Produktbild: Maulberg

Maulberg satirischer Gegenwartsroman

15

24,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

03.03.2025

Verlag

Satyr

Seitenzahl

350

Maße (L/B/H)

19,7/13,3/3,6 cm

Gewicht

455 g

Farbe

Goldfarben / Dunkelbraun

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-910775-31-2

Beschreibung

Rezension

»20 Brötchen – eine Mark! Ich habs noch erlebt. Das literarische Extrakt, das Herr Nicolai aus diesen seltsamen Zeiten für uns zusammengebraut hat, ist hochgradig empfehlenswert.« – Olaf Schubert
»Einmal in die Hand genommen, angefangen zu lesen und nicht mehr wieder zur Seite gelegt. Kaufen! Lesen!!!« – Axel Prahl

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Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

03.03.2025

Verlag

Satyr

Seitenzahl

350

Maße (L/B/H)

19,7/13,3/3,6 cm

Gewicht

455 g

Farbe

Goldfarben / Dunkelbraun

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-910775-31-2

Herstelleradresse

Satyr Verlag
Auerstraße 23
10249 Berlin
DE

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  • MiLi

    aus G

    5/5

    30.09.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Angekommen im Osten

    Das Ehepaar Sendler zieht von Dortmund in das kleine Dörfchen Maulberg bei Sachsen. Schnell wird den beiden Wessis klar das die Uhren hier noch etwas anders ticken. Nichts desto trotz können sie sich doch irgendwie schnell eingliedern, und auf einem Fest hat Bernd Sendler die grandiose Idee überhaupt. Man könnte ja für 4 Wochen hier in Maulberg nochmal die DDR aufleben lassen und Bernd filmt alles mit. Gesagt getan Abstimmung und los geht's. Den ganzen Oktober ist Maulberg wieder in der DDR angekommen mit allem was dazugehört. Die Frage stellt sich nur ist wirklich alles so toll wie es sich die meisten vorgestellt haben.? Auf die Maulberger kommt so einiges zu positiv sowie Negativ. Wird das Projekt ohne Probleme gelingen? Bei manchen Charakteren kommt was zum Vorschein das schon vergessen war und tief drinnen geschlummert hat. Der Autor hat da was fabelhaftes zustande gebracht. Der Roman beinhaltet alles was man sich bei sowas wünscht. Ich konnte mich sehr gut in die Maulberger fühlen und jeder Charakter war sehr gut dargestellt. Die Kluft zwischen Ost und West ,die ja teilweise nach so langer Zeit immer noch besteht wurde konstruktiv vermittelt, auch die Denkweise vieler Menschen. Aber eben auf sehr lustige satirischer Weise und auch mal mit Dialekt da musste ich oft dreimal lesen um es zu verstehen. Aber genau das hat den Roman ausgemacht. Lustig nachdenklich perfekt geschrieben deshalb von mir klare Weiterempfehlung.

  • Bewertung

    5/5

    02.08.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Lustig, ernst und erschreckend nah an der Realität

    „Früher war alles besser“.  Ich bin in der DDR aufgewachsen, lebe aber inzwischen den größeren Teil meines Lebens im "Westen" – und kenne das Früher war alles besser-Gerede von Heimatbesuchen nur zu gut. Genau deshalb hat mich "Maulberg" sofort gepackt: Thomas Nicolai trifft mit seiner Satire einen Nerv – humorvoll, aber nie albern, kritisch, aber nie moralisierend. Die Idee, dass ein Ehepaar aus dem Westen in ein ostdeutsches Dorf zieht, das sich zum 400-jährigen Jubiläum freiwillig in die DDR zurückversetzt, ist originell – und dabei erstaunlich realitätsnah. Die Dorfbewohner? Wie aus dem echten Leben gegriffen. Ich hatte bei jedem Typen sofort ein Bild im Kopf – das ist großes Kopfkino. Besonders spannend fand ich, dass das Buch keine Seite glorifiziert: Weder wird die DDR verklärt noch der Westen gefeiert – stattdessen zeigt es sehr feinfühlig, wie verschieden die Wahrnehmungen (und Missverständnisse) bis heute sein können. Ich habe es in drei Tagen verschlungen. Wer Satire, Geschichte und Humor liebt – absolute Leseempfehlung!

  • Bewertung

    aus Claußnitz

    5/5

    21.06.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    DDR als Experiment

    Was macht es mit den Menschen, wenn sie auf einmal wieder in der DDR leben müssen? Diese Frage beantwortet das Buch ausführlich. Die Bewohner des Ortes Maulberg, entscheiden sich dafür, nochmal 4 Wochen wie in der DDR leben zu wollen. Jeder Mensch geht damit anders um. Bei vielen kommt die Rolle, die sie zu DDR-Zeiten innehatten wieder durch. Dadurch wird die Dorfgemeinschaft gespalten und Widerstand macht sich breit. Aber kann er etwas ausrichten? Der Autor findet eine wunderbare Ausgeglichenheit zwischen Unterhaltung und Spannung. Die skurrile Geschichte regt zum Nachdenken an. Der Epilog als Ausblick in die Zukunft macht das Buch komplett.

  • Bewertung

    5/5

    17.06.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Eine Welt mit Grenzen

    "Maulberg" von Thomas Nicolai ist ein sehr spannender Roman, der ein Szenario erschafft, dass einen förmlich zum weiterlesen zwingt. Beate und Peter Sendler ziehen aus Dortmund nach Maulberg, einem kleinen Kaff in Sachsen, in der ehemaligen DDR. Sie möchte dort als Leiterin der KiTa arbeiten, er verfolgt ein spannendes Filmprojekt, aus dem sehr schnell ein spannendes Experiment werden soll. Maulberg feiert sein 400-jähriges Dorfjubiläum und dazu soll hier für eine begrenzte Zeit die Vergangenheit wieder auferstehen. Die Maulberger stimmen darüber ab, wieder in die DDR zu ziehen, also sie in ihrem Ort wieder zu erschaffen. Mit allen möglichen Konsequenzen, wie Mangelwirtschaft, Ausreisebeschränkungen und altem TV-Programm. Viele der Einwohner hatten wohl nur noch das Gute im Gedächtnis und vieles andere verdrängt und vergessen. Schon beim Lesen musste ich immer wieder schmunzeln, dass das nicht gutgeht war ja klar, aber was und wann wie aus dem Ruder läuft, war hier sehr spannend und anschaulich beschrieben. Die Szenen waren echt und lebensnah geschrieben, als Satire natürlich überspitzt, mir hat es wirklich sehr gefallen, ein Balanceakt, der gut gelungen ist. Zwischen den Zeilen liest man eine Gesellschaftskritik, die hochaktuell und brisant ist. Viel Spaß hat man natürlich, wenn man diese Zeiten erlebt hat, das gab es viele Wiedererkennungsmomente, aber das Buch wirkt auch für jeden anderen Leser. Im Kleinen wird hier gut und anschaulich Politik und auch Menschen beschrieben, die im Großen schwerer vorstellbar ist. Es ist spannend, es ist lustig, aber auch traurig, vor allem macht es nachdenklich und das ist das wichtigste daran, es bleibt mir präsent, klein Buch, welches ich schnell wieder vergessen werde. Eine Empfehlung, nicht nur für Ostalgiker.

  • Glückliche

    aus Sachsen

    5/5

    28.05.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Wieviel Experiment verträgt das Land?

    Schon als ich das auffallende, auf alt und oft genutzt gemachte, Cover sah, war meine Neugier geweckt. Als ich den Klappentext las, wusste ich, dass ich dieses Buch unbedingt lesen muss. Ja, die Handlung kann man sich gut im Klappentext erlesen, aber man muss sich das mal vorstellen. Eine (fiktive) ostsächsische Gemeinde startet im Jahr 2016 ein Experiment, für vier Wochen DDR Verhältnisse zu gestalten. Nach demokratischer Abstimmung wurde es dann auch so durchgeführt. Kein Internet, nur Ostfernsehen, Telefonanschlüsse nur für wenige, keine Smartphones, nur wenige hatten ein Auto. Aus dem Supermarkt wurde die Kaufhalle mit entsprechend eingeschränktem Warenangebot. Das Reisen wurde unterbunden und die Gemeinde wurde eingezäunt. Schon ziemlich krass. Meine Erwartungen hinsichtlich des Buches gingen ein wenig in eine andere Richtung, aber das Buch hat mich dennoch in jeder Hinsicht überzeugt. Die ganze Szenerie und die Protagonisten sind gut gezeichnet, ich konnte mir die Gemeinde mit ihren Einwohnern bildhaft vorstellen. Der Schreibstil ist flüssig. Das Buch zeigt, was passiert, wenn man Bedingungen oder Verhältnisse ändert, wenn man bisher unbedeutenden Personen eine gewisse Macht oder eine Position überträgt. Das ist schon erstaunlich und manchmal beängstigend. Ich habe das Buch mit Interesse und großer Anteilnahme gelesen, bin ich doch in der DDR geboren und aufgewachsen und konnte im Buch einiges wiedererkennen, anderes habe ich so nicht wahrgenommen bzw. fand ich übertrieben. Leider blitzte der Humor, den ich so sehr mag, nur selten auf. Das war aber bei der Handlung wahrscheinlich auch nicht angebracht. Ich weiß nicht, ob jeder, der die DDR nicht kennt, nach der Lektüre ein reales Bild der damaligen Verhältnisse hat. Einiges trifft es schon recht gut. Ich fand die Idee zu diesem Buch toll. Die Umsetzung betrachte ich als gelungen. Insofern spreche ich eine Lese Empfehlung aus.

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    Simone Renner

    OSIANDER Schwäbisch Hall

    Buchhändler*in

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    5/5

    07.03.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ostalgie? Pah!

    Thomas Nicolai, im Hauptberuf Komiker, Sprecher und Schauspieler legt hier einen Roman vor bei dem einen das Lachen im Halse stecken bleibt. Im fiktiven, nordsächsischen Maulberg kommt der zugezogene, westdeutsche Dokumentarfilmer Peter auf die kuriose Idee, für vier Wochen die DDR wieder auferstehen zu lassen. Mit allem Drum und Dran. Mangelware in der Kaufhalle, Elektrozaun um das Dorf gespannt, die ehemalige Staatsbürgerkundelehrerin darf das passende Sozialismus-Käseblatt verfassen. Mit Neugier oder Skepsis starten die Maulberger in dieses Experiment, das schneller kippt als man 5-Jahresplan sagen kann... Es gibt sehr viel Personal in dem Roman, deswegen dauert es ein bißchen, bis das Buch Fahrt aufnimmt. Aber dann ist man mittendrin in einer Mischung aus Goodbye Lenin und Die Welle. Erschreckend, fesselnd und am Ende doch versöhnlich.

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