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Eine kleine Schwindelei Roman | Das Erfolgsdebüt aus Großbritannien | Nominiert für den Women’s Prize For Fiction 2025 | »Ich habe es geliebt!« Bonnie Garmus

60

24,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

7487

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

25.08.2026

Verlag

HarperCollins Hardcover

Seitenzahl

416

Maße (L/B/H)

20,7/13,5/4,3 cm

Gewicht

514 g

Farbe

Seidengrau

Auflage

1. Auflage

Originaltitel

A little Trickerie

Übersetzt von

Susanne Höbel

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-365-01484-4

Beschreibung

Rezension

»Frech, bewegend.« TV Hören und Sehen 20260904

Produktdetails

Verkaufsrang

7487

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

25.08.2026

Verlag

HarperCollins Hardcover

Seitenzahl

416

Maße (L/B/H)

20,7/13,5/4,3 cm

Gewicht

514 g

Farbe

Seidengrau

Auflage

1. Auflage

Originaltitel

A little Trickerie

Übersetzt von

Susanne Höbel

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-365-01484-4

Herstelleradresse

HarperCollins Hardcover
Valentinskamp 24
20354 Hamburg
DE

Email: vertrieb@harpercollins.de

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  • Glückliche

    aus Sachsen

    5/5

    10.09.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Lebensklug und herzerwärmend

    Was für eine wundervolle, zu Herzen gehende Geschichte. England, zu Beginn des 16. Jahrhunderts. Die kleine Tibb verliert ihre Mutter und steht vollkommen allein und ohne Habseligkeiten, nur mit ihrer gerade geborenen kleinen Schwester, hilflos und erbarmungswürdig da. Sie trifft einen Jungen, Ivo, etwas älter als sie, der sich ihrer annimmt. Er durchstreift mit ihr gemeinsam als Landstreicher die Gegend. Tibb hat seine Freundschaft und die Regeln und Lebensweisheiten ihrer Mutter. Über die weiteren Abenteuer und gefährlichen Situationen, die Tibb in ihrem jungen Leben durchstehen muss, möchte ich nichts verraten. Ich kann aber verraten, dass ich das alles mit Spannung und oft mit einem kleinen Lächeln auf den Lippen gelesen habe. Die Figur der Tibb Ingleby hat mich sehr beeindruckt. Körperlich eher klein und schmächtig, hat sie doch ein großes Herz, einen starken Willen und das Wissen darüber, was wirklich wichtig ist im Leben. In meinen Augen ist sie mit einem gewissen Urvertrauen ausgestattet, dass ihr in brenzligen Situationen die nötige Kraft gibt. Und natürlich ist sie als Landstreicherin nicht auf den Mund gefallen. Diese Gaben helfen ihr, ihrem Traum von einem schönen Leben, der in den meisten Situationen fast irrwitzig erscheint, im Blick zu behalten. Ja, sie kämpft mit aller Kraft dafür. Mir hat die Zeit mit Tibb sehr gefallen. Ich habe sie bewundert und immer wieder über ihre Abgebrühtheit und ihren Mutterwitz geschmunzelt. Auch wenn sie sich einer kleinen Schwindelei bedient, um ihrem Ziel näher zu kommen, so bekommt doch jeder, der sich für die mittelalterlichen Verhältnisse in England interessiert, mit diesem Roman einen realistischen Eindruck dieser Zeit.

  • Petra

    aus Grasbrunn

    5/5

    09.09.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Erfrischend anders als typische historische Romane

    Nach dem Tod ihrer Mutter schlägt sich Tibb Ingebly im England der Tudor-Zeit als Landstreicherin durch. Naiv, aber clever hangelt sie sich von einer Lebensweisheit der Mutter zur nächsten. Unterstützung findet sie in Ivo. Die beiden leben eine Weile am Strand, ernähren sich von Krabben und Eiern und entwickeln eine tiefe Freundschaft. Doch da Landstreicherei hart bestraft wird, müssen sie weiterziehen und Ivo hütet zudem ein gefährliches Geheimnis. Die Geschichte wird aus Tibbs Sicht und in der ersten Person erzählt. Besonders gut hat mir die Sprache gefallen: Sie ist genau so, wie man sie von einem ungebildeten Straßenkind erwartet – oft derb und einfach, aber voller Schläue. Ein zweiter Erzählstrang aus der Sicht eines unbekannten Inhaftierten nähert sich im Laufe der Handlung immer weiter an, bis sich die Fäden perfekt verknüpfen. Ich habe diese Geschichte und die Protagonistin Tibb einfach ins Herz geschlossen. Der Roman zeigt wunderschön, dass man überall auf Warmherzigkeit, aber auch auf Misstrauen stößt, wie wichtig Freundschaft ist und dass man selbst ganz unten mit Cleverness seine Ziele erreichen kann. Ein fantastischer Debütroman, der große Lust auf mehr von der Autorin macht!

  • Jan

    5/5

    08.09.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Betrug mit Herz

    Ich muss zugeben, dass ich „Eine kleine Schwindelei” von Rosanna Pike ohne große Erwartungen aufgeschlagen habe. Ich dachte, es sei ein „normaler“ Historienroman, und dann saß ich zwei Abende später da und wollte eigentlich längst schlafen, aber Tibb Ingleby ließ mich einfach nicht los. Die Geschichte spielt im England der Tudorzeit, allerdings nicht am Hof, sondern ganz unten, dort wo man kein Dach über dem Kopf hat und sich durchs Leben mogelt, so gut es geht. Genau das hat Tibb von ihrer Mutter gelernt, kleine Tricks und Schwindeleien, mit denen man überlebt, wenn einem sonst niemand hilft. Als die Mutter stirbt, ist Tibb plötzlich ganz allein, findet für eine Weile Halt bei einem jungen Mann namens Ivo, schlägt sich später mit einer Wandertruppe durchs Land und gerät am Ende in eine Geschichte, die tatsächlich einen wahren Kern hat. Pike hat sich vom Fall der sogenannten „Holy Maid of Leominster” inspirieren lassen, einer Frau, die im 16. Jahrhundert einen Engel vortäuschte und damit ganze Pilgerscharen anlockte. Genau in diese Richtung entwickelt sich auch Tibbs größte Schwindelei, eigentlich nur als Fluchtplan gedacht, der sich dann aber verselbstständigt und ihr mehr Aufmerksamkeit einbringt, als ihr lieb ist. Was mich wirklich gepackt hat, ist Tibbs „Stimme“. Sie flucht, sie ist grob, sie macht sich nichts vor, und trotzdem spürt man unter dieser harten Schale eine Verletzlichkeit, die einen an den richtigen Stellen völlig unvorbereitet trifft. Ich habe an einigen Seiten laut gelacht und kurz danach mit einem Kloß im Hals weitergelesen, und dieser Wechsel wirkte für mich nie aufgesetzt, sondern erstaunlich natürlich für ein Debüt. Pike zeichnet Armut, Aberglauben und die Härte dieser Zeit so, dass man sie förmlich riecht, ohne dass es je wie ein Geschichtsunterricht daherkommt. Am Ende bleibt ein Debüt, das sich traut, unbequem und komisch zugleich zu sein, mit einer Hauptfigur, die ich so schnell nicht vergessen werde. Für alle, die historische Romane mögen, aber genug haben von Samt, Etikette und braven Heldinnen, ist Tibb genau die richtige Gesellschaft.

  • Bewertung

    5/5

    07.09.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Wunderbar tragisch und zugleich sehr komisch

    Ich war dieser Geschichte von der ersten Seite an verfallen. Ich liebe diese Hillbilly/Außenseiter-Geschichten, die auch eher am Rande der Gesellschaft bewegen und dieses Buch war ja ein besonders schöner Fund. Es ist tragisch, dramatisch, herrlich kurios und wunderbar unterhaltsam. Und wer liebt nicht eine gute Hochstapler-Geschichte?! Den Einstieg ins Buch fand ich absolut gelungen. Man fiebert unwillkürlich mit Tibb mit, ist sie doch noch ein Kind als sie vom Schicksal heimgesucht wird und plötzlich allein auf der Welt ist. Sie ist ein bisschen naiv und gleichzeitig gedanklich ihrer Zeit weit voraus, mit ihrem freien, freundlichen Herzen. Tibb ich eine großartige Protagonistin für diese Geschichte mit ihrem großen Maul, der ungestümen Art und ihren wunderbaren Träumen. Auch Ivo ist eine wunderbar gezeichnete Figur, wenn auch fast noch tragischer als Tibb. Habe richtig mit ihm mitgelitten. Ich fand die zwei Zeitebenen spannend angelegt, weil man sich natürlich fragt, was in den 5 Jahren dazwischen passiert, während sich die Zeitachsen einander annähern. Die Andeutungen, die aus Ivos Perspektive von Beginn an gemacht werden, werfen ein angespanntes Licht auf den Handlungsstrang rund um Tibb, was die Geschichte umso spannender macht. Die Enthüllung des Possenspiels und seines Ausmaßes war absolut herrlich- ein grandioses Vergnügen aus Schamlosigkeit und Ketzerei. Generell ist dies eine großartige Geschichte über Freundschaft, Wahlfamilie, die Suche nach einem Platz in dieser Welt und das Konzept, dass Dreistigkeit manchmal siegt.

  • Nathalie

    5/5

    07.09.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Tricksen zum Überleben

    Bereits der Klappentext hat mich neugierig gemacht. Ich hatte eine Geschichte im mittelalterlichen Setting erwartet, die ich so noch nie gelesen habe, gepaart mit feministischen Zügen. Es geht um Tibb Ingleby, die ihre Familie verliert und als Vagabundin schon früh auf sich alleine gestellt ist. Auf ihrer Reise trifft sie auf viele unterschiedliche Personen wie Schausteller, andere Landstreicher oder Adelige. Nicht alle sind ihr gegenüber wohlwollend gestimmt. Man begleitet Tibb auf ihrer Reise und erlebt sie sowohl in ihren naiven, kindlichen Momenten, als auch in ihren Reifen und Frechen. Um zu überleben, entwickelt sie ihre ganz eigene Strategie und trickst sich durch. Ihre Mutter hatte ihr den Traum mit auf den Weg gegeben, irgendwann ein Dach über dem Kopf zu finden und anzukommen. Tibb macht sich also auf die Suche nach ihrem ganz persönlichen Dach. In den Schreibstil musste ich zunächst erst reinfinden. Durch viele Bindestrich-Wortneuschöpfungen und den gedanklichen Gesprächen Tibbs mit ihrer verstorbenen Mutter war das Buch teils etwas anstrengend zu lesen. Andererseits fand ich diese Schreibart aber sehr passend zum historischen England und Tibbs Alter. Dadurch wirkten ihre Gedanken so sprunghaft, derb, emanzipiert und dann doch wieder gutgläubig, wie man das von einem Kind, das im 16. Jahrhundert schon früh auf sich alleine gestellt ist, erwarten würde. Nach kurzer Zeit habe ich mich auch an den Schreibstil gewöhnt. Tibb auf ihrer persönlichen Reise zu begleiten und ihre Entwicklung zu sehen, hat mir sehr viel Spaß gemacht. Auch die vielen Nebencharaktere waren interessant und ich war froh, dass Tibb in ihrem harten Leben doch manche Menschen findet, auf die sie sich verlassen kann. Ihre Tricksereien sind wirklich genial und super spannend. An manchen Stellen war das Buch etwas langatmig, jedoch konnte man dadurch noch tiefer in die Welt eintauchen. Das zunächst sehr modern wirkende Cover passt für mich nach dem Lesen der Geschichte sehr gut zum Inhalt. Es greift ohne viel zu spoilern super die Aspekte der Geschichte auf und verbindet die doch sehr modernen Züge, die Tibb an den Tag legt, mit altertümlichen Aspekten. Meine Erwartungen an das Buch wurden übertroffen. Mir hat es trotz der vielen harten Themen Spaß gemacht, Tibb und ihre Freunde zu begleiten. Rosanna Pike hat für mich das Tudor-England sehr glaubhaft rübergebracht und ich konnte in die Welt eintauchen. Die gesellschaftskritischen, religionskritischen und geschlechtskritischen Aspekte der Geschichte wurden gut rübergebracht und es wurde gezeigt, dass es hier nicht immer nur ein Schwarz-Weiß-Denken gibt.

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