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Lukas Rietzschel

1. Sanditz

Sanditz Roman | Das große Epos der Nachwendezeit: »Rietzschel ist eine der wichtigsten jungen Stimmen Ostdeutschlands.« Frankfurter Allgemeine Zeitung

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18
16,99 € inkl. gesetzl. MwSt.

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Beschreibung

Produktdetails

Family Sharing

Ja

Verkaufsrang

1316

Gesprochen von

Tetje Mierendorf

Spieldauer

13 Stunden und 53 Minuten

Abo-Fähigkeit

Ja

Erscheinungsdatum

12.03.2026

Hörtyp

Lesung

Fassung

ungekürzt

Medium

MP3

Anzahl Dateien

69

Verlag

dtv

Sprache

Deutsch

EAN

9783423390170

Beschreibung

Produktdetails

Family Sharing

Ja

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13 Stunden und 53 Minuten

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12.03.2026

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Deutsch

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9783423390170

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  • Bewertung

    5/5

    29.08.2026

    eBook (ePUB 3)

    Ein gelungenes Panorama deutscher Geschichte

    Für mich ein rundum gelungenes Buch. Besonders die vielen unterschiedlichen Perspektiven bereichern die Geschichte ungemein. Jede einzelne fand ich auf ihre Weise spannend – sowohl aus zeithistorischer als auch aus emotionaler Sicht. Dadurch entsteht ein sehr abwechslungsreiches Bild davon, wie sich das Leben in einer ostdeutschen Kleinstadt seit dem Ende der DDR verändert hat. Besonders interessant fand ich, dass nicht nur die großen historischen Ereignisse im Mittelpunkt stehen, sondern vor allem, wie diese Veränderungen das Leben der ganz unterschiedlichen Menschen beeinflussen. Auch die Charaktere sind sehr abwechslungsreich und jede Perspektive bringt wieder eine andere Sichtweise auf die Stadt und ihre Bewohner mit. Dadurch bekommt man einen sehr vielschichtigen Eindruck vom Leben der Menschen und davon, wie unterschiedlich sie mit gesellschaftlichen und politischen Veränderungen umgehen. Die Sprache ist zudem sehr flüssig, sodass sich das Buch trotz der vielen Perspektiven angenehm lesen lässt. Insgesamt ein vielschichtiger, emotionaler und zeithistorisch spannender Roman, der für mich völlig zu Recht auf der Longlist des Deutschen Buchpreises steht.

  • Stricki

    5/5

    29.08.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Alle Menschen

    Wir begleiten über fast 50 Jahre 3 Generationen einer Familie, die im fiktiven Sanditz leben. Da ist der Alltag Ende der 70er-Jahre in der damaligen DDR, da sind Roland und Achim, die sich beim Plündern im geräumten Nachbardorf - Tagebau, Zwangsumsiedlung - kennenlernen, und sich sofort verlieben. Da ist eine reiselustige Pastorin, die für Eingeweihte geheime Reisereportagen-Abende organisiert. Ganz normale Menschen, wie es sie damals gegeben hat. Zusammenhalt unter Freunden und in Familien. Die Veränderungen die die Wende ermöglicht haben, und das Leben nach der Wende. Neue Herausforderungen wie Corona und der Krieg in der Ukraine, völlig neue Probleme für die dritte Generation, wo Maria mit einem prekären Job und ihrem psychisch unstabilen Bruder Tom kämpft, und deren Onkel Dirk, der ein spätes Glück erfährt. Lukas Rietzschel schreibt unglaublich toll. Warmherzig, unaufgeregt, mit einem scharfen Blick für die Details. Ich sage nur: "katzengroße Löcher im Kopfsteinpflaster". Über allem liegt eine gewisse Melancholie, die Anstrengung, die jede Veränderung, jeder Schicksalsschlag, jede Entscheidung mit sich bringt, schwingt in jeder Zeile mit. Es dauert ein bisschen, bis man in diesem anspruchsvollen Roman angekommen ist, bis man die Familienkonstellationen durchdrungen hat, und dann nimmt die Geschichte nochmal richtig Fahrt auf. Ich hätte gern noch weitergelesen und erfahren, was im Leben von Maria, Dirk und Roland noch passiert.

  • Bewertung

    5/5

    07.08.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Sanditz

    Nach all den Bewertungen mit langen Inhaltsangaben möchte ich mich kürzer fassen. Ich habe das Buch von einem Bekannten empfohlen bekommen. Wir stammen beide aus der Lausitz, aus Orten, die Sanditz als Vorbild gedient haben könnten. Daher war es für mich unglaublich spannend, die Geschichte zu lesen. In vielen Momenten sah ich Situationen, Personen und Orte aus meinem eigenen Leben widergespiegelt. Der Autor muss viele Zeitzeugen befragt und gut recherchiert haben. Ich bin absolut begeistert. Toller Roman und deshalb fünf Sterne!

  • Lesens_werte

    5/5

    06.05.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Gesellschaftsporträt

    Sanditz in Ostdeutschland. Ein Ort, der zu DDR-Zeiten einst vom Kohletagebau eingeholt und durch das sozialistische Regime beschnitten wurde. Heute ist es das Corona-Virus und damit auch wieder Politik, die Familien entzweit, egal ob aus Angst, Wut oder Verzweiflung. So geht es auch den Zwillingen Maria und Tom, mittlerweile fast vierzig Jahre alt, die sich fremder und ferner denn je zuvor sind. Der Roman "Sanditz" ist ein einzigartiges Gesellschaftsporträt. In zwei Zeitebenen lernt man Sanditz' Bewohner kennen. In den Jahren 1982 bis 1999 bietet die Evangelische Kirche einen Rückhalt für Protest und Kritik an der Regierung. Der Unmut unter den Jugendlichen ist zur Wendezeit verständlicherweise groß, der Handlungsspielraum klein. Die zweite Zeitebene widmet sich 2021/22 der Coronapandemie und den konkreten Herausforderungen innerhalb Sanditz und seiner Familien. Für mich war es besonders spannend das Miteinander dieser Gesellschaft in den unterschiedlichsten Krisensituationen von früher bis heute zu verfolgen, die sich über Verdrängung durch den Bergbau, politische Verfolgung, Homophobie bis hin zur Pandemie und Ukraine-Krieg erstrecken. Durch die abwechselnden Kapitel aus Vergangenheit und Gegenwart, konnte die Spannung gut gehalten werden und Hintergründe ließen sich Stück für Stück erschließen. "Sanditz" hat mich in seiner inhaltlichen Gesamtheit nicht nur tief berührt, sondern vor allem zum Nachdenken angeregt und den Blick für unser Gesellschaftsgefüge geschärft.

  • Buecherheidrun

    aus Horb

    5/5

    26.04.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Sehr lohnenswertes Graben durch gesellschaftspolitische Schichten

    Sanditz ein fiktives, aber vortrefflich skizziertes Dorf in der Lausitz, ist Schauplatz dieses Romans, an dessen Beispiel der Autor die geschichtlichen Ereignisse ab Ende der 70-er Jahre bis ins Heute in einem gesellschaftspolitischen Reigen Revue passieren lässt. Die Familie Wenzel steht dabei stellvertretend für die Generationen dieser Zeit, die sich von der Besetzung der örtlichen Stasi-Zentrale und dem Mauerfall, über den Gang in den Westen und die desillusionierte Rückkehr von dort bis hin zur Corona-Pandemie und zum freiwilligen Kriegsdienst in der Ukraine erstreckt. Dabei lebt die Geschichte von der Authentizität ihrer Figuren, die direkt aus dem Leben gegriffen zu sein scheinen, sowie der Atmosphäre und dem Idealismus der jeweiligen Zeit. Da ist Tom, ein ehemaliger Polizist, der das Weihnachtsfest nicht mit seiner Familie feiern kann, weil er sich einer Bewegung gegen die pandemiebedingten Einschränkungen der Freiheit angeschlossen hat, die er eigentlich hätte durchsetzen müssen. Sein Vater Roland, der nach der Wende in den Westen pendelte, um Dämmungen für Fußbodenheizungen zu verlegen und seiner einstigen Jugendliebe Achim, die er für eine Ehe mit der „gefallenen“ Marion opferte, nachtrauert. Eigentlich ein Held der Wende, da er maßgeblich an der Besetzung der Stasi-Zentrale beteiligt war und der Zerstörung vieler Akten entgegenwirkte. Und Marions Bruder Dirk, der ein lebenslanges Trauma überwinden und endlich an die Ostsee und in einen neuen Lebensabschnitt aufbrechen kann. Umrahmt von der sorbischen Krabat-Sage, in der es auch um orientierungslose, junge Männer geht, die sich in einer Gruppe zusammenfinden und sich einer Übermacht entgegenstellen müssen. Für mich ein großartiger Gesellschaftsroman, der sich Schicht für Schicht durch die Zeiten des Endes der DDR bis in die jüngste Vergangenheit gräbt und dabei noch wunderbar unterhält. Er spielt mit Träumen, Sehnsüchten und Glauben, macht die Gräuel dieses elendigen Krieges in aller Deutlichkeit bewusst und spendet schlussendlich Hoffnung für alle Beteiligten. Sehr lesens- und empfehlenswerter Blick auch hinter die Kulissen und Fassaden.

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Bewertungen (18)

Unsere Meinungen

  • Zum Bewerterprofil von Eva Dorner

    Eva Dorner

    OSIANDER Fürth

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    5/5

    20.03.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Deutsch-deutsche Völkerverständigung

    Irgendwo im Osten Deutschlands, im fiktiven Ort Sanditz bricht der Tag an. So normal, wie es jeder selbst zahllose Male erlebt hat. Passiert in solchen Orten, wo sich Fuchs & Hase Gute Nacht sagen, überhaupt etwas Lesenswertes? Das pralle Leben natürlich & alles Zwischenmenschliche. Lukas Rietzschel erzählt multiperspektivisch von Lebenswegen & Schicksalen, vom Weggehen & Wiederkommen, vom Ver- & Entlieben. Ich habe die Geschichte der Leute von Sanditz mit großer Anteilnahme gelesen & am Ende des Buches stand ganz klar die Erkenntnis: die elementaren Themen wie das eigene Überleben, die Familie ernähren & fördern, Entscheidungen, das eigene Leben betreffend, fällen dürfen, sind für alle Menschen gleich. Kleine Quizfrage: erkennen Sie die literarische Reminiszenz im Prolog? Lob hat meiner Meinung nach auch der dtv Verlag für das Cover des Romans verdient!
  • Zum Bewerterprofil von Simon Reuber

    Simon Reuber

    Thalia Osiander Konstanz – LAGO Shopping-Center

    Buchhändler*in

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    5/5

    11.03.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ostdeutsche Lebensgeschichten

    Welch eine Detailverliebtheit Lukas Rietzschel an den Tag legt, wenn er in diesem Buch über ostdeutsche Lebensgeschichten schreibt, ist ein wahrer Augenöffner. Familie Wenzel durchlebt die 80er Jahre bishin zur Wende während sich die Nachfahren zur Zeiten der Corona-Pandemie und nach dem Ableben der Großmutter die Frage stellen, was ihnen die Zukunft bietet. Diese Geschichte stellt keine großen Fragen, sie besteht lediglich darauf, sich mit dem Gegenwärtigen und der eigenen Vergangenheit auseinanderzusetzen.
  • Zum Bewerterprofil von Katrin Gilg

    Katrin Gilg

    OSIANDER Ditzingen

    Buchhändler*in

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    4/5

    23.08.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein literarisches Kaleidoskop des Lebens

    Eine ostdeutsche Familiengeschichte, die vom Ende der DDR bis in die jüngste Neuzeit erzählt wird - ein Spiegel gesellschaftlicher Zerrissenheit. Der gesellschaftliche Wandel, die 'Wende', umwälzende Zeiten, Corona, der Ukraine Krieg. Im Mittelpunkt des Romans steht Familie Wenzel. Aus multiperspektivischem Blickwinkeln und generationsübergreifend, geht es v.a. um Aufbruch aber auch Niedergang. Um Freundschaft, Familie, Vergangenheitsbewältigung, Zukunftsperspektiven und der Umgang mit der Gegenwart. Jedes Kapitel erzählt abwechselnd aus der Sicht einer anderen Person, die allerdings miteinander verknüpft sind. Auch in der Zeit springt die Erzählung von Kapitel zu Kapitel. Eine wirklich große, epochale Erzählung - kein Wunder, dass der Roman auf der Longlist für den Buchpreis 2026 zu finden ist.
  • Zum Bewerterprofil von Daniela Mayer

    Daniela Mayer

    OSIANDER Biberach

    Buchhändler*in

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    4/5

    24.03.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Tief im Osten

    Rietzschel lesen heißt, den Osten besser zu verstehen. So geht es jedenfalls mir nach der Lektüre seiner Romane. Auch hier gelingt es dem Autor wieder, die Lesenden mit nach Sanditz, mit ins Nirgendwo zu nehmen und das Lebensgefühl vor und nach der Wende erlebbar und damit besser verstehbar zu machen. Absolute Leseempfehlung!

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Bewertungen (4)

  • Produktbild: Sanditz