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Feine Risse Roman

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Beschreibung

Produktdetails

Zustand

Gut

Verkaufsrang

12657

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

27.05.2026

Verlag

S. Fischer Verlag

Seitenzahl

288

Maße (L/B/H)

20,7/13,3/3,1 cm

Gewicht

378 g

Farbe

Anthrazit

Auflage

2. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

2710005344655

Beschreibung

Rezension

[Hoven] hat mit der Strafverteidigerin Eva Herbergen eine literarische Figur geschaffen, die ihre Leserschaft in einen Sog aus fein ausgeleuchteten Kriminalfällen zieht. [...] packend erzählt ("Münchner Merkur")
[...] viele[] packende[] Tableaus, juristische wie biographische Dunkelzonen, die der Roman ausleuchtet ("Der Tagesspiegel")

Produktdetails

Zustand

Gut

Verkaufsrang

12657

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

27.05.2026

Verlag

S. Fischer Verlag

Seitenzahl

288

Maße (L/B/H)

20,7/13,3/3,1 cm

Gewicht

378 g

Farbe

Anthrazit

Auflage

2. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

2710005344655

Herstelleradresse

FISCHER, S.
Hedderichstraße 114
60596 Frankfurt
DE

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  • Bewertung

    Orell Füssli Book Circle Community

    5/5

    26.07.2026

    eBook (ePUB 3)

    Nicht ist wie es scheint

    Eva Herbergen, Straftverteidigerin, möchte sich langsam zurückziehen und mit ihrem Ehemann das Alter geniessen. Doch ihre Fälle reichen bis ins Privatleben hinein. Dieses Buch von Elisa Hoven war für mich ein sehr tolles Leseerlebnis. Sie erzählt intensiv von Evas juristischen Fällen, von Menschen, ihren Entscheidungen und was dadurch passieren kann. Jeder Fall wirkt anfangs so klar und ich hatte jedes Mal das Gefühl zu wissen, was passiert ist. Doch immer wieder wurde ich überrascht. Jedes kleine Detail macht den Unterschied und oft sehen wir nicht, was genau vor unsere Nase liegt. Elisa Hoven stellt Fragen in den Raum wie: Wann beginnt Schuld? Können wir über andere Menschen urteilen, als würden wir sie wirklich kennen? Welche Geschichte steckt hinter jeder Entscheidung? Ein grossartiger Schreibstil von Elisa Hoven und ich konnte das Buch fast nicht mehr aus der Hand legen. Immer wollte ich wissen wie es weitergeht, was Eva für Gedanken in sich trägt. Ich kann mir gut vorstellen wie schwierig es ist, diese Fälle nicht zu sehr an sich heranzulassen. Ich bin dankbar das ich über dieses Buch gestolpert bin und ich werde sicher noch weitere Bücher der Autorin lesen.

  • Leagrichbooks

    5/5

    21.07.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Das ganz andere Buch

    Den Vorgänger Dunkle Momemte fand ich schon super erzählt, da wollte ich natürlich Feine Risse ebenfalls hören. Das Hörbuch mit der Dauer von 7 Std, 39 Min erscheint im Argonverlag und wird gelesen von Nina Kunzendorf. Sie spricht in einem ruhigen, neutralen Ton, der fast schon nüchtern klingt. Doch das passt hervorragend zu den ausgewählten Geschichten. Recht und Gerechtigkeit sind zwei völlig unterschiedliche Dinge. Und wo stehen wir mit unserer Moral, wenn wir Ungereimtheiten sehen und begreifen? Darauf zielt dieses Buch ab. Und wir hinterfragen uns. Ich mag diese unaufgeregte Art, die durch die Erzählweise, die Perspektiven und die Wendungen Spannung in uns erzeugt. Und oftmals Ratlosigkeit und Fassungslosigkeit. Das Hör/Buch ist sicher auch für viele Diskussionen (zb in Buchklubs) geeignet.

  • Bewertung

    5/5

    06.07.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Einstieg in das Strafrecht

    Wird in den Medien über eine Straftat oder die anschließende Gerichtsverhandlung berichtet, hat jeder schnell seine eigene Meinung dazu: Die eine Person erscheint eher unschuldig, bei der anderen ist die Strafe viel zu gering, was macht der Richter da überhaupt und wie kann der Strafverteidiger so einen Fall übernehmen? Als Professorin für Strafrecht übernimmt Elisa Hoven hier die schwierige Aufgabe, der breiten Masse die Antworten auf solche Fragen in unterhaltsamer Form ein wenig näher zu bringen. Eine fiktionale Strafverteidigerin übernimmt verschiedenste Fälle, die in kurzen Kapiteln angenehm erzählt werden. Ebenso gibt es aber auch eine Art Rahmenhandlung, die in jedem Fall ein wenig fortgeführt wird und so das Ganze mehr zu einem Roman umwandelt. Wer sich ein wenig mit Strafrecht oder True Crime auskennt, wird hier auch viele Klassiker und bekannte Kriminalfälle wiedererkennen, die allerdings nicht nacherzählt werden, sondern umgewandelt wurden bzw. als Inspiration dienen. Aus diesem Grund fand ich viele "Auflösungen" daher wenig überraschend, hatte aber trotzdem noch viel Spaß daran, den Weg dorthin zu lesen. Was mir besonders gut gefallen hat: Es ist nicht nur schön juristisch korrekt, sondern auch kleine Details des Strafrechts finden ihren Weg in die Geschichten. Wer sich dafür interessiert kann so noch etwas dazulernen, gleichzeitig stört es aber auch nicht den Lesefluss von Leser*innen, die nur am "Drumherum" interessiert sind. Dazu wird man immer wieder eingeladen, aktiv mitzudenken und moralische Fragen im Kopf zu erörtern. Wo stößt das Recht an seine Grenzen, wo erscheint es vielleicht nicht mehr gerecht? Wie würde man selbst in manchen Situationen handeln? Und kann man die andere Perspektive nicht vielleicht doch verstehen? Auch wenn mir nicht jeder Fall gleich gut gefallen hat, kann ich das Buch in seiner Gesamtheit doch nur wegen genau dieser Überlegungen sehr weiterempfehlen.

  • Eva

    5/5

    05.07.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Nicht immer ist Recht gleichbedeutend mit dem eigenen Empfinden von Gerechtigkeit.

    Feine Risse ist der zweite Roman von Elisa Hoven, Professorin für Strafrecht an der Uni Leipzig. Rechtsfälle eignen sich hervorragend als Spiegel für die moralische Reflexionen über Recht und Unrecht, die Analyse von Schuld und die philosophische Debatte um den Rechtsstaat. Sie öffnen einen literarischen Raum. Strafverteidigerin Eva Herbergen ist kurz vor dem Ruhestand. Gemeinsam mit ihrem Ehemann Peter besucht sie Theatervorstellungen, geniesst gutes Essen, besucht die Oper und Kunstausstellungen, gerne klassisch, ohne Abstraktion. Das selbstgenügsame, konservative Leben des Paares bildet die Rahmenhandlung des Episodenromans. Peter dient Eva als Gewissen, hinterfragt Verantwortungsbereiche. Eva hingegen wird zur Suchenden an der Grenze zwischen Recht und Lebensrealität. Elisa Hoven stellt zwei Erzählformen gegeneinander. Das Recht argumentiert mit Daten, Fakten, Beweisen. Es kategorisiert. Die menschliche Existenz aber ist ambivalent, unlogisch, folgt Familiengeschichten und Gefühlen. Die feinen Risse zeigen sich in den Fundamenten, auf denen Lebensgeschichten gebaut sind, lassen Verborgenes an die Oberfläche. Die Spannung, der Sog, die Genialität von Feine Risse entwickelt sich da, wo sich Genres überlappen, der Erzählstil in diametralem Kontrast zu den Wendungen der Fälle steht und wo die Fälle realen Vorbildern ähneln, die ihre gesellschaftliche Relevanz demonstrieren. Durch die aufs Wesentliche reduzierte Sprache könnte Feine Risse das Drehbuch für einen Krimi sein, verortet den Episodenroman irgendwo zwischen Reportage, Kriminalliteratur und Psychogramm. Aufgrund des hohen Personalaufkommens treten die Figuren oft hinter der Botschaft zurück, die sie verkörpern. Dennoch erzählt der Roman unglaublich spannend von der Bruchstelle zwischen unumstößlicher juristischer Logik und dem, was Menschsein ausmacht: Erfahrungen, Emotionen, Zufälle. Es hat mich eingesogen, nachdenken lassen und gibt mich noch nicht frei.

  • Bewertung

    5/5

    02.07.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    (Ge)Recht?

    Eigentlich möchte Eva sich aus ihrem Job als Strafverteidigerin zurückziehen und der jüngeren Generation das Feld überlassen. Aber so richtig lösen kann sie sich doch noch nicht und so müssen die ruhigen Tage mit ihrem Mann Peter noch eine Weile warten. Elisa Hoven schildert in „Feine Risse“ Fälle aus dem Leben einer Strafverteidigerin, die alle einen gewissen Twist mitbringen und deutlich machen, warum Eva für ihren Beruf brennt. Ich fand jeden einzelnen Fall spannend und überraschend. Außerdem gibt es viel Diskussionspotential mit Blick auf Gerechtigkeit und Moral. Dabei wird deutlich, dass Straftaten ganz unterschiedlich motiviert sein können und häufig nichts so ist, wie es auf den ersten Blick scheint. Das ergibt ein tolles Spannungsfeld zwischen Recht und Gerechtigkeit, über das man gerne diskutiert oder seine eigenen Gedanken schweifen lässt. Die Fälle sind total unterschiedlich und zeigen eine große Breite von Verbrechen. Obwohl die Fälle im Prinzip in sich geschlossen sind, gibt es einen roten Faden, der sich durch das ganze Buch zieht. Das hat mir ganz gut gefallen und hat Eva irgendwie nahbarer gemacht. Es lenkt nicht von den eigentlichen Fällen ab, sondern fügt sie harmonisch zusammen. Daher ist „Feine Risse“ wirklich ein Roman und keine Sammlung isolierter Kriminalfälle. Spannend fand ich es immer, wenn ich Bezüge zu realen Straftaten herstellen konnte. Elisa Hoven schreibt sehr eingängig und klar - ganz anders, als man es von der Justiz gewohnt ist. Wer sich für Verbrechen und Fragen von Gerechtigkeit interessiert, der wird mit Elisa Hovens „Feine Risse“ seine Freude haben.

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  • Zum Bewerterprofil von Sabine Kronbauer

    Sabine Kronbauer

    OSIANDER Landsberg

    Buchhändler*in

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    5/5

    09.09.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Crime auf höchstem Niveau

    Nach dem Vorgänger „Dunkle Momente" war ich sehr gespannt auf das neue Buch von Elisa Hoven - und wurde nicht enttäuscht. „Feine Risse" ist für mich ein adäquater Nachfolger: wieder geht es um Crime, aber auf eine ganz besondere, intelligente und vielschichtige Art. Für mich erneut ein sensationelles und unglaublich fesselndes Leseerlebnis. Unbedingt lesen!
  • Zum Bewerterprofil von Jules Iff

    Jules Iff

    OSIANDER Bamberg

    Buchhändler*in

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    5/5

    12.08.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Schirach - aber besser

    Elisa Hoven verwebt meisterhaft spannende Kriminalfälle mit dem nicht minder ereignisreichen Leben ihrer Protagonistin, Strafverteidigerin Eva Herbergen. Denn während die versucht, die moralischen Nuancen ihrer Fälle mit dem geltenden recht zu vereinbaren, taucht im elternhaus ihres Mannes eine unidentifizierte Leiche auf. Sehr feinfühlig, spannend und mit Impulsen, die bei mir schon so manches stundenlanges Gespräch angeregt haben. Eine klare Empfehlung!

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