Produktbild: Mittsommertage

Mittsommertage Roman

11

25,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

04.12.2023

Verlag

C.H. Beck

Seitenzahl

285

Maße (L/B/H)

20,2/13,3/2,8 cm

Gewicht

376 g

Farbe

Mokka / Camel

Auflage

4. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-406-80652-0

Beschreibung

Rezension

„Sorgfältig gebaut wie eine Novelle, fein geplottet als moderner Roman in der Nachfolge Flauberts und Faulkners, ist „Mittsommertage“ ein kluger Gegenwartsroman, der die Vergangenheit als Gespenstergeschichte miterzählt."
Deutschlandfunk Kultur, Meike Fessmann

„Mittsommertage ist auch höchst aktuell, indem Woelk den anschwellenden Protest der Klimabewegung in seinem Buch aufgreift.“
Buch-Haltung, Marius Müller

„Mehr Aktualität geht kaum: ‚Mittsommertage‘ spielt nicht nur im Hitzesommer 2022, es spiegelt auch die aufgeheizte Atmosphäre der Zeit wider.“
Lübecker Nachrichten, Sibylle Peine

„Ein sehr aktueller Roman“
SWR2 Lesenswert, Anja Brockert

"Ulrich Woelk zeigt sich als großer Erzähler.“
HÖRZU

„Ulrich Woelk geht es darum, die Kluft zwischen abstrakter Theorie und dem praktischen Leben zu schließen. In seinem jüngsten Roman variiert er sein Lebensthema auf originelle Weise, indem er den Konflikt zwischen den abstrakten Forderungen der Ethik und dem ethischen Verhalten seiner Romanheldin im Detail durchspielt."
Deutschlandfunk Büchermarkt, Sigrid Löffler

„Ehrlich und authentisch.“
Buchmarkt, Christian von Zittwitz

„Dieses Milieu zu beschreiben, braucht eine gewisse Chuzpe. Das Buch ist voller Ironie. Es ist die gleiche Welt und es hat sich nicht viel getan. Dazu einen Roman zu schreiben, ist gewagt, aber berechtigt. Und gelungen.“
SRF Literaturclub, Marianne Sax

„Wir alle beobachten ohne Unterlass die Gegenwart. … Aber es ist womöglich nur die Literatur, die sie in Worte für eine halbe Ewigkeit bannen kann.“
Frankfurter Rundschau, Judith von Sternburg

„Das ist die perfekte Geschichte zu einer Städtereise.“
Abendzeitung, Marianna Geier

„Ein fein gearbeiteter, kluger Roman, der für mich zum Besten gehört, was ich in diesem Jahr gelesen habe.“
General Anzeiger, Christel Engeland

„Ich habe sehr viel aus diesem Buch mitgenommen und bin gleichzeitig hervorragend unterhalten worden.“
NDR Fernsehen DAS!, Sonja Weber

„Der Autor trifft dabei den Ton der Gegenwart auch im Detail hervorragend … Woelk streift geschickt so manche Debatte unserer Zeit, ohne dass er vergisst zu unterhalten.“
Redaktionsnetzwerk Deutschland, Kristian Teetz

„Angenehm unaufgeregte Stimme und in wohl dosiertem Tempo.“
Kölner Kurier, Jens Meifert

„Der Roman nimmt aktuelle Entwicklungen wie die Corona-Pandemie auf und wird durch die Brücke, die er von Klimaprotesten zu den Anti-AKW-Demonstrationen der Achtzigerjahre schlägt, zu einem Generationenroman über politischen Aktivismus.“
General-Anzeiger, Ines Bresler

„Leichtfüßig, aber nicht oberflächlich greift der Autor viele aktuelle Themen auf.“
Frankfurter Neue Presse, Pia Rolfs

„Passend zum Mondlandungsjubiläum am 20. Juli erzählt Woelk von einer tragischen Liebe im Sommer ’69“
Brigitte.de, Lieblingsbücher der Redaktion

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

04.12.2023

Verlag

C.H. Beck

Seitenzahl

285

Maße (L/B/H)

20,2/13,3/2,8 cm

Gewicht

376 g

Farbe

Mokka / Camel

Auflage

4. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-406-80652-0

Herstelleradresse

C.H. Beck
Wilhelmstrasse 9
80801 München
DE

Email: produktsicherheit@beck.de

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  • Anna

    5/5

    25.08.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Mitsommertage, die ins Dilemma führen

    Die Art und Weise wie Woelk seine Figuren ins Dilemma stürzen lässt, hat mich schon in seinem Buch „Der Sommer meiner Mutter“ fasziniert. Es ist ein langsames Abgleiten, gespickt mit vielen Alltagssituationen, in die sich außergewöhnliche Begebenheiten einschleichen. So geht es auch Philosophieprofessorin Ruth Lember. Mit einem Hundebiss bei der morgendlichen Joggingrunde beginnt eine für sie lebensverändernde Woche. Es ist die Zeit, als die Maskenpflicht anfängt zu fallen, als Klimaaktivisten sich auf die Straßen Berlins kleben und als eines Tages ein Mann aus Ruths Vergangenheit auftaucht, mit dem sie ein Geheimnis verbindet, das enorme Sprengkraft beinhaltet. Ulrich Woelk hat viele Themen in seinen neuen Roman gepackt. Allen voran die Klimakrise. Aber auch Ruths in die Jahre gekommene kinderlose Ehe, das Verhältnis zu ihrer Stieftochter und natürlich ihre akademische Laufbahn, die mit dem Ruf in den Ethikrat gekrönt werden soll. Es geht um Moral, um Schuld, um Grenzüberschreitungen, Naivität und letztendlich um Liebe. Woelk schreibt schnörkellos und präzise. Ruth Lembers Verhalten konnte ich zu jedem Zeitpunkt nachempfinden. Sie wirkt authentisch und kommt sympathisch rüber. Mich hat sie fasziniert, und noch mehr hat mich fasziniert, wie ihr die Kontrolle über ihr Leben entgleitet. Salopp ausgedrückt könnte man sagen: blöd gelaufen. So ist es manchmal im Leben, auch Ruth erkennt das und bleibt verstört zurück. Das Buch das nachdenklich macht und zum Diskutieren anregt. Lesenswert ist es allemal.

  • Kaffeeelse

    Thalia Book Circle Community

    5/5

    08.06.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Das Gestern und das Jetzt

    “Mittsommertage” ist mein zweites Buch von Ulrich Woelk. Schon mit “Der Sommer meiner Mutter” begeisterte mich Woelk. Aber hier in “Mittsommertage” gelingt ihm dieses Begeistern noch etwas intensiver. Für Ruth Lember, eine Professorin in Berlin, beginnt eine Wandlung, eine Reise. Sie wird von einem Hund gebissen, aber dies ist nur der Auftakt von beginnenden Ereignissen, eine spannende und interessante Fahrt beginnt. “Mittsommertage” ist aber nicht nur ein Roman über eine Frau, dieses Buch ist ein Blick auf ein Paar, auf eine Familie. Ein Blick auf die Interaktionen in diesem Gespann. Ein Blick auf das Heute und ein Blick auf das Gestern. Durch diese Blicke zurück ist dieses Buch aber auch eine spannende und interessante Zeitreise. Denn das Gestern und das Jetzt haben natürlich Verbindungen, nicht nur in der Gruppe miteinander verbundener Menschen, sondern auch in gesellschaftlichen Geschehnissen. Dieses Buch zeigt sehr schön, was das Leben mit den Menschen macht, was Älter werden bedeutet. Aber gleichzeitig zeigt es auch dass die Vergangenheit nicht vergangen ist und ein kleiner Teil Vergangenheit weiter im Jetzt besteht. Ebenso wie auch früheres Denken, frühere Ziele zwar in der Vergangenheit ruhen, aber deshalb nicht zwangsläufig auch begraben sein müssen. „Mittsommertage“ ist so ein Buch zum Sinnieren, zur Reflexion, ein Buch für eine interessante Reise. Ich finde bei den Büchern von Ulrich Woelk nicht diese in der deutschen Literatur so oft aufzufindende Distanz, dieses mich so oft verwirrende Kühle. Und dies gefällt mir ungemein! Denn die Bücher von Ulrich Woelk berühren mich. Ein Autor, den ich definitiv im Auge behalten werde. Denn “Der Sommer meiner Mutter” und “Mittsommertage” berühren und begeistern mich, “Mittsommertage” noch etwas mehr. Von daher bin ich natürlich neugierig auf weitere Bücher von Ulrich Woelk. Mal schauen, was die kommende Lesezeit noch alles vor meine Augen führen wird. Denn diese 5 Sterne Reise hier war bezaubernd für mich.

  • Bewertung

    5/5

    20.01.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Klug und vielschichtig!

    Mittsommertage ist ein hoch aktueller, gut unterhaltender Roman, in dem Woelk sich der ganzen Palette brisanter Gegenwartsthemen bedient. Klimawandel, Ukraine Krieg, veränderte Rollenbilder, Gendersprache, Bildungsmisere sowie manch andere gesellschaftlichen Veränderungen fließen geschickt in die Handlung ein, ohne zu überfrachten. Eine Woche im Leben einer klugen, vielseitig interessanten Frau, die plötzlich eingeholt wird durch ihre Vergangenheit und heute als Ethikprofessorin einmal mehr in der Konfrontation steht mit den Idealen ihres eigenen Ichs. Ein fein gearbeiteter kluger Roman, sehr ehrlich und authentisch!

  • Bewertung

    5/5

    15.07.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Gegenwartsroman trifft auf Klimaethik

    "Es stimmte, dass sie, so gut es ging, immer versucht hatte, auf der Seite des wenn schon nicht gleich Wahren, so doch Richtigen oder besser Aufrichtigen oder vielleicht einfach nur des Guten zu stehen [...]." Doch was ist das Richtige, das Aufrichtige, das Wahre? Als Professorin für angewandte Ethik noch dazu mit dem Schwerpunkt der Tier- und Klimaethik ist das für Ruth gar nicht so einfach festzulegen. Wenn auf dem Weg durch Berlin Klimakleber der Letzen Generation Staus verursachen und für Unmut sorgen, ist das dann der notwendige Widerstand gegen ein umweltschädliches System oder doch ein illegitimer Eingriff? "Mittsommertage" erzählt eine Woche aus Ruths Leben aus der Perspektive der Protagonistin. Die Woche scheint eine gute zu sein: Ruth wird als Mitglied in den deutschen Ethikrat aufgenommen, das Gremium, das den Bundestag in ethisch schwierigen Entscheidungen berät. Ihr Mann Ben wartet auf das Ergebnis eines wichtigen Architekturwettbewerbs. Doch gleich am Montagmorgen wird Ruth beim Joggen ins Bein gebissen und ein Mann beobachtet sie erschreckend eindringlich in einer ihrer Vorlesungen. Ob die Woche so enden wird, wir Ruth sich das zu Beginn vorgestellt hat? Ulrich Woelk bleibt mit "Mittsommertage" seinem Themensprektrum treu. Wie schon in anderen Romanen verhandelt er nicht nur den gegenwärtigen Klimaprotest und das letzte Aufbäumen der Corona-Krise 2022. Er wirft auch einen Blick in die deutsche Vergangenheit, auf ostdeutschen Totalitarismus und die westdeutsche Anti-Atombewegung. Dem studierten Philosophen gelingt es dabei hervorragend, Denkprozesse beim Leser auszulösen ohne bevormundend zu wirken. Die Frage nach dem legitimen Klimaprotest in einer Welt, in der ein Grenzwert nach dem anderen überschritten wird, drängt sich bald auf. Ebenso, welche Verantwortung der Einzelne mit seinem alltäglichen Konsum trägt. Aber auch juristische Fragen werden zumindest angerissen. Woelk gelingt es dabei, durch das Nebeneinanderstellen einzelner Szenen Überschneidungen aufzuzeigen und Fragen aufzuwerfen, ohne dass er mit dem Zeigefinger darauf verweist. Die Diskurse, die das intellektuelle Paar Ruth und Ben hin und wieder führt, lassen sich als Folie verstehen, vor der der Leser zu eigenen Schlussfolgerungen gelangen kann - ein literarisches Kunststück, das großen Spaß beim Lesen bereitet.

  • begine

    aus Lemwerder

    5/5

    13.07.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Eine spannende Woche

    Der Roman Mittsommertage umfasst eine Woche im Leben der Ruth Lember in Berlin. Der Schriftsteller Ulrich Woelk schreibt mit klarer logischer Struktur Diese Geschichte ist Psychologie packend verpackt. Ruth lehrt an der Uni Psychologie und wird den Ethik Ausschuss gewählt. Dadurch kommt ein früherer Freund, er hat Dokumente über ihre Vergangenheit.. Sie hatten schon vor 30 Jahren für die Umwelt gekämpft. Ruth hat eine aufregende Woche, erst wird sie von einem Hund gebissen, dann kommen ihre Erinnerungen. Man erfährt von den Demonstrationen damals und heute. Sie haben für das gleiche gekämpft. Der Autor hat die Zeit perfekt konstruiert. Ich war von dieser Lektüre begeistert.

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Unsere Meinungen

  • Zum Bewerterprofil von Christine Kleber

    Christine Kleber

    OSIANDER Achern

    Buchhändler*in

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    5/5

    01.10.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Eine Woche im sommerlichen Berlin, die Ruths leben auf den Kopf stellt

    Die Ethikprofessorin Ruth steht vor der Krönung ihrer Karriere als sie in den Ethikrat berufen wird. Da tauchen Bilder aus ihrer längst vergessenen Vergangenheit auf, die sie in Gewissenskonflikt bringen. Diese zeigen Ruth als junge Aktivistin bei einer Sabotage-Aktion und gehen über Nacht auf Social Media Kanälen online. Der Shitstorm ist unaufhaltsam. Nicht nur ihre Karriere, auch ihre Ehe steht auf dem Spiel. Dicht und spannend, wie eine Woche im sommerlichen Berlin ein ganzes Leben auf den Kopf stellt.
  • Zum Bewerterprofil von Susanne Markscheffel

    Susanne Markscheffel

    OSIANDER Aalen

    Buchhändler*in

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    5/5

    01.08.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    In den Stürmen des Lebens sich selbst treu bleiben, eine ausdrucksstarke Erzählung zum Reflektieren

    In dem neuen Roman von Ulrich Woelk geht es um eine beruflich erfolgreiche Frau, die plötzlich an einem Wendepunkt ihres bisherigen Lebens steht. Es fängt an mit einem Hund, der ihr ohne irgendeinen Grund in die Wade beisst. Dies löst bei ihr einige Reaktionen aus. Zum einen die Wut über die Hundehalterin, als auch über sich selbst, weil sie so nett war und darauf verzichtet hat, die Hundehalterin anzuzeigen. Sie denkt, dass sie immer zu viel Verständnis für andere hat. Das Leben mit all seinen Höhen und Tiefen und seinen vielen Facetten scheint ihr zu entgleiten. Sie fragt sich, was aus ihr nur geworden ist. Wie sieht es mit ihrer Ehe aus, wo sind ihre Träume geblieben, wo wäre sie jetzt, wenn sie sich in der ein oder anderen Lebenssituation anders entschieden hätte? Ulrich Woelk schafft es, Abgründe auszuloten und unsere inneren Widersprüche sichtbar zu machen. In seinem Roman "Mittsommertage" lädt er dazu ein, über sein eigenes Leben zu reflektieren ohne es zu bewerten. Sein Schreibstil, die Wahl seiner Worte ist vortrefflich. Die Worte scheinen nur so aus seiner Feder zu fließen. Ich habe schon einige seiner Bücher gelesen und bin jedes Mal wieder begeistert darüber, wie gut er sich ausdrücken kann. Auch das Schriftbild ist sehr lesefreundlich, ganz abgesehen davon, dass man es bei einem Umfang von 280 Seiten auch an einem regnerischen Wochenende durchlesen kann, Lassen Sie sich darauf ein! Es lohnt sich.
  • Zum Bewerterprofil von Sabine Kronbauer

    Sabine Kronbauer

    OSIANDER Landsberg

    Buchhändler*in

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    5/5

    30.07.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Im Zwiespalt der Moral

    Heiße Mitsommertage in Berlin kurz nach der Pandemie: Ruth ist Professorin für angewandte Ethik mit dem Schwerpunkt Tier-und Klimaethik. Der Höhepunkt ihrer Karriere, die Aufnahme in den Ethikrat der Bundesregierung, steht kurz bevor. Der Roman erstreckt sich über eine Woche, die es in sich hat: Ruth wird von einem Hund gebissen. Die Beziehung zu ihrem Mann hat sich nach dem Auszug der Ziehtochter stark verändert und sie ahnt, dass es da noch eine Andere gibt. Als unerwartet ein ehemaliger Liebhaber auftaucht, sieht sie sich einem Dilemma ausgesetzt. Er konfrontiert sie mit einem fast vergessenem Anschlag aus ihrer Vergangenheit als Klimaaktivistin. Bisher hat Ruth niemandem davon erzählt. Die Tat selbst ist verjährt, aber sollten die alten Unterlagen aus dieser Zeit an die Öffentlichkeit geraten, bedeutet das das Ende ihrer Karriere. Bevor sie allerdings selbst entscheiden kann, entscheidet das Schicksal für sie……
  • Zum Bewerterprofil von Dominika Geduldig

    Dominika Geduldig

    OSIANDER Bad Säckingen

    Buchhändler*in

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    4/5

    26.01.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Von kleinen und großen Katastrophen

    Sieben Tage im Leben von Ruth Lember, einer nicht mehr ganz jungen aber mitten im Leben stehenden Philosophieprofessorin, sieben Tage im sommerlich heißen Berlin, an denen zunächst alle Zeichen auf beruflichen Erfolg und die Erfüllung privaten Glücks stehen. Sie ist beliebt bei ihren Studierenden und wurde soeben zur Krönung ihrer wissenschaftlichen Laufbahn in den Deutschen Ethikrat gewählt. Doch dann geht (fast) alles schief, was schiefgehen kann. Ein Hund beißt sie, abgelenkt von den Hiobsbotschaften ihres Handys fährt sie ein Auto zu Schrott, ihr Partner betrügt sie, ein Jugendfreund taucht bei ihr auf und tischt alte Sünden auf. Und es kommt noch dicker … Was bei einem weniger fähigen Erzähler allzu leicht in oberflächlichen Klamauk abgleiten würde, gerät bei Ulrich Woelk zum sorgfältig gezeichneten Sinn- und Spiegelbild einer sich hysterisch gebenden Zeit, einer Gegenwart, in der sich die moralischen Wertmaßstäbe verschieben. Trotz des ernsten Hintergrundes darf man sich auf ein schwereloses Lesevergnügen freuen. Ein spannendes Buch mit kriminalistischen Facetten, durchaus problemorientiert und dabei doch wunderbar unterhaltsam.
  • Zum Bewerterprofil von Imke Volkmann

    Imke Volkmann

    OSIANDER Pfaffenhofen

    Buchhändler*in

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    4/5

    11.10.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Mittsommertage

    Kann sich ein Leben in nur einer Woche total verändern? Ruth Lember Psychologieprofessorin in Berlin und angehendes Mitglied des deutschen Ethikrates wird eines Montags beim Joggen von einem Hund in die Wade gebissen. Dies ist der Anfang einer Reihe von Verkettungen, die im Laufe einer Woche ihr bisheriges Leben aus den Angeln heben. Ein alter Freund aus Jugendtagen taucht auf und konfrontiert Ruth mit einer Straftat, die sie als Umweltaktivistin in den 80er Jahren begangen hat. Wie geht sie als Mitglied des Ethikrates damit um? Als Ruth ihrem Mann und ihrer 20jährigen Tochter davon erzählt, verselbstständigen sich die Dinge und am Ende der Woche sind sowohl ihr privates als auch ihr berufliches Leben auf den Kopf gestellt. Der Autor Ulrich Woelk packt in seinen Roman eine Vielzahl von Themen - aktuelle gesellschaftliche Strömungen, den Corona-Alltag, den Krieg in der Ukraine, Tierwohl, Datenschutz, Genderfrage, Selbstbestimmung, Klimaschutz, Klimaaktivisten und Klimakleber, Energiepolitik, E-Autos, die Rolle des Staates, Einfluss der Social Media... – die, im Rahmen der Handlung, auf jeden Fall jede Menge Denkprozesse beim Leser auslösen!

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