Produktbild: Wirf einen Schatten
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Elena Fischer

1. Wirf einen Schatten

Wirf einen Schatten

Gesprochen von
126
16,79 € inkl. gesetzl. MwSt.

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Beschreibung

Produktdetails

Family Sharing

Ja

Verkaufsrang

286

Gesprochen von

Johann von Bülow

Spieldauer

8 Stunden und 6 Minuten

Abo-Fähigkeit

Ja

Erscheinungsdatum

22.07.2026

Hörtyp

Lesung

Fassung

ungekürzt

Medium

MP3

Anzahl Dateien

32

Verlag

Diogenes Verlag

Sprache

Deutsch

EAN

9783257696653

Beschreibung

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Family Sharing

Ja

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22.07.2026

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ungekürzt

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Diogenes Verlag

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Deutsch

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9783257696653

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  • Giselas Lesehimmel

    aus Landshut

    5/5

    22.08.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Eine Geschichte, die die Seele erreicht

    Meine Meinung Vor ein paar Jahren habe ich eine Geschichte gelesen, an die ich mich gerne erinnere. Sie handelt von einer einsamen Bäuerin, die einem jungen Mädchen Obdach gewährt. Das Mädchen hilft ihr dafür bei sämtlichen Arbeiten. Nun durfte ich "Wirf einen Schatten" lesen. Die Geschichte ist ähnlich und doch anders. Sie konnte mich genauso begeistern. Joseph lebt einsam auf seinem Hof. Seine Frau Lis hat ihn verlassen und den gemeinsamen 4-jährigen Sohn Samuel mitgenommen. Er will seinem Leben ein Ende setzen; wird aber von der 20-jährigen Birdie daran gehindert. Die steht schwer erkrankt vor seiner Tür und braucht dringend Hilfe. Zu ihrer Familie hat sie den Kontakt abgebrochen. Joseph hilft Birdie und rettet ihr damit das Leben. Was Birdie nicht weiß: Sie hat Josephs Leben gerettet. Die Autorin konnte mich von Anfang an in das Geschehen hineinziehen. Die Authentizität der Figuren überzeugt und auch die Handlung könnte sich im realen Leben genauso zugetragen haben. Das Setting spiegelt das Leben auf einem Hof wider. Ich habe die Schafe blöken gehört und das Muh der Kühe hat mir Landfeeling pur beschert. Joseph pflegt ein sehr inniges Verhältnis zu seinen Tieren. Er bringt jedem Lebewesen – egal ob Tier oder Mensch – Wertschätzung entgegen. Joseph ist ein sehr sensibler Mann, der ein schweres Päckchen aus seiner Vergangenheit zu tragen hat. Er kann seinem Sohn die Liebe nicht zeigen, die er für ihn empfindet. Nach der Trennung von Lis kommt eine Entfremdung dazu. Mit dem Bau eines Baumhauses möchte er seinem Sohn ein Stück näherkommen. Da Samuel sich ein paar Tage zuvor im Wald verlaufen hatte, zeigt er sich verängstigt. Aber genau diese Tragödie hat Vater und Sohn eine tiefe Verbundenheit spüren lassen. In den 60er-Jahren war die Trennung von einem Ehepartner ein Skandal. Bei Joseph und Lis hat es aber nicht so dramatisch auf mich gewirkt. Die persönlichen Gefühle waren natürlich schwer verletzt. Aber die Menschen in ihrem Umfeld schienen nicht zu werten. In meiner Erinnerung war das zu dieser Zeit sehr schwer; vor allem für eine Frau, die ihren Mann verlassen hat. Der Schreibstil kommt stellenweise poetisch und dann wieder humorvoll daher. >>Ihr schlechtes Gewissen Gott und den Eltern gegenüber kam und ging. Es verließ sie im selben Moment, in dem der Sohn des Fleischers seine Hände unter ihre Bluse steckte, und kam in dem Moment zurück, als er sich die Hose zuknöpfte. << Zitat aus dem Buch. Gedanken von Birdie. Der Roman erzählt von Menschen, die (wieder) zueinander finden. Von Joseph, der lernen muss, Gefühle zu zeigen und zuzulassen. Der lernen muss, Klartext zu reden. Der verstehen lernen muss, dass das Ende einer Liebe ein neuer Anfang zu einer alten Liebe sein kann. Der unbedingt einen Schatten werfen muss. Ich weiß, ich erzähle in Rätseln. Ich beneide alle, die die Antworten darauf noch nicht bekommen haben. Eine wunderbare Geschichte wartet auf Euch. Von mir eine klare Empfehlung. Herzlichen Dank, Elena Fischer.

  • Gina Lesefuchs

    5/5

    22.08.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Eine Weihnachtsgeschichte der anderen Art

    Joseph möchte sich aus Einsamkeit an Weihnachten das Leben nehmen, weil er ohne seine Frau Lis und seinen Sohn Samuel keinen Sinn mehr darin sieht. Zum Glück klingelt jedoch die hilfsbedürftige Birdie bei ihm an der Tür, um die er sich rührend kümmert. Diese Schicksalsgemeinschaft lässt Joseph sein Leben mit allen Höhen und Tiefen sowie verpassten Chancen Revue passieren. Elena Fischer erzählt den Roman "Wirf einen Schatten " in zwei gegeneinander verlaufenden Zeitsträngen. Während die Geschichte um Joseph und Birdie also ab Weihnachten vorwärts bis ins neue Jahr verläuft, wird gleichzeitig rückwärts erzählt, wie Lis ihn verlassen hat, wie sie einander kennengelernt haben und so fort. Mich hat das Buch sehr berührt. Ich konnte mich gut in Joseph hineinversetzen und frage mich, ob es daran liegt, dass er mit seiner Gefühlswelt von einer Frau entworfen wurde. Wir erfahren, dass Joseph stark durch den Unfalltod seines Bruders in der Kindheit traumatisiert worden ist und seitdem unter großen Verlustängsten leidet. Aus lauter Angst, ein ebenso schlechter Vater zu werden wie sein eigener, ist er im Umgang mit Samuel wie gelähmt. Die Geschichte spielt zwar Ende der 1950er bis Anfang der 1960er Jahre, jedoch werden immer wieder moderne Aspekte eingestreut wie aufflackernder Feminismus bei Birdie oder ein Anrufbeantworter, auf den Joseph spricht, was dem Buch in meinen Augen eine humorvolle Note verleiht. Gelungen finde ich,wie Joseph seine Persönlichkeit entwickelt und entdeckt, dass er sich nicht nur passiv mit den Entscheidungen seiner Mitmenschen arrangieren muss, sondern sein Leben selbst in die Hand nehmen kann. So schlägt er Samuel vor, mit ihm ein Baumhaus zu bauen, sucht endlich die Nähe zu seinem Sohn, um ihm ein guter Vater zu sein. Er tritt also aus dem Schatten seiner Eltern und seiner Frau hervor ins Licht, um fortan selbst einen Schatten zu werfen. Diesen Roman empfehle ich allen, die nicht zu streng mit Anachronismen umgehen, sondern sich auf eine märchenhaft anmutende Geschichte einlassen können und wollen. Ich habe mich jedenfalls wunderbar unterhalten gefühlt und gebe 4,5 von fünf Sternen.

  • vielleser18

    aus Hessen

    5/5

    20.08.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Roman mit Tiefgang

    Der 24. Dezember 1963 soll eigentlich Josephs letzter Tag sein. Wie viel kann ein Mensch aushalten? Wie viel Einsamkeit ertragen? Doch dann steht im entscheidenden Moment die 19-jährige Birdie vor seiner Tür und braucht seine Hilfe. Sie bringt wieder Leben auf seinen einsam gelegenen Hof. Aber auch Josephs Schwägerin Ada, die ihn mit Gedichtbänden zum Nachdenken bringt, und seine Frau Lis, die ihn mit dem gemeinsamen Sohn verlassen hat und zurück in die Stadt gegangen ist, spielen eine wichtige Rolle in seinem Leben. Immer wieder wechseln sich die Kapitel mit Rückblenden ab. Diese werden nicht chronologisch erzählt, sondern springen wie ein buntes Kaleidoskop zwischen den Jahren hin und her. Durch die Jahreszahlen lassen sie sich jedoch gut einordnen. Eine großartige Erzählweise, denn so wird jedes Kapitel zu einem wichtigen Puzzleteil. Nach und nach setzt sich das Bild von Joseph zusammen: Warum ist er so, wie er ist? Was hat ihn geprägt? Welche Ereignisse haben ihn zu dem Menschen gemacht, der er heute ist? Und warum fällt ihm manches im Leben so schwer? Je mehr man über Joseph erfährt, desto näher kommt man ihm. Man fühlt mit ihm, er wächst einem ans Herz und man möchte ihn manchmal einfach in den Arm nehmen – und ihm vielleicht auch den einen oder anderen kleinen Schubs in die richtige Richtung geben. Elena Fischer hat einmal mehr bewiesen, dass sie eine wunderbare Erzählerin ist. Sie schafft es, ihre Figuren authentisch zum Leben zu erwecken und den Leser mit einer ruhigen, beinahe stillen Atmosphäre zu fesseln. Und gerade in dieser Ruhe steckt unglaublich viel Tiefe. Ein berührender Roman über Einsamkeit, Verlust, Schuld, Hoffnung und die Möglichkeit, dass das Leben manchmal genau dann eine neue Richtung nimmt, wenn man selbst nicht mehr daran glaubt.

  • Dajobama

    5/5

    19.08.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Joseph

    Wirf einen Schatten – Elena Fischer Diesen Roman habe ich im Urlaub fast in einem Rutsch durchgelesen. Was für eine berührende, tragische Geschichte! Und was für ein Erzähltalent diese Autorin hat! Joseph ist einsam auf seinem Hof, nachdem ihn seine Frau Lis mit dem gemeinsamen Sohn verlassen hat, um in die Stadt zu ziehen. Wie nach und nach deutlich wird, hat Joseph so einiges falsch gemacht in seiner Ehe. Wahrlich ist es kein Wunder, dass die junge Frau dieses Leben in einem Bergdorf in den sechziger Jahren nicht mehr aushält, in dieser Familie keine Zukunft mehr für sich sieht. Es wird aber auch deutlich, warum Joseph so ist, wie er ist. Eigentlich ist er nämlich eine gute Seele. Frühe tragische Verluste und Traumata haben jedoch ihre Spuren hinterlassen. Man merkt, dass Joseph an einem Tiefpunkt angekommen ist, ganz konkret auch sein Leben beenden will. Da klingelt ein Mädchen an seiner Tür. Birdie bringt ihre ganz eigenen Probleme mit, aber auch Hoffnung und Zuversicht für Joseph. Und dann ist da noch Lis Schwester Ada, mit der Joseph ebenfalls noch etwas verbindet. Es ist ein extrem ruhiger Roman, der sich viel in Josephs Gedanken- und Gefühlswelt, in seinen Erinnerungen, abspielt. Elena Fischer kann sich unheimlich gut in ihre Figuren hineinversetzen. Sehr berührend und emotional. Trotz all der wirklich sehr schweren Themen, bleibt dennoch immer ein Hoffnungsschimmer. 5 Sterne – mir hat dieser Roman noch besser gefallen als Paradise Garden.

  • Bewertung

    5/5

    19.08.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Sehr berührend

    Elena Fischers „Wirf einen Schatten” beginnt an einem Heiligabend, der so gar nicht nach Fest aussieht: Joseph sitzt allein auf seinem Hof, seine Frau Lis ist mit dem gemeinsamen Sohn in die Stadt gezogen, und die Kälte, die einem aus den ersten Seiten entgegenschlägt, ist nicht nur die des Dezembers 1963. Man merkt sofort: Hier hat jemand aufgegeben, sich selbst gegenüber zumindest. Und trotzdem: Das ist keine Lektüre, die einen in ein Loch zieht. Genau darin liegt für mich die große Kunst dieses Romans. Fischer lässt Joseph nicht allein im eigenen Elend versinken. Ada, die Schwester seiner Frau, schickt ihm Bücher und bleibt so mit ihm verbunden. Und dann taucht Birdie auf, zwanzig Jahre alt, auf der Flucht vor ihrer eigenen Familie, und bringt unverhofft Leben auf den Hof. Zwischen den beiden entsteht etwas, das der Geschichte eine ganz eigene Wärme gibt, ohne kitschig zu werden. Was mich am meisten berührt hat, ist die Sprache. Fischer schreibt ruhig, bildhaft, mit einem Gespür für die kleinen Zwischentöne, die ein Leben ausmachen: Rückblenden erklären nach und nach, warum Joseph so geworden ist, wie er ist, ohne dass es je erklärend oder betulich wirkt. Man liest nicht auf große Wendungen hin, sondern auf diese leisen Momente, in denen sich etwas verschiebt. Es ist ein Buch über Einsamkeit, Schuld und die Frage, ob man dem eigenen Leben noch eine andere Richtung geben kann, und es beantwortet diese Frage mit einer stillen, aber spürbaren Hoffnung. Genau dieses Wechselspiel zwischen Schwere und Licht hat mich durch die ganze Geschichte getragen.

Kundinnen und Kunden meinen

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Bewertungen (126)

Unsere Meinungen

  • Zum Bewerterprofil von Stephanie Kaiser-Motz

    Stephanie Kaiser-Motz

    RavensBuch Osiander Ravensburg

    Buchhändler*in

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    5/5

    07.08.2026

    eBook (ePUB)

    Es fängt düster an ... und endet warmherzig

    Auch Elena Fischers zweites Buch ist wunderbar! Joseph hat alles verloren; sein Bruder ist als Kind verunglückt, beide Eltern sind bereits tot und nun verlässt ihn seine Frau mit dem gemeinsamen Sohn. Als es ihm schlechter nicht gehen könnte, steht Birdie vor der Tür. Eine Ausreißerin in bedenklicher gesundheitlicher Verfassung. Er nimmt sie auf und zusammen mit ihr und seiner Schwägerin Ada findet Joseph wieder Lebensmut. In den 1950-1960iger Jahren spielend ist dieses Buch auch ein schönes Zeitportrait des ländlichen Lebens in Oberbayern. Von ganz düster wandelt sich die Geschichte in einen warmherzigen Plot-Twist!
  • Zum Bewerterprofil von Johanna Seiferle

    Johanna Seiferle

    OSIANDER Konstanz

    Buchhändler*in

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    5/5

    01.08.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Einen Platz im Leben finden

    Nachdem seine Frau mit dem gemeinsamen Kind ihn und den Hof in der Provinz verlassen hat, hat Joseph all seinen Lebensmut verloren. Bis am Weihnachtsabend 1963 Birdie bei ihm klingelt. Er gewährt ihr Zuflucht und sie findet ein Versteck vor ihrer strengen Familie. Dann ist da noch Ada, die Schwester von Josephs Frau. Die beiden verbindet mehr als es zunächst scheint. Eine klug erzählte und wunderbar tröstliche Geschichte darüber, einen Platz im Leben zu finden. Lernen Sie Joseph, Birdie, Ada und Lis kennen!
  • Zum Bewerterprofil von Simone Renner

    Simone Renner

    OSIANDER Schwäbisch Hall

    Buchhändler*in

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    5/5

    24.07.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Gelunger Roman

    Elena Fischer nimmt uns in ihrem zweiten Roman mit in eine Dorfwelt. Josef ist kurz davor sein Leben zu beenden, im letzten Moment kommt eine unerwarete Begegnung mit einer jungen Frau dazwischen. Birdie hat ihren eigenen Rücksack zu schleppen aber gemeinsam finden die beiden einen Weg, vergangenen Schmerz loszulassen und den Blick nach vorne zu wagen. Ich mag Elena Fischer. Ihre Figuren und wie die Autorin uns teilhaben lässt und dabei immer beim Leser bleibt. Ein wunderbares Highlight.
  • Zum Bewerterprofil von Katrin Gilg

    Katrin Gilg

    OSIANDER Ditzingen

    Buchhändler*in

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    5/5

    19.07.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    "Nur wer in die Sonne tritt, wirft einen Schatten"

    Wie sich zwei Menschen, die sich unähnlicher nicht sein könnten, gegenseitig Unterstützung und Halt geben können, um vorgegebene Lebenslinie zu überdenken und neue Wege einzuschlagen. Darüber schreibt Elena Fischer in diesem tollen Roman. Die beiden gestrandeten Seelen, Josef und Birdie, treffen sich zur richtigen Zeit am richtigen Ort. Der Beginn einer ungleichen Freundschaft, die beiden ermöglicht, sich selbst und ihr Umfeld, in einem anderen Licht zu sehen - und füreinander da zu sein. Eine wunderschöne Geschichte um die Macht von Freundschaft, das Hadern mit tiefsitzenden, prägenden Erinnerungen und Erlebnissen und wie Neuanfänge möglich sind, als die Protagonisten dieser Geschichte beginnen, ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen und mutig zu sein.

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