Produktbild: ZAP. Für die einen ist es Vergnügen. Für ihn ein Albtraum.

ZAP. Für die einen ist es Vergnügen. Für ihn ein Albtraum. Tech-Thriller von Bestsellerautor Andreas Eschbach für alle ab 14 Jahren

14

12,99 €

inkl. gesetzl. MwSt.

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB 3

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Nein

Text-to-Speech

Ja

Altersempfehlung

ab 14 Jahr(e)

Verkaufsrang

42117

Erscheinungsdatum

12.10.2023

Verlag

Arena Verlag eBooks

Seitenzahl

304 (Printausgabe)

Dateigröße

1513 KB

Sprache

Deutsch

EAN

9783401810621

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB 3

eBooks im ePUB 3-Format erlauben eine dynamische Anpassung des Inhalts an die jeweilige Display-Größe des Lesegeräts. Das Format eignet sich daher besonders für das Lesen auf mobilen Geräten, wie z.B. Ihrem tolino, Tablets oder Smartphones.

Kopierschutz

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Family Sharing

Nein

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Barrierefreiheit

  • keine Information zur Barrierefreiheit bekannt

Altersempfehlung

ab 14 Jahr(e)

Verkaufsrang

42117

Erscheinungsdatum

12.10.2023

Verlag

Arena Verlag eBooks

Seitenzahl

304 (Printausgabe)

Dateigröße

1513 KB

Sprache

Deutsch

EAN

9783401810621

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Urplötzlich in der Truman Show

Miro76 aus Wels am 03.11.2023

Bewertungsnummer: 2060549

Bewertet: eBook (ePUB 3)

Finn musste mit seinen Eltern übersiedeln, weil der Vater einen neuen Job antreten durfte. Er ist noch nicht richtig heimisch, fühlt sich in der Schule nicht wohl und seinen besten Freund Navid vermisst er sehr. In seiner Freizeit flüchtet er sich in Bücher, was den Eltern gar nicht behagt, denn ihre Leben spielen sich in den sozialen Netzwerken und am Fernseher ab. Finn scheint hier etwas aus der Zeit gefallen zu sein. Als er an einem Freitag aus der Schule kommt, erwartet ihn eine böse Überraschung. Er sperrt die Wohnung auf, die er am Morgen verlassen hatte und findet darin nichts wieder. Die Wände sind anders gestrichen, völlig andere Möbel und es leben andere Leute darin. Auch die Nachbarin scheint ihn nicht wiederzukennen. Finn ist völlig verwirrt und lässt sich tatsächlich einreden, sich verlaufen zu haben, denn in dieser tristen Vorstadt sehen alle Straßen irgendwie gleich aus. Ein perfides Spiel beginnt, das Finn komplett um den Verstand bringen soll, während sich die Zuschauer im Fernsehstudio und vor den Glotzen zuhause köstlich amüsieren sollten. Doch der Sender hat die Rechnung ohne Lea gemacht, die versehentlich von diesem Projekt erfahren hat und Finn unter erheblichem Aufwand zu Hilfe eilt. Gemeinsam versuchen sie den Spieß umzudrehen und die Verantwortlichen in eine Falle zu locken, denn dieses Spiel will Finn auf keinen Fall mitspielen. Andreas Eschbach hat mir ZAP ein Gedankenexperiment erschaffen, dass diesen ganzen Irrsinn Reality-TV persifliert und treibt es auf die Spitze. Wir bekommen anfangs einen guten Einblick in die Gesellschaft, die den Nährboden für diesen Wahnsinn bietet. Mit der Absurdität, die der Fernsehsender hier veranstaltet, will uns der Autor vielleicht zeigen, wie weit die digitale Welt uns alle treiben kann. Stilistisch ist es einfach gehalten. Rückblenden werden und mit << Rewind << angezeigt und genauso gibt es ein >> Fast Vorward >>. So lässt sich das Buch schnell weglesen, ist nicht all zu anspruchsvoll und unterhält hervorragend. Es ist rasant und spannend und ganz im Sinne von Jugendliteratur passiert nicht wirklich was Schreckliches und der Held findet seinen Weg. Außerdem ist es irgendwie auch eine Ode an die analoge Welt! Mir hat's gefallen!

Urplötzlich in der Truman Show

Miro76 aus Wels am 03.11.2023
Bewertungsnummer: 2060549
Bewertet: eBook (ePUB 3)

Finn musste mit seinen Eltern übersiedeln, weil der Vater einen neuen Job antreten durfte. Er ist noch nicht richtig heimisch, fühlt sich in der Schule nicht wohl und seinen besten Freund Navid vermisst er sehr. In seiner Freizeit flüchtet er sich in Bücher, was den Eltern gar nicht behagt, denn ihre Leben spielen sich in den sozialen Netzwerken und am Fernseher ab. Finn scheint hier etwas aus der Zeit gefallen zu sein. Als er an einem Freitag aus der Schule kommt, erwartet ihn eine böse Überraschung. Er sperrt die Wohnung auf, die er am Morgen verlassen hatte und findet darin nichts wieder. Die Wände sind anders gestrichen, völlig andere Möbel und es leben andere Leute darin. Auch die Nachbarin scheint ihn nicht wiederzukennen. Finn ist völlig verwirrt und lässt sich tatsächlich einreden, sich verlaufen zu haben, denn in dieser tristen Vorstadt sehen alle Straßen irgendwie gleich aus. Ein perfides Spiel beginnt, das Finn komplett um den Verstand bringen soll, während sich die Zuschauer im Fernsehstudio und vor den Glotzen zuhause köstlich amüsieren sollten. Doch der Sender hat die Rechnung ohne Lea gemacht, die versehentlich von diesem Projekt erfahren hat und Finn unter erheblichem Aufwand zu Hilfe eilt. Gemeinsam versuchen sie den Spieß umzudrehen und die Verantwortlichen in eine Falle zu locken, denn dieses Spiel will Finn auf keinen Fall mitspielen. Andreas Eschbach hat mir ZAP ein Gedankenexperiment erschaffen, dass diesen ganzen Irrsinn Reality-TV persifliert und treibt es auf die Spitze. Wir bekommen anfangs einen guten Einblick in die Gesellschaft, die den Nährboden für diesen Wahnsinn bietet. Mit der Absurdität, die der Fernsehsender hier veranstaltet, will uns der Autor vielleicht zeigen, wie weit die digitale Welt uns alle treiben kann. Stilistisch ist es einfach gehalten. Rückblenden werden und mit << Rewind << angezeigt und genauso gibt es ein >> Fast Vorward >>. So lässt sich das Buch schnell weglesen, ist nicht all zu anspruchsvoll und unterhält hervorragend. Es ist rasant und spannend und ganz im Sinne von Jugendliteratur passiert nicht wirklich was Schreckliches und der Held findet seinen Weg. Außerdem ist es irgendwie auch eine Ode an die analoge Welt! Mir hat's gefallen!

Uff - krausem, äußerst krausem

Daniela aus Hörselberg-Hainich am 27.10.2023

Bewertungsnummer: 2053895

Bewertet: eBook (ePUB 3)

Das Buch startet mit einem komplett verbimmelten Jungen, der scheinbar mitten in der Nacht von seinem Wecker geweckt wird. – Es stellt sich heraus, dass dieser Junge Geschwister hat, die nicht besonders nett zu ihm sind. Außerdem hat dieser Junge einen Umzug in diese Stadt hinter sich. Er kämpft also nicht nur mit seiner Familie, sondern auch mit einem ganzen Gebäude voller neuer Mitschüler. Zunächst einmal lernt man den Protagonisten etwas genauer kennen. Er scheint ein ruhiger Beamter zu sein. Nicht sehr interessiert an Social Media, Fernsehen und Internet. Für ihn ist es das Höchste, wenn er einfach ein gutes Buch lesen kann. – Das macht ihn nicht nur zum Außenseiter bei seinen Altersgenossen, sondern auch zum Sonderling in der eigenen Familie. Wobei ich sagen muss, dass ich die Eltern schon hier nicht verstanden habe. Lesen ist ja nun kein Hobby, wofür man sich als Eltern schämen muss. Der Schulalltag scheint noch normal zu verlaufen, aber als es dann los geht und er in der scheinbar falschen Wohnung steht, seine Familie und Freunde komplett verschwunden zu sein scheinen und ihm nicht einmal der Postbote helfen kann, dachte ich, dass ich im falschen Film bin. Dazu kam noch diese Nebenhandlung von einem Mädchen, welches in ihrem Zimmer eingesperrt wird, nicht in die Schule darf und das auch noch vom eigenen Vater veranlasst wird. – Ich wollte abbrechen, ich sags, wie es ist. Als das Mädchen dann Finn anrempelt, ihn aus dem Bereich der Kameras lotst und ihn aufklärt, ist auch mir ein Licht aufgegangen und ich konnte den Jungen komplett verstehen, dass er dem Fernsehsender und seinen Eltern eins auswischen wollte. – Seine Eltern haben ihn an ein experimentelles Fernsehformat gekauft. Nur, weil sie der Meinung sind, dass er zu ruhig ist und vermarktet gehört, wie sie es mit ihm als Baby schon getan haben. – Die Handlung entwickelt sich zu einem Katz- und Mauspiel zwischen dem Fernsehsender und Finn. Außerdem wird ein alter Freund von Finn in die Handlung gebracht, der so eine Art Computercrack zu sein scheint und auf seine Art den Sender und den Ablauf stört. Es kommt Leben in die Handlung, weil es jetzt auch Rückblenden gibt und der Leser in die ganzen Vorbereitungen für die Show mit einbezogen wird. Wie die erste Idee auftauchte, wie sie auf Finn gekommen sind, was da alles wie vorbereitet werden musste. – Ich habe da im Endeffekt nur rausgelesen, dass der Vater sein eigenes Kind für seine Karriere schlicht und ergreifend verkauft hat und es verheizen lässt. Ich selber habe beim Lesen zwischen Wut und Hoffnung geschwankt. Ich wollte mit der Familie freiwillig nichts mehr zu tun haben, wusste aber, dass ich als Kind noch irgendwie abhängig von meinen Eltern bin. Es war zum Haareraufen. Das Ende war dann jedenfalls anders, als ich es mir so ausgedacht hätte, aber auch nicht von schlechten Eltern. Finn kommt zu seiner Rache, es bleibt aber ziemlich offen, wie das dann mit seiner Familie war. – Eins wird aber klar: Finn hat Freunde, auch wenn er gern Bücher liest. Wenige Freunde, aber dafür welche, die in größter Not für ihn da sind und ihm helfen. Das Buch war anders, als das, was ich erwartet habe. Es lebt nicht von Spladder oder wilder Verfolgung, sondern von Gefühlen. Ich war als Leser im Schicksal des Protagonisten gefangen und habe mit ihm gelitten und überlegt, was ich an seiner Stelle gemacht hätte. – Er war im Gesamten gesehen, recht ruhig. Die anfängliche Verzweiflung, die er gehabt haben musste, kam nicht gut genug rüber. Irgendwie fand ich den Jungen so schicksalsergeben. Es wirkte fast so, als hätte man ihm über die Jahre schon klar gemacht, dass Kämpfen nichts nutzt, weil es am Ende eh kommt, wie es kommen soll. Von der Gestaltung her muss ich mal die Überschriften der einzelnen Leseabschnitte erwähnen. Es hat eine ganze Weile gebraucht, bis ich begriffen hatte, worauf der Autor da hinaus wollte. Zumal sie sich immer mal wieder auch geglichen haben. Aber mit diesen Überschriften macht der Autor zeitliche Abläufe klar. - Die waren zwischendrin ja mal wirklich richtig abenteuerlich durcheinander. Der Erzählstil war einfach, allerdings habe ich eine geraume Weile gebraucht, bis ich mitbekommen habe, wo die Reise mit diesem Buch hingehen soll. Als sich mir das dann eröffnet hatt, hatte ich eine Story, die anders war als erwartet aber auf ihre eigenen Weise komplett spannend und gefühlsbeladen.

Uff - krausem, äußerst krausem

Daniela aus Hörselberg-Hainich am 27.10.2023
Bewertungsnummer: 2053895
Bewertet: eBook (ePUB 3)

Das Buch startet mit einem komplett verbimmelten Jungen, der scheinbar mitten in der Nacht von seinem Wecker geweckt wird. – Es stellt sich heraus, dass dieser Junge Geschwister hat, die nicht besonders nett zu ihm sind. Außerdem hat dieser Junge einen Umzug in diese Stadt hinter sich. Er kämpft also nicht nur mit seiner Familie, sondern auch mit einem ganzen Gebäude voller neuer Mitschüler. Zunächst einmal lernt man den Protagonisten etwas genauer kennen. Er scheint ein ruhiger Beamter zu sein. Nicht sehr interessiert an Social Media, Fernsehen und Internet. Für ihn ist es das Höchste, wenn er einfach ein gutes Buch lesen kann. – Das macht ihn nicht nur zum Außenseiter bei seinen Altersgenossen, sondern auch zum Sonderling in der eigenen Familie. Wobei ich sagen muss, dass ich die Eltern schon hier nicht verstanden habe. Lesen ist ja nun kein Hobby, wofür man sich als Eltern schämen muss. Der Schulalltag scheint noch normal zu verlaufen, aber als es dann los geht und er in der scheinbar falschen Wohnung steht, seine Familie und Freunde komplett verschwunden zu sein scheinen und ihm nicht einmal der Postbote helfen kann, dachte ich, dass ich im falschen Film bin. Dazu kam noch diese Nebenhandlung von einem Mädchen, welches in ihrem Zimmer eingesperrt wird, nicht in die Schule darf und das auch noch vom eigenen Vater veranlasst wird. – Ich wollte abbrechen, ich sags, wie es ist. Als das Mädchen dann Finn anrempelt, ihn aus dem Bereich der Kameras lotst und ihn aufklärt, ist auch mir ein Licht aufgegangen und ich konnte den Jungen komplett verstehen, dass er dem Fernsehsender und seinen Eltern eins auswischen wollte. – Seine Eltern haben ihn an ein experimentelles Fernsehformat gekauft. Nur, weil sie der Meinung sind, dass er zu ruhig ist und vermarktet gehört, wie sie es mit ihm als Baby schon getan haben. – Die Handlung entwickelt sich zu einem Katz- und Mauspiel zwischen dem Fernsehsender und Finn. Außerdem wird ein alter Freund von Finn in die Handlung gebracht, der so eine Art Computercrack zu sein scheint und auf seine Art den Sender und den Ablauf stört. Es kommt Leben in die Handlung, weil es jetzt auch Rückblenden gibt und der Leser in die ganzen Vorbereitungen für die Show mit einbezogen wird. Wie die erste Idee auftauchte, wie sie auf Finn gekommen sind, was da alles wie vorbereitet werden musste. – Ich habe da im Endeffekt nur rausgelesen, dass der Vater sein eigenes Kind für seine Karriere schlicht und ergreifend verkauft hat und es verheizen lässt. Ich selber habe beim Lesen zwischen Wut und Hoffnung geschwankt. Ich wollte mit der Familie freiwillig nichts mehr zu tun haben, wusste aber, dass ich als Kind noch irgendwie abhängig von meinen Eltern bin. Es war zum Haareraufen. Das Ende war dann jedenfalls anders, als ich es mir so ausgedacht hätte, aber auch nicht von schlechten Eltern. Finn kommt zu seiner Rache, es bleibt aber ziemlich offen, wie das dann mit seiner Familie war. – Eins wird aber klar: Finn hat Freunde, auch wenn er gern Bücher liest. Wenige Freunde, aber dafür welche, die in größter Not für ihn da sind und ihm helfen. Das Buch war anders, als das, was ich erwartet habe. Es lebt nicht von Spladder oder wilder Verfolgung, sondern von Gefühlen. Ich war als Leser im Schicksal des Protagonisten gefangen und habe mit ihm gelitten und überlegt, was ich an seiner Stelle gemacht hätte. – Er war im Gesamten gesehen, recht ruhig. Die anfängliche Verzweiflung, die er gehabt haben musste, kam nicht gut genug rüber. Irgendwie fand ich den Jungen so schicksalsergeben. Es wirkte fast so, als hätte man ihm über die Jahre schon klar gemacht, dass Kämpfen nichts nutzt, weil es am Ende eh kommt, wie es kommen soll. Von der Gestaltung her muss ich mal die Überschriften der einzelnen Leseabschnitte erwähnen. Es hat eine ganze Weile gebraucht, bis ich begriffen hatte, worauf der Autor da hinaus wollte. Zumal sie sich immer mal wieder auch geglichen haben. Aber mit diesen Überschriften macht der Autor zeitliche Abläufe klar. - Die waren zwischendrin ja mal wirklich richtig abenteuerlich durcheinander. Der Erzählstil war einfach, allerdings habe ich eine geraume Weile gebraucht, bis ich mitbekommen habe, wo die Reise mit diesem Buch hingehen soll. Als sich mir das dann eröffnet hatt, hatte ich eine Story, die anders war als erwartet aber auf ihre eigenen Weise komplett spannend und gefühlsbeladen.

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von Andreas Eschbach

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Verena Bothe

RavensBuch Osiander Ravensburg

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4/5

ZAP.

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Finn Ahlmann ist irgendwie aus der Art geschlagen. Sein Bruder Moritz zockt den halben Tag Videospiele, Schwester Silke inszeniert sich auf Social Media als Umweltschützerin, die Mutter ist Foodbloggerin, und der Vater arbeitet beim Fernsehen, bei dem Sender 1SpassTV, der sich mit innovativen Shows das junge Publikum von den angesagte Streaming-Diensten zurückerobert. Klicks, Views, Likes, Einschaltquoten - das sind die Dinge, die für die Familie zählen. Finn hingegen ist ruhig, unauffällig und “analog”. Er verbringt seine Freizeit am liebsten mit Lesen, was seiner Familie fast schon peinlich ist. Die Familie ist vor kurzem in das äußerst öde Ostwaldau umgezogen, und Finn tut sich auf der neuen Schule schwer. Vor allem vermisst er seinen besten Freund Navid. Die anderen Schüler, allen voran Torben und Björn, sind nicht gerade nett zu ihm. Nicht auszudenken, wenn sie erfahren, dass die kleine Grinsebacke auf der Kekspackung, aus der sie heimlich im Unterricht snacken, Finn ist. Als Kleinkind wurde er von seinen Eltern als Werbegesicht für Kekse, Windeln und Co. vermarktet. Nach der Schule macht Finn sich auf den Weg nach Hause. Wahrscheinlich wartet hier schon das Mittagessen, angerichtet, fotografiert, warm gestellt und bereits auf Instagram hochgeladen. Finn könnte sich gar nicht mehr irren! Denn als er die Wohnung betritt, ist alles verändert, und es wohnen fremde Leute dort. Hat er sich einfach im Haus geirrt? In dem grauen Wohngebiet sieht eh alles gleich aus, aber auch die Straßennamen stimmen alle nicht. Finn hat keinen Stadtplan und Google Maps lädt nicht. Der Briefträger, den er trifft, behauptet, seine Straße gäbe es gar nicht. Vielleicht träumt Finn ja nur? Oder er liegt im Koma? Oder wird er verrückt? Wo ist seine Familie geblieben? Wurden sie entführt oder so was? Auf Finns Handy fehlen alle Telefonnummern und Nachrichten. Nur seine eigene Nummer ist gespeichert und ein paar unsinnige Fotos. Zum Glück kennt er Navids Nummer auswendig, doch da kommt nur “kein Anschluss unter dieser Nummer”. Finn versucht, cool zu bleiben, kauft sich ein Fischbrötchen und beschließt, erst mal zur Schule zurück zu laufen. Doch da ist jetzt eine Firma und keine Schule mehr. Er begegnet einem seltsamen Typen, der ihn Oliver nennt. Er muss raus aus dieser Stadt! Mit dem Zug will er zu seiner Oma fahren, doch er kommt nicht mal bis zum Bahnhof, weil der Bus die ganze Zeit im Kreis fährt. Dann wird er von Lea angerempelt, die ihm einen Zettel zusteckt: “Du wirst beobachtet. Folge mir unauffällig!” In einer Tiefgarage erfährt Finn von Lea endlich, was hier gespielt wird. Finn ist der unfreiwillige Star der neuen Show ZAP. Überall wird er von Kameras gefilmt und in seiner Kleidung sind Mikros versteckt. Leas Vater gehört zu dem Team, das die Kameras überall in der Stadt installiert hat. Lea hasst Lügengeschichten und ist aus ihrem Zimmer, in das sein Vater sie eingesperrt hat, ausgebrochen, um mit Finn Kontakt aufzunehmen. Finns Eltern wissen auch Bescheid, was hier läuft, sie mussten ja zustimmen, da ihr Sohn noch minderjährig ist. Die ganze Stadt hängt praktisch mit drin, Schule, Verkehrsbetriebe, Geschäftsinhaber, alle dazu bereit, mit ZAP Fernsehgeschichte zu schreiben. Theoretisch könnte Finn jetzt einfach die Show platzen lassen, doch so leicht will er die Betreiber der Show und seine Familie nicht davonkommen lassen. Noch hat er keinen konkreten Plan, aber Lea ist schon mal auf seiner Seite, und sie kontaktiert Finns Freund Navid, der ein begabter Hacker ist. Könnte noch nützlich werden. Finn tut nach der Sache so, als sei er nur kurz auf dem Klo gewesen. Der Showrunner ist enttäuscht und wird zunehmend nervös. Warum bleibt Finn so locker? Warum dreht er nicht langsam durch. Mit Tricks versucht er, Finn dazu zu bringen, eine neurologische Praxis zu betreten, wo ein Schauspieler auf ihn wartet, um ihn noch weiter in den Wahnsinn zu treiben. Doch Finn lässt sich nicht ködern und dreht den Spieß um … Wer auf ein actiongeladenes Abenteuer mit einem großen Knall zum Schluss wartet, der wartet vergebens. Das heißt aber nicht, dass die Geschichte nicht gut ist. Ich fand sie sogar ziemlich gut und das Ende richtig cool! Man kann sich gut in Finn hineinversetzen und macht sich beim Lesen Gedanken, wie man wohl an seiner Stelle auf eine solche Situation reagieren würde. Ich hatte echt einen Hass auf seine Eltern, vor allem auf den Vater. Wie kann man seinem eigenen Kind so etwas antun für Geld und Fame? Ok, hin und wieder gibt es ein paar Stellen in dem Buch, die nicht wirklich logisch sind, aber alles in allem ist es eine spannende und unterhaltsame Geschichte, die mehr bietet als nur Kritik an der modernen Unterhaltungsindustrie.
  • Verena Bothe
  • Buchhändler/-in

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ZAP.

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Finn Ahlmann ist irgendwie aus der Art geschlagen. Sein Bruder Moritz zockt den halben Tag Videospiele, Schwester Silke inszeniert sich auf Social Media als Umweltschützerin, die Mutter ist Foodbloggerin, und der Vater arbeitet beim Fernsehen, bei dem Sender 1SpassTV, der sich mit innovativen Shows das junge Publikum von den angesagte Streaming-Diensten zurückerobert. Klicks, Views, Likes, Einschaltquoten - das sind die Dinge, die für die Familie zählen. Finn hingegen ist ruhig, unauffällig und “analog”. Er verbringt seine Freizeit am liebsten mit Lesen, was seiner Familie fast schon peinlich ist. Die Familie ist vor kurzem in das äußerst öde Ostwaldau umgezogen, und Finn tut sich auf der neuen Schule schwer. Vor allem vermisst er seinen besten Freund Navid. Die anderen Schüler, allen voran Torben und Björn, sind nicht gerade nett zu ihm. Nicht auszudenken, wenn sie erfahren, dass die kleine Grinsebacke auf der Kekspackung, aus der sie heimlich im Unterricht snacken, Finn ist. Als Kleinkind wurde er von seinen Eltern als Werbegesicht für Kekse, Windeln und Co. vermarktet. Nach der Schule macht Finn sich auf den Weg nach Hause. Wahrscheinlich wartet hier schon das Mittagessen, angerichtet, fotografiert, warm gestellt und bereits auf Instagram hochgeladen. Finn könnte sich gar nicht mehr irren! Denn als er die Wohnung betritt, ist alles verändert, und es wohnen fremde Leute dort. Hat er sich einfach im Haus geirrt? In dem grauen Wohngebiet sieht eh alles gleich aus, aber auch die Straßennamen stimmen alle nicht. Finn hat keinen Stadtplan und Google Maps lädt nicht. Der Briefträger, den er trifft, behauptet, seine Straße gäbe es gar nicht. Vielleicht träumt Finn ja nur? Oder er liegt im Koma? Oder wird er verrückt? Wo ist seine Familie geblieben? Wurden sie entführt oder so was? Auf Finns Handy fehlen alle Telefonnummern und Nachrichten. Nur seine eigene Nummer ist gespeichert und ein paar unsinnige Fotos. Zum Glück kennt er Navids Nummer auswendig, doch da kommt nur “kein Anschluss unter dieser Nummer”. Finn versucht, cool zu bleiben, kauft sich ein Fischbrötchen und beschließt, erst mal zur Schule zurück zu laufen. Doch da ist jetzt eine Firma und keine Schule mehr. Er begegnet einem seltsamen Typen, der ihn Oliver nennt. Er muss raus aus dieser Stadt! Mit dem Zug will er zu seiner Oma fahren, doch er kommt nicht mal bis zum Bahnhof, weil der Bus die ganze Zeit im Kreis fährt. Dann wird er von Lea angerempelt, die ihm einen Zettel zusteckt: “Du wirst beobachtet. Folge mir unauffällig!” In einer Tiefgarage erfährt Finn von Lea endlich, was hier gespielt wird. Finn ist der unfreiwillige Star der neuen Show ZAP. Überall wird er von Kameras gefilmt und in seiner Kleidung sind Mikros versteckt. Leas Vater gehört zu dem Team, das die Kameras überall in der Stadt installiert hat. Lea hasst Lügengeschichten und ist aus ihrem Zimmer, in das sein Vater sie eingesperrt hat, ausgebrochen, um mit Finn Kontakt aufzunehmen. Finns Eltern wissen auch Bescheid, was hier läuft, sie mussten ja zustimmen, da ihr Sohn noch minderjährig ist. Die ganze Stadt hängt praktisch mit drin, Schule, Verkehrsbetriebe, Geschäftsinhaber, alle dazu bereit, mit ZAP Fernsehgeschichte zu schreiben. Theoretisch könnte Finn jetzt einfach die Show platzen lassen, doch so leicht will er die Betreiber der Show und seine Familie nicht davonkommen lassen. Noch hat er keinen konkreten Plan, aber Lea ist schon mal auf seiner Seite, und sie kontaktiert Finns Freund Navid, der ein begabter Hacker ist. Könnte noch nützlich werden. Finn tut nach der Sache so, als sei er nur kurz auf dem Klo gewesen. Der Showrunner ist enttäuscht und wird zunehmend nervös. Warum bleibt Finn so locker? Warum dreht er nicht langsam durch. Mit Tricks versucht er, Finn dazu zu bringen, eine neurologische Praxis zu betreten, wo ein Schauspieler auf ihn wartet, um ihn noch weiter in den Wahnsinn zu treiben. Doch Finn lässt sich nicht ködern und dreht den Spieß um … Wer auf ein actiongeladenes Abenteuer mit einem großen Knall zum Schluss wartet, der wartet vergebens. Das heißt aber nicht, dass die Geschichte nicht gut ist. Ich fand sie sogar ziemlich gut und das Ende richtig cool! Man kann sich gut in Finn hineinversetzen und macht sich beim Lesen Gedanken, wie man wohl an seiner Stelle auf eine solche Situation reagieren würde. Ich hatte echt einen Hass auf seine Eltern, vor allem auf den Vater. Wie kann man seinem eigenen Kind so etwas antun für Geld und Fame? Ok, hin und wieder gibt es ein paar Stellen in dem Buch, die nicht wirklich logisch sind, aber alles in allem ist es eine spannende und unterhaltsame Geschichte, die mehr bietet als nur Kritik an der modernen Unterhaltungsindustrie.

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