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Im Schnee Roman | »Ein großes kleines Buch.« BR

36

22,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

17293

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

10.01.2025

Verlag

Piper

Seitenzahl

176

Maße (L/B/H)

20,8/13,2/2,4 cm

Gewicht

286 g

Farbe

Graublau / Weiß

Auflage

6. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-492-07348-6

Beschreibung

Rezension

»›Im Schnee‹ ist ein großartiges, fast schüchternes Stück Prosa, ein melancholischer Augenblick, in dem Leben nur aufblitzt, bevor es sich wieder zurückzieht in die Winkel und verstaubten Ecken einer unbedeutenden Gegenwart.« ("(CH) Neue Zürcher Zeitung")
»Ein beglückendes Leseerlebnis« ("Bunte")
»Mit ›Im Schnee‹ ist dem Erlanger Tommie Goerz ein kleines Meisterwerk gelungen. Auf nur 175 Seiten entfaltet er ein ganzes Panorama untergehenden dörflichen Lebens.« ("BR - Frankenschau")
»Mit ›Im Schnee‹ hat er eines jener besonderen Bücher geschrieben, die man mit Genuss liest, jedes wohlplatzierte Wort davon.« ("(A) Die Presse am Sonntag")
»Es ist ein sehr ruhiges Buch, sehr atmosphärisch.« ("(A) ORF 2 - Studio 2")
»Eine ungemein fein gesponnene Momentaufnahme vom Ende der vormodernen Zeiten.« ("(CH) Neue Zürcher Zeitung")
»Tommie Goerz' Roman ist schieres Glück.« ("NDR Kultur - Neue Bücher")
»Tommie Goerz erweist sich auch in seinem neuen Roman als ein Meister im subtilen Aufzeigen von den Wunden auf der Seele der Idylle.« ("Goslarsche Zeitung")
»Ein psychologisch tiefgehender, menschlich berührender und gerade wegen seiner dichten Atmosphäre, seiner Behutsamkeit im Umgang mit den Figuren und der leisen Erzählweise ein lesenswerter Roman.« ("Saale Zeitung")
»›Im Schnee‹ ist eins der zehn besten Bücher des gerade begonnenen Jahres.« ("WDR 4 - Bücher")

Produktdetails

Verkaufsrang

17293

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

10.01.2025

Verlag

Piper

Seitenzahl

176

Maße (L/B/H)

20,8/13,2/2,4 cm

Gewicht

286 g

Farbe

Graublau / Weiß

Auflage

6. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-492-07348-6

Herstelleradresse

Piper Verlag GmbH
Georgenstr. 4
80799 München
DE

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  • Sabrina Tschorn - Aus Liebe zum Lesen Literaturblog

    5/5

    08.02.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Leise, ehrlich, eindringlich

    Mit „Im Schnee“ gelingt Tommie Goerz ein stiller, eindringlicher Roman, der ganz auf laute Effekte verzichtet – und genau darin seine Kraft entfaltet. Im Mittelpunkt steht Max, ein eigenbrötlerischer, aber durch und durch sympathischer Protagonist, dessen zurückgenommene Erzählweise perfekt zum entschleunigten Tempo der Geschichte passt. Goertz schreibt mit großer Ruhe und einer Klarheit, die beinahe meditativ wirkt. Dabei wird das Dorf, in dem Max lebt, nicht nur als Kulisse beschrieben – es entwickelt sich zu einem eigenen Charakter mit einer spürbaren Seele: rau, eng, vertraut und mitunter unerbittlich. Die Darstellung des Dorflebens ist dabei nie romantisierend, sondern fast brutal ehrlich – ein Abbild der Realität, das sich jeder nostalgischen Verklärung entzieht. Die Sprache ist schlicht und präzise, die Dialoge reduziert, aber wirkungsvoll. Der Roman lebt von seiner Atmosphäre und seiner leisen Beobachtungsgabe – von dem, was nicht gesagt wird, von Momenten, die zwischen den Zeilen hängen bleiben, die unterm Schnee verborgen sind. Ein zurückhaltendes, authentisches Buch mit viel Tiefgang – und einem Protagonisten, den man nicht so schnell vergisst.

  • Bewertung

    5/5

    16.10.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Sehr berührend

    Diese Geschichte klingt von außen betrachtet so unspektakulär, doch sie ist so vielschichtig. Es gibt so vieles zwischen den Zeilen zu lesen, was man zunächst nicht vermutet. In einem kleinen abgelegenen Dorf hat sich der Schnee über alles gelegt, als für einen der Dorfbewohner das Totenglöckchen läutet. Also halten die Alten des Dorfes in der Nacht Totenwache. Sie kommen zusammen und lassen das Leben des Verstorbenen revue passieren. Doch für einen der Alten stirbt nicht nur ein Dorfbewohner, sondern sein Freund, sein bester Freund, vielleicht sogar sein einziger. Ein sehr berührendes Buch, was sich ganz still und heimlich in das Herz des Lesers schleicht.

  • Bewertung

    5/5

    10.04.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein bescheidenes Leben

    Schlicht, ruhig und mit wenigen, aber präzisen, Worten erzählt Tommie Goerz eine wunderbare und berührende Geschichte um eine Welt auf dem Land, die langsam schwindet. Für mich einfach großartig!

  • mimitatis_buecherkiste

    aus Krefeld

    5/5

    23.02.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Das war schon immer so…

    »Manche rief man hier noch nach ihren Höfen, egal wie ihre Namen waren. Wenn man aus dem Dorf war, wusste man Bescheid, und wenn nicht, ging es einen auch nichts an. Das war schon immer so.« (Seite 12) Ein Dorf stirbt aus, früher war es einmal lebendig und wach. Der Schorsch ist tot und Max, mit dem ihn eine lebenslange Freundschaft verband, sinniert leise über Gott und die Welt. Er erinnert sich an alte Geschichten, an Menschen, die gingen, aber auch solche, die da sind. Noch. „»Dieses Dorf«, sagte er schließlich, nachdem er eine Zeit lang hin und her gedacht hatte, »ist wie jedes Dorf. Da wohnen Leute, und da gibt es Misthaufen. Und je näher man herankommt, desto mehr stinkt es.« Er ließ die Worte verklingen und lauschte ihnen hinterher. Sie gefielen ihm.“ (Seite 159 Wenige Tage lang lässt Tommie Goerz mich teilhaben an den Gedanken von Max, wenige Tage, die mir vorkommen wie ein ganzes Jahr. Da passiert eigentlich nicht viel, aber ganze Biografien laufen vor meinen Augen ab, passieren Dramen, ereignen sich Tragödien, werden Kinder geboren und Menschen verlieren ihr Leben. Ein leises Buch, das dennoch laut ist, in einer Sprache, die eine Vergangenheit aufleben lässt, die mich nostalgisch macht. Früher war auch nicht alles besser, es war einfach anders, aber dadurch nicht weniger lebenswert. Danke für diesen Einblick, der mich nachdenklich und zufrieden zurücklässt. Lesenswert!

  • sommerlese

    5/5

    19.02.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein melancholisches Buch über Freundschaft und das Sterben der Dörfer!

    Im Piper Verlag erscheint der Roman Im Schnee von Tommie Goerz. Tommie Goerz entführt uns in die verschneite ländliche Idylle eines kleinen Dorfes. Das arbeitsame Leben der Bewohner ist schwer, doch im Winter verschwindet alles unter einer Schneedecke und es kehrt Ruhe ein. Junge Leute schreckt die harte Arbeit ab, sie ziehen in die Städte, deshalb gibt es keine Geschäfte mehr und das alte Handwerk stirbt aus. Die alten Bewohner pflegen aber weiterhin ihre Traditionen wie das Läuten der Totenglocke und die Leichenwache. So ehren sie sich nach dem Tod. "Wenn man schweigt, kommt man sehr gut miteinander aus. Worüber man nicht spricht, das gibt es nicht." Zitat Der alte Max erzählt diese Geschichte, er lebt bescheiden und genießt, während die Natur im Schnee versinkt, die Wärme seine Häuschens und die winterliche Ruhe. Doch dann schreckt ihn das Läuten der Totenglocke auf und wenig später erfährt er, dass sein bester Freund Schorsch gestorben ist, er trauert um einen langjährigen Gefährten. Die Bewohner erweisen dem Toten ihre letzte Ehre, indem sie dem aufgebahrten Toten mit einer Nachtwache ehren. Dabei erzählen Freunde, Nachbarn und Weggefährten und Dörfler von ihren unterschiedlichen Erlebnissen mit dem Verstorbenen. Diese Tradition zeigt die Verbundenheit und die Kameradschaft der Bewohner. Es ist ein einfühlsames und achtsames Abschiednehmen. Die Geschichte klingt wie aus einer anderen Zeit entsprungen. Die leise Erzählweise und die tiefen Einblicke in menschliche Schicksale haben melancholische Wirkung, hier scheint die Zeit stehen geblieben zu sein und es haben sich viele Dramen abgespielt. Der Tod seines alten Freundes lässt in Max die Erinnerungen an gemeinsame Stunden und Erlebnisse aufsteigen, die ihn mit seinem besten Freund Schorsch verbunden haben. Es gab freudige Momente, genau wie leidvolle. Jedes Jahr holte sich Schorsch ein paar Eimer voller Äpfel aus Max Garten, wenn es ans Ernten der Apfelbäume ging. Aber er bekam auch die Frau, die sich Max ausgesucht hatte. Im Verlauf der Geschichte zeigt sich, dass die ländliche Idylle täuscht, bei näherem Eintauchen sieht man die harte Arbeit und Einsamkeit und es werden immer mehr Probleme der Menschen untereinander sichtbar. Häusliche Gewalt, ein behindertes Kind, das irgenwann verschwindet und Alkoholsucht sind die schlimmen Dinge, an die sich Max bei der andächtigen Totenwacht zurück erinnert und die er als Kind kaum beeinflussen konnte. Je mehr er nachdenkt, enthüllen sich immer mehr Dramen mit menschlichem Leid. Doch es gibt auch lichte Momente, wenn es um den Charakter Schorsch geht, der mit dem Menschen gut auskam und den viele mochten. Die Geschichte hat mich durch die ruhige Erzählweise und die menschlichen Dramen immer mehr gepackt und festgehalten. Max hat kein einfaches Leben, sondern harten Arbeitsalltag, nur im Winter kann er sich ausruhen. Doch wie die Natur einem ewigen Kreislauf folgt, so folgt auch der Tod als Ende des Lebens. Ein eindringlicher Roman, der das dörfliche Leben auf dem Land zeigt, mit tiefen Einblicken in alte Denkmuster, gelebte Traditionen und das Abschiednehmen von Freunden. Hoffnung entsteht, wenn die Erinnerungen und Geschichten von den Lebenden weiter getragen werden.

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Unsere Meinungen

  • Zum Bewerterprofil von Sabine Fütterer

    Sabine Fütterer

    OSIANDER Neustadt

    Buchhändler*in

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    5/5

    26.11.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Andächtiges Stück Literatur, das im Kopf bleibt

    Schorsch ist tot. Sein Freund Max begibt sich auf den Weg, seinen langjährigen Freund bei der traditionellen Totenwache die letzte Ehre zu erweisen. Der Autor nimmt uns mit in ein Dorf, das ein wenig aus der Zeit gefallen scheint. Es wird an ein Dorfleben erinnert, welches seine ganz eigenen Regeln hat, und das einst Vetraute heute von Veränderungen geprägt ist. Eine sterbende Welt, die dem Untergang geweiht ist. Ein ruhiger Roman über Freundschaft und Verlust. Eine nachdenklich stimmende kurze Geschichte, die eine lange Wirkung auf mich hatte. Eins meiner Lieblingsbücher dieses Jahres.
  • Zum Bewerterprofil von Robert Reuter

    Robert Reuter

    OSIANDER Landsberg

    Buchhändler*in

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    5/5

    26.04.2025

    eBook (ePUB 3)

    Aus der Zeit gefallen

    Der Schorsch ist gestorben, hochbetagt und friedlich auf dem eigenen Sofa. Wie es Brauch ist, treffen sich die Alten zur Totenwache, bis Mitternacht die Männer, dann bis zum Morgen die Frauen. In Erzählungen und Anekdoten, vor allem aber im Schweigen zieht die Geschichte des Dorfes durch die eisige Winternacht, vordergründig ein Idyll, darunter oft ein Jauchepfuhl. Ungeschönter, beeindruckender Blick auf eine Welt, die es bald nicht mehr geben wird... ein starkes, kleines Buch
  • Zum Bewerterprofil von Simone Renner

    Simone Renner

    OSIANDER Schwäbisch Hall

    Buchhändler*in

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    5/5

    06.04.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Wie schön ist dieses Buch bitte?

    Keine 200 Seiten benötigt Tommie Goerz um eine gewaltige Dorfwelt zum Leben zu erwecken. Mit klaren, prägnanten Figuren, einer leisen, hintergründigen Geschichte und der Gabe, Bilder zu erschaffen gelingt hier mit wenigen Worten ein großer Wurf. Die zarte Geschichte um Freundschaft, Verlust und Abschied ist immer glaubhaft und niemals rührselig. Fans von Robert Seethaler und Benjamin Myers "Offene See" können hier blind zugreifen. Wunderbar!
  • Zum Bewerterprofil von Christine Wehrl

    Christine Wehrl

    OSIANDER Hallstadt – market

    Buchhändler*in

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    5/5

    02.04.2025

    eBook (ePUB 3)

    Zart und leise wie fallender Schnee

    Das Dorf in Tommie Goerz Roman "Im Schnee" steht sinnbildlich für viele Dörfer in der heutigen Zeit. Es leben nur noch die Alten dort und diese sterben nach und nach weg. Die Jungen wiederrum ziehen in die Stadt. Mit den Neuhinzugezogenen will man auch nichts zu tun haben bzw. lässt sie gar nicht teilhaben an der Dorfgemeinschaft. So erzählt die Geschichte vom über 80-jährigen Max, dessen bester Freund Schorsch gerade eben verstorben ist. Es geht an die im Dorf übliche Totenwacht, bei der der Leichnam die erste Hälfte der Nacht von den Männern des Dorfes und in der zweiten Nacht von den Frauen bewacht wird, bevor er am morgen vom Bestatter abgeholt wird. Diese Wacht weckt in Max und den Anderen Gedanken an Geschehnisse von früher, die der Leser nach und nach erfährt. Das Buch ist ein zartes, leise und unaufgeregtes, gleichzeitig aber wunderbar starkes Kleinod für alle Leser, die auch Robert Seethalers Roman "Ein ganzes Leben" mochten. Eine wunderbare Entdeckung für mich in diesem Frühjahr.
  • Zum Bewerterprofil von Alexander Watkiss

    Alexander Watkiss

    OSIANDER Lindau

    Buchhändler*in

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    5/5

    31.03.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Sanft wie leiser Schneefall

    Ruhig, melancholisch und wunderschön erzählt Tommy Goerz uns von einer Welt, die es so bald nicht mehr geben wird. Denn die, die darin leben, sind am Ende ihres Weges angekommen. Selten habe ich ein Buch gelesen, dass so sanftmütig von Alter, Abschied und Trauer berichtet. Aber auch die versteckten Winkel und Schattenseiten der Dorfidylle beleuchtet dieser wunderbare Roman, der weder den moralischen Zeigefinger erhebt, noch in verklärender Nostalgie schwelgt. Ganz, ganz große Kunst!

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