Deine beste Ratgeberin für ein gelassenes LebenStell dir vor, du könntest dein 90-jähriges Ich um Rat fragen. Jemanden, der dich kennt wie niemand sonst, und mit Weitblick und Wohlwollen auf dein Leben und deinen Alltag blickt. Franca Cerutti macht diese weise Instanz zugänglich, und nennt sie »die innere Oma«. In liebevoller Ergänzung zum inneren Kind schaut sie nicht zurück, sondern nach vorn – und vom Ende des Lebens auf das, was heute wirklich zählt.Psychologisch fundiert und therapeutisch erprobt zeigt dieses Buch, wie wir loslassen können, was uns stresst: Schuldgefühle, Perfektionismus und das ewige Vergleichen. Die innere Oma ist ein stützender Anteil, den wir selbst schaffen – als warmherzige und weise Ergänzung zu den inneren Anteilen, die uns in unserer Biografie »passiert« sind. Die innere Oma hat den Überblick – und sie hat dir was Wichtiges zu sagen.»Deine innere Oma, mit ihrem Weitblick, Überblick und Einblick, hat eine ziemlich klare Botschaft. Meist lautet sie: Lass es! Lass den Perfektionismus. Lass das Vergleichen. Lass die Schuldgefühle. Lass das Retten von Menschen, die gar nicht gerettet werden wollen. Lass die tausend To-do-Listen, die dich nicht entlasten. Deine innere Oma wird dich wahrscheinlich nicht anfeuern, noch mehr zu leisten. Sie wird dich daran erinnern, dass du ein Leben zu leben hast – und kein Projekt zu optimieren.«
Kundinnen und Kunden meinen
5.0/5.0
Thebooknista
5/5
05.09.2026
eBook (ePUB)
Warmherzig, klug und erstaunlich entlastend
Die innere Oma von Franca Cerutti hat mich schon mit seinem Konzept neugierig gemacht. Denn während man in psychologischen Ratgebern häufig dem „inneren Kind“ begegnet, dreht Cerutti die Perspektive gewissermaßen um: Was wäre, wenn wir unser zukünftiges, 90-jähriges Ich um Rat fragen könnten? Genau daraus entsteht die „innere Oma“ – eine wohlwollende, erfahrene Stimme, die mit deutlich mehr Abstand auf all die Dinge schaut, die sich heute manchmal riesengroß und unüberwindbar anfühlen.
Was mir besonders gefallen hat, ist die Grundhaltung des Buches. Es geht nicht darum, sich noch weiter zu optimieren, noch produktiver zu werden oder die nächste perfekte Version seiner selbst zu erschaffen. Ganz im Gegenteil. Die innere Oma darf eher diejenige sein, die einen daran erinnert, dass vielleicht gar nicht alles perfekt sein muss.
Gerade Themen wie Perfektionismus, Schuldgefühle, ständiges Vergleichen und der Druck, immer funktionieren zu müssen, werden aufgegriffen. Vieles davon kennt man vermutlich in irgendeiner Form aus dem eigenen Alltag und genau deshalb konnte ich mich an einigen Stellen sehr gut wiederfinden.
Dabei mochte ich besonders, dass Franca Cerutti als Psychotherapeutin psychologisches Wissen vermittelt, ohne dass sich das Buch wie ein trockenes Fachbuch liest. Die Sprache ist verständlich, nahbar und immer wieder humorvoll. Dadurch hatte ich nicht das Gefühl, eine Aneinanderreihung psychologischer Theorien zu lesen, sondern vielmehr jemanden an der Seite zu haben, der einen dazu bringt, die eigene Sichtweise ein wenig zu verändern.
Und irgendwie ist die Vorstellung einer inneren Oma dafür einfach perfekt. Denn manchmal braucht man vielleicht gar keine weitere Stimme im Kopf, die sagt: Du musst dich mehr anstrengen. Du solltest das besser machen. Andere schaffen das doch auch. Sondern eine, die einen mit etwas Abstand daran erinnert, was am Ende wirklich wichtig ist.
Genau dieser Perspektivwechsel ist für mich die große Stärke des Buches. Viele Situationen wirken plötzlich ganz anders, wenn man sich fragt, welche Bedeutung sie wohl aus Sicht des eigenen älteren Ichs hätten. Würde ich mich in Jahrzehnten wirklich noch darüber ärgern? Würde ich mir wünschen, dass ich härter mit mir gewesen wäre? Oder vielleicht eher, dass ich mir selbst ein bisschen mehr Ruhe und Freundlichkeit erlaubt hätte?
Natürlich erfindet das Buch psychologische Selbstreflexion nicht vollkommen neu. Einige Gedanken und Themen kennt man möglicherweise bereits aus anderen Ratgebern. Aber gerade die Idee, sie konsequent durch die Perspektive der inneren Oma zu betrachten, gibt ihnen für mich noch einmal einen anderen Zugang.
Schön finde ich außerdem, dass das Konzept als Ergänzung zum inneren Kind gedacht ist. Während der Blick auf das innere Kind stärker mit unserer Vergangenheit verbunden ist, richtet die innere Oma den Blick nach vorne und betrachtet die Gegenwart gewissermaßen vom späteren Leben aus. Diese Kombination fand ich sehr spannend.
Für mich ist Die innere Oma deshalb weniger ein klassischer Ratgeber, den man einmal liest und danach ins Regal stellt. Vielmehr nimmt man eine kleine Idee daraus mit, die sich erstaunlich leicht in den Alltag übertragen lässt: Was würde meine innere Oma gerade dazu sagen? Und vielleicht würde sie bei so manchem Problem einfach liebevoll den Kopf schütteln und uns daran erinnern, dass wir nicht unser gesamtes Leben optimieren müssen.
Die innere Oma ist ein warmherziges, humorvolles und gleichzeitig psychologisch fundiertes Buch über Gelassenheit, Selbstmitgefühl und darüber, das eigene Leben wieder ein bisschen mehr als Leben und weniger als endlose To-do-Liste zu betrachten. Gerade die ungewöhnliche Perspektive macht das Buch für mich besonders und sorgt dafür, dass einige Gedanken wahrscheinlich noch länger im Kopf bleiben werden.
Von mir bekommt Die innere Oma 5 von 5 Sternen.
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