Hamburg, Sommer 1939. Während der Zweite Weltkrieg immer näher rückt, versuchen der 16-jährige Henri und seine Freunde, den Alltag auszublenden. Man trifft sich im Schwimmbad oder im Park, einer hat immer ein Grammophon dabei – und dann wird gehottet bis zum Abwinken! Die neue Jazzmusik begeistert die »Swingheinis« mit ihrer ausgelassenen Lebensfreude. Den Nazis ist sie allerdings ein Dorn im Auge.Schon bald wird die Polizei auf die unangepassten Jugendlichen aufmerksam. Eines Nachts schnappt die Falle für Henri zu und er findet sich im Dunkeln eines Gestapokellers wieder …
Der Roman fußt auf Berichten über die Hamburger Swingjugend 1939 bis 1941 und erzählt packend von einem Aufwachsen inmitten des Zweiten Weltkriegs.
Kundinnen und Kunden meinen
4.7/5.0
Bewertung
5/5
18.06.2023
Buch (Gebundene Ausgabe)
Eines meiner Jugendbuchhighlights
»Ich dachte, du hast versucht, die Welt besser zu machen.
So was is' momentan lebensgefährlich.«
ein unglaublich spannendes Jugendbuch über die Zeit des Zweiten Weltkrieges. Der recht sachliche, aber gleichzeitig sehr angenehme
Schreibstil bringt etwas Licht in diese Dunkle Zeit.
Hamburg. Sommer 1939: der Krieg rückt immer näher, doch Henri und seine Freunde versuchen den schlimmen Alltag auszublenden und das Leben und die Jassmusik zu Leben. Eines Nachts schnappt die Falle zu und Henri sitzt in der Dunkelheit
Claudia R.
aus Berlin
5/5
25.02.2022
Buch (Gebundene Ausgabe)
Cover: Das Cover überzeugt…
Cover: Das Cover überzeugt durch seine Formen und seinen besonderen Touch. Der Titel ist klar erkennbar und recht gut umgesetzt. Ein interessantes Cover, ob es mich in einer Buchhandlung angesprochen hätte, vermutlich eher nicht, aber ich bin sehr froh, es dennoch Gelsen zu haben. Meinung: Auch wenn ich allein vom Cover vermutlich nicht zugegriffen hätte so konnte mich der Klappentext überzeugen und ich bin sehr froh, es gelesen zu haben. Es handelt von Henri und seinen Freunde, welche der Swing Musik frönen, jedoch stoßen sie im dritten Reich dabei auf einige Grenzen und lernen schnell die Bedrohung der Nazis für ernst zu nehmen. Die SwingJugend in Hamburg um 1939. Eine Jugend mitten im zweiten Weltkrieg, Freiheiten nachgehen zu wollen, die nicht gestattet sind und Träume zu haben, die mutig, aber auch sehr riskant sind. All das und vieles mehr wird hier sehr anschaulich rüber gebracht. Zu viel vom Inhalt möchte ich hier jedoch nicht verraten, da ich nichts vorweg nehmen möchte und auch inhaltlich nicht zu viel Spoilern will. Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen. Die Dialoge aber auch der erzählende Charakter ist hier sehr gut gemischt und man kann sich schnell in die Zeit und die Situationen hinein versetzen. Besonders in Henri kommt man schnell hinein. Die Erzählung aus der Sicht von Henri ermöglicht es den Leser, mit diesem sehr nah in Beziehung zu stehen und seine Gefühle und Emotionen sehr gut nachzuempfinden. Auch zu Robert baut man schnell und gut eine Verbindung , durch die Dialoge, auf. Man erfährt mehr über die Zeit, über einen kleinen Widerstand, auf den Drang nach Freiheit und eigene Wünsche zu verwirklichen, nach Swing und ein wenig Normalität. Ich fand es sehr interessant die Geschichte zu lesen und habe hier sehr viel erfahren, was mir bisher so noch nicht bewusst über diese Zeit war. Die Swingheinis waren sehr mutig und stark, einiges aber auch recht riskant und waghalsig. Die einzelnen Abschnitte hatte eine angenehme Länge und auch die verschiedenen Perspektiven durch Dialoge und erzählende Perspektive hat das Ganze sehr interessant gemacht. Mir hat die Erzählweise gut gefallen und auch eine andere Sicht über die Zeit des Zweiten Weltkriegs vermittelt. Auch das Nachwort am Ende fand ich sehr aufschlussreich und gut gewählt. Ein tolle Geschichte, die eine andere Perspektive anspricht und auf eine besondere Jungend aufmerksam macht. Fazit: Eine Geschichte, über die Jugend in Hamburg 1939, Jazzmusik, Widerstand und mutige Charaktere, die einiges riskierten.
chuckipop
aus Bünde
5/5
03.02.2022
Buch (Gebundene Ausgabe)
Die Swingjugend - Tanzen gegen den Kriegsalltag!
"Swing High - Tanzen gegen den Sturm" von Cornelia Franz ist als Hardcover mit 216 Seiten im Februar 2022 beim Gerstenberg Verlag erschienen.
Zum Inhalt:
Hamburg, 1939 - 1941: Henri und seine Freunde wollen sich dem bedrückenden, schlimmen Kriegsalltag nicht mehr unterwerfen als unbedingt notwendig, und so probieren Sie, diesen auszublenden und sich ganz auf das Tanzen, die neuesten Swingschallplatten und die Treffen mit ihren Freunden zu konzentrieren. Allerdings bleiben diese Freuden nicht verborgen, und so werden die Jugendlichen regelmäßig denunziert und die Polizei rückt an. Und eines Tages gelingt Henri die Flucht nicht und er findet sich in einer Kellerzelle im Hauptquartier der Gestapo Hamburg wieder...
Meine Meinung:
Als Erstes fallen natürlich Cover und Klappentext ins Auge bei diesem Jugendroman, und durch die tollen Farben und die dynamische Covergestaltung kann man die Musik fast schon hören. Der Klappentext hat meine Neugier dann endgültig geweckt, und nach dem Aufschlagen des Buches war ich direkt mittendrin im Geschehen!
Im Innendeckel findet sich vorne und hinten eine Karte des historischen Hamburg 1939, so dass man stets mitverfolgen kann, wo sich Henri und seine Freunde "herumtreiben".
Das Buch ist in zwei Zeitebenen unterteilt, und zwar in die Gefangenschaft im Gestapo-Keller 1941 und zum zweiten in die Zeit von 1939 bis 1941, in der die Swingheinis, wie sie sich selbst nennen, aktiv, wild und frei sind. Passenderweise sind die Seiten, die den Dialog zwischen Robert und Henri im dunklen Keller wiedergeben, auf schwarzem Papier gedruckt, das ist in meinen Augen das Tüpfelchen auf dem i .
Cornelia Franz konnte mich von Anfang an fesseln und mitfiebern lassen, man merkt, dass die Autorin gründlich recherchiert hat und der Roman beeindruckt und macht nachdenklich.
Henri, Inge, Franz und die anderen haben ihr gemeinsames Interesse, so oft wie möglich zu heißer Musik abzuholen, und dennoch sind sie alle sehr verschieden und von der Autorin liebevoll, detailliert und facettenreich erschaffen worden.
Henri, die Hauptfigur des Romans, wirkt zumeist unbekümmert und lehnt sich gegen alles, was mit den Nazis, der HJ usw. zu tun hat, auf. Wichtig scheinen ihm nur seine Freunde, die Musik und das Swingen, aber auch bei ihm steckt mehr unter der Oberfläche. Besonders deutlich wird das in den Dialogen mit Robert, die beiden brauchen einander und nähern sich immer mehr aneinander an. Auch hat Henri von Beginn des Krieges an viel Schlimmes erlebt (wie alle Menschen zu dieser Zeit), was ihn prägt und sein Denken beeinflusst. Sein Handeln wirkt dagegen jugendlich-rebellisch oder auf den einen oder anderen Leser möglicherweise auch egoistisch und oberflächlich, zumal er auch die Menschen, die ihm nahestehen, in Gefahr bringt.
Mir hat Inge am Besten gefallen, sie ist schon weitaus reifer als Henri und man hat ihr vielfach den inneren Zwiespalt angemerkt zwischen dem Wunsch, sich ihre normale Jugend zu bewahren und sich der ersten Liebe hinzugeben und der Notwendigkeit, den Widrigkeiten des Kriegsalltags zu trotzen.
Ich kann die Swingjugend sehr gut verstehen und ihre Haltung gut nachvollziehen, zumal sie ja auch alle noch sehr jung - und rebellisch ;)- sind.
Manches war sicherlich sehr naiv und vor allem haben die Jungs und Mädels den Ernst der Lage teilweise offenbar unterschätzt, aber sie haben sich ihre positive Lebenseinstellung und damit Normalität durch die Musik, das Tanzen und die Veranstaltungen, durch die Treffen mit Freunden bewahrt.
Und in besonderen Zeiten muss man sich manchmal in seine ganz eigene kleine Welt zurückziehen und das Maximale an Glück und Positivem herausholen, um nicht mit fliegenden Fahnen unterzugehen und den Mut zu verlieren.
Mein Fazit:
Cornelia Franz hat mit "Swing High" einen wichtigen, spannenden und hervorragend recherchierten Jugendroman geschrieben, der nicht nur von den bedrückenden und erschütternden Dingen des Kriegsalltags zu erzählen weiß, sondern ebenfalls von Freundschaft, der ersten Liebe, jugendlicher Rebellion und natürlich dem Tanzen handelt. Total klasse, unbedingt lesen...!
Bewertung
aus Hamburg
5/5
03.02.2022
Buch (Gebundene Ausgabe)
Musik befreit
Sommer 1939, kurz vor Kriegsausbruch. Henri und seine Freunde sind riesige Fans der Swingmusik. Sie treffen sich überall, wo es möglich ist, um die Musik zu hören und so richtig abzuhotten. Sie werden von Passanten beschimpft und die Jungs von der Hj verfolgen sie, aber dies stört sie nur wenig. Sie finden immer weniger Möglichkeiten zu feiern. Sie werden von der Hitlerjugend verfolgt und auch zusammengeschlagen. Doch sie ignorieren dies alles, auch als der Krieg beginnt. Bis Henri von der Gestapo verhaftet wird und ins Gefängnis kommt, wo er mirt Robby in einer Zelle landet.
Zwischendurch gibt es immer mal wieder einen Dialog zwischen Henri und Robby, welchen man auf schwarzen Seiten wiederfindet .Dieses hat mir ganz gut gefallen. Sehr gerne habe ich das Buch gelesen und finde es empfehlenswert.
mini25
aus Hamburg
5/5
03.02.2022
Buch (Gebundene Ausgabe)
Musik befreit Sommer 1939,…
Musik befreit Sommer 1939, kurz vor Kriegsausbruch. Henri und seine Freunde sind riesige Fans der Swingmusik. Sie treffen sich überall, wo es möglich ist, um die Musik zu hören und so richtig abzuhotten. Sie werden von Passanten beschimpft und die Jungs von der Hj verfolgen sie, aber dies stört sie nur wenig. Sie finden immer weniger Möglichkeiten zu feiern. Sie werden von der Hitlerjugend verfolgt und auch zusammengeschlagen. Doch sie ignorieren dies alles, auch als der Krieg beginnt. Bis Henri von der Gestapo verhaftet wird und ins Gefängnis kommt, wo er mirt Robby in einer Zelle landet. Zwischendurch gibt es immer mal wieder einen Dialog zwischen Henri und Robby, welchen man auf schwarzen Seiten wiederfindet .Dieses hat mir ganz gut gefallen. Sehr gerne habe ich das Buch gelesen und finde es empfehlenswert.
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5/5
16.07.2022
Buch (Gebundene Ausgabe)
Der Roman erzählt eindrücklich...
Der Roman erzählt eindrücklich und sensibel von einer Jugend im 2. Weltkrieg und dem Versuch, trotz aller Widrigkeiten und der Gefahr sein Leben zu leben. Sehr gelungen, um Jugendlichen diese Zeit näher zu bringen.
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5/5
04.03.2022
Buch (Gebundene Ausgabe)
Voller Lebensfreude
Als Henri aus London zurückkommt, trägt er einen echten Schatz in der Tasche - eine Platte von Louis Armstrong.
Die mit seinen Freunden zusammen zu hören und dazu zu tanzen - das verspricht einen fantastischen Sommer!
Doch in Hamburg sprechen alle vom Krieg. Für englische Musik, ausgelassene Tänze und Spaß ist da kein Platz. "Swingheinis" werden verprügelt, festgenommen, verhört.
Henri und seine Freunde wollen sich ihre Freude am Leben aber nicht nehmen lassen und so entsteht eine ungewöhnliche Form des Widerstandes.
Eindrücklich erzählt - unbedingt lesen!
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4/5
15.06.2022
Buch (Gebundene Ausgabe)
Swing High - Ein Tipp von "Mawula"
In dem Buch "Swing High" geht es um eine Gruppe von Jugendlichen, die sich den Verordnungen der Regierung widersetzen. Sie bekommen dadurch Probleme mit der Staatspolizei. Das Buch spielt vor und im 2. Weltkrieg in Hamburg.
Die Jugendlichen feiern auch häufig, obwohl auch dies verboten ist. Sie suchen sich dafür immer wieder neue und auch ungewöhnliche Orte. Ob sie bei einer Feier erwischt werden und was dann passiert, müsst Ihr selber lesen.
Ich fand das Buch sehr spannend und gut zu lesen. Das Buch würde ich für Jugendliche ab 12 Jahre empfehlen. Ich gebe 4/5 Sternen.
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4/5
18.05.2022
Buch (Gebundene Ausgabe)
Swing Heil - Tanzend gegen Nazis
Swingh High hat mich von Anfang an mitgerissen. Fernab von Hitlerjugend oder Widerstand bietet es eine ungewohnte Perspektive auf Jugendliche im Nationalsozialismus. Es erzählt eine Geschichte über Freundschaft, erste Liebe, Feiern und junge Menschen, deren Lust aufs Leben sie in das Visier eines menschenfeindlichen Regimes geraten lässt.
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4/5
09.03.2022
Buch (Gebundene Ausgabe)
Hamburger Kids swingen und jazzen gegen den deutschen Nazimuff
"Swingheinis"- so nennen sie sich selber: Die Jugendlichen im Hamburger Nazideutschland, für die Jazz und Swing ein Fenster zur großen weiten Welt im engen deutschen Muff bedeutet. Henri ist einer von ihnen. Gemeinsam mit seiner Clique feiert er die Musik der freien Welt, geht auf Parties, verliebt sich, "hottet" zu den neuesten Scheiben ab, wann immer sich Gelegenheit bietet. Ganz normale Teenies eben! Aber natürlich sind sie dem strengen Regime damit bald ein Dorn im Auge...
Die Geschichte einer anderen Art des Widerstandes: nicht mit Waffen oder Flugblättern, sondern mit Grammofon und Schellackplatten.
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