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Band 52377

Marschlande Roman

154

14,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

6539

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

26.03.2025

Verlag

Fischer Taschenbuch Verlag

Seitenzahl

320

Maße (L/B/H)

18,9/12,5/2,7 cm

Gewicht

278 g

Farbe

Wollweiß / Mokka

Auflage

2. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-596-70849-9

Beschreibung

Rezension

Jarka Kubsova schafft [...] die perfekte Mischung aus Unterhaltung und Aufklärung! ("DONNA Buchclub")
[...] erinnern. Wie auch Autorin Jarka Kubsova, die unverkünstelt von beiden Frauen erzählt [...]. ("Die Zeit Hamburg")
[...] hohe poetische Schönheit. ("Der Tagesspiegel")
Ein spannendes, aufwühlendes Leseerlebnis! ("NDR")
Kunstvoll, nahbar und packend [...]. ("Hamburger Abendblatt")
[...] bewegende[r] Roman über Leben und Schicksal zweier Frauen vor Hamburgs Toren. ("Frankfurter Neue Presse")
Ein sehr berührendes Buch! ("TV Hören und Sehen")
Jarka Kubsova setzt der Frau, deren Schicksal ihre Romanheldin Britta noch heute stark in den Bann zieht, ein Denkmal. ("Brigitte")

Produktdetails

Verkaufsrang

6539

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

26.03.2025

Verlag

Fischer Taschenbuch Verlag

Seitenzahl

320

Maße (L/B/H)

18,9/12,5/2,7 cm

Gewicht

278 g

Farbe

Wollweiß / Mokka

Auflage

2. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-596-70849-9

Herstelleradresse

FISCHER Taschenbuch
Hedderichstr. 114
60596 Frankfurt
DE

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  • Bewertung

    aus Bad Freienwalde

    5/5

    22.02.2026

    Buch (Taschenbuch)

    Sehr gut!

    Was für ein toller Roman für ein Wochenende. Wie schon meine Vorredner hat mich das Buch von Anfang bis Ende gepackt, insbesondere jedoch Abelkes Geschichte. Leider wird es ja in unserer heutigen Zeit zunehmend sichtbarer, das sich seit damals nicht wirklich viel geändert hat. Kluge starke Frauen haben es heute ähnlich schwer und werden abgewertet. Ich als Hebamme sowohl in Klinik als auch Hausgeburtshilfe kann ein lautes Lied davon singen und auch vom Untergang der Solidarität, nicht nur unter Frauen sondern auch in den Gemeinschaften der Dörfer/Städte....leider eine gute Spiegelung der Gesellschaft heute. Leseempfehlung!!

  • whatabout_nadine

    aus Handewitt

    5/5

    17.06.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein stilles, gewaltiges Buch über Frauen, Freiheit und das, was Geschichte mit Menschen macht

    Mit "Marschlande" erzählt Jarka Kubsova eine Geschichte, die sich über Jahrhunderte spannt und sich dabei trotzdem seltsam nah anfühlt. Im Mittelpunkt steht ein Paar, das mit seinen zwei Kindern aus Hamburg hinaus aufs Land, in die Marschlande zieht. Aber während beide zunächst dieselbe Entscheidung treffen, entwickeln sie sich innerlich immer weiter auseinander. Sie wollte eigentlich etwas unperfektes und gemütliches, er hingegen klassisch und modern. Das ist einer der Gründe, warum sie sich von der Umgebung zwar angezogen fühlt aber in dem Haus nicht zu Hause ist. Gleichzeitig führt der Roman zurück ins Jahr 1570, mitten hinein in die Vier- und Marschlande, in eine Zeit von Sturmfluten, harter Arbeit, Aberglauben und Hexenverfolgung. Zwei Frauenleben. Zwei Zeiten. Und doch ziehen sich dieselben Fragen durch alles hindurch: Wem gehört ein Leben? Wie frei darf eine Frau sein? Und was passiert, wenn sie sich weigert, klein zu werden? Dieses Buch hat mich von der ersten Seite an gehabt. Es gibt Bücher, die brauchen Zeit. Und dann gibt es diese wenigen, bei denen man nach ein paar Seiten schon merkt, dass man gerade etwas Besonderes liest. Nicht laut, nicht künstlich dramatisch, sondern so still intensiv, dass man irgendwann gar nicht mehr merkt, wie tief man schon in der Geschichte drin steckt. Vor allem der Erzählstil hat mich komplett eingefangen. Diese Sprache… ruhig, klar, manchmal fast rau und dann plötzlich wieder so voller Gefühl, dass einzelne Sätze präsent bleiben. Nicht überladen poetisch, sondern auf eine Weise schön, die sich echt anfühlt. Erdverbunden irgendwie. Als würde man Wind, Regen und diese schwere Marschluft zwischen den Seiten spüren. Und dann diese beiden Ebenen der Geschichte. Da ist die Gegenwart, in der man beobachtet, wie sich die Frau in der Ehe immer mehr selbst verliert und gleichzeitig langsam wieder zu sich zurückfindet. Wie sie beginnt zu merken, dass sie mehr sein möchte als nur Ehefrau und Mutter. Dass irgendwo unter all den Erwartungen noch etwas Eigenes in ihr steckt. Wünsche. Sehnsüchte. Ein eigener Wille. Und das wurde so berührend erzählt, weil es nicht plötzlich oder pathetisch passiert. Sondern langsam. Unsicher. Fast tastend. Währenddessen erzählt die zweite Zeitebene von den Marschlanden um 1570. Von der Allerheiligenflut. Und genau diese Passagen werde ich nie vergessen. Dieses Leben damals wirkte so hart, so erbarmungslos. Die Natur als ständige Bedrohung. Wasser, das alles mitreißt. Menschen, die irgendwie überleben müssen, obwohl sie eigentlich längst keine Kraft mehr haben dürften. Und mittendrin Frauen, die funktionieren sollen, still sein sollen, sich anpassen sollen. Besonders die Geschichte der unverheirateten Frau, die alleine einen Hof führt, hat mich unglaublich bewegt. Dieser Neid. Diese Missgunst. Dieses ständige Misstrauen gegenüber Frauen, die eigenständig sind oder nicht in die vorgesehenen Rollen passen. Man spürt beim Lesen regelrecht, wie schnell Frauen damals zur Gefahr erklärt wurden, nur weil sie unbequem waren. Weil sie alleine lebten. Weil sie Wissen hatten. Weil sie es besser konnten! Und genau dadurch treffen einen die Themen Hexenverfolgung und gesellschaftliche Gewalt in diesem Buch so hart. Nicht als abstrakte historische Ereignisse, sondern als etwas zutiefst Menschliches. Etwas, das aus Angst, Kontrolle und Macht entsteht. Was mich aber vielleicht am meisten berührt hat: wie sehr sich die beiden Geschichten gegenseitig spiegeln, obwohl Jahrhunderte zwischen ihnen liegen. Dieses Gefühl, dass Frauen sich in ganz unterschiedlichen Zeiten oft denselben Kämpfen stellen mussten. Nur in anderer Form. Und dann dieses Nachwort ❤️ Selten hat mich ein Nachwort emotional so getroffen. 9 Seiten die so viel Warheit wiedergeben über die Rolle der Frau im Laufe der Geschichte und auch zu wissen, dass hinter der Bäuerin Abelke Bleken, die Geschichte einer realen Frau steht, die aus Neid und Habsucht als Hexe verbrannt worden ist. Dass jemand, der vielleicht längst vergessen worden wäre, hier gesehen wurde. Einen Platz bekommen hat, eine Stimme. Dieses Buch ist ein leises, kluges und unglaublich berührendes Buch über Frauenleben, über Freiheit, über Verlust und darüber, wie viel Kraft es braucht, sich selbst nicht zu verlieren. Und genau deshalb wird es noch lange einen Platz in meinem Herzen haben.

  • Shari B.

    aus Frankfurt a.M.

    5/5

    26.01.2026

    Grandios

    Ich habe das Buch so GEFÜHLT. Es ist eine perfekte Mischung aus Feminismus, Geschichte und (etwas) Geografie. Für mich jetzt schon ein Buch-Highlight im Jahr 2026 und eine klare Empfehlung!

  • Bewertung

    aus Dortmund

    5/5

    11.06.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Großartige Sprache, aber nichts für Incels ;-)

    Ein ganz wunderbares Buch! Die Autorin beschreibt gekonnt, wie viel Angst sehr viele Männer vor starken Frauen hatten und haben. Von damals bis heute hat sich zwar die Methode geändert – Frauen werden nicht mehr als Hexe verbrannt, sondern vielfach ermordet – aber noch heute ist es oft höchst gefährlich für eine Frau, klug zu sein und eine eigene Meinung deutlich zu vertreten. Jana Kubsova hat einen tollen Stil und eine großartige Sprache. Dennoch hat mich das Buch auch etwas traurig gemacht: die Geschichte der Hexen wird heutzutage häufig banalisiert – z. B. durch den vermeintlich positiven Hexenkult. Am 30. April tanzen überwiegend Frauen ums Hexenfeuer, ohne zu bedenken, wie viele Frauen ermordet wurden, weil sie als Hexe denunziert wurden. Übrigens: das Grab der Abelke Bleken befindet sich in Hamburg auf dem Olsdorfer Friedhof.

  • Bewertung

    aus Niederneisen

    5/5

    07.06.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Marschlande

    Die Empfehlung für dieses Buch erhielt ich in meiner Buchhandlung; überaus lesenswert. In diesem Buch wird über 2 Frauen, die Bäuerin Abelke Bleken um 1580 und Britta Stoever in unserer Zeit, erzählt. Wie ähnlich sich doch die beiden Lebensgeschichten, obwohl Jahrhunderte auseinander, sind. Jarka Kubsova erzählt sehr einfühlend, mitreißend und auch durchaus spannend. Man taucht tief in die Geschichte ein. Ich habe es von Beginn an nicht mehr aus der Hand legen können und in einem durchgelesen, dabei Zeit und Raum vergessen.

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Unsere Meinungen

  • Zum Bewerterprofil von Marion Olßon

    Marion Olßon

    OSIANDER Reutlingen

    Buchhändler*in

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    5/5

    22.04.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Vergessene Frauen und ihre Geschichte

    Die Geschichte zweier Frauen, die unterschiedlicher nicht sein könnten, ihre Geschichte, die in unterschiedlichen Jahrhunderten statt findet im Marschland im Norden Deutschlands, tiefgründig, aufwühlend und schockierend und doch so einfühlsam. Bildgewaltig und dramatisch wird die Lebensgeschichte dieser Frauen so in Szene gesetzt, dass man einfach mitfiebert und mitleidet, mitfeiert und mitweint. Ein sehr schönes und kluges Buch.
  • Zum Bewerterprofil von Ines Englert

    Ines Englert

    OSIANDER Heilbronn

    Buchhändler*in

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    5/5

    16.01.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Zwei starke Frauen, deren Geschichte Sie in ihren Bann ziehen werden

    Ochsenwerder, ein kleines Dorf in den südlich von Hamburg gelegenen Marschlanden, wird zum Schauplatz zweier Frauenschicksale, die 500 Jahre trennen. Abelke Bleken bewirtschaftet nach dem Tod ihrer Eltern alleine den geerbten Hof. Der große Hof läuft gut, Abelke und ihr Gesinde verstehen sich gut auf die Landwirtschaft. Aber eine Frau, der solches gelingt, ganz ohne männliche Hilfe, weckt Neid und Argwohn. Dann zerstört ein heftiges Unwetter an Allerheiligen 1570 den Deich und hinterlässt im Dorf nichts als Zerstörung. Damit beginnt Abelkes Leid. Britta Stoever zieht mit ihrer Familie von Hamburg nach Ochsenwerder. Einst hat sie von einer Promotion in Geografie geträumt. Doch dann kamen die Kinder, ihr Mann hatte ein tolles Jobangebot und sie fällt in die typische Frauenrolle: Mutter und Hausfrau. Nun sind die Kinder älter, brauchen sie nicht mehr so wie früher und Britta beginnt über ihre Rolle nachzudenken. Die Geschichten dieser beiden Frauen haben mich sofort gefangen genommen. Trotz des großen zeitlichen Abstands, sind die Probleme der Frauen beängstigend ähnlich. In beiden Fällen sind es patriarchalische Vorstellungen, gegen die Abelke und Britta ankämpfen müssen für ihre Selbstbestimmung. Diese Buch entwickelt einen Sog aus historischen Fakten, stimmungsvoller Natur und starken Frauenfiguren, dem man sich nicht entziehen kann. Unbedingte Leseempfehlung!
  • Zum Bewerterprofil von Desiree Lumbreras-Roth

    Desiree Lumbreras-Roth

    OSIANDER Reutlingen

    Buchhändler*in

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    5/5

    07.01.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Hab es verschlungen

    Ohne hier zu wiederholen, was meine Kolleginnen schon über dieses Buch geschrieben haben, möchte ich einfach sagen: Was für ein großartiges Buch! Mir hat alles gefallen, von der Geschichte, den zwei Erzählsträngen, den Figuren, der Sprache und bis hin zum Erzählstil.
  • Zum Bewerterprofil von Maria Köber

    Maria Köber

    OSIANDER Bietigheim

    Buchhändler*in

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    5/5

    10.12.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Zwei Frauen - 500 Jahre dazwischen

    Britta ist aus dem trubeligen Hamburg mit ihrer Familie ins Marschland gezogen. Sie hat für ihre Familie ihren Job und auch einiges anderes aufgegeben und fühlt sich nun etwas Fehl am Platze in dieser weiten, stillen, einsamen Gegend. Ein Spaziergang führt sie an den Abelke-Bleken-Platz und ihre Neugierde auf diese für sie unbekannte Persönlichkeit ist geweckt. Fast 500 Jahre früher: Abelke Bleken führt als alleinstehende Frau ihren Hof. Sie wird im Dorf misstrauisch beäugt, ihr wird nach einen Unwetter übel mitgespielt und sie landet schließlich auf dem Scheiterhaufen... Der Roman verwebt kunstvoll die Schicksale dieser beiden Frauen: Was hat sich tatsächlich in 500 Jahren Emanzipation am Frauenbild geändert, was zählt heute eine (alleinstehende) Frau in der Gesellschaft? Ein nachdenklicher, trüber aber toll geschriebener Roman, in dem man den Wind in den Haaren und den Nebel des Marschlandes förmlich auf der Haut spüren kann.
  • Zum Bewerterprofil von Dominika Geduldig

    Dominika Geduldig

    OSIANDER Bad Säckingen

    Buchhändler*in

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    5/5

    10.12.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Die Desillusionierung der Emanzipation

    Die beiden Protagonistinnen in Jarka Kubsovas Buch 'Marschlande' trennen 500 Jahre. 500 Jahre, in denen man vermuten könnte, dass sich in Sachen Gleichberechtigung so einiges getan hat. Kubsova schafft es gekonnt, diesen Eindruck zu entzaubern und zeigt mit ihrem in Zeitsprüngen angelegten Roman wie sowohl Abelke Bleken, unbeugsame Bäuerin in den Marschlanden um 1580 und Britta, auf Ehefrau und Mutter reduziert, um ihre Selbstbestimmung kämpfen mussten und noch immer müssen. Erschreckend, wie nahezu identisch Menschen heute und vor 500 Jahren Frauen, die den Konventionen nicht entsprechen, verurteilen und stigmatisieren. Trotz oder vielleicht auch gerade wegen dieses ernsten Themas ist Kubsova ein wunderbarer Roman in der kargen und unwirtlichen Landschaft Norddeutschlands gelungen, der zum Nachdenken anregt und noch lange nachhallt.

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