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Nach der Sonne schauen Roman

8

25,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

17.10.2026

Verlag

Klett Cotta

Seitenzahl

256

Maße (L/B)

21/12,8 cm

Gewicht

10 g

Auflage

1. Auflage 2026

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-608-96708-1

Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

17.10.2026

Verlag

Klett Cotta

Seitenzahl

256

Maße (L/B)

21/12,8 cm

Gewicht

10 g

Auflage

1. Auflage 2026

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-608-96708-1

Herstelleradresse

Klett-Cotta Verlag
Rotebühlstr. 77
70178 Stuttgart
DE

Email: produktsicherheit@klett-cotta.de

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  • Calendula

    5/5

    07.09.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Leise und doch so stark

    Am Anfang empfand ich den Stil als etwas sperrig und hatte ein paar Probleme reinzukommen. Die manchmal langen und verschachtelten Sätze waren nicht unbedingt meine Freunde. Aber dann hat es mich einfach gepackt und mitgenommen. Und dann entpuppte sich der Stil plötzlich als klar, einfach verständlich und sehr authentisch. Zurückgenommen und leise, ohne großes oder gar aufgesetztes Drama. Und dabei ist es kein bisschen langweilig. Die Autorin beschreibt die Befindlichkeiten ihrer Protagonistin anhand des Wetters, in dem der Wind eine besondere Rolle einnimmt. Mal ist das Wetter aufgewühlt, mal unerträglich, mal beängstigend. Ich habe selten passendere und schönere Beschreibungen gelesen, in denen ich mich auch immer mal wieder selbst gefunden habe. In dem Kontrast zwischen Ionas Kindheit und ihrem jetzigen Leben stecken so viele aktuelle Themen und auch existentielle Fragen. Wie wollen wir als einzelner Mensch leben in einer Welt, die immer schnelllebiger wird, in der eine KI vermeintliche soziale Interaktion vorspielt? Was können wir tun um uns dem ganzen Wahnsinn um uns herum weniger ausgeliefert zu fühlen? Wie finden wir uns selbst in all dem Chaos? Martina Hefter ist da ein unheimlich starkes und zugleich sprachlich wunderschönes Buch gelungen.

  • annatiert

    5/5

    05.09.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Leipzig-Core, aber wir machen eine existenzielle Krise (?) daraus – und Wind/Sturm/Superzelle

    Das Buch liest sich weniger wie ein klassischer Plot, sondern wie eine poetische Landschaftsstudie, die sich anfühlt wie der Wetterbericht im Herbst. Mal stürmisch wie der Wind, laut wie prasselnder Regen – und dann plötzlich wieder vollkommen ruhig und schwer, wie die Luft nach einem Sommergewitter. Der Schreibstil ist unaufgeregt, aber auch melancholisch und voller Bilder, die sich festsetzen. Und mittendrin tragen die Figuren diese dichte Atmosphäre: eine handfeste Künstlerfehde, existenzielle Fragen über Vergänglichkeit, Tod und Heimat, und die Suche nach der eigenen Identität. Ein Highlight sind die Tiere. Besonders das Spannungsfeld zwischen dem KI-Hund Robyn und der Hündin Bella bringt eine ganz feine Tiefe hinein: Was bedeutet eigentlich Nähe in einer Welt, die sich permanent digitalisiert und entfremdet? Wie viele Themen, die mich gerade selbst beschäftigen, können bitte in einem einzigen Buch kulminieren? That’s crazy. Für mich kam diese Geschichte genau zur richtigen Zeit. Eine riesige Leseempfehlung für alle, die atmosphärische, leise Geschichten über Küsntler*innen, Natur und Identität lieben und kein Problem mit schwermütigen Zwischentönen haben. Wer Bücher sucht, die eher durch Stimmung und echte Sprachkraft als durch reines Action-Tempo glänzen, wird hier voll abgeholt.

  • celine

    5/5

    05.09.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Top

    Was für ein besonderer Roman! Iona zieht sich zurück, möchte Abstand von der Welt und findet ausgerechnet dort, wo sie eigentlich allein sein wollte, neue Begegnungen, Nähe und ganz unerwartete Verbindungen. Martina Hefter erzählt mit einer wunderbar feinen, femininen Stimme über Einsamkeit, Freundschaft, Liebe und die Sehnsucht danach, irgendwo wirklich anzukommen. Dabei ist der Roman nie kitschig, sondern eher lässig, manchmal witzig und immer ein bisschen überraschend. Ich mochte besonders diese leisen Momente, in denen scheinbar gar nicht so viel passiert – und trotzdem ganz große Gefühle mitschwingen. Dieses Buch fühlt sich ein bisschen an wie ein Gespräch mit einer klugen Freundin bei einem viel zu langen Kaffee: ehrlich, warm, manchmal nachdenklich und zwischendurch herrlich schräg. Für mich definitiv ein Herzensbuch und ganz klar Note 1!

  • Aleyna

    aus München

    4/5

    09.09.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Wenn Einsamkeit plötzlich Gesellschaft bekommt

    Was für ein leises und gleichzeitig besonderes Buch. Iona zieht sich bewusst aus ihrem bisherigen Leben zurück. In einer ehemaligen Tagebaulandschaft bei Leipzig möchte sie Abstand gewinnen, an ihrem Kunstprojekt arbeiten und einen Vorfall verarbeiten, bei dem eines ihrer Werke beschädigt wurde. Am Anfang braucht es ein bisschen, bis ich in die Geschichte gefunden habe. Aber je länger ich gelesen habe, desto mehr mochte ich diese ruhige Atmosphäre. Es passiert nicht ständig etwas Großes und trotzdem verändert sich ganz viel. Vor allem durch Bella, eine Hündin, die plötzlich in Ionas Leben auftaucht, und später durch Nova. Ich mochte besonders, wie Martina Hefter über Einsamkeit, Nähe, Verlust und Neuanfänge erzählt. Ihre Sprache ist klar und manchmal fast poetisch, ohne dabei schwer zu wirken. Auch aktuelle Themen wie der Klimawandel finden ihren Platz, ohne dass sich der Roman dadurch belehrend anfühlt. Für mich ist das vor allem ein Buch über die Frage, was passiert, wenn man sich eigentlich von der Welt zurückziehen möchte und die Welt trotzdem wieder einen Weg zu einem findet. Ruhig, eigenwillig und mit einigen wirklich schönen Momenten.

  • Bewertung

    4/5

    08.09.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    In fünftausend Jahren....

    Man benötigt einige Seiten um in die Geschichte einzutauchen. Der Roman lässt Raum um über die eigene Geschichte nachzudenken. Martina Hefter gelingt es, mit einer klaren und zugleich poetischen Sprache, die innere Gefühlswelt der Figuren glaubhaft und tiefgründig darzustellen. Das Thema Verlust und Neuanfang wird eindringlich behandelt und beeindruckend ist die Art, wie die Autorin Hoffnung und Dunkelheit miteinander verbindet, ohne in Klischees zu verfallen. Es ist kein Buch, das mit einer spektakulären Handlung aufwartet. Vielmehr lebt es von den leisen Veränderungen, von Gedanken, Beobachtungen und von der Frage, was passiert, wenn ein Mensch sich bewusst aus der Welt zurückzieht. Die Installationskünstlerin Iona Bartschok sucht in einer ehemaligen Tagebaulandschaft bei Leipzig Abstand. Sie möchte dort in Ruhe an einem neuen Kunstprojekt arbeiten und gleichzeitig einen Vorfall verarbeiten, bei dem eines ihrer Werke beschädigt wurde. Zunächst scheint die Einsamkeit genau das zu sein, was sie braucht. Doch dann kommt Bella, eine echte Hündin, in ihr Leben – und später auch Nova. Plötzlich lässt sich das Leben nicht mehr einfach aussperren. Gut gefallen hat mir auch die besondere Atmosphäre des Romans.

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