Produktbild: Der Name an der Wand

Der Name an der Wand "Le Tellier gehört zu denvirtuosesten Spielern der zeitgenössischen Literatur." Die Welt

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Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB 3

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Ja

Erscheinungsdatum

15.04.2025

Verlag

Rowohlt eBooks

Seitenzahl

160 (Printausgabe)

Dateigröße

11396 KB

Übersetzt von

Romy Ritte + weitere

Sprache

Deutsch

EAN

9783644022843

Beschreibung

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Format

ePUB 3

eBooks im ePUB 3-Format erlauben eine dynamische Anpassung des Inhalts an die jeweilige Display-Größe des Lesegeräts. Das Format eignet sich daher besonders für das Lesen auf mobilen Geräten, wie z.B. Ihrem tolino, Tablets oder Smartphones.

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Erscheinungsdatum

15.04.2025

Verlag

Rowohlt eBooks

Seitenzahl

160 (Printausgabe)

Dateigröße

11396 KB

Übersetzt von

  • Romy Ritte
  • Jürgen Ritte

Sprache

Deutsch

EAN

9783644022843

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Spurensuche

drawe aus Landau am 31.05.2025

Bewertungsnummer: 2504315

Bewertet: eBook (ePUB 3)

Der Autor kauft ein Haus in Südfrankreich und sieht einen in den Putz eingeritzten Namen: André Chaix. In einer Ausstellung über die Résistance stößt er wieder auf diesen Namen, und nun will er es wissen: Wer ist dieser André Chaix? Er macht sich auf Spurensuche in die Zeit vor 80 Jahren, und André Chaix wird für ihn zu einem „Senkblei“, mit dem er sich in eine Epoche versenkt, „in der Großherzigkeit und Mut mit Egoismus und Niedertracht eng beieinanderlagen.“ Die Quellenlage ist dürftig, und das, was Le Tellier findet, breitet er vor seinem Leser aus: einige Fotos, einige Briefe, dazu kommen Erzählungen der Familie, er besucht Archive, er stößt auf Zeitgenossen, vertieft sich in die politische und militärische Lage der Zeit, immer im Versuch, dem jungen André Konturen geben zu können. Le Tellier will keinen Roman schreiben, und er verbietet sich jeden romanhaften Effekt aus Respekt vor dem Toten. Er will sich ihm auch nicht anbiedern, indem er ihn direkt anspricht und in einen fiktiven Dialog mit ihm tritt. Das hält Le Tellier für „anstößig“, sagt er, er hält sich zurück. Aber er weitet seinen Blick in die Zeit und stellt seinem Leser die überaus komplizierten Verhältnisse im Vichy-Frankreich vor. Dabei interessieren ihn natürlich besonders die Maquisards, denen sich André Chaix angeschlossen hatte. Er ist beeindruckt von ihrem Mut, von ihrem entbehrungsreichen und gefährlichen Agieren unter „Kälte, Hunger und Angst“ im Kampf gegen die Deutschen. Sie sind miserabel ausgestattet und erhalten keine offizielle Unterstützung, weil sie Kommunisten sind. Le Tellier nimmt kein Blatt vor den Mund, wenn er die Verstrickungen der Franzosen in den Nationalsozialismus bloßlegt und aufzeigt, wie die französischen Altnazis sich heute in der Front National wieder zusammenfinden. Oder wenn er auf die Biografie Wernher von Brauns eingeht, eines strammen Nazis, der dennoch seine Karriere in den USA fortsetzen konnte: ein Beispiel für Korrumpierbarkeit. Diesen Bogen in die Gegenwart schlägt er immer wieder, vor allem, wenn er sich die Frage nach der Sinnhaftigkeit stellt. Welchen Sinn hatte es, dass Andrè Chaix sein Leben mit 20 Jahren verliert? Welchen Sinn hat sein eigenes Leben, das des Autors?

Spurensuche

drawe aus Landau am 31.05.2025
Bewertungsnummer: 2504315
Bewertet: eBook (ePUB 3)

Der Autor kauft ein Haus in Südfrankreich und sieht einen in den Putz eingeritzten Namen: André Chaix. In einer Ausstellung über die Résistance stößt er wieder auf diesen Namen, und nun will er es wissen: Wer ist dieser André Chaix? Er macht sich auf Spurensuche in die Zeit vor 80 Jahren, und André Chaix wird für ihn zu einem „Senkblei“, mit dem er sich in eine Epoche versenkt, „in der Großherzigkeit und Mut mit Egoismus und Niedertracht eng beieinanderlagen.“ Die Quellenlage ist dürftig, und das, was Le Tellier findet, breitet er vor seinem Leser aus: einige Fotos, einige Briefe, dazu kommen Erzählungen der Familie, er besucht Archive, er stößt auf Zeitgenossen, vertieft sich in die politische und militärische Lage der Zeit, immer im Versuch, dem jungen André Konturen geben zu können. Le Tellier will keinen Roman schreiben, und er verbietet sich jeden romanhaften Effekt aus Respekt vor dem Toten. Er will sich ihm auch nicht anbiedern, indem er ihn direkt anspricht und in einen fiktiven Dialog mit ihm tritt. Das hält Le Tellier für „anstößig“, sagt er, er hält sich zurück. Aber er weitet seinen Blick in die Zeit und stellt seinem Leser die überaus komplizierten Verhältnisse im Vichy-Frankreich vor. Dabei interessieren ihn natürlich besonders die Maquisards, denen sich André Chaix angeschlossen hatte. Er ist beeindruckt von ihrem Mut, von ihrem entbehrungsreichen und gefährlichen Agieren unter „Kälte, Hunger und Angst“ im Kampf gegen die Deutschen. Sie sind miserabel ausgestattet und erhalten keine offizielle Unterstützung, weil sie Kommunisten sind. Le Tellier nimmt kein Blatt vor den Mund, wenn er die Verstrickungen der Franzosen in den Nationalsozialismus bloßlegt und aufzeigt, wie die französischen Altnazis sich heute in der Front National wieder zusammenfinden. Oder wenn er auf die Biografie Wernher von Brauns eingeht, eines strammen Nazis, der dennoch seine Karriere in den USA fortsetzen konnte: ein Beispiel für Korrumpierbarkeit. Diesen Bogen in die Gegenwart schlägt er immer wieder, vor allem, wenn er sich die Frage nach der Sinnhaftigkeit stellt. Welchen Sinn hatte es, dass Andrè Chaix sein Leben mit 20 Jahren verliert? Welchen Sinn hat sein eigenes Leben, das des Autors?

Vom Glück und Unglück der Menschen

Bewertung aus Quickborn am 16.04.2025

Bewertungsnummer: 2468123

Bewertet: eBook (ePUB 3)

Der Autor berichtet als Ich-Erzähler von seinem neu gefundenen Wohnort La Paillette im Département Drôme, das ist im Südenosten Frankreichs. Pitoresk ist es, wenige Menschen, viel Natur. Und viel Geschichte. An der Hauswand entdeckt Le Tellier eine Inschrift, den Namen André Chaix. Er findet heraus, dass dieser André mit gerade einmal 20 Jahren im Widerstandskampf gegen die „boches“ gestorben ist. Seine Recherchen führen ihn zu Archiven und er erhält eine kleine Schatulle mit ideellen Schätzen, aus denen er ein ganzes Leben rekonstruiert. Er lernt viele andere kennen, Lebende und Tote, Helden, Kämpfer, Hinterbliebene, Kollaborateure, die auf irgendeine Weise in Verbindung standen zu diesem tapferen jungen Mann und dem Kampf der Resistance. Aus seinen Recherchen, Erfahrungen und Erkenntnissen setzt er Stück für Stück des so furchtbar beendeten Lebens von André zusammen, auch wenn er vieles nur vermuten kann. Es entsteht eine fiktionale Biografie, die sehr berührend ist. Auf der einen Seite stehen die Opfer, die Helden jener Zeit, auf der anderen Seite gibt es die Täter, die wenig oder gar nicht zur Rechenschaft gezogen wurden. Zufällig las ich vor kurzem den Roman „Frag nicht nach Agnes“, in dem deutsche Täter, die u. a. in Tulle ein Massaker anrichteten, der Justiz entgingen. Jene Deutschen aber, die nach Gerechtigkeit riefen, waren die „Nestbeschmutzer“. Vorher hatte ich noch nie von Tulle gehört, nur Oradur-sur-Glane war mir ein Begriff und natürlich der Nazi-Schlächter Barby. Ich finde das folgende Zitat sagt viel aus über den Autor und sein Engagement, das fast Vergessene wieder an die Oberfläche und in die Erinnerung zu bringen: „Was ich weiß, ist, dass ich ohne diesen in eine Wand gravierten Namen, dass ich ohne André Chaix als Senkblei niemals diese Epoche hätte erkunden können, in der Großherzigkeit und Mut mit Egoismus und Niedertracht eng beieinanderlagen wie nur selten. Niemals hätte ich so engen Umgang mit Männern wie Henri Roché, mit Frauen wie Marguerite Soubeyran gehabt, die ein immenses Vertrauen in den Menschen setzten.“ Ja, dass man immer noch, trotz aller Tragödien und Schrecken in der Vergangenheit auch Vertrauen in die Menschen und in die Zukunft braucht, das nehme ich aus diesem Buch mit. Der Schreibstil von Le Tellier gefällt mir jedoch nicht so sehr, mancher Satz ist kaum zu entschlüsseln, manches erschließt sich nur mit viel Fantasie. Ich kann nicht gut genug Französisch, um das Original zu lesen, so kann ich nur vermuten, dass die Übersetzer sehr nah am Original geblieben sind. Schon „Die Anomalie“ fand ich schwer lesbar, auch dieses Buch war, wie alle anderen Romane von Le Tellier von Jürgen und Romy Ritte übersetzt worden. Ich vermute, dass beide unterdessen wahre Experten für den – aus meiner Sicht anstrengenden – Schreibstil des Autors geworden sind. Das Cover ist sehr ansprechend gestaltet, André und seine geliebte Simone werden in so inniger Zweisamkeit gezeigt, dass es mir beim Lesen über ihre Liebe die Tränen in die Augen trieb. Und ihr Leben ist nur ein winziger Ausschnitt aus dem Unglück, dass der Zweite Weltkrieg verursacht hat.

Vom Glück und Unglück der Menschen

Bewertung aus Quickborn am 16.04.2025
Bewertungsnummer: 2468123
Bewertet: eBook (ePUB 3)

Der Autor berichtet als Ich-Erzähler von seinem neu gefundenen Wohnort La Paillette im Département Drôme, das ist im Südenosten Frankreichs. Pitoresk ist es, wenige Menschen, viel Natur. Und viel Geschichte. An der Hauswand entdeckt Le Tellier eine Inschrift, den Namen André Chaix. Er findet heraus, dass dieser André mit gerade einmal 20 Jahren im Widerstandskampf gegen die „boches“ gestorben ist. Seine Recherchen führen ihn zu Archiven und er erhält eine kleine Schatulle mit ideellen Schätzen, aus denen er ein ganzes Leben rekonstruiert. Er lernt viele andere kennen, Lebende und Tote, Helden, Kämpfer, Hinterbliebene, Kollaborateure, die auf irgendeine Weise in Verbindung standen zu diesem tapferen jungen Mann und dem Kampf der Resistance. Aus seinen Recherchen, Erfahrungen und Erkenntnissen setzt er Stück für Stück des so furchtbar beendeten Lebens von André zusammen, auch wenn er vieles nur vermuten kann. Es entsteht eine fiktionale Biografie, die sehr berührend ist. Auf der einen Seite stehen die Opfer, die Helden jener Zeit, auf der anderen Seite gibt es die Täter, die wenig oder gar nicht zur Rechenschaft gezogen wurden. Zufällig las ich vor kurzem den Roman „Frag nicht nach Agnes“, in dem deutsche Täter, die u. a. in Tulle ein Massaker anrichteten, der Justiz entgingen. Jene Deutschen aber, die nach Gerechtigkeit riefen, waren die „Nestbeschmutzer“. Vorher hatte ich noch nie von Tulle gehört, nur Oradur-sur-Glane war mir ein Begriff und natürlich der Nazi-Schlächter Barby. Ich finde das folgende Zitat sagt viel aus über den Autor und sein Engagement, das fast Vergessene wieder an die Oberfläche und in die Erinnerung zu bringen: „Was ich weiß, ist, dass ich ohne diesen in eine Wand gravierten Namen, dass ich ohne André Chaix als Senkblei niemals diese Epoche hätte erkunden können, in der Großherzigkeit und Mut mit Egoismus und Niedertracht eng beieinanderlagen wie nur selten. Niemals hätte ich so engen Umgang mit Männern wie Henri Roché, mit Frauen wie Marguerite Soubeyran gehabt, die ein immenses Vertrauen in den Menschen setzten.“ Ja, dass man immer noch, trotz aller Tragödien und Schrecken in der Vergangenheit auch Vertrauen in die Menschen und in die Zukunft braucht, das nehme ich aus diesem Buch mit. Der Schreibstil von Le Tellier gefällt mir jedoch nicht so sehr, mancher Satz ist kaum zu entschlüsseln, manches erschließt sich nur mit viel Fantasie. Ich kann nicht gut genug Französisch, um das Original zu lesen, so kann ich nur vermuten, dass die Übersetzer sehr nah am Original geblieben sind. Schon „Die Anomalie“ fand ich schwer lesbar, auch dieses Buch war, wie alle anderen Romane von Le Tellier von Jürgen und Romy Ritte übersetzt worden. Ich vermute, dass beide unterdessen wahre Experten für den – aus meiner Sicht anstrengenden – Schreibstil des Autors geworden sind. Das Cover ist sehr ansprechend gestaltet, André und seine geliebte Simone werden in so inniger Zweisamkeit gezeigt, dass es mir beim Lesen über ihre Liebe die Tränen in die Augen trieb. Und ihr Leben ist nur ein winziger Ausschnitt aus dem Unglück, dass der Zweite Weltkrieg verursacht hat.

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Der Name an der Wand

von Hervé Le Tellier

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Christiane Tillack

OSIANDER Ditzingen

Zum Portrait

5/5

Ein viel zu früh beendetes Leben

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Als sich Le Tellier in Südfrankreich auf die Suche nach einem Haus macht, stößt er in einer ehemaligen Keramikwerkstatt auf den Namen " André Chaix". Neugierig geworden begibt er sich auf Spurensuche und erfährt von dem jungen Bäckerssohn, Keramikerlehrling und Resistancekämpfer, der im Kampf gegen die Deutschen sein Leben verlor. Auf der Suche stößt er auf die große Liebe von André, Simone und auf Fotos und Briefe. Le Tellier verbindet meisterhaft das persönliche Schicksal von André mit der Geschichte der Resistance und der letzten Kriegsjahre in Südfrankreich.
  • Christiane Tillack
  • Buchhändler/-in

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5/5

Ein viel zu früh beendetes Leben

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Als sich Le Tellier in Südfrankreich auf die Suche nach einem Haus macht, stößt er in einer ehemaligen Keramikwerkstatt auf den Namen " André Chaix". Neugierig geworden begibt er sich auf Spurensuche und erfährt von dem jungen Bäckerssohn, Keramikerlehrling und Resistancekämpfer, der im Kampf gegen die Deutschen sein Leben verlor. Auf der Suche stößt er auf die große Liebe von André, Simone und auf Fotos und Briefe. Le Tellier verbindet meisterhaft das persönliche Schicksal von André mit der Geschichte der Resistance und der letzten Kriegsjahre in Südfrankreich.

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Der Name an der Wand

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