Als Armand Gamache, Polizeichef der Sûreté du Québec, gerade auf dem Weg zu einer Familienfeier ist, erhält er einen Anruf: In dem beschaulichen Dörfchen Three Pines wurde eine Tote im Wald gefunden. War es ein Jagdunfall? Oder doch Mord? Und wer hätte ein Motiv, die allseits beliebte Malerin Jane zu töten? Kommissar Gamache beginnt unter den Dorfbewohnern von Three Pines zu ermitteln – und stößt mit seinem feinen Spürsinn schon bald auf so manches Geheimnis in diesem ach so idyllischen Örtchen …
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spannend, authentisch und entschleunigt
Bewertung aus Oberursel am 02.09.2024
Bewertungsnummer: 2282045
Bewertet: Buch (Taschenbuch)
Gefühlt kennt diese Krimi-Reihe jeder, nur ich nicht :-) , also habe ich mir jetzt mal den ersten Teil ausgeliehen. Ich war neugierig – und muss jetzt sagen, ich glaube ich bin „angefixt“; das war mal ein echt guter Krimi. Spannende Story, glaubwürdige Ermittler, ein liebenswert-skurriles kleines Städtchen, und ein Plot, bei dem definitiv Action da war, aber der Fokus lag eher auf dem psychologischem Aspekt.
Soviel erst mal an Lob vorab; hierum ging es:
Wir sind in Three Pines im kanadischen Quebec. Zeitlich würde ich das Geschehen in den frühen 2000ern einordnen; es gab schon Handys, aber die Digitalisierung ist noch nicht so wirklich weit fortgeschritten, hier wird noch viel ganz normal telefoniert und ich glaube, im ganzen Roman hat nicht einer das Internet angehabt. Also die Ermittlungen verliefen noch ziemlich old-fashioned, was ich als Leserin recht entspannend fand, hier wurde noch mit Logik, Grips und Psychologie gearbeitet, und gefühlt nicht alles gegoogelt und digital erledigt. Das hat das komplette Geschehen entschleunigt. Ist mir echt krass aufgefallen. Das Team um Inspector Gamache wird just zu Thanksgiving nach Three Pines gerufen, weil dort eine Leiche gefunden wird; und nachmittags um 4 machen die Ermittler alle Pause, um nachhause zum Truthahnessen zu fahren – fand ich charmant. Auf die Idee kommt doch heutzutage weder literarisch noch „in real life“ irgendwer, oder? Vor etwa 25 Jahren war die Menschheit aber anscheinend durchaus noch in der Lage, Berufsleben und Privates halbwegs voneinander zu trennen, und am Tag danach weiter zu arbeiten. Spoiler alert: der Fall wurde durchaus aufgeklärt, denn Herr Gamache hat eine fast 100prozentige Erfolgsquote aufzuweisen. Okay, das jetzt nur am Rande, aber mir fällt sowas mittlerweile echt auf, wenn ich etwas „ältere“ Bücher lese.
Ja, zurück zum Mordfall: die Tote ist eine pensionierte Lehrerin, die im Wald aufgefunden wurde. Ermordet mit Pfeil und Bogen. Ein wenig bizarr auf den ersten Blick, aber dann stellt sich heraus, dass in Three Pines ein Bogenschützenverein existiert, und eigentlich fast jeder dort es mit Robin Hood aufnehmen könnte, und auch an Verdächtigen mangelt es nicht. Zwar war das Opfer überall beliebt – aber das Örtchen hat durchaus ein paar merkwürdige Bewohner zu bieten, und einige interessante Spuren führen Jahrzehnte zurück in die Vergangenheit. Gamache und sein Team sind beschäftigt...
Ich fand den Fall wie schon gesagt gut geplottet, hat mich gecatched und unterhalten, und ich mochte den Kommissar. Sehr unprätentiös, ein Teamplayer, jemand, dem menschliche Werte wichtiger sind als Karriere, jemand mit intakter Ehe – mal was anderes. Kein kaputter Cop kurz vorm Burnout. Davon hatte ich in letzter Zeit genug ;-)..
Intelligente Dialoge, und einfach gut geschrieben. Ich werd auf jeden Fall noch mehr von dieser Serie lesen demnächst; gibt ja mittlerweile 18 davon :-) !
Ein sympathisches Dorf voller Geheimnisse
Eliza am 23.01.2022
Bewertungsnummer: 1643142
Bewertet: Buch (Taschenbuch)
Mit diesem Debütroman einer spannenden Krimireihe aus Kanada hat die Autorin einen Volltreffer bei mir gelandet. Mir hat die Geschichte um Chief Inspector Armand Gamache im verträumten Dorf Three Pines sehr gut gefallen. Das Cover ist sehr bunt gedruckt. Man erkennt im Vordergrund das Antlitz eines Dorfes mit einer weißen Kirche im Mittelpunkt. Im Hintergrund ist ein dichter Wald zu erkennen. Der Klappentext ist sehr informativ und bereitet den Leser gut auf das Handlungsgeschehen vor. In der Geschichte geht es um die ehemalige Lehrerin und Künstlerin Jane Neal welche durch einen Jagdpfeil getötet wurde. Armand Gamache der Chefinspektor aus dem nahegelegenen Montreal wird mit seinem Team zu diesem Fall in die Provinz gerufen. Schnell merkt dieser, dass dieses Dorf seinen Charme bzw. seine eigenen Regeln oder Verhaltensweisen an den Tag legt. Armand Gamache ist ein erfahrener Kommissar in den 50igern und verheiratet. Er hat sehr viel Erfahrung und seinen eigenen Ermittlungsstil mit seinem Team um den Kommissar Beauvoir sowie deren Assistentinnen. Armand Gamache bleibt immer ruhig und ist sehr sachlich. Trotz allem hat er auch den Sinn für das Zwischenmenschliche und wirkt dabei durchaus sympathisch beim Leser. Bei den zahlreichen Nebendarstellern haben mir Clara die beste Freundin vom Opfer Jana Neal sowie die Dichterin Ruth Zardo am besten gefallen. Clara ist von Beginn überzeugt, dass ihre Freundin heimtückisch ermordet wurde und ist durch ihren unerbittlichen Einsatz wie eine „Kollegin“ von Gamache. Sie lässt sich nicht beeindrucken und gibt nie auf bis sie die Wahrheit dann auch herausfindet, welche sie erschüttern lässt. Ruth Zardo eine ältere Dichterin ist mit ihrer spitzen Zunge über das Dorf hinaus bekannt. Gamache ist ein großer Anhänger ihrer Dichtkunst, welches sie jedoch unbeeindruckt lässt. Insgesamt sind es die vielreichen sehr unterschiedlichen Darsteller, welche der Geschichte eine unheimliche Gemütlichkeit verleiht. Die Spannung der Geschichte wird immer wieder aufs Neue belebt und erst am Ende der Erzählung lässt sich der Fall in seinem Ganzen aufklären. Der Aufbau der Geschichte ist stringent und es sind keine größeren Zeitsprünge erkennbar. Der Fall spielt in den 90 iger Jahren im französisch sprechenden Teil Kanadas. Mir haben die verschiedenen kulturellen Details bwz. Hinweise zwischen dem englischen sowie dem französischen Teil dieses Landes sehr gut gefallen. Der Schreibstil ist sehr flüssig und dialogorientiert. Dabei taucht der Leser sehr gut in die Landschaft und ihrer Umgebung ein. Die Übersetzung ins deutsche scheint dabei sehr gut gelungen zu sein. Als Zielgruppe des Romans kommen Krimifreunde aller Altersklassen in Frage. Das Fazit ist sehr positiv. Spannend mit guten differenzierten Charakteren versehen ist dieser Krimi mir ans Herz gewachsen. Ich werde auch die Nachfolgebände um das mysteriöse Dorf Three Pines lesen und kann diesen Roman allen Krimifreunden nur wärmsten ans Herz legen.
Meinung aus der Buchhandlung
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Für Fans von atmosphärischen Krimis mit schöner Sprache.
Bewertet: Buch (Taschenbuch)
Im "Dorf in den roten Wäldern" geht es beschaulich zu. Man kennt sich, man vertraut sich, die Türen stehen stets offen. Als die ehemalige Dorfschullehrerin tot aufgefunden wird, gehen alle zunächst von einem Jagdunfall aus. Doch während nicht nur die Leser sondern auch der Inspektor sich in das Dorf und seine Bewohner verlieben wird immer klarer - einer von Ihnen ist der Mörder!
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Three Pines, ein Dorf, welches auf keiner Landkarte zu finden ist, ein charmanter kleiner Ort mit liebenswerten, wenn auch mitunter schrulligen Bewohnern. Ausgerechnet dort ist ein Mord geschehen. Inspector Gamache, Chef der Mordkommisson Montreal soll ihn aufklären.
Diese Krimireihe wird von Mal zu Mal besser und lässt uns in manchen Abgrund hinter der beschaulichen Fassade von Three Pines blicken..
Bei jedem neuen Fall, habe ich das Gefühl, dass auch ich nach Three Pines zurückkomme!
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