alleinerziehende Libby und ihr dreijähriger Sohn Ethan machen zum ersten Mal Urlaub in einem Luxus-Resort, um sich für die vergangenen schwierigen Jahre zu belohnen. Doch Libby kann sich nur schlecht entspannen: Sobald Ethan aus ihrem Blickfeld verschwindet, gerät sie in Panik. Ihre Sorge ist berechtigt – denn sie hat ein Geheimnis, das sie mit niemandem teilen kann. Als Ethan eines Abends in einem Fahrstuhl spielt und sich die Türen zu Libbys Entsetzen plötzlich schließen, beginnt der Kampf einer Mutter um das geliebte Kind. Ethan verschwindet spurlos. Und die Gespenster der Vergangenheit tauchen wieder auf.
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Ein psychologisch gut durchdachter Thriller, der mich begeistert und zerstört hat
Susi Aly am 08.02.2022
Bewertungsnummer: 1653395
Bewertet: Buch (Taschenbuch)
Der Klappentext von „Lost you – ich werde dich finden“ hat sich so spannend angehört, dass ich ihn unbedingt lesen musste.
Tatsächlich hat mich dieser Thriller enorm überrascht, weil ich zugegebenermaßen, eigentlich etwas ganz anderes erwartet hatte.
Thrillerleser werden vielleicht nicht ganz auf ihre Kosten kommen, weil es etwas sehr psychologisches mit einer sehr brisanten Thematik ist, was einfach unglaublich mitnimmt.
Der Schreibstil des Autors ist absolut fesselnd und bildgewaltig, so das ich das Buch förmlich inhaliert habe.
Die Atmosphäre empfand ich als sehr drückend, schwer, schmerzvoll und tragend, was unglaublich gut zur Story passt.
Im Fokus hierbei stehen Libby und Anna.
Zwei sehr faszinierende und interessante Charaktere, die mich absolut für sich gewinnen und überzeugen konnten.
Mich persönlich hat Anna etwas mehr berührt, als es bei Libby der Fall war.
Vielleicht weil ich sie viel intensiver und tiefgründiger wahrgenommen habe.
Und sie mich einfach von erster Sekunde an gepackt und nicht mehr losgelassen hat.
Anna mochte ich total gern. Libby dagegen hat in mir eher Wut, als Mitgefühl ausgelöst.
Auch die Nebencharaktere verstehen absolut zu überzeugen. Sie sind authentisch, lebendig und absolut greifbar.
Jeder erfüllt seine Rolle und füllt diese tragische und dramatische Geschichte ungemein gut aus.
Der Einstieg viel mir wahnsinnig leicht.
Ich merkte aber schon relativ früh, dass Libby mir nicht nahe ging. Nichts in mir auslöste.
Sie wirkte auf mich seltsam hölzern, fast empathielos. Ich dachte erst, es läge an der Story, aber dem war absolut nicht so.
Vielmehr war es Libby, deren Persönlichkeit sich sofort offenlegte.
Erst als Anna ins Spiel kam, war ich emotional komplett in der Geschichte drin.
Sie hat mich sofort gepackt und einfach nicht mehr losgelassen.
Dazu erfahren wir auch die Perspektiven von Libby und Anna, was Ihnen wahnsinnig viel Tiefe und Ausdruck verleiht.
Die Story selbst ist wirklich heftig.
Die Thematik, die dem Ganzen zugrunde liegt, ist es.
Denn der Autor befasst sich mit einem Gebiet, das enorm vielschichtig ist.
Gesellschaftskritisch, als auch menschlich gesehen, schnell als verwerflich beurteilt werden kann.
Auch ich steh diesem äußerst kritisch gegenüber. Aber oft ist nicht alles so, wie es scheint und die Nuancen dazwischen viel größer und schwerer ,als man vermuten würde.
Annas Schicksal hat mich wirklich nicht unberührt gelassen. Denn ich verstand sie, nahm Anteil an ihrem Leben und dem ,was sie umtrieb.
Sie ist gefangen zwischen Verzweiflung, Liebe und Not.
Sie kämpft ,mit der Verzweiflung einer jungen Frau und jeden einzelnen Moment, kann man das absolut nachvollziehen.
Ich habe so mit ihr gefühlt und war oft den Tränen nah. Es hat mir das Herz gebrochen. So viel Leid und Schmerz erleben zu müssen.
Die Hilflosigkeit und Ohnmacht zu spüren, die einfach kein Ende fand.
Es war wirklich heftig und hat mich an meine eigenen Grenzen getrieben.
Wir werden hier mit Vergangenheit und Gegenwart betraut, was mir enorm gut gefallen hat, denn dadurch bekommt die Story eine völlig neue Bedeutung.
Bereits die erste Wende ,hat mich wirklich schockiert und sprachlos gemacht.
Es ist unglaublich dramatisch und tragend.
Voller Besessenheit und Wahn.
Das zu trennen ist schier unmöglich.
Und dazwischen erleben man so viel Liebe und das wundervollste, was eine Frau erleben kann.
Die Veränderung und Weiterentwicklung ist enorm gut zu spüren. Es hat mich mit so unsagbar vielen Emotionen und Gedanken gefüllt.
Ich würde es auch nicht unbedingt als Thriller deklarieren.
Denn diese Story punktet vor allem im psychologischen Bereich, der wirklich verdammt gut ausgearbeitet wurde.
Dabei fokussiert sich der Autor sehr auf die menschlichen Aspekte.
Mich hat es absolut begeistert und innerlich aufgewühlt und ganz ehrlich, mit diesem Ende hab ich definitiv nicht gerechnet, es hat mich aufgewühlt und mir wirklich die Tränen in die Augen getrieben.
Definitiv ein Highlight.
Fazit:
Haylen Beck hat mit „Lost you – ich werde dich finden „, einen psychologisch ,gut durchdachten Thriller geschrieben, der mir enorm an die Nieren ging und mir einiges abverlangt hat.
Ganz anders als erwartet, was mich wirklich positiv überrascht hat.
Eine Thematik, die definitiv nicht ohne ist und so einiges auslöst.
Zwischen Besessenheit und Wahn ,kristallisiert sich eine Story heraus, die emotionaler, zerbrechlicher und tragender kaum sein könnte.
Ein absolutes Highlight.
Ganz anders als erwartet
booksurfer aus Ludwigshafen am 17.11.2020
Bewertungsnummer: 1403970
Bewertet: Buch (Taschenbuch)
Haylen Beck ist das Pseudonym des irischen Schriftstellers Stuart Neville der mich schon mit "Die Schatten von Belfast" überzeugen konnte. "Lost You" war eins der Bücher, die mich direkt in der Programmvorschau des Verlags angesprochen hat. Das Cover hat etwas leicht mysteriöses und der Inhalt verspricht eine spannende Geschichte:
Libby verbringt mit ihrem Sohn Ethan einen wohlverdienten Urlaub in einem Luxus Resort. Doch die langersehnte Erholung will sich bei Libby nicht einstellen da sie sofort in Panik gerät, sobald sie Ethan aus den Augen verliert. Als Ethan eines Abends in einem Fahrstuhl spielt schließen sich die Türen und als sie wieder aufgehen ist der Junge verschwunden. Libby ist außer sich vor Angst und das zurecht denn sie hütet ein großes Geheimnis aus ihrer Vergangenheit, das sie nun einzuholen droht...
Ich muss sagen, das mich die Story um das verschwundene Kind schon sehr angesprochen haben aber das Buch bietet, noch einiges mehr. Denn durch einen Perspektivwechsel erfahren wir mehr über Libbys Hintergründe und ihrer Vergangenheit. Und plötzlich geht es nicht mehr nur um ein verschwundenes Kind, sondern um ein kontroverses Thema, das die Leser mit Sicherheit spalten wird. Um was es sich dabei handelt lass ich hier außen vor um nicht zu Spoilern.
Unsere Protagonistin Libby und ihren Sohn Ethan mochte ich von Anfang an. Allerdings ist mir gleich aufgefallen das Libby sehr wenig Selbstbewusstsein hat und dadurch auch ein wenig naiv wirkt. Das war zu Beginn noch ganz nett aber im Laufe der Geschichte hat es an einigen Stellen genervt. Dennoch ist ihr Charakter sehr gut ausgearbeitet und man kann sich sehr gut in ihre Lage hineinversetzten. Das liegt daran, dass wir viel über Libbys Vergangenheit erfahren, wie sie ihren Mann kennengelernt hat und über den weiteren Verlauf der Beziehung. Aber auch die anderen Charaktere wie Beispielsweise Libbys Urlaubsbekanntschaften sind sehr sympathisch dargestellt und ergänzen die Geschichte perfekt. Ich fand es toll das durch das schwule Paar nochmal auf die Missstände und Vorurteile gegen homosexuelle Männer in Bezug auf Kinder hingewiesen wird.
Der Schreibstil von Haylen Beck ist wirklich toll, ich hatte das Buch in einigen Stunden durchgelesen. Sehr packend und mitreißend erzählt er die Geschichte um Libby und Ethan und was zu den Geschehnissen im Hotel führt. Ich würde die Geschichte allerdings nicht als klassischen Thriller bezeichnen. Es gibt durchaus Thriller Elemente in der Story die auch immer mal wieder Spannung in die Handlung bringen aber man sollte hier keinen knallharten Thriller erwarten. Dennoch hatte die Geschichte eine gewisse Sogwirkung, so das ich nicht aufhören konnte zu lesen und wissen wollte wie es weiter geht.
Mit Lost You konnte mich Haylen Beck auf jeden Fall von sich überzeugen. Der Rasante Anfang konnte mich direkt in die Geschichte katapultieren und mich direkt gefangen nehmen. Mit seiner Kehrtwende die den Handlungsverlauf in eine komplett andere Richtung lenkt, konnte mich der Autor total überraschen. Er spricht hier ein sehr sensibles Thema an, über das man am Ende sehr viel diskutieren kann und mit den Moralvorstellungen spielt, sodass man nicht weiß auf welcher Seite man eigentlich stehen soll. Das wird definitiv nicht mein letztes Buch von Haylen Beck gewesen sein. Von mir gibt es eine absolute Leseempfehlung!
5 von 5 Sternen
Meinung aus der Buchhandlung
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Ethan ist ein 3-jähriger aufgeweckter Junge und liebt Aufzüge. Eigentlich soll er nicht allein in den Fahrstuhl steigen, aber als seine Mutter Libby kurz abgelenkt ist, nutzt er die Gelegenheit. Die Türen schließen sich und danach ist er wie vom Erdboden verschluckt. Libby wird von ihrer Vergangenheit eingeholt und eine packende Geschichte beginnt. Sie ist wohl doch nicht nur die liebende Mutter, die sie vorgibt zu sein. Und noch eine weitere Frau hat großes Interesse an dem Jungen. Warum? Achtung, Sie werden dieses Buch nur schwer aus der Hand legen können!
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