Produktbild: Corpus Delicti
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Corpus Delicti

Aus der Reihe LiteraNova
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Beschreibung

Produktdetails

Zustand

Sehr gut

Verkaufsrang

108650

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

02.09.2011

Abbildungen

einige Abbildungen

Herausgeber

Helmut Flad

Verlag

Cornelsen Verlag

Seitenzahl

48

Maße (L/B/H)

29,9/21,1/0,8 cm

Gewicht

150 g

Sprache

Deutsch

EAN

2710003767647

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Sehr gut

Verkaufsrang

108650

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

02.09.2011

Abbildungen

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Herausgeber

Helmut Flad

Verlag

Cornelsen Verlag

Seitenzahl

48

Maße (L/B/H)

29,9/21,1/0,8 cm

Gewicht

150 g

Sprache

Deutsch

EAN

2710003767647

Herstelleradresse

Cornelsen Verlag GmbH
Mecklenburgische Str. 53
14197 Berlin
DE

Email: buchhaltung@cvk.de

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„Corpus Delicti“: Wenn der Körper zum Verbrechensbeweis wird

Bewertung am 17.06.2025

Bewertungsnummer: 2517749

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Ein Roman, der eine faszinierende, zugleich erschreckende Parabel über eine Zukunft entwirft, in der Gesundheit zur höchsten Bürgerpflicht erklärt wird und das individuelle Wohl vollständig von einem autoritären System überwacht wird. Der Titel „Corpus Delicti“ (lat. Beweisstück eines Verbrechens) weist darauf hin, dass der menschliche Körper selbst zum Tatort und zugleich zum Beweisstück gegen sich wird. Auch das Cover greift diese Idee auf – ein steriles, weißes Zimmer mit anonymer Türnummer unterstreicht die Kälte und Kontrolle des Systems. Die offene Tür gewährt keinen einladenden Blick, sondern öffnet den Raum zu etwas Unmenschlichem. Diese symbolische Darstellung auf dem Cover leitet unmittelbar über zum Inhalt des Romans: in ein perfektioniertes Gesundheitssystem – die sogenannte „Methode“. Alles ist genau geregelt: Sport, Ernährung, Schlaf – sogar Gefühle werden überwacht. Liebe zum Beispiel wird nur als Verträglichkeit bestimmter Immunsysteme verstanden. Wer sich nicht an die Regeln hält, wird wie ein Verbrecher behandelt. Es geht um Freiheit, Gerechtigkeit, Vertrauen und den Mut zum Widerstand. „Corpus Delicti“ ist eine Warnung: Was passiert, wenn wir unsere Freiheit aus Feigheit opfern? Gibt es einen Punkt, an dem wir unsere Menschlichkeit verlieren, weil wir nicht den Mut haben, uns zu wehren? Diese Fragen hallen auch nach dem Lesen noch lange nach – denn Zeh macht das zentrale Thema nicht nur theoretisch, sondern auch emotional greifbar. Während ich den Roman gelesen habe, gab es viele Momente, die mich tief berührt haben – einer davon war für mich das „Nirwana“ von Juli Zeh. An genau dieser Stelle hat sie ihre schriftstellerische Kraft explodieren lassen – als wäre das der Beweis ihres literarischen Könnens. Es ist die Gerichtsszene – ein Moment, in dem ich das Adrenalin des Anwalts und die beklemmende Spannung im Raum so deutlich gespürt habe, als säße ich selbst zwischen den Geschworenen. Schon beim bloßen Zurückdenken bekomme ich Gänsehaut. Das Buch bietet zahlreiche literarische Höhepunkte, und genau solche Momente machen „Corpus Delicti“ für mich zu einem außergewöhnlichen Buch, das weit über das reine Lesen hinausgeht. Es ist ein Buch, das man nicht nur liest, sondern mit dem man spricht, das zum Nachdenken anregt, Fragen aufwirft und sogar widerspricht. Die einzigartige Verbindung von versteckter Poesie in der Sprache und der Kälte der Atmosphäre wird Sie überraschen – und vielleicht sogar tief berühren. Wenn Sie ein Buch suchen, das unter die Haut geht, dann würde ich Ihnen „Corpus Delicti. Ein Prozess“ von Juli Zeh auf jeden Fall empfehlen.

„Corpus Delicti“: Wenn der Körper zum Verbrechensbeweis wird

Bewertung am 17.06.2025
Bewertungsnummer: 2517749
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Ein Roman, der eine faszinierende, zugleich erschreckende Parabel über eine Zukunft entwirft, in der Gesundheit zur höchsten Bürgerpflicht erklärt wird und das individuelle Wohl vollständig von einem autoritären System überwacht wird. Der Titel „Corpus Delicti“ (lat. Beweisstück eines Verbrechens) weist darauf hin, dass der menschliche Körper selbst zum Tatort und zugleich zum Beweisstück gegen sich wird. Auch das Cover greift diese Idee auf – ein steriles, weißes Zimmer mit anonymer Türnummer unterstreicht die Kälte und Kontrolle des Systems. Die offene Tür gewährt keinen einladenden Blick, sondern öffnet den Raum zu etwas Unmenschlichem. Diese symbolische Darstellung auf dem Cover leitet unmittelbar über zum Inhalt des Romans: in ein perfektioniertes Gesundheitssystem – die sogenannte „Methode“. Alles ist genau geregelt: Sport, Ernährung, Schlaf – sogar Gefühle werden überwacht. Liebe zum Beispiel wird nur als Verträglichkeit bestimmter Immunsysteme verstanden. Wer sich nicht an die Regeln hält, wird wie ein Verbrecher behandelt. Es geht um Freiheit, Gerechtigkeit, Vertrauen und den Mut zum Widerstand. „Corpus Delicti“ ist eine Warnung: Was passiert, wenn wir unsere Freiheit aus Feigheit opfern? Gibt es einen Punkt, an dem wir unsere Menschlichkeit verlieren, weil wir nicht den Mut haben, uns zu wehren? Diese Fragen hallen auch nach dem Lesen noch lange nach – denn Zeh macht das zentrale Thema nicht nur theoretisch, sondern auch emotional greifbar. Während ich den Roman gelesen habe, gab es viele Momente, die mich tief berührt haben – einer davon war für mich das „Nirwana“ von Juli Zeh. An genau dieser Stelle hat sie ihre schriftstellerische Kraft explodieren lassen – als wäre das der Beweis ihres literarischen Könnens. Es ist die Gerichtsszene – ein Moment, in dem ich das Adrenalin des Anwalts und die beklemmende Spannung im Raum so deutlich gespürt habe, als säße ich selbst zwischen den Geschworenen. Schon beim bloßen Zurückdenken bekomme ich Gänsehaut. Das Buch bietet zahlreiche literarische Höhepunkte, und genau solche Momente machen „Corpus Delicti“ für mich zu einem außergewöhnlichen Buch, das weit über das reine Lesen hinausgeht. Es ist ein Buch, das man nicht nur liest, sondern mit dem man spricht, das zum Nachdenken anregt, Fragen aufwirft und sogar widerspricht. Die einzigartige Verbindung von versteckter Poesie in der Sprache und der Kälte der Atmosphäre wird Sie überraschen – und vielleicht sogar tief berühren. Wenn Sie ein Buch suchen, das unter die Haut geht, dann würde ich Ihnen „Corpus Delicti. Ein Prozess“ von Juli Zeh auf jeden Fall empfehlen.

Schulbuch

Marlon am 29.04.2025

Bewertungsnummer: 2478531

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Als Schulbuch sehr gut zu lesen. Eigentlich lese ich Schulbüchern nie wirklich, doch das hat mich gepackt und auch ein wenig verändert. Die Figuren bekommen einen richtigen Charakter und man fühlt einfach mit. Nur zu Empfehlen

Schulbuch

Marlon am 29.04.2025
Bewertungsnummer: 2478531
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Als Schulbuch sehr gut zu lesen. Eigentlich lese ich Schulbüchern nie wirklich, doch das hat mich gepackt und auch ein wenig verändert. Die Figuren bekommen einen richtigen Charakter und man fühlt einfach mit. Nur zu Empfehlen

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Corpus Delicti

von Juli Zeh

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Susanne Markscheffel

OSIANDER Aalen

Zum Portrait

5/5

Unabhängiges, freies Denken ist staatsfeindlich, junge Biologin vor Gericht

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Juli Zeh beschreibt eine Gesellschaft irgendwann in der Zukunft. Oberstes Staatsziel, dem sich alles unterzuordnen hat, auch geistige Werte, ist die körperliche Unversehrtheit jedes Bürgers. Wer nicht alles für die Gesundheit tut, gilt als Staatsfeind. Die Freiheitsrechte des Einzelnen sind nachrangig. Fraglich ist, wie weit ein Staat gehen darf, um seine Ziele zu erreichen. Ist der Schutz der Allgemeinbevölkerung durch strikte Regeln nicht wichtiger als die individuelle Freiheit jedes Einzelnen? Ein wirklich packendes und aktuelles Thema ist das, obwohl Juli Zeh diesen Roman schon vor über zehn Jahren schrieb, als Corona noch in weiter Ferne lag. Widmen auch Sie sich diesem Thema und betrachten Sie es aus einem ganz anderen Blickwinkel. Dieser diskussionswürdige Roman ist wirklich sehr zu empfehlen.
  • Susanne Markscheffel
  • Buchhändler/-in

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5/5

Unabhängiges, freies Denken ist staatsfeindlich, junge Biologin vor Gericht

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Juli Zeh beschreibt eine Gesellschaft irgendwann in der Zukunft. Oberstes Staatsziel, dem sich alles unterzuordnen hat, auch geistige Werte, ist die körperliche Unversehrtheit jedes Bürgers. Wer nicht alles für die Gesundheit tut, gilt als Staatsfeind. Die Freiheitsrechte des Einzelnen sind nachrangig. Fraglich ist, wie weit ein Staat gehen darf, um seine Ziele zu erreichen. Ist der Schutz der Allgemeinbevölkerung durch strikte Regeln nicht wichtiger als die individuelle Freiheit jedes Einzelnen? Ein wirklich packendes und aktuelles Thema ist das, obwohl Juli Zeh diesen Roman schon vor über zehn Jahren schrieb, als Corona noch in weiter Ferne lag. Widmen auch Sie sich diesem Thema und betrachten Sie es aus einem ganz anderen Blickwinkel. Dieser diskussionswürdige Roman ist wirklich sehr zu empfehlen.

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Peter Seifert

OSIANDER Waiblingen

Zum Portrait

5/5

Was passiert mit einer Gesellschaft,...

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Was passiert mit einer Gesellschaft, wenn die Unversehrtheit des individuellen Körpers zur höchsten Bürgerpflicht, zur Gesundheitspflicht wird? Ein kluges, gewinnendes Gedankenexperiment, das zeigt, wie sich zunächst gut gemeinte Absichten ins Negative verselbständigen können.
  • Peter Seifert
  • Buchhändler/-in

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5/5

Was passiert mit einer Gesellschaft,...

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Was passiert mit einer Gesellschaft, wenn die Unversehrtheit des individuellen Körpers zur höchsten Bürgerpflicht, zur Gesundheitspflicht wird? Ein kluges, gewinnendes Gedankenexperiment, das zeigt, wie sich zunächst gut gemeinte Absichten ins Negative verselbständigen können.

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