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Die Flussfrau Roman | Deutschlands erste Kapitänin kämpft in der Nachkriegszeit um Selbstbestimmung

40

23,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

46865

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

27.08.2026

Verlag

Ullstein Hardcover

Seitenzahl

304

Maße (B/H)

13,8/22 cm

Gewicht

421 g

Farbe

Marine / Seidengrau

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-550-20488-3

Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

46865

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

27.08.2026

Verlag

Ullstein Hardcover

Seitenzahl

304

Maße (B/H)

13,8/22 cm

Gewicht

421 g

Farbe

Marine / Seidengrau

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-550-20488-3

Herstelleradresse

Ullstein
Friedrichstraße 126
10117 Berlin
DE

Email: produktsicherheit@ullstein.de

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  • Bewertung

    aus Winsen

    5/5

    09.09.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Was für ein schönes Buch!

    Was für ein schönes Buch! Wir begleiten darin das Leben von Lis von 1937, von ihrer Kindheit im Nationalsozialismus, bis 2020, zu ihrem Tod. Lis ist eine starke Frau, die eher rational als emotional ist, Chancen sieht und ergreift und versucht, das Beste aus ihrem Leben zu machen. Pragmatisch stellt sie sich allen Herausforderungen und erreicht unglaubliches in ihrem Leben. Sie wächst auf einem Bauernhof auf, ist harte Arbeit gewohnt, und wird am Ende Deutschlands erste Binnenschifffahrtskapitänin. Es ist ein Buch über starke Frauen. Beginnend mit ihrer Mutter Gudrun, die während des Krieges mit Lis und deren Freundin Edith den Hof am Laufen und damit ihre Familie am Leben hält. Edith, die mit Umwegen auch zu einer erstaunlichen Stärke findet, Karin und Noomi, Gitti, die Hafenwirtin... Überall begegnen uns Frauen, die trotz widriger Umstände für ihre Freiheit und ihre Werte kämpfen. Es ist ein langsames Buch, ganz passend zum Leben auf dem Fluss. Lis lebt auf ihrem Schiff, erst gemeinsam mit ihrem Mann, später alleine. Sie ist eine aufmerksame Beobachterin der Natur und der Menschen und das Buch hat mir mal wieder den Wert der Langsamkeit aufgezeigt, des Wahrnehmens, Beobachtens, während das Ufer vorbei gleitet. Es war für mich eine Lektüre, die entschleunigt, denn auf dem Fluss hilft es nichts, wenn man es eilig hat. Die Umstände und die Natur bestimmen den Ablauf. Nebenbei ist die Perspektive auf das sich verändernde Nachkriegsdeutschland durch die Augen einer Flussschifferin sehr eindrücklich. Und ganz besonders habe ich Lis ins Herz geschlossen, mit einer Mischung aus Faszination und Bewunderung. Ich habe mitgefiebert, wenn sie sich in der männerdominierten Gesellschaft durchzusetzen versucht, habe mit ihr gelitten, wenn Dinge nicht gut liefen und mit ihr den Abend unter dem Sternenhimmel genossen, wenn das Tagewerk erledigt war. Sie ist eine Frau, die darum ringt, das für sie Richtige zu tun. Mich hat das Buch sehr berührt, obwohl (oder gerade weil?) es ein ruhiges, langsames Buch ist, das von Freiheit, Selbstbestimmung, Freundschaft, Liebe, Verlust, Zufriedenheit, Glück, Zusammenhalt handelt. Große Leseempfehlung für Menschen, die die Lebensgeschichte dieser wunderbaren Frau verfolgen möchten, die sich für tiefsinnige Beobachtungen und Gedanken begeistern können und denen eine kleine Entschleunigung in ihrem Alltag gut tun würde, während gleichzeitig ein Nachdenken über große Fragen des Lebens stattfinden kann.

  • Bewertung

    aus Hamburg

    5/5

    09.09.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Im Fluss der Zeit

    Tanja Weber lässt ein besonderes Frauenleben Revue passieren. Geschickt packt sie die Veränderungen der Zeit in Jahresblöcke. Es beginnt mit den Kriegsjahren 1937 und Lis ist als Bauerntochter in die harte Arbeit auf dem Hof eingebunden, während di Männer in den Krieg ziehen mussten. Sie ist mit Edith befreundet, die auf dem Hof mitarbeitet. Doch Lis will nicht Bäuerin bleiben und so verbindet sie sich mit Horst, dem Flussschiffer und geht mit ihm in die Ehe und fährt mit ihm die Wasserstraßen. Sie lernt dabei das Steuern und wird vertraut mit dem Leben auf dem Fluss. Die Ehe wird durch das Trinken und die Gewalttätigkeit von Horst zur Belastung und so unterlässt Lis die Rettung des ertrinkenden Ehemanns. Lis übernimmt das Steuer und das Schiff und wird Kapitänin in einer Männerwelt. Ihre Durchsetzung, ihr Wille zur Selbstbestimmung, aber auch ein kleiner Hund und ein neues Liebesglück gehen mit auf die Reise. Den Roman zeichnen besonders die genauen Naturbeschreibungen und die präzisen Veränderungen in den Zeiten aus. Die erzählte Lebensgeschichte einer Frau in Verbindung mit den Entwicklungen des Zeitgeschehens sind gute Unterhaltung. Im Fluss ist hier nicht nur der Frachtkahn, sondern auch die deutsche Geschichte.

  • Magdalena

    aus Köln

    5/5

    09.09.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein Leben am Fluss

    Die Flussfrau von Tanja Weber ist ein wunderschöner Roman über das Leben einer Kapitänin in Deutschland im Zeitraum von über sechzig Jahren. 1940er Jahre: Anneliese lebt mit drei Brüdern auf dem Bauernhof ihrer Eltern. Johannes kehrt nicht von der Front zurück, Otto übernimmt den Hof, da sein Vater es mit seiner Kriegsverletzung nicht mehr schafft. Heini hat ein verkürztes Bein und hinkt. Der Gauleiter will ihn in ein Heim schicken, doch die Familie schafft es, das zu verhindern. Nach dem Einmarsch der englischen Besatzungssoldaten nennt Anneliese sich Lis. Heini hat sich selbst Englisch beigebracht und wird von den Besatzern als Übersetzer eingestellt. Wasser war schon immer Lis‘ Element, sie liebt es, im Fluss zu baden und im Anblick der Tier- und Pflanzenwelt zu versinken. Nach dem Krieg will ihr Vater sie verheiraten, doch die meisten geeigneten Kandidaten sind gefallen, traumatisiert oder kriegsversehrt. Als Lis den Schiffer Horst kennenlernt, nimmt sie seinen Heiratsantrag ohne zu zögern an. Horst entstammt einer traditionsreichen Schifferfamilie. Sein Vater Wilhelm schenkt ihm zur Hochzeit die „Heidi“, das kleinste seiner drei Schiffe. Die „Angelika“ hebt er für seinen Ältesten auf, der seit dem Krieg als vermisst gilt. Da die Arbeit auf dem Frachtschiff nicht von einer Person alleine bewältigt werden kann, muss Lis von Anfang an mitarbeiten. Bei einer Schiffskollision geht Horst betrunken über Bord und ertrinkt. Anstatt auf den Bauernhof ihrer Eltern zurückzukehren, legt Lis die erforderlichen Prüfungen ab und wird selbst Kapitänin. Lis‘ Leben auf dem Frachtschiff wird bildhaft und authentisch beschrieben. „Sie erinnerte sich an unzählige Sonnenuntergänge, in Antwerpen, in Bremen oder Ludwigshafen, die die perfekte Kulisse für ziehende Wildgänse, tanzende Starenschwärme oder große Gruppen eleganter Kraniche bildeten.“ (S. 96) Vor dem Einbau eines Dieselmotors ist die „Heidi“ auf einen Schlepper und Lis auf die Unterstützung eines Matrosen, der auf dem Schiff wohnt, angewiesen. Bei der Rettung eines kleinen Hundes lernt sie den gutmütigen griechischen Fischer Vasili kennen und lieben. Vasili und der von ihm gerettete kleine Streuner „Kiesel“ begleiten Lis viele Jahre lang. Edith war von klein auf Lis‘ beste und einzige Freundin. Edith heiratet ihre Jugendliebe und zieht nach Essen, die beiden Freundinnen tauschen sich regelmäßig in Briefen aus. Nach der Geburt von Ediths Tochter Karin bricht der Kontakt ab, bis die fast erwachsene Karin eines Tages an Bord der Heidi auftaucht. Tanja Weber ist wieder ein wunderbarer Roman gelungen, den ich nicht aus der Hand legen konnte, und den ich an wenigen Tagen verschlungen habe. Die Flussfrau zählt zu meinen Jahreshighlights! Sehr gerne habe ich Lis ihr ganzes Leben lang begleitet und mich an ihrer Liebe zum Fluss und den Tieren, die sie auf ihrem Kahn gesund gepflegt hatte, erfreut. „Sie schwamm. Sie angelte. Sie las. Sie beobachtete die Tiere am Fluss, Vögel in der Luft. Aber manchmal gab es Zeiten, da sprach sie tagelang kein Wort.“ (S. 121) Die Liebe zwischen Lis und Vasili, der immer häufiger von der Sehnsucht nach seiner griechischen Heimat überwältigt wurde, hat mich sehr berührt. Es ist auch ein Roman über Freundschaft und darüber, was diese aushalten darf. Der Klappentext fasst den Inhalt wunderbar zusammen: „Ein Roman über Eigensinn und Einsamkeit und über die stille Würde einer Frau, die ihren eigenen Gesetzen folgt.“

  • Aleyna

    aus München

    5/5

    09.09.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein Leben auf dem Fluss

    Von backlistbaddie Was für eine besondere Lebensgeschichte. „Die Flussfrau“ erzählt von Anneliese, die als Lis ihr Leben lang nach Freiheit und Selbstbestimmung sucht. Aufgewachsen auf einem Bauernhof, erlebt sie den Zweiten Weltkrieg und die schwierigen Jahre danach. Doch irgendwann führt sie ihr Weg aufs Wasser und damit in ein Leben, das ganz anders aussieht als das, was für eine Frau ihrer Zeit vorgesehen war. Ich mochte Lis als Hauptfigur sehr. Sie ist keine klassische Heldin, sondern eine Frau, die immer wieder mit schweren Situationen umgehen muss und trotzdem ihren eigenen Weg geht. Besonders schön fand ich ihre Verbindung zum Wasser und zur Natur. Die Beschreibungen von Fluss, Tieren und den verschiedenen Jahreszeiten waren für mich immer wieder kleine Ruhepausen in der Geschichte. Spannend fand ich auch die Einblicke in die Flussschifffahrt. Man bekommt ein gutes Gefühl dafür, wie das Leben auf einem Schiff aussah und wie Lis sich in einer Männerwelt behaupten muss. Tanja Weber erzählt Lis’ Geschichte ruhig und unaufgeregt, aber gerade dadurch haben mich viele ihrer Erlebnisse umso mehr berührt. Ein Buch über Freiheit, Freundschaft, Verlust und die Frage, wie man sein eigenes Leben leben möchte. Lis werde ich auf jeden Fall noch eine Weile im Kopf behalten.

  • Bewertung

    5/5

    08.09.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Untiefen des Lebens

    Das Cover mit dem Reiher vor einem tiefblauen Hintergrund passt so gut zu diesem Leben auf dem Fluss, von dem die Autorin in einer fließenden, unaufgeregten Art erzählt. Anneliese wird kurz vor dem Ausbruch des 2.Weltkrieges geboren und versorgt gemeinsam mit ihrer Mutter den Bauernhof der Familie, gemeinsam mit ihrer besten Freundin. Aber sie will fort, will mit den Störchen die Welt sehen, frei sein. Kann das so kurz nach dem Krieg gelingen? Der Roman spannt einen großen Bogen und erzählt die Lebensgeschichte, einer unangepassten, ungewöhnlichen Frau, die unbeirrt ihrem Weg folgt. Letztlich führt es beim Lesen unweigerlich zur Frage nach dem Sinn des Lebens, Freundschaft, Liebe, Glück und Zufriedenheit in einer Welt des Überflusses und der unbegrenzten Möglichkeiten, ohne vordergründig zu sein. Für mich ist Lis, wie sie sich nennt, jemand, den ich nicht so schnell vergessen werde.

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