Das actiongeladene und herzzerreißende Finale von Nicos und Millas Geschichte: Willkommen zurück in der Unterwelt von Lynchaven, wo Gangs, Crime und Magie regieren Nicolai Attano hat endlich alles erreicht, was er je wollte: die Kontrolle über die Iron Saint Railway, Sicherheit für seine Familie und keine rivalisierenden Syndikate mehr, die ihm im Weg stehen. Nie hätte er sich vorstellen können, dass es für ihn etwas Wichtigeres als Macht geben würde – bis Camilla Marchese in sein Leben trat. Sechs Wochen sind seit dem katastrophalen Aufeinandertreffen mit den Firenzes vergangen, bei dem seine Frau entführt wurde. Um sie zurückzubekommen, braucht Nico Hilfe. In einer Stadt, die sich gegen ihn verschworen hat, sieht er sich gezwungen, die Unterstützung eines zwielichtigen Schwarzmarkthändlers zu suchen. Ein einfacher Deal, um ihre Rettung zu sichern … Nico zögert keine Sekunde. Doch der Preis ist höher als je zuvor. Das Pfand? Sein Leben. Währenddessen kämpft Camilla darum, die Kontrolle über ihre neu gewonnenen Kräfte zu erlangen. Die Alchemistin, die sie gefangen hält, stellt sie vor drei Prüfungen. Drei Chancen, die Quelle ihres Chaos zu finden und es zu nutzen, um sich selbst zu retten – wenn es sie nicht vorher zerstört. Das einzige Licht in diesem höllischen Gefängnis ist die Hoffnung, ihre Familie wiederzusehen – und den Mann, der ihr Herz gestohlen hat. Wird Nico es schaffen, die Frau zu retten, für die er alles riskiert? Oder fordert die Liebe ihren Preis? Die Romantasy Obsession für alle, die morally gray love interests, verfeindete Mafiaclans, düstere Magie und spicy rivals-to-lovers-romance lieben.
Kundinnen und Kunden meinen
4.8/5.0
Francesca
aus Braunschweig
5/5
17.06.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Spannend, düster, atmosphärisch und emotional
Kurzmeinung: unglaubliche Sogwirkung, atmosphärische Welt, spannungsgeladene Handlung und intensive Charakterdynamiken
Nachdem mich bereits der erste Band mit seinem düsteren Setting, dem interessanten Magiesystem und der spannenden Welt überzeugen konnte, hatte ich sehr hohe Erwartungen an City of Mirth and Malice
Den ersten Teil habe ich als Hörbuch erlebt und mit 4,5 Sternen bewertet. Besonders die Atmosphäre, die Welt und die Grundidee konnten mich damals begeistern. Gleichzeitig hatte ich aber kleinere Schwierigkeiten, wirklich vollständig in die Geschichte hineinzufinden, da das Worldbuilding teilweise sehr kompakt war und ich bei den vielen Familiennamen und Figuren gelegentlich durcheinanderkam.
Bei Band zwei hatte ich deshalb zunächst Sorge, dass der Einstieg als gelesenes Buch schwieriger werden könnte. Aber genau das Gegenteil war der Fall: Ich war ab der ersten Seite komplett gefesselt.
Was mich direkt begeistert hat, war der Einstieg in die Geschichte. Besonders gelungen fand ich die Struktur der beiden Handlungsstränge. Camillas Perspektive im Hightower war intensiv, bedrückend und emotional. Ihr Überlebenskampf und gleichzeitig ihre innere Entwicklung haben mich unglaublich gepackt. Gleichzeitig war aber auch Nikolais Perspektive genauso spannend, denn die Rettungsmission hatte stellenweise fast etwas von einer kleinen DnD- oder Six of Crows-artigen Truppe: unterschiedliche Charaktere mit eigenen Fähigkeiten, Dynamiken und Aufgaben. Diese Gruppendynamik hat unglaublich Spaß gemacht. Normalerweise hat man bei Perspektivwechseln oft einen Liebling, hier überhaupt nicht. Beide Seiten waren so interessant, dass ich nie das Gefühl hatte, „zurück“ zu einer weniger spannenden Handlung zu müssen. Zusätzlich bekommen wir über Nikolais Handlung deutlich mehr Hintergrundinformationen über die Welt, die Nachkommen und das Magiesystem. Dadurch fühlte sich der zweite Band auch deutlich größer und umfangreicher an als sein Vorgänger.
Spannung & Pacing – der größte Pluspunkt des Buches
Die größte Stärke dieses Buches ist für mich ganz klar das Pacing. Auf über 600 Seiten gab es kein Moment, in den sich die Handlung gezogen hat. Es passiert ständig etwas: neue Gefahren, neue Enthüllungen, neue Konflikte oder emotionale Entwicklungen. Trotzdem wirkt die Geschichte nie gehetzt, zumindest bis zum Ende des Buches.
Gerade weil sich die Figuren permanent in Gefahr befinden, fühlt sich dieses hohe Tempo unglaublich passend an. Es gibt kleinere ruhigere Momente zum Durchatmen, humorvolle Szenen oder emotionale Gespräche, aber die Grundspannung bleibt immer erhalten. Genau diese konstante Spannung hat dafür gesorgt, dass ich teilweise ganze Leseabschnitte am Stück verschlungen habe.
Charakterdynamik & Nebenfiguren
Auch die Charakterdynamik war wieder ein riesiges Highlight. Die gesamte Familie Attano hat mir unglaublich gut gefallen. Trotz der vielen Figuren entsteht schnell dieses warme „(Found) Family“-Gefühl. Gerade die Szenen mit den Cousins haben oft Leichtigkeit in die düstere Handlung gebracht und für viele charmante oder humorvolle Momente gesorgt. Besonders die Dynamik zwischen Camilla und Nikolai funktioniert für mich weiterhin hervorragend. Dieses neckische, leicht provokante, aber gleichzeitig unglaublich fürsorgliche Verhalten zwischen den beiden hat mich sehr unterhalten. Nikolais absolute Obsession für Camilla war intensiv, emotional und teilweise genau die Art von übertriebener Loyalität, die ich in solchen Geschichten liebe. Dabei verliert die Geschichte aber nie komplett ihre Ernsthaftigkeit. Zwischen den humorvollen oder romantischen Szenen bleibt immer diese unterschwellige Gefahr bestehen.
Kleine Kritikpunkte
Trotz meiner Begeisterung gab es einige kleinere Dinge, die mich gestört haben. Zum einen die Namenswahl mancher Figuren. Namen wie Marcus, Mike und Marco innerhalb kürzester Zeit oder auch Jasper und Vesper waren teilweise unnötig verwirrend. Gerade in einer ohnehin komplexen Welt hätte ich mir hier deutlich unterschiedlichere Namen gewünscht. Außerdem gab es kleinere Momente, in denen mir bestimmte Aspekte des Magiesystems nicht vollständig klar waren. Vor allem Camillas Fähigkeiten waren in manchen Szenen unglaublich anschaulich beschrieben, in anderen wiederum so knapp dargestellt, dass ich Schwierigkeiten hatte, mir genau vorzustellen, was gerade passiert. Ähnlich ging es mir teilweise mit den Alchemisten. Ihre Rolle und ihre Fähigkeiten wirkten interessant, aber noch nicht vollständig erklärt.
Das Ende – spannend, aber etwas zu überhastet
Mein größter Kritikpunkt betrifft tatsächlich die letzten etwa 50 bis 60 Seiten. Während sich die Autorin vorher unglaublich viel Zeit für Atmosphäre, Beschreibungen und emotionale Wirkung genommen hat, wirkte das Finale plötzlich deutlich schneller erzählt. Gerade Szenenwechsel, Ortswechsel oder größere magische Abläufe wurden nur noch knapp beschrieben, wodurch ich teilweise Schwierigkeiten hatte, mir die Situationen genau vorzustellen.
Ein kleiner Tipp am Rande: Die letzten rund 100 Seiten sollte man am besten in einem Rutsch oder zumindest in sehr kurzer Zeit lesen, da die Handlung dort extrem kompakt und ereignisreich ist und man sonst schnell den Anschluss und die Intensität der Szenen verliert.
Trotzdem fand ich die eigentlichen Ereignisse des Finales spannend: Die Enthüllungen, Twists und Konflikte haben mir gefallen und die Geschichte wird grundsätzlich zufriedenstellend abgeschlossen. Gleichzeitig bleiben aber noch genug offene Fragen und Potenzial für weitere Geschichten in dieser Welt zurück.
Und ehrlich gesagt: Ich wäre sofort bereit, dorthin zurückzukehren.
Fazit
Trotz kleinerer Kritikpunkte hat mich City of Mirth and Malice komplett gepackt. Selten hatte ich beim Lesen so eine starke Sogwirkung und das Gefühl, einen regelrechten Kinofilm vor Augen zu haben. Die Atmosphäre war unglaublich intensiv, die Szenen so bildgewaltig beschrieben, dass ich mich jeden Abend darauf gefreut habe, wieder in diese Welt einzutauchen. Gleichzeitig wollte ich die Geschichte eigentlich gar nicht beenden, weil ich gerne noch mehr Zeit mit den Figuren und in dieser faszinierenden Welt verbracht hätte.
Für mich war es definitiv ein absolutes Highlight und verdiente 5 Sterne
Susanne
aus Steyr
5/5
17.06.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Gelungene Fortsetzung - Chaos lässt grüßen
Die Geschichte rund um Milla & Nico hat mich schon im ersten Teil in den Bann gezogen. Lynchhaven, die Heiligen, die Relikte, all diese neuen Elemente vereint mit scheinbar banalen Dingen wie Bars, der Eisenbahn und Pferdekutschen ergab eine wundervolle, neue, düstere Welt. Die Familie der Attanos erinnert an die italienische Mafia, Nonna werden wohl alle Leser sofort ins Herz schließen.
Wer hier eine lange, romantische Story sucht, wird vielleicht etwas enttäuscht werden – aber die stürmische, ungewöhnliche Liebe zwischen Camilla und Nico steht im zweiten Teil aber auch nicht im Vordergrund. Es geht um Camillas Kraft, darum, ob sie es schafft, diese als Teil von sich zu akzeptieren, auch wenn andere (wie ihr Bruder Aramis) es nicht können. Es war inspirierend, Millas Entwicklung durch das Buch hindurch mitzuverfolgen.
Viele Fragen wurden in diesem Teil beantwortet - aber auch neue sind aufgetaucht! Ein weiterer Teil wäre toll – vielleicht bleibt es ja doch nicht bei zwei Bänden.
Der Farbschnitt ist auf jeden Fall wunderschön - beide Bände sehen einfach toll aus im Bücherregal! Ich kann beide Bände auf jeden Fall sehr empfehlen.
Bewertung
5/5
15.06.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Zwischen Magie, Intrigen und großen Gefühlen
Manche Bücher schaffen es, einen schon nach wenigen Seiten in ihre Welt hineinzuziehen, und City of Mirth and Malice von Alexis L. Menard war für mich genau so ein Buch. Von Anfang an hat mich die Atmosphäre in ihren Bann gezogen. Das Setting verbindet den Charme einer industrialisierten Welt mit Magie, politischen Intrigen und einer aufkeimenden Widerstandsbewegung. Die Welt wirkt geheimnisvoll, lebendig und gleichzeitig voller Gefahren, sodass ich immer das Gefühl hatte, dass hinter jeder Entscheidung und jedem Geheimnis mehr steckt, als man zunächst vermutet.
Besonders gefallen haben mir die Charaktere. Camilla und Nicolai wirkten auf mich authentisch und ihre Entwicklung im Laufe der Geschichte konnte ich gut nachvollziehen. Gerade weil beide immer wieder vor schwierigen Entscheidungen stehen, wirkten sie unglaublich menschlich. Die Geschichte bewegt sich oft in moralischen Grauzonen und stellt immer wieder die Frage, wie weit man für Gerechtigkeit gehen darf, bevor man selbst Teil des Problems wird. Dadurch bekommen die Figuren eine Tiefe, die mich emotional sehr abgeholt hat.
Auch die Dynamik zwischen den Figuren hat die Handlung für mich noch spannender gemacht. Es gab Momente, in denen ich mitgefiebert, gehofft und manchmal auch gelitten habe. Vor allem Millas Kampf, trotz allem sie selbst zu bleiben, und Nicos unerschütterlicher Wille, sie nicht aufzugeben, haben mich berührt. Genau solche Gefühle machen für mich ein gutes Buch aus.
Ein weiterer großer Pluspunkt ist die Spannung. Die Geschichte hält immer wieder Überraschungen bereit und sorgt dafür, dass man ständig wissen möchte, wie es weitergeht. Gleichzeitig öffnet sich die Welt immer weiter und zeigt neue Facetten des Kontinents sowie die gesellschaftlichen Spannungen, die schon lange unter der Oberfläche brodeln. Zwischen Revolution, Machtkämpfen und persönlichem Schicksal steht dabei weit mehr auf dem Spiel als nur die Zukunft einzelner Figuren.
Auch der Schreibstil hat mir sehr gefallen. Er ist angenehm und fesselnd zu lesen und schafft es, die Emotionen der Figuren sowie die besondere Atmosphäre der Welt einzufangen. Dadurch konnte ich mich gut in die Geschichte und die Charaktere hineinversetzen und habe mich beim Lesen oft komplett darin verloren.
Natürlich gab es auch ein paar kleinere Punkte, die mich nicht vollständig überzeugen konnten. Unter anderem war Camilla mir gegen Ende stellenweise etwas zu naiv, und einige Entwicklungen waren vorhersehbarer, als ich es mir gewünscht hätte. Trotzdem haben diese Aspekte meinen Gesamteindruck nicht wesentlich geschmälert, da die starke Figurenzeichnung die Geschichte für mich durchgehend getragen hat.
Das Finale hat mir besonders gut gefallen. Es liefert einen emotionalen und stimmigen Abschluss für Milla und Nico, ohne dabei alle Möglichkeiten für die Zukunft vollständig auszuschließen.
Insgesamt war City of Mirth and Malice für mich eine fesselnde und atmosphärische Geschichte, die mich emotional mitgenommen hat und noch eine Weile in meinen Gedanken bleiben wird. Wenn ihr Romantasy mit starken Charakteren, politischen Intrigen, moralischen Grauzonen, Spannung und einer einzigartigen Atmosphäre mögt, solltet ihr dieses Buch definitiv auf dem Schirm haben.
karins_buecherwelt
aus Österreich
5/5
08.06.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Grandiose Fortsetzung und Abschluss zugleich
Nachdem Band 1 zu einem Highlight Buch für mich wurde, freute ich mich wahnsinnig auf die Fortsetzung.
Durch die indirekten Rückblicke und den getrennten Sichtweisen von Camilla und Nicolai war ich wieder sofort in der Story drin.
Nicolai ist ein unglaublich starker und loyale Charakter. Er strotzt nur so vor Entschlossenheit und Sturheit, gibt alles um seine Liebsten zu beschützen und vor allem um seine Frau wieder bei sich zu haben.
Camilla lernt langsam zu begreifen, dass das erwachte Relikte nicht ihr Feind ist und dadurch macht sie das zu einem noch selbstbewussteren und sicheren Charakter.
Der Zusammenhalt der Familienmitglieder kommt bei jeder Seite immer mehr hervor. Das Wordbuilding und der Aufbau des Setting faszienrten mich aufs Neue.
Man liest das Buch, aber eigentlich läuft ein Film vor dem inneren Auge ab. Die Detailliertheit und Durchdachtheit dieser Story machen diese Büche zu einem wahrlichen Meisterwerk.
Somit gibt es eine klare Leseempfehlung für alle Fantasy Fans in Richtung Peaky Blinders Vibe.
Paevalill
5/5
07.06.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Düster und romantisch
"City of Mirth and Malice" schließt die Fantasy-Diologie von Order and Chaos erfolgreich ab. Die Handlung knüpft dabei an die des Vorgängers an und brettert in einem irren Tempo durch die gesamte Geschichte.
Es ist mir im Prinzip nicht möglich eine Inhaltsangabe über den zweiten Band zu verfassen, ohne den ersten Band massiv zu spoilern. Daher verzichte ich in diesem Fall darauf und erläutere lieber meine Eindrücke vom Roman und letztlich der gesamten Reihe.
Das rasante Tempo, das durch zahlreiche Entwicklungen in der Handlung vorangebracht wird, habe ich bereits positiv erwähnt. Was dabei mindestens genauso hervorgehoben werden muss, ist die dichte Atmosphäre, die darunter keineswegs leidet. Im englischsprachigen Raum existiert der Begriff "grit" und teilweise trifft das hier gut zu.
Die Charaktere sind einfach wunderbar. Wie häufig ärgere ich mich über zu flache Charaktere, wenn die Handlung und Welt spannend gestaltet sind, und umgekehrt. Hier stimmt aber einfach alles. Die Protagonist*innen fügen sich perfekt in diese Welt, ich kann gar nicht genug von ihnen lesen, obwohl die Handlung an sich abgeschlossen ist.
Besonders positiv fand ich auch wie wenig berechenbar der Ausgang dieser Reihe war. Ich wusste im Prinzip nicht einmal was mich in den nächsten 100 Seiten erwarten könnte. Das liebe ich.
Für mich ist diese Reihe ein insbesondere der abschließende Band, der nochmal stärker war in meiner Wahrnehmung, ein absolutes Jahres-Highlight im Fantasybereich. Das Lesealter würde ich übrigens nicht nur aufgrund der (immerhin rar gesäten) expliziten Szenen auf mindestens 16 Jahre setzen.
Wer mit (Verbrecher-)Syndikaten, Industriezeitalter und Magie in unterschiedlichen Systemen etwas anfangen kann, sollte hier unbedingt reinlesen.
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