Die herausragende Meeresbiologin Dr. Ha Nguyen, die ihr Leben lang die Intelligenz von Kopffüßern erforscht hat, reist zum abgelegenen Con Dao Archipel vor der Südküste Vietnams, um sich der Forschungsgruppe des Technologiekonzerns DIANIMA anzuschließen. Die Gruppe, bestehend aus Ha, einer kampferprobten Kriegsveteranin und dem ersten Androiden der Welt, soll eine hochintelligente, aber gefährliche Krakenart verstehen lernen, denn den Gerüchten nach haben die Kreaturen ihre eigene Sprache und Kultur entwickelt. Die Kraken sind der Schlüssel zu einem noch nie dagewesenen Durchbruch in der außermenschlichen Intelligenz. Schon bald ist ein globaler Wettstreit um Vormachtstellung und Reichtum entfesselt. Aber noch hat niemand die Kraken gefragt, was sie denken. Oder wie sie auf die Aufmerksamkeit reagieren werden.
Kundinnen und Kunden meinen
3.9/5.0
Joko
aus Belm
5/5
15.07.2024
Buch (Gebundene Ausgabe)
außergewöhnlich " Die Stimme…
außergewöhnlich " Die Stimme des Kraken" ist kein einfaches Buch das man mal so nebenbei liest. Es erfordert die Konzentration des Lesers und man muss sich auf dieses Buch einlassen und auch Interesse an der Thematik haben. Das Buch ist eine Dystopie, zusammengesetzt aus naturwissenschaftlichen, philosophischen, ethischen und technischen Elementen, die den Leser forden, mit sehr vielen klugen Gedankengängen aufwatet und mich vor allem sehr zum Nachdenken angeregt hat, warum wir menschen sehenden Auges in die Katastrophe rennen. Es ist ein Buch das sich mit dem Thema Bewusstsein auseinandersetzt und aufzeigt was KI im negantiven wie im positiven Sinne bewirken kann. Auch die kommunikatiomn zwischen verschiedneen Spezies und wie diese gelingen kann , war sehr interessant zu lesen. Die Abhandlungen über Bewusstsein fand ich mehr als faszinierend. Doch nun komme ich zu meinem Kritikpunkt. Leider konnte mich das Buch nicht richtig fesseln, da eigentlich kaum Spannung vorhanden war. Für mich war es eher eine sachliche, wissenschaftliche Abhandlung, als ein spannender Roman, was das Lesen teilweise sehr anstrengend und ermüdend werden ließ.
Bewertung
5/5
28.06.2024
Buch (Gebundene Ausgabe)
Doch kein Öko-Thriller
Der Roman "DIE STIMME DER KRAKEN" vo Ray Nayler fiel mir durch seine Aufmachung sofort auf, ein richtiger Eyecatcher. Bei der Krake auf dem Cover war ich mir unsicher, ob das Geschöpf friedvoll oder gefährlich dargestellt ist. Besonders auffallend sind dazu die lila gefärbten Farbschnitte. Insgesamt gefällt mir die Farbzusammenstellung sehr gut.
Entgegen meiner Gewohnheit war ich zum langsamen Lesen und Konzentration gezwungen. Es gibt nicht wenige neue Wörter z.B. Abglanz-Identitätsschild, die
indirekt beschrieben werden.
Für mich ist der Roman kein Öko-Thriller, wie zuerst vermutet. Er hat 5 Handlungsstränge, die allmählich zusmmen geführt werden.
- der Thriller
- die philosophischen Gedanken in Form von Zitaten der wissenschaftlichen
Hauptfigur Dr. Ha Nguyen und ihre wissenschaftliche Forschung
- Evolution / Kultur von Kraken
- KI (manchmal futuristisch)
- der vollumfängliche Android Evrim evtl. mit menschlichem Bewußtsein
Vielleicht gibt es einen Namen für diese Verbindungen?
Ich finde das Buch extrem spannend, zum Nachdenken anregend und manchmal
eine mögliche Zukunft vorwegnehmend oder vor ihr zu warnen. Ich möchte es uneingeschränkt empfehlen!
hallobuch, Silke Schröder
aus Hannover
5/5
06.06.2024
Buch (Gebundene Ausgabe)
Ein ungemütlicher Ausblick in eine eher düstere Zukunft
In seiner Dystopie „Die Stimme der Kraken“ erzählt Ray Nayler eine abgedrehte und doch vorstellbare Near-Future Story, die sich mit den Möglichkeiten der Kommunikation mit und der Annäherung an eine andere intelligente Spezies beschäftigt. Dabei geht u.a. um die Frage, wie wir überhaupt Kontakt mit andersartigen Lebewesen aufnehmen können. Das erinnert manchmal an Kinofilme wie „Arrival“. Ray Nayler geht aber auch der Frage nach, wie es sich wohl an anfühlt, wenn andere Spezies so mit Menschen umgehen, wie diese es mit ihnen tun – im besten Fall, sagen wir mal, beiläufig. Ein weiteres spannendes Thema ist sein Ausblick auf die weiteren Entwicklungen und Einsatzgebiete der KI. Wie umgehen mit einem Algorithmus, der ein eigenes Selbstbewusstsein entwickelt? Dabei prangert er auch das fortgesetzte hochtechnisierte Überfischen der Weltmeere und die grenzenlose Ausnutzung aller Ressourcen an. So ist „Die Stimme der Kraken“ von Ray Nayler ein faszinierender Ausblick in eine eher düstere Zukunft.
Bewertung
aus Ense
5/5
03.06.2024
Buch (Gebundene Ausgabe)
Kraken - eine vollkommen unterschätzte Spezies!
Tief in den Meeren schlummern nach wie vor mehr Geheimnisse, als wir uns vorstellen können. Immer noch gibt es viele unbeantwortete Fragen, zum Beispiel die Unsicherheit, wie intelligent einige Meeresbewohner tatsächlich sind. Eine der zentralen Fragen des Romans "Die Stimme der Kraken" ist die, wie man mit Lebewesen kommuniziert, die einen vollkommen anderen Lebensraum als wir Menschen besiedeln und dementsprechend auch andere Ausgangspunkte für ihre Kommunikation haben als wir.
Die Thematik wird im Roman wirklich spannend und eindrucksvoll umgesetzt. Mir persönlich war die Protagonistin Dr. Ha Nguyen von Anfang an sympathisch. Zu Beginn des Romans kommt sie auf der Insel Con Dao an und hat die Aufgabe, mehr über die dort im Meer lebenden Kraken herauszufinden. Immer wieder werden fiktive Zitate aus Büchern am Kapitelanfang eingeflochten, was mir stilistisch gut gefallen hat!
Neben den biologischen Themen werden auch technische Neuerungen in den Blick genommen wie die Weiterentwicklung von KI. Auch diese inhaltliche Verflechtung hat mir sehr gut gefallen!
Als absolutes Highlight möchte ich auf jeden Fall auch das Cover und den lilafarbenen Buchschnitt empfehlen. Das Cover hat eine tolle Haptik und macht optisch sehr viel her!
Insgesamt kann ich den Roman allen empfehlen, die Dystopien mögen und sich gern mit biologischen, aber auch philosophischen Fragen der Kommunikation auseinandersetzen. Ich hatte sehr viel Spaß beim Lesen und mochte auch die wissenschaftlichen Details zwischendurch sehr gern!
"Die Stimme der Kraken" ist eine sehr spannende dystopische Vision einer gar nicht so fernen und gar nicht so fremden, abwegigen Realität, auf die sich die Menschheit auf verschiedenen Wegen tatsächlich schon zubewegt.
Die verschiedenen Handlungsstränge bewegen sich alle im Spannungsfeld zwischen menschlicher Intelligenz, künstlicher Intelligenz und dem Menschen ebenbürtiger (oder überlegener?) anderer intelligenter Lebensformen in tierischer Intelligenz, in diesem Fall der Kraken, die eine faszinierende Zivilisation aufgebaut haben. Daneben sind auch die anderen Figuren, menschlich oder nicht, sehr faszinierende Charaktere.
So entstehen sehr philosophische Fragestellungen zum Verhältnis von Menschen zur Natur und von Menschen zur Technik, die auch (zum Teil erschreckende) Erkenntnisse über das Verhältnis von Menschen zu anderen Menschen zutagebringen.
Den Originaltitel "The Mountain in the Sea" finde ich daher (wie bei vielen übersetzten Büchern) sehr viel passender, weil sehr viel vielschichtiger, so dass er sich besser auf die verschiedenen Teilgeschichten beziehen lässt.
Kein Buch, welches man mal eben so wegliest, dafür ist es viel zu komplex, und hat mich beim Lesen stilistisch und atmosphärisch immer wieder an David Mitchell erinnert. Auf jeden Fall eine beeindruckende Erfahrung, die noch eine ganze Weile nachklingt und im Kopf weiterarbeitet.
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5/5
23.06.2024
eBook (ePUB 3)
Überraschend gut gemachter Zukunftsroman
Im Mittelpunkt des Romans steht die Kommunikation mit einer fremden Spezies (Oktopus - Mensch). Dazu gesellen sich ethische und moralische Themen wie Sklaverei und der Umgang mit KI mit Bewusstsein. Während die Ozeane ausgebeutet werden, versucht Meeresbiologin Ha Nguyen zusammen mit Android Evrim die Sprache der Kraken zu entschlüsseln. Gleichzeitig gibt Rustem sich alle Mühe seinen Auftrag zu erfüllen, sich in ein ihm unbekanntes System zu hacken. Und Eiko kämpft auf einem illegalen Fischfangschiff ums nackte Überleben.
Ich war unschlüssig, ob ich "Die Stimme der Kraken" lesen sollte oder nicht, glücklicherweise habe ich der Geschichte eine Chance gegeben, denn sie hat mich eindeutig positiv überrascht. Zwar hatte Eikos Handlungsstrang einige Längen, doch die wurden durch die sehr interessanten Kapitel von Nguyen und Rustem mehr als wettgemacht. Der Roman ist keine leichte Urlaubslektüre und auch nicht für jeden zu empfehlen. Wer allerdings etwas Besonderes sucht und Spaß an außergewöhnlichen Erzählungen hat, kommt hier voll auf seine Kosten.
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3/5
04.06.2024
Buch (Gebundene Ausgabe)
Hat eigentlich viel Potential - ist aber leider ziemlich langatmig
Trotz der eigentlich hervorragenden Voraussetzungen, konnte mich "Die Stimme der Kraken" leider nur stellenweise überzeugen und zu keinem Zeitpunkt wirklich packen.
Intelligente Kraken, dubiose Großkonzerne und Science-Fiction - da musste ich einfach zugreifen. Das Setting ist auch absolut cool und meiner Meinung nach wurde hier bereits viel Potential verschenkt. Mich persönlich hätten die geschichtlichen und politischen Hintergründe, die eher nebenbei erwähnt werden, sehr interessiert. Aber gut, das ist nicht jedermanns Sache.
Die Handlung an sich war aber leider auch nicht so spannend wie erhofft. Die einzelnen Handlungsstränge (vor allem die Haupthandlung) brauchen sehr lange, bis sie in Fahrt kommen. Wer hier einen richtigen (Öko)-Thriller erwartet, wird auf jeden Fall enttäuscht werden. Störend fand ich auch, dass nach jedem Kapitel (zumindest bis kurz vor Ende) der Handlungsstrang wechselt und diese sich auch erst gegen Ende verbinden. (Klar, beim Lied von Eis und Feuer, oder ich meine auch bei Frank Schätzings "Der Schwarm" , wechseln die Perspektiven auch ständig, aber da sind die einzelnen Kapitel auch deutlich länger). Sowieso war es wahrscheinlich etwas unfair von mir, die ganze Zeit über "Der Schwarm" im Kopf zu haben - ist halt naheliegend bei einem Buch, in dem es um intelligente Lebewesen aus dem Meer geht.
Welche Gründe gibt´s dann dem Buch vielleicht doch eine Chance zu geben?
Wie gesagt, das Setting ist richtig cool. Zum Beispiel begleiten wir in einer Nebenhandlung einen Sklaven auf einem KI-gesteuerten Fischtrawler, der die letzten Reste an Fischen aus den Meeren holt. Statt Smartphones verbringen die Menschen ihre Zeit mit Terminals (eine Art Super-Computer, der Hologramme erzeugen kann). Ein Großteil der Handlung spielt in einem Naturschutzgebiet, das neben wenigen Menschen, bloß noch von buddhistischen Roboter-Mönchen bewohnt wird.
Auch die grundsätzliche Fragestellung, was intelligentes Leben ausmacht, wird gut ausgearbeitet. Stellenweise liest sich "Die Stimme der Kraken" auch mehr wie ein Sachbuch als ein Roman.
Für Sci-Fi Leser*innen oder zum Thema KI und Bewusstsein einen Versuch wert, aber leider nicht der große Wurf, den ich mir erhofft hatte.
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