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Serotonin Roman

21

24,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

39301

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

25.01.2019

Abbildungen

mit Lesebändchen,

Verlag

DuMont Buchverlag

Seitenzahl

336

Maße (L/B/H)

21,3/14,7/3 cm

Gewicht

481 g

Farbe

Schwarz / Sonnengelb

Auflage

6. Auflage

Originaltitel

Sérotonine

Übersetzt von

Stephan Kleiner

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-8321-8388-2

Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

39301

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

25.01.2019

Abbildungen

mit Lesebändchen,

Verlag

DuMont Buchverlag

Seitenzahl

336

Maße (L/B/H)

21,3/14,7/3 cm

Gewicht

481 g

Farbe

Schwarz / Sonnengelb

Auflage

6. Auflage

Originaltitel

Sérotonine

Übersetzt von

Stephan Kleiner

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-8321-8388-2

Herstelleradresse

DuMont Buchverlag GmbH
Amsterdamer Strasse 192
50735 Köln
DE

Email: herstellung@dumont.de

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  • shoka (shuka) Golsabahi

    aus Berlin

    5/5

    20.02.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    schonungslos

    Eine schonungslose Abrechnung mit seinem Leben, schreibt der Protagonist in Houellebecq's Buch Serotonin. Über verpasste Gelegenheiten, verflossene Liebschaften und ein langweiliges Leben, das er seines nennen muss. Sehr gut geschrieben, gewürzt mich einem Hauch von Überheblichkeit.

  • Bewertung

    5/5

    28.11.2019

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Erst das Antidepressivum, dann der Kaffee, dann die Zigarette

    Der Protagonist, Florent-Claude Labrouste (seinen Vornamen hasst er), 46 Jahre, zieht eine Bilanz seines Lebens: er ist unglücklich, depressiv und gefangen in einer Beziehung mit einer Frau, die er hauptsächlich als Schlampe bezeichnet oder als Spinne, die ihn aussaugt und darauf wartet, dass er stirbt. Florent-Claude arbeitet im Landwirtschaftsministerium, seine Arbeit widert ihn an, er hat Landwirtschaft studiert, für Monsanto gearbeitet, Abgründe erlebt, ist resigniert. Um den Alltag zu überstehen, nimmt er gleich nach dem Aufwachen eine Captorix-Tablette – ein Antidepressivum – dann folgt der Kaffee, danach die Zigarette. In der Erzählung lässt der Protagonist sein Leben Revue passieren und das mit der Erinnerung an die Frauen seines Lebens. Florent-Claude ist gestört, respektlos (sogar der Leser wird zwischen den Klammersätzen belehrt), aber man verzeiht ihm und findet ihn sympathisch, denn es steckt viel Lebensweisheit zwischen den Zeilen, man kann die Resignation vollkommen nachvollziehen, man leidet mit ihm, aber man lacht auch unglaublich viel. Florent-Claude löst sein gegenwärtiges Leben auf: die beklemmende Beziehung, das Arbeitsverhältnis, seine Wohnung, er zieht in ein Hotel, später aufs Land zu seinem damaligen Freund aus Studienzeiten. In Serotonin wird mit dem herrschenden System abgerechnet, der Kapitalismus ist am Ende, Deregulierung und „der Markt wird‘s richten“ funktionieren nicht, mit Arbeit wird kein Geld verdient, wer reicht ist, wird reich bleiben, und irgendwie ist niemand so richtig glücklich. Eine großartige, spannende Erzählung, unverblümt, tragisch, authentisch, direkt. Es gibt so viele Gedanken über das Leben, die Liebe, den Tod, menschliche Verhaltensweisen, menschliche Abgründe - und seien sie auch nur gedacht - Verzweiflung, verpasste Chancen.

  • Bewertung

    5/5

    19.02.2019

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Houellebecq beschreibt in sprachlicher...

    Houellebecq beschreibt in sprachlicher Hochform und gewohnt drastisch das Scheitern im Leben des Protagonisten und der Menschen um ihn herum- sehr menschlich und aktuell.

  • hallobuch, Silke Schröder

    aus Hannover

    5/5

    07.01.2019

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein guter Beobachter der Umstände

    In “Serotonin” erzählt Michel Houellebecq in seiner leicht ironíschen, aber sehr treffenden Art von der Vereinsamung und inneren Perspektivlosigkeit seines Helden, aber auch vom generellen Frust einer Gesellschaft, deren Lebensgrundlage immer mehr ins Wanken zu geraten scheint. Er beschreibt die kulturelle wie wirtschaftliche Verarmung der Provinz und schildert eine Demonstration von Landwirten, die an die Proteste der “Gelbwesten” im Herbst 2018 erinnert. Sein 46-jähriger, beruflich durchaus erfolgreicher Protagonist streift ziellos durch sein Leben, zieht Resümee, lässt seine Ex-Freundinnen Revue passieren und kann sich am Vergangenen ebensowenig wie am Jetzigen oder vielleicht noch Kommenden wirklich erfreuen. Und wie der Ich-Erzähler scheint auch die Gesellschaft als Ganzes mit den Zuständen zu hadern. Ja, wir sollen und wollen besser regional und saisonal statt global konsumieren, aber die übervollen Supermarktregale mit all den günstigen Produkten aus aller Welt haben auch Einiges für sich. Die Widersprüche zwischen Bewusstsein und Bedürfnis, Wunsch und komplexer Wirklichkeit lassen wenig klare Linie, aber viel Orientierungslosigkeit und auch Frust zurück. Michel Houellebecq ist ein guter Beobachter der Umstände, und das zeigt er auch wieder in “Serotonin”.

  • Bewertung

    4/5

    07.12.2019

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    "...ich machte wirklich eine schwere Zeit durch, manche bringen sich wegen weniger um."

    Florent-Claude Labrouste ist gerade einmal 46 Jahre alt und trotzdem geht ihm das Leben schon zu lang. Daran kann auch das neue Antidepressivum „Captorix“ nichts ändern, dass ihn zwar etwas länger in der Welt halten kann, ihn aber dafür auch seine Libido kostet. Er setzt einen Schlussstrich unter seine derzeitige Beziehung, kündigt sein Arbeitsverhältnis und auch seine Wohnung. Er bewegt sich körperlich zwar im Hier und Jetzt, besucht einen alten Studienfreund, der als Landwirt im globalisierten Frankreich ums Überleben kämpft, seine Gedanken gehen jedoch immer wieder zurück in die Vergangenheit und treffen dort auf die Frauen aus seinem bisherigen Leben. Wann und wo war der Punkt, an dem er begonnen hat, sich und andere zu verraten? Der französische Skandalautor Michel Houellebecq tut das, was er am besten kann: provozieren. „Serotonin“ war mein erster, aber garantiert nicht letzter Roman dieses Mannes, bei dem sich eine extrem schöne und anspruchsvolle Erzählweise und eine stellenweise abartige Sprache ein Duell um die Vorherrschaft liefern. Da gibt es eine Szene in der Pädophilie geschildert wird, die einem als Leser wirklich körperlich weh tut, da gibt es eine Szene mit einem Dobermann, der eine Frau besteigt (auch nicht schön zu lesen), aber da gibt es auch Szenen, in denen Houellebecq den Protagonisten Philosophen zitieren lässt oder Szenen, in denen der Autor unheimlich zärtlich und verletzlich von der Liebe spricht. In einem Moment verliert man sich als Leser in den schönen Schilderungen, nur um kurz darauf mit aller Gewalt wieder in die Realität geprügelt zu werden. Ein wirklich großartiger Spagat, der diesen Roman allerdings zu keiner leichten oder gar schnellen Lektüre macht. Houellebecq verlangt Aufmerksamkeit und die holt er sich auch entsprechend. Auch wenn der Hauptcharakter dieses Romans überhaupt keine Identifikationspunkte für mich bereit hielt, bin ich ihm doch gerne auf seiner Reise gefolgt, die nach knapp 330 Seiten ein Ende findet. Auf dieser Reise lässt er nicht nur seine vergangenen Liebschaften an sich vorüber ziehen, sondern zeigt auch immer wieder eine Gegenwart, die ihn anekelt und schildert nebenbei den Kampf der Landwirte gegen die EU-Politik und die immer weiter voranschreitende Globalisierung. Und auch wenn sich Houellebecq auf die französischen Landwirte fokussiert, kommt man nicht umhin an die Proteste der deutschen Bauern in Berlin zu denken und auch an das Handelsabkommen mit den Mercosur-Staaten. „Serotonin“ erschien im Januar 2019, das Freihandelsabkommen zwischen der EU und den Mercosur-Staaten wurde im Juni 2019 erzielt. Der Roman bewegt sich so nah an der Realität und ist und unheimlich gekonnt im Hier und Jetzt verankert. Ein düsteres, melancholisches und auch sehr zärtliches Buch, das durch seine exzellente Sprache überzeugt (hier hat auch der Übersetzer Stephan Kleiner eine absolut hervorragende Arbeit abgeliefert), aber ebenso durch seine vulgären und obszönen Szenen. Ich hätte niemals gedacht, dass so etwas Hand in Hand gehen kann, aber Houellebecq hat mich eines Besseren belehrt. Kein Buch für eine entspannte Zugfahrt und auch kein Buch, um sich danach besser zu fühlen, aber dennoch empfehle ich jedem, der es aushalten möchte, sich darauf einzulassen!

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    Lisa Walz

    RavensBuch Osiander Ravensburg

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    5/5

    11.11.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Serotonin

    In dieser Woche ist bereits der neue Roman von Michel Houellebecq erschienen: „Serotonin“. Hauptfigur ist Florent-Claude Labrouste, Mitte vierzig, ein Mann in der Krise, der mit der modernen Gesellschaft, der Wirtschaft, der Politik – und mit sich selbst - abrechnet. Das Medienecho ist schon jetzt groß.

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