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Produktbild: Popóm
Artikelbild von Popóm
Johanna Sebauer

1. Popóm

Popóm Roman

Gesprochen von
9
15,09 € inkl. gesetzl. MwSt.

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Beschreibung

Produktdetails

Family Sharing

Ja

Gesprochen von

Campbell Caspary

Spieldauer

5 Stunden und 33 Minuten

Abo-Fähigkeit

Ja

Erscheinungsdatum

14.07.2026

Hörtyp

Lesung

Fassung

ungekürzt

Medium

MP3

Anzahl Dateien

13

Verlag

DuMont Buchverlag

Sprache

Deutsch

EAN

9783755815624

Beschreibung

Produktdetails

Family Sharing

Ja

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Gesprochen von

Campbell Caspary

Spieldauer

5 Stunden und 33 Minuten

Abo-Fähigkeit

Ja

Erscheinungsdatum

14.07.2026

Hörtyp

Lesung

Fassung

ungekürzt

Medium

MP3

Anzahl Dateien

13

Verlag

DuMont Buchverlag

Sprache

Deutsch

EAN

9783755815624

Herstelleradresse

DuMont Buchverlag GmbH & Co. KG
Amsterdamer Str. 192
50735 Köln
Deutschland
Email: info@dumont-buchverlag.de
Url: www.dumont-buchverlag.de
Telephone: +49 221 2241854

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  • Bewertung

    5/5

    14.08.2026

    eBook (ePUB)

    Der Doppelgänger neu interpretiert

    Johanna Sebauers Popóm ist ein Roman gelungen, der mich in seiner Absurdität, aber auch der dahinterliegenden Ernsthaftigkeit lange beschäftigt hat - ein Roman wie ein Spiegelkabinett, in dem jede Drehung eine neue, leicht verzerrte Version des eigenen Gesichts freigibt. Und mittendrin steht der Ich-Erzähler Hendrik, ein junger Mann, der sich selbst begegnet, ohne zunächst zu wissen, ob er sich erkennt. Auf eine Inhaltsangabe verzichte ist, die kann man überall lesen, nur ist sie nicht das Wichtigste, um zu sehen, worauf man sich einlässt. Sebauer baut ihre Geschichte auch nicht wie ein klassisches Narrativ, sondern wie ein Gedankenspiel auf, das sich langsam verdichtet. Die Begegnung zwischen Hendrik und seinem älteren Ego ist kein direkt phantastisches Ereignis, sondern eher ein poetischer Riss in der Wirklichkeit – ein Moment, in dem die Zeit kurz den Atem anhält. Der Name Popóm, mit seinem wandernden Akzent/accont aigu, spiegelt dabei das zentrale Thema des Romans: Eine verunsichernde Gesellschaft und in ihr die (mitunter überbetonte) Suche nach Selbstoptimierung und Identität. Und die ist verschiebbar, doppeldeutig und manchmal sogar ein bisschen albern. Der Akzent ist wie ein kleines, bewegliches Zeichen dafür, dass Identität nie stillsteht. Was Form und Sprache angeht, beherrscht Sebauer die Kunst der leichten Schwere. Ihre Sprache ist leicht, aber nie belanglos. Sie benennt die Dinge schlicht, aber ohne sie zu verharmlosen. Hendrik erzählt von sich mit einer Mischung aus Ironie, Verwirrung und zarter Selbstverachtung - eine Stimme, die sich selbst ständig unterläuft und dadurch umso glaubwürdiger wird. Der Humor ist fein, fast musikalisch. Er entsteht aus dem Rhythmus der Sätze, aus kleinen Verschiebungen im Blick, aus der Art, wie Hendrik sich selbst beobachtet, ohne zu erkennen, was er sieht. Unter der spielerischen Oberfläche liegt eine aber auch eine stille Melancholie. Hendriks Arbeitswelt z.B. - die Kreativagentur, die Meetings, die leeren Versprechen - wirkt wie ein Nebel, in dem er sich verliert. Sebauer zeichnet eine Generation, die sich im Glanz der Möglichkeiten erschöpft hat und nun vor der Frage steht, wer sie eigentlich sein will. Der Doppelgänger wird hier aus meiner Sicht neu interpretiert, er ist kein Schreckgespenst wie bei klassischen Autoren, sondern eine Aufforderung: Schau Dich an! Erkenne dich! Oder erkenne wenigstens, dass du dich nicht erkennst. Allein die Leichtigkeit, mit der die Autorin mit der Doppelgängertradition zu spielen scheint, ist beeindruckend, sie entstaubt dieses alte literarische Motiv. Ihr Doppelgänger ist kein Schatten, kein Dämon, kein metaphysisches Rätsel. Er ist eine Möglichkeit. Eine Zukunft. Hoffnung gegen die Machtlosigkeit in historisch schwierigen Zeiten, Hoffnung auf Selbstwirksamkeit. Fazit Popóm ist ein Roman, der mir die Beschreibung und Bewertung nicht leicht gemacht hat, in gewisser Weise weigert er sich, eindeutig zu sein. Er ist verspielt und ernst, leicht und tief, komisch und existenziell zugleich. Er zeigt, dass Identität kein festes Gebilde ist, sondern ein wandernder Akzent, ein Spiegel, der sich bewegt, mindestens in drei Teilen spiegelt wie der Kommodenspiegel meiner Großmutter, den ich so sehr mochte. Auch diese Geschichte mochte ich spontan sehr, ohne sagen zu können, warum genau. Denn Johanna Sebauer hat ein Buch geschrieben, das nicht nur gelesen, sondern gespürt werden will – ein Roman, der die Frage stellt, wie viele Versionen eines Menschen gleichzeitig möglich sind, um der Komplexität unserer Welt zu begegnen, und der uns nachdenklich wie mit einem Lächeln zurücklässt, weil die Antwort immer ist: in jedem Fall mehr als eine.

  • Majo C.

    aus Wien

    5/5

    16.07.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Wenn jeder Schlafmangelgrund so angenehm ist, schlafe ich gerne immer nur 5 Stunden

    Was macht man denn, wenn man sich selbst trifft? Kann es gesund sein sich nur noch "mit sich selbst" zu beschäftigen? Oder sollte man möglichst viel Abstand suchen, um sich nicht selbst zu "spoilern" was die eigene Zukunft anbelangt? Wieviel Wissen über das eigene Ende kann ein Mensch verkraften, bevor er zerbricht? Am Ende lässt Sebauer uns die wunderbare Freude und Qual das Geheimnis selbst zu verstehen. Ich bin schon sehr gespannt darauf, was meine Freund:innen mir erzählen werden, wie sie es interpretiert haben, denn Sebauers Sprache lässt mehrere mögliche Enden zu – wenn man nicht zu viel hineininterpretieren möchte auch ein sauber geschlossenes Ende. Sprachlich fantastisch, ausgefallen und leicht verdaulich, ein Spannungsbogen an dem man zugrunde gehen könnte und Charaktere so menschlich, so greifbar, so nachvollziehbar und teils unsympathisch, dass man sich fragt wen die Autorin aus ihrem Leben da nun in dieses Buch hineingeschrieben hat. So plastisch, das kann man sich ja gar nicht ausdenken. Eines meiner Lieblingsbücher dieses Jahr. Es war schon viel zu spät für mich, am nächsten Tag ruft der Frühdienst, aber es war mir physisch unmöglich dieses Buch aus den Händen zu legen. Auf den letzten 30 Seiten fielen mir dann die Augen schon immer wieder zu, aber ich musste einfach erfahren, was denn nun Popóms Geheimnis war. Die darauffolgende Müdigkeit hat sich auf jeden Fall ausgezahlt. Wäre jedes Buch, das ich in die Hand nehme so packend, könnte ich jeden Tag nur 5 Stunden schlafen, da würde es mir ganz anders gehen. Zum Glück (für meine Gesundheit) ist dieses Buch eine große Ausnahme, sehr sehr selten fesselt mich etwas so sehr, wie diese Geschichte. Jetzt mache ich mich erstmal daran Sebauers vorige Werke direkt zu verschlingen, denn jetzt bin ich offiziell obsessed.

  • Bewertung

    5/5

    16.07.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Das ungewöhnlichste Buch des Jahres!

    Ich habe das neue Buch von Johanna Sebauer unheimlich gerne gelesen. Ein großartiges Buch! Es geht um den 20-jährigen Hendrik Popom. Eines Tages sieht er einen älteren Mann in einem Späti und merkt sofort: Das bin ich. Er spricht ihn an, zögerlich verbringen sie Zeit miteinander. Im Laufe der Geschichte geraten sie immer mehr aneinander und ein Geheimnis wird gelüftet. Klar, der Roman ist ungewöhnlich und vielleicht auch ein bisschen schräg. Aber er ist unglaublich lesenswert und amüsant. Am Ende habe ich mir gedacht: Wie würde ich reagieren, wenn ich meinen Doppelgänger sehen würde? Ein absolut lesenswerter, hoch intelligenter Roman!

  • Buecherheidrun

    aus Horb

    4/5

    04.08.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Eine Selbstfindung der besonderen Art

    Was macht es mit uns, wenn wir uns selbst in einer älteren Version begegnen? Genau das passiert Protagonist Henrik Popom, der nur kurz zum Kiosk läuft, um seiner Freundin Anja den abendlichen Heißhunger-Wunsch nach einer Fassbrause und einer Tafel Erdbeerschokolade zu erfüllen. Denn dort trifft er auf IHN und sein Leben, das auch bisher nicht so richtig rundläuft, gerät völlig aus dem Takt. Er weiß sofort, dass dieser ältere Mann mit gelbem Mantel und grauem Hut am Dosenpfirsich-Regal er selbst ist. Er verfolgt ihn und was zunächst wie Stalking anmutet, führt nach und nach zu einer behutsamen Annäherung der beiden Henriks und Popom beginnt sogar im antiquierten Pfeifenladen Popóms auszuhelfen. Dabei sind sie manchmal wie Spiegelbilder ihres selbst, manchmal sich abstoßende Magneten und manchmal tatsächlich ein und dieselbe Person. Die humorvollen und klugen Gespräche der Beiden, die ja eigentlich alles voneinander wissen, jeden peinlichen oder unangenehmen Gedanken des anderen kennen, tragen diese ungewöhnliche Geschichte. „Abgesehen davon sind Tabakpfeifen ganz generell etwas Wunderbares. Besonders jene aus Holz, wie diese hier. In ihnen kommt zusammen, was sich eigentlich Feind ist - Holz und Feuer. In ihnen haust in gewisser Weise Waffenstillstand. Sie sind ein Ort des Friedens, den man in die Hand nehmen und genießen kann.“ (S. 92) Mit diesem Roman, der das schon häufig in der Literatur verwendete Motiv des Doppelgängers thematisiert, lässt die Autorin die Grenzen zwischen Wirklichkeit und Illusion verschwimmen. Fast philosophisch werden Fragen nach lebensverändernden Entscheidungen, nach Individualität oder schicksalhaften Begebenheiten gestellt. Auch wenn ich aufgrund der etwas skurrilen Figurenzeichnung keine emotionale Bindung zu den Protagonisten aufbauen konnte, hat mich zumindest das letzte Kapitel sehr berührt. „Es ist notwendig für mich, mich von dir zu lösen. Ich habe mich zu sehr in dir verstrickt, um noch mit klarem Kopf ich selbst sein zu können. Lange hab ich geglaubt, dass ich, wenn ich bei dir sei, gleichzeitig auch mehr bei mir selbst sei. Das stimmt aber nicht. Ich gehe verloren. Ich falle aus dem Jetzt. Ich falle aus der Welt. Aber genau dahin muss ich zurück.“ (S. 200) Ein Finden zu sich selbst durch einen besonderen Blick in die Zukunft. Lesenswert.

  • Stillesen

    4/5

    23.07.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Eine ungewöhnliche Geschichte

    Mit „Popóm“ legt Johanna Sebauer einen Roman vor, dessen Grundidee ich unglaublich spannend fand: Hendrik, Ende zwanzig und mitten in einer Lebenskrise, begegnet plötzlich einem älteren Mann und ist überzeugt, dass es sich dabei um sein zukünftiges Ich handelt. Der Roman spielt gekonnt mit dem Motiv des Doppelgängers und wirft immer wieder philosophische Fragen auf. Dabei bleibt lange unklar, ob Hendriks Begegnung real ist oder nur in seinem Kopf stattfindet. Sprachlich ist das Buch anspruchsvoll und originell. Johanna Sebauer schreibt mit viel Wortwitz, Ironie und skurrilen Dialogen. Man merkt, dass hier bewusst mit Sprache gespielt wird. Leider hat mich das Buch nicht ganz erreicht, sodass ich oft das Gefühl hatte, auf Distanz zur Geschichte zu bleiben. Auch Hendrik selbst machte es mir nicht leicht. Seine Selbstbezogenheit, seine ständige Unzufriedenheit und seine passive Art empfand ich über weite Strecken eher anstrengend als sympathisch. Zwar passt das gut zu seiner Identitätskrise, emotional konnte ich aber kaum eine Verbindung zu ihm aufbauen. Trotzdem finde ich, dass „Popóm“ sehr lesenswert ist, gerade weil Johanna Sebauer den Mut hat, hier mal einen Roman der anderen Art zu präsentieren. Wer Freude an philosophischen Gedankenspielen und skurrilen Geschichten hat, wird hier vermutlich auf seine Kosten kommen. „ Popóm“ ist ein ungewöhnlicher Roman mit einer originellen Idee, für mich persönlich jedoch eher interessant als mitreißend. 4/5 Sternen Klappentext: Kann es einen Menschen zweimal geben? Hendrik Popom will nur kurz runter zum Kiosk, da entdeckt er ihn. In saharagelbem Mantel und taubengrauem Hut studiert er das Regal mit den Konservendosen. Dieser Mann, denkt Hendrik, das bin doch ich! Eine magnetische, ganz und gar rätselhafte Verbindung bahnt sich an. Der Andere führt Hendrik nach und nach ein Bild seiner

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Unsere Meinungen

  • Zum Bewerterprofil von Katrin Gilg

    Katrin Gilg

    OSIANDER Ditzingen

    Buchhändler*in

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    5/5

    12.07.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Philosophische Unterhaltungsliteratur vom Feinsten

    Man stelle sich vor, man begegne sich selbst - völlig unvorbereitet, auf irgendeiner Straße und ist sich doch sicher: Diese Person, das bin ich! Bloß handelt es sich um eine älterer Version von mir selbst... Der Roman erzählt genau diese Geschichte. Klug, witzig und feinsinnig spinnt Johanna Sebauer eine wirklich spannende Geschichte, die auf mehreren Ebenen spielt- zum einen geht es um die unterhaltsame, mysteriöse Entwicklung der Beziehung, auf die sich Hendrik Popom mit seinem wesentlich älteren Doppelgänger einlässt - gleichermaßen spürt er selbst von Beginn an, dass er sich immer mehr aus seinem gegenwärtigen Leben zurückzieht, indem er sich fast fanatisch in die Verbindung mit diesem älteren ICH stürzt. Ein wirklich kluger, philosophischer und absolut unterhaltsamer Roman, der nicht weniger als das Leben selbst sowie die Vergänglichkeit in den Mittelpunkt stellt, ohne auch nur im geringsten belehrend daherzukommen. Eine gelungene Lektüre, in schöner, unterhaltsamer und wunderbar beschreibender Sprache, die mehr als einmal ein Augenzwinkern bereithält.
  • Zum Bewerterprofil von Ruth Schuhbauer

    Ruth Schuhbauer

    OSIANDER Schorndorf

    Buchhändler*in

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    4/5

    10.08.2026

    Hörbuch-Download (MP3)

    Skurrile Begegnung

    So langsam entwickle ich mich zum Sebauer-Fan. Auch diese Lektüre überzeugt durch seinen Sprachwitz und seiner Situationskomik. Das Hörbuch ist gut zu gelesen und sehr kurzweilig. So sieht intelligente Unterhaltung aus.

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Bewertungen (2)

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