Produktbild: Die Optimisten
Artikelbild von Die Optimisten
Rebecca Makkai

1. Die Optimisten

Die Optimisten

Gesprochen von
24
0,00 € * inkl. gesetzl. MwSt.
* im Probemonat gratis danach 7,95 €/Monat

Im Hörbuch-Abo laden

  • Monatlich einen Titel wählen & behalten
  • Jederzeit pausieren oder kündigen
  • Weitere Hörbücher im Abo für max. 7,95 €

Unser Hörbuch-Abo

Wie finde ich ein Hörbuch?

Sie können den gewünschten Titel einfach direkt über die Suchmaske finden oder Sie lassen sich über den Reiter „Hörbücher“ inspirieren.

Wie kann ich einen Titel hören?

Genießen Sie Ihre Hörbücher in der kostenlosen tolino-App auf Ihrem Smartphone und Tablet oder mit dem tolino Webreader direkt in Ihrem Browser.

Unsere Abo-Vorteile für Sie:

Den ersten Monat gratis testen. Danach zahlen Sie monatlich den Festpreis von 7,95 €.

Mit unserem Hörbuch-Abo haben Sie die Auswahl aus einer Vielzahl an Titeln verschiedener Genres.

Bleiben Sie flexibel. Pausieren Sie Ihr Abo, wenn Ihnen die Zeit fehlt. Eine Kündigung ist monatlich möglich.

Nutzen Sie den exklusiven Rabatt gegenüber dem Einzelkauf und zahlen Sie immer max. 7,95 €.

In der tolino-App können Sie Ihre Hörbücher mit bis zu fünf Familienmitgliedern teilen und hören.

So einfach funktioniert unser Abo!

Hörbuch-Abo abschließen

Testen Sie das Hörbuch-Abo 30 Tage kostenlos, danach zahlen Sie monatlich nur 7,95 €.

Abo-Guthaben einlösen

Wählen Sie pro Monat einen Titel aus einer großen Auswahl an Hörbüchern und lösen Sie Ihr monatliches Abo-Guthaben ein.

Herunterladen & sofort hören

Installieren Sie die tolino-App zum schnellen Starten und Verwalten Ihrer Hörbücher.

Bei jedem weiteren Hörbuch sparen

Jedes weitere Hörbuch erhalten Sie zum vergünstigten Hörbuch-Abo Preis von max. 7,95 €.

Nein, App installieren Ja, App öffnen

Beschreibung

Produktdetails

Family Sharing

Ja

Gesprochen von

Max Hoffmann

Spieldauer

17 Stunden und 8 Minuten

Abo-Fähigkeit

Ja

Erscheinungsdatum

30.03.2020

Hörtyp

Lesung

Fassung

ungekürzt

Medium

MP3

Anzahl Dateien

65

Verlag

Julia Eisele Verlag

Übersetzt von

Bettina Abarbanell

Sprache

Deutsch

EAN

4099995130010

Beschreibung

Produktdetails

Family Sharing

Ja

Mit Family Sharing können Sie Hörbücher innerhalb Ihrer Familie (max. sechs Mitglieder im gleichen Haushalt) teilen. Sie entscheiden selbst, welches Hörbuch Sie mit welchem Familienmitglied teilen möchten. Auch das parallele Hören durch verschiedene Familienmitglieder ist durch Family Sharing möglich. Um Hörbücher zu teilen oder geteilt zu bekommen, muss jedes Familienmitglied ein Konto bei einem tolino-Buchhändler haben.

Gesprochen von

Max Hoffmann

Spieldauer

17 Stunden und 8 Minuten

Abo-Fähigkeit

Ja

Erscheinungsdatum

30.03.2020

Hörtyp

Lesung

Fassung

ungekürzt

Medium

MP3

Anzahl Dateien

65

Verlag

Julia Eisele Verlag

Übersetzt von

Bettina Abarbanell

Sprache

Deutsch

EAN

4099995130010

Kundinnen und Kunden meinen

Informationen zu Bewertungen

Zur Abgabe einer Bewertung ist eine Anmeldung im Konto notwendig. Die Authentizität der Bewertungen wird von uns nicht überprüft. Wir behalten uns vor, Bewertungstexte, die unseren Richtlinien widersprechen, entsprechend zu kürzen oder zu löschen.

Die Bewertungen sind nach Format, Anzahl Sterne und Datum sortiert.

  • Bewertung

    aus Aachen

    5/5

    02.03.2026

    Buch (Taschenbuch)

    Ein Muss für jeden, der sich mit unserem Sein beschäftigt!

    Selten hat mich ein Buch, in dem es um eine, mir gänzlich fremde Welt geht, so mitgerissen. Die Geschichte vom homosexuellen Yale und seinen Freunden beginnt 1985 in Chicago. AIDS verbreitet sich in Boystown und reißt einen jungen Menschen um den anderen, aus dem Leben. Auch den Kunstexperten Yale selbst, der gerade auf dem Höhepunkt seiner Karriere angekommen zu sein scheint. Eines der ersten Opfer war sein Freund Nico. Dessen Schwester Fiona reist 30 Jahre später nach Paris, um ihre Tochter zu suchen. Warum diese untergetaucht ist und wie das in Zusammenhang mit Yale und den tausenden Opfern des todbringenden Virus steht, sollte man sich nicht entgehen lassen. Denn auf stolzen 615 Seiten werden die verschiedenen Lebensgeschichten der Protagonisten so ein- und zeitgleich unaufdringlich erzählt, dass man meint, dabei gewesen zu sein. Es sind Geschichten von Liebe und Verlust, von Tod und Leben und der tiefen Bedeutung allen Seins... Ein Pageturner, dessen kunstvolles Ende mich zu Tränen gerührt hat, obwohl mir das sehr selten passiert. Geschrieben wie ein Filmabspann des Lebens vor dem inneren Auge... Ich werde es wohl noch ein paar Tage nachhallen lassen müssen, um dem nächsten Buch wirklich gerecht zu werden. Eins der wenigen Bücher, das bleiben dart, um den ein oder anderen Gedankenanstoss erneut aufzugreifen und es an so viele Menschen wie möglich zu verleihen, von denen ich denke, dass sie es unbedingt lesen müssen!!! Danke Eisele Verlag und Rebecca Makkai für dieses fantastische Buch, das man erst einmal schlucken und verkraften muss…

  • buch_akzente

    5/5

    10.01.2025

    Buch (Taschenbuch)

    Mann oh Mann, was für ein…

    Mann oh Mann, was für ein Roman!!! Der von Bettina Abarbanell ins Deutsche übersetzte Roman spielt auf zwei Zeitebenen, ab 1985 in Chicago und 2015 in Paris. Er nimmt uns mit in die Zeit, als der HIV-Virus in den USA bekannt wurde und die ersten, meist homosexuelle Männer, dahinraffte. Der Hauptprotagonist Yale, ein Kunstexperte und bei einer Galerie angestellt, und Fiona, Schwester von Yales bereits zu Beginn des Buches verstorbenem besten Freund, führen uns durch die damaligen Geschehnisse. In einem zweiten Erzählstrang in dieser Zeit wird die Kunstszene in Chicago beleuchtet und wir erleben mit Yale Höhen und Tiefen bei einem Austellungsprojekt, das ihm sehr am Herzen liegt. Im Jahr 2015 begleiten wir Fiona bei ihrer Suche nach ihrer Tochter, die vor vielen Jahren den Kontakt zu ihr abgebrochen hat.... Die Geschichte hat mich in jedem Moment mitgenommen. Obwohl nicht in der Ich-Form geschrieben, sondern als personaler Erzähler in der dritten Person, folgte ich vor allem Yale auf Schritt und Tritt, quasi als sein unsichtbarer Freund. Ich freute mich und litt mit ihm und ich hatte Angst um ihn. Ich lebte in Chicago. Kurz gesagt, ich war vollkommen in die Welt der Clique von Yale und Fiona integriert. So konnte ich z.B mitempfinden, was es hieß, zu dieser Zeit in Chicago schwul zu sein. Und mir wurden die Augen geöffnet, welchen Ungerechtigkeiten HIV-Infizierte und bereits Erkrankte in den USA augeliefert waren (aber bestimmt nicht nur dort). Immer wieder wird einem die Frage entgegengeworfen, was die Diskriminierung eines Familienangehörigen und die Trauer um geliebte Brüder, Freunde, Lebenspartner mit den Menschen macht, was für Folgen daraus entstehen und wie weitreichend sie sein können. Ein Roman, der sehr, sehr lange nachhallt, gefühlvoll, ergreifend, mitreißend und dabei niemals sentimental. Ein Roman über die Liebe, in all ihren Facetten und über die Kraft der Freundschaft. In meinen Augen ein Meisterwerk! Unbedingt lesen!!!

  • Bewertung

    5/5

    20.01.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Die Optimisten

    Ein brillanter und sehr bewegender Roman über die Liebe in schwierigen Zeiten. Chicago 1985, Yale ist ein junger Kunstexperte, der mit Feuereifer Neuerwerbungen für seine Galerie sucht. Er ahnt nicht, dass ein Virus in seiner “Boys Town” wütet, es zieht seinem Freundeskreis junger Männer den Boden unter den Füssen weg. Yale findet heraus, dass sein Partner ihn betrogen hat und nun positiv ist. Der 2. Handlungsstrang spielt 2015 in Paris, Fiona spürt ihrer Tochter nach, die sich nicht finden lassen will. Fiona trifft in Paris auf alte Freunde aus Chicago, die sie an den grossen Schmerz und das Gefühlschaos der Achzigerjahre erinnert.

  • Bewertung

    5/5

    28.04.2022

    Buch (Taschenbuch)

    Was für ein großartiges Buch

    Seitdem das Buch in der Verlagsvorschau angekündigt wurde, habe ich mich auf dieses Buch gefreut. Aber auf Grund des Themas hatte ich auch Angst, es anzufangen. Doch die Neugier hat gesiegt, und ich habe mich herangewagt. Während des Lesens habe ich allerdings immer wieder einmal Pausen gebraucht, weil das Buch so intensiv ist. Rebecca Makkai hat eine ganz große Geschichte erzählt. Eine Geschichte, die es so in einem Publikumsverlag meines Wissens noch nicht gibt. Eine Geschichte, die unbedingt erzählt werden musste. Und ich glaube daran, dass die Zeit dafür jetzt reif ist! Ich weiß jetzt gar nicht, ob ich Ihnen sagen soll, was eins der wesentlichen Themen des Romans ist? Die Inhaltsangabe hier umgeht das Thema ganz geschickt, ist aber ansonsten stimmig. Wenn man allerdings zwischen den Zeilen liest, kann man erkennen, was eins der Themen des Romans ist. Und ich wage es jetzt doch und hoffe, ich verliere sie damit nicht! Denn das Thema, was ich Ihnen jetzt verrate, ist das, was das Buch für mich so besonders wertvoll macht. Es geht um AIDS! Rebecca Makkai erzählt im Prinzip drei Geschichten. Da ist zum einen die Geschichte, die ab 1985 in Chicago spielt. Hier ist Yale, Anfang dreißig, die Hauptperson. Er lebt bereits seit 1981 zusammen mit seinem Lebensgefährten Charlie in einer monogamen Beziehung. Aber damit sind sie schon etwas Besonderes in ihrem Freundeskreis, der u.a. aus dem sehr engagierten Anwalt Asher, dem Fotografen Richard, dem Schauspieler Julian und den Freunden Teddy, Terrence und Fiona besteht Das Buch beginnt 1985, wo Yale und Charlie auf dem Weg zur Trauerfeier der Freunde des an AIDS verstorbenen Nico sind. Dort lernen wir den schwulen Freundeskreis kennen. Und Fiona, Nicos jüngere Schwester, die sich hingebungsvoll um ihren Bruder gekümmert hatte, der mit 15 Jahren von Zuhause ausgezogen ist, weil seine Eltern nicht damit zurechtkamen, dass ihr Sohn schwul ist. Erst als er zum Sterben verurteilt war, haben sie ihn zurück in die Familie geholt, aber gleichzeitig seine Freunde ausgeschlossen. Dann springt die Geschichte ins Jahr 2015. Fiona reist nach Paris, wo sie nach ihrer verschwundenen Tochter Claire sucht. Sie steigt bei dem inzwischen berühmt gewordenen Fotografen Richard ab. Und der dritte Handlungsstrang ergibt sich aus der Geschichte um die Bilder, die Yale vielleicht für die Brigg Gallery an Land ziehen kann. Fionas Großtante Nora war Anfang des 20. Jahrhunderts in Paris. Sie wollte selbst Kunst studieren, lernte einige Maler kennen und lieben und stand einigen Modell. Aus dieser Zeit hat sie einige Bilder und Skizzen von bekannten Malern wie u.a. Modigliani, die sie entgegen des Willens ihres Sohnes der Gallery überlassen möchte. Und aus diesen drei Handlungseben ergibt sich ein sehr lesenswerter und bewegender Roman über Kunst, Liebe und Schuld. Wir verfolgen, wie Yale versucht, diese Kunstsammlung für die Galerie an Land zu ziehen. Wir verfolgen aber auch, wie AIDS langsam aber sicher immer mehr Freunde aus seinem Freundeskreis trifft. Es gibt bei dieser Krankheit anscheinend kein Entkommen. Und zu der Zeit – es war das Amerika Ronald Reagans – wurden die Schwulen noch als Aussätzige betrachtet, was sich auch in der Behandlung in den Krankenhäusern widerspiegelte. Fiona, die Schwester von Nico, hat nicht nur ihren Bruder bis zu seinem Tod begleitet, sondern auch dessen Freund und auch noch andere. Dies prägt ihr Leben so nachhaltig, dass sie ihrer Tochter nicht die Liebe entgegenbringen konnte, die diese verdient hätte. In den letzten 35 Jahren hat sich viel bei diesem Thema getan. In der Zwischenzeit sind in den meisten Staaten der USA und auch in vielen Ländern der westlichen Welt Homosexuelle nichts Besonderes mehr. Aber jeder, der jetzt über 50 Jahre alt ist, erinnert sich noch an die Hysterie, die aufgekommen ist, als AIDS, die sogenannte Schwulenseuche ausgebrochen ist. Ich weiß noch, wie Bayern damals sogar überlegte, Schwule zu internieren. Wie schrecklich diese Krankheit ist, ist vielen wahrscheinlich erst durch den Film „Philadelphia“ mit dem großartigen Tom Hanks aus dem Jahr 1993 bewusst geworden. Und erst Anfang der 90er Jahre hat auch in den USA ein Umdenken stattgefunden, wie mit den Erkrankten umgegangen werden sollte. Dafür haben die Schwulen selbst gekämpft, obwohl sie zu dem Zeitpunkt häufig schon selbst infiziert waren. Jeder, der sich für dieses Thema interessiert, dem empfehle ich zusätzlich zu diesem sehr berührenden Buch noch folgende Bücher und Filme, die z.T. nicht mehr wirklich einfach zu bekommen sind: - „Freundschaft fürs Leben“ oder im Original „Longtime Compagnion“ - „Philadelphia“ - „… und das Leben geht weiter“ - „Common Threads – Stories from the Quilt“ - Elisabeth Brockmann „Weinen kannst du, wenn ich tot bin“ - Armistead Maupin „Stadtgeschichten“ Dieses Buch war vollkommen zu Recht auf der Shortlist des Pulitzer Prize. Die Autorin hat ein Thema aufgegriffen, was meiner Meinung nach viel zu schnell in Vergessenheit geraten ist. Sie beschreibt zum einen diese Zeit ausgesprochen fundiert und berührend. Und zum anderen zeigt sie auch auf, wie schwierig es für die Überlebenden war, weiterleben zu dürfen. Dies betraf sowohl die Erkrankten, die das Glück hatten, dass sie noch so lange lebten, dass sie in den Genuss der entwickelten Medikamente kamen, als auch der Menschen, die die Krankheit mit Verstorbenen bis zum bitteren Ende gegangen sind. All dies weiß heute kaum noch jemand. Und dementsprechend arglos wird in der Zwischenzeit auch wieder mit dem Thema umgegangen. Allerdings braucht man bei der Lektüre teilweise starke Nerven und sollte Taschentücher parat halten. Es ist ein Roman, der die der 80er und 90er Jahre wiederspiegelt. Und da gab es kaum ein Happy End!

  • Bewertung

    aus Baden-Württemberg

    5/5

    15.06.2020

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Auch in Krisenzeiten gilt: Immer optimistisch bleiben!

    Der Roman spielt auf zwei sich abwechselnden Zeitebenen. Die eine beginnt im Jahre 1985 in Chicagos „Boystown“, einer Gegend, in der viele schwule junge Männer leben, lieben, feiern und das Leben genießen. Bis die bis dahin unbekannte Krankheit AIDS droht, dieses Dasein komplett zu beenden. Wir lernen Yale und Fiona auf Nicos Trauerfeier kennen. Yale war Nicos Freund, Fiona seine Schwester. In der Zeitebene von 1985 ist Yale die Hauptfigur. Er ist leidenschaftlicher Kunstexperte und arbeitet für eine kleine Galerie. Die Bekanntschaft mit Fiona führt zum Kontakt mit der über 90-jährigen Nora, die in ihrer Jugend Modell für bekannte Maler saß. Aus dieser Zeit verfügt sie noch über einige Bilder, die sie Yales Galerie stiften möchte. Die Familie nicht beglückt darüber, weil sie dann den Erbanspruch verlieren würde. Es entwickelt sich eine höchst interessante Auseinandersetzung rund um die Kunstwerke. Yales Privatleben scheint in ruhigen Bahnen zu verlaufen. Er lebt seit Jahren mit Charlie in einer monogamen Partnerschaft, er hat einen großen Freundeskreis. An den Wochenenden trifft man sich in unterschiedlichen (Schwulen-)Bars, genießt das Leben, kämpft aber auch für die eigenen Rechte. Eingetrübt wird die Stimmung erst durch das neue Virus HIV, das Lücken in die Schwulenszene reißt. Trotzdem bleiben die jungen Männer optimistisch, versuchen mit der Bedrohung zu leben. Mancher lässt sich testen, mancher will es gar nicht wissen. Man hilft den Betroffenen, die vielfach keinen Kontakt mehr zu ihren Familien haben, in den Phasen der Krankheit bis hin zum Tod. So bedrückend dieses Szenario scheint, so gut ist es der Autorin gelungen, den Blick stets nach vorne zu richten, ohne allzu große Trübsal aufkommen zu lassen. Der Roman wirkt nie hoffnungslos. Ich denke, dass dort auch der Titel des Buches herrührt. Die zweite Zeitebene spielt im Jahr 2015, also 30 Jahre später. Fiona steht nun im Mittelpunkt, die nach Frankreich gereist ist, um ihre verschollene Tochter Claire zu suchen. Claire soll mit dem falschen Mann in die Fänge einer Sekte geraten sein, sie hat seit Jahren keinen Kontakt mehr zu ihren Eltern. Fiona vermutet, dass sie mittlerweile eine kleine Tochter haben könnte. In Paris wohnt Fiona bei ihrem alten Freund, dem mittlerweile berühmten Fotografen Richard Campo, der damals in Chicago zum engsten Freundeskreis ihres Bruders Nico gehörte und noch Kontakte zu den Überlebenden von damals hat. Nach und nach wird Fiona, die offenbar vielen Sterbenden aus der Schwulenszene in ihren letzten Wochen beigestanden hat, mit ihrer verdrängten Vergangenheit, mit ihrer Trauer und erlittenen Verletzungen konfrontiert, die weitreichende Auswirkungen auf ihr eigenes Familienleben gehabt haben. So sind diese Tage in Paris nicht nur eine Suche nach Claire, sondern auch eine Reise in die Vergangenheit und Einkehr eigene Ich, die neue Erkenntnisse zutage fördern. Wie nebenbei eingewoben werden auch die grausigen Terroranschläge vom 13. November 2015 mit ihren Folgen für die Pariser Bevölkerung. Die Zeitebenen wechseln sich kapitelweise ab. Beide Geschichten entwickeln ihren eigenen Sog, zum Ende hin erfährt man immer mehr Details aus der Vergangenheit, die Erklärungen liefern und Zusammenhänge zur Gegenwart herstellen, was etwas Erleuchtendes hat. Diese Komposition ist Makkai sehr gut gelungen. Das Buch entwickelt eine unglaubliche Wucht, weil man als Leser die Tragödie der um sich greifenden AIDS-Erkrankung hautnah aus erster Hand vor Augen geführt bekommt. Was für viele von uns damals nur Schlagzeilen aus einer anderen Welt waren, erhält auf einmal eine höchst persönliche Note: Zunächst war da nur die allgemeine Ungläubigkeit, bis man sah, was die Krankheit mit den Betroffenen machte: Sie höhlte aus, verursachte hässliche Ausschläge, inaktivierte die Immunabwehr und führte schließlich auf brutale Weise und unumkehrbar zu Tod. Die Nachricht, dass ein naher Freund erkrankt war, führte nicht nur zu Betroffenheit, sondern mitunter zu monatelanger Angst, auch selbst infiziert zu sein. Eine Angst, die erst durch den erlösenden Test genommen (oder bestätigt) werden konnte. Medikamente gab es noch nicht, AIDS war ein Todesurteil. Es blieb nur die Hoffnung auf einen möglichst späten Ausbruch der Krankheit. Dazu kam die Ächtung und allgemeine Diskriminierung der Schwulen in der Gesellschaft. Das alles wird sehr authentisch und doch unsentimental erzählt. Beide Erzählebenen lesen sich völlig unkompliziert, man hat keine Probleme beim Wechseln und Folgen. Insofern ist es ein entspannender Roman, der zudem zufällig zum richtigen Zeitpunkt erschienen ist: mitten in der Corona-Krise. Wieder bringt eine unbekannte Krankheit Tod und Leid über die Menschen und zwingt zur Veränderung von Gewohnheiten. „Die Optimisten“ ist ein wunderbares Buch zum Abtauchen. Es bringt einem eine vergangene Krise ins Bewusstsein, macht aber auch vor aktuellen Herausforderungen nicht Halt. Es hält eine erstaunliche Anzahl wirklich sympathischer Figuren parat, von denen nicht viele überleben. Trotzdem ist der Grundton optimistisch. Fiona hat in ihrem Leben viel Gutes geleistet und darüber ihre eigene Familie vernachlässigt. Am Ende hilft immer nur das Nachvorneschauen, ohne sich an Vergangenem festzuhalten. Das ist das, was man aus diesem überaus lesenswerten Roman mitnehmen kann: Immer optimistisch bleiben!

Kundinnen und Kunden meinen

5

14

4

10

3

0

2

0

1

0

Bewertungen (24)

Unsere Meinungen

  • Zum Bewerterprofil von Lisa Walz

    Lisa Walz

    RavensBuch Osiander Ravensburg

    Buchhändler*in

    Es ist ein Problem aufgetreten. Bitte laden Sie die Seite neu und versuchen es noch einmal.

    5/5

    11.11.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Die Optimisten

    Chicago 1985: der junge Kunstexperte Yale erlebt dort, wie der Ausbruch der Aids-Pandemie einem nach dem anderen seiner Freunde dahinrafft. Er selbst versucht gerade eine Galerie aufzubauen und ist auf eine Gemäldesammlung gestoßen, die ihn in die Kunstszene der 20er Jahre führt. An seiner Seite ist die junge Fiona, die von Yales Freundeskreis als eine Art Ziehtochter adoptiert wird. Nach einem Zeitsprung in das Jahr 2015 wird die Geschichte von Fiona erzählt. Als erwachsene Frau sucht sie nach ihrer verschwundenen Tochter, die in die Fänge einer Sekte geraten ist. Die Suche führt sie nach Paris, wo sie auf den berühmten Fotografen Richard Campo trifft und wird unversehens mit ihrer Chicagoer Vergangenheit konfrontiert. Die Autorin Rebecca Makkai erzählt mit so großer Empathie und Respekt, dass man als Leser das Buch nicht mehr aus der Hand legen kann. Man wird sowohl Zeuge von unendlichem Leid als auch von grenzenloser Liebe und Vergebung. Das Erzählte wirkt so echt, dass man sich vorstellen kann, dass Yale und seine Freunde tatsächlich gelebt haben. Ein Roman, der dem Leser einiges abverlangt, der erschüttert, irritiert, aber eben auch glücklich macht. Man sieht die Welt mit anderen Augen, wenn man das Buch wehmütig zuschlägt. Es ist gleichzeitig ein Roman von großer Aktualität. Der die Angst und Sorge vor Ansteckung und das Leben in schwierigen Zeiten abbildet- auch wenn die darin geschilderte Pandemie eine andere war. Für mich einer der bewegendsten Bücher des Jahres!  
  • Zum Bewerterprofil von Verena Baumgartner

    Verena Baumgartner

    OSIANDER Lörrach

    Buchhändler*in

    Es ist ein Problem aufgetreten. Bitte laden Sie die Seite neu und versuchen es noch einmal.

    5/5

    06.10.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Chicago 1985. Kunstexperte Yale versucht für seinen Arbeitgeber eine bedeutende Kunstsammlung zu gewinnen - ein Glücksfund. Gleichzeitig wird seine Lebenswelt von ersten Toten des HI-Virus überschattet. Unsicherheit und Angst machen sich breit. Zeitsprung- Paris 2015. Fiona sucht ihre Tochter, dabei erfährt sie Hilfe von einem alten Freund, Erinnerungen an früher kommen hoch. Eine packende Handlung, authentische Charaktere und eine hoffnungsvolle Botschaft: Nie den Mut und die Zuversicht zu verlieren.
  • Zum Bewerterprofil von Bianca Maul

    Bianca Maul

    OSIANDER Reutlingen

    Buchhändler*in

    Es ist ein Problem aufgetreten. Bitte laden Sie die Seite neu und versuchen es noch einmal.

    5/5

    06.10.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Erzählt wird die Geschichte der AIDS-Krise in Chicago in den frühen 90ern. Mittendrin befindet sich Fiona, deren Bruder früh verstirbt und die zur Freundin und Stütze einer ganzen Generation von Männern wird, die zwischen unbändigem Leben und schrecklichen Verlusten pendeln. Jahre später, 2015, treffen wir sie in Paris wieder, wo sie ihre Tochter sucht. Was noch? Eine geheime Kunstsammlung, innige Freundschaften, literarische Figuren, die berühren, Enttäuschungen und Hoffnung so nah beieinander. Dies ist ein gewaltiges Buch, ein Buch, das mich erschüttert, mitgerissen und lange nicht losgelassen hat.

Unsere Meinungen

Bewertungen (3)

Weitere Artikel finden Sie in

  • Produktbild: Die Optimisten