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Sebastian Haffner

1. Abschied

Abschied

Gesprochen von
11

21,99 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Gesprochen von

Sebastian Blomberg

Spieldauer

5 Stunden und 8 Minuten

Erscheinungsdatum

25.06.2025

Hörtyp

Lesung

Fassung

ungekürzt

Medium

Audio

Anzahl

1

Verlag

Argon

Originaltitel

Hanser

Sprache

Deutsch

EAN

9783839822081

Beschreibung

Rezension

»Dem Schauspieler Sebastian Blomberg ist es gelungen, der Ungezwungenheit des Pariser Lebens, besonders aber der leisen Traurigkeit, die über dem ganzen Roman liegt, eine Stimme zu verleihen. Die Atmosphäre und die Gefühlslagen der Protagonisten – dank Blombergs Interpretation werden sie nachvollziehbar – und nachfühlbar.« ("Zeitzeichen")
»Den Sprachwitz, die leisen Zwischentöne und das Wehmütige lässt Sebastian Blomberg gekonnt erklingen.« ("BR 24")
»Ein großartiges Zeitporträt, grandios fürs Ohr ›inszeniert‹ von Sebastian Blomberg.« ("Hörzu")
»Sebastian Blomberg verkörpert grandios den leicht dandyhaften Ich-Erzähler Raimund, der schwer verliebt in die begehrte Teddy ist.« ("hr2 kultur")

Produktdetails

Gesprochen von

Sebastian Blomberg

Spieldauer

5 Stunden und 8 Minuten

Erscheinungsdatum

25.06.2025

Hörtyp

Lesung

Fassung

ungekürzt

Medium

Audio

Anzahl

1

Verlag

Argon

Originaltitel

Hanser

Sprache

Deutsch

EAN

9783839822081

Herstelleradresse

Argon Verlag GmbH
Waldemarstraße 33A
10999 Berlin
DE

Email: produktsicherheit@argon.de

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Abschied von der Freiheit

Bewertung am 14.09.2025

Bewertungsnummer: 2595864

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Sebastian Haffner ist vielen als Journalist und Publizist in Erinnerung geblieben. Eine bleibende Beachtung haben seine Schriften über Adolf Hitler und den Nationalsozialismus gefunden. Umso mehr überrascht es nun, dass dieser Roman als frühes Jugendwerk des Autors posthum erschienen ist. Haffner hat 1932 nur wenige Wochen für die Niederschrift gebraucht, er floh vor den Nazis und das Manuskript hat lange in einer Schreibtischschublade gelegen. Die Hauptfigur des Buches mit Namen Raimund (so hieß Haffner übrigens damals selbst) trifft sich in Paris, wo er kurzzeitig lebt, mit Teddy. Eine Frau, mit der er eine Liebesaffäre hatte, welche durch seine Abreise nun endgültig zu Ende geht. Handlung gibt es da nicht viel, aber das stört in keinster Weise. Das Entscheidende, wovon hier erzählt wird, ist nämlich die kurze Zeit eines Glücks vor Beginn der dunklen Zeit, denn die vor der Tür stehende Naziherrschaft in Deutschland zeichnet sich bereits ab. Es ist die beeindruckende Hellsichtigkeit, mit der Haffner noch einmal deutlich zeigt, was Europa an Freiheit hat und wie leicht das Bürgertum diese Freiheit wieder verlieren kann und, wie man schließlich weiß, auch wird. Eben deshalb lohnt es sich, dieses Buch jetzt zu lesen. Denn es mahnt uns, den Mächten der Finsternis entgegenzutreten, um die kurzen Momente des Lichts zu bewahren.

Abschied von der Freiheit

Bewertung am 14.09.2025
Bewertungsnummer: 2595864
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Sebastian Haffner ist vielen als Journalist und Publizist in Erinnerung geblieben. Eine bleibende Beachtung haben seine Schriften über Adolf Hitler und den Nationalsozialismus gefunden. Umso mehr überrascht es nun, dass dieser Roman als frühes Jugendwerk des Autors posthum erschienen ist. Haffner hat 1932 nur wenige Wochen für die Niederschrift gebraucht, er floh vor den Nazis und das Manuskript hat lange in einer Schreibtischschublade gelegen. Die Hauptfigur des Buches mit Namen Raimund (so hieß Haffner übrigens damals selbst) trifft sich in Paris, wo er kurzzeitig lebt, mit Teddy. Eine Frau, mit der er eine Liebesaffäre hatte, welche durch seine Abreise nun endgültig zu Ende geht. Handlung gibt es da nicht viel, aber das stört in keinster Weise. Das Entscheidende, wovon hier erzählt wird, ist nämlich die kurze Zeit eines Glücks vor Beginn der dunklen Zeit, denn die vor der Tür stehende Naziherrschaft in Deutschland zeichnet sich bereits ab. Es ist die beeindruckende Hellsichtigkeit, mit der Haffner noch einmal deutlich zeigt, was Europa an Freiheit hat und wie leicht das Bürgertum diese Freiheit wieder verlieren kann und, wie man schließlich weiß, auch wird. Eben deshalb lohnt es sich, dieses Buch jetzt zu lesen. Denn es mahnt uns, den Mächten der Finsternis entgegenzutreten, um die kurzen Momente des Lichts zu bewahren.

Wunderbare Mischung aus lebensfroher Weltläufigkeit und Melancholie

drawe aus Landau am 15.07.2025

Bewertungsnummer: 2540302

Bewertet: eBook (ePUB)

1932. Ein junger Mann, Rechtsreferendar in Rheinsberg, besucht seine Freundin Teddy, die in Paris studiert. Der junge Mann trägt den Namen des Autors, bevor der sich im Exil in Sebastian Haffner umbenannte. Mit diesem Namen verbindet man eher seriöse historische Reflexionen als einen Roman, aber auch dieser Roman ist keine Fiktion, sondern eine Erinnerung an Jugendtage. Der Roman beschreibt den letzten Tag Haffners, damals noch Raimund Pretzel, mit seiner Freundin in Paris, und damit ist der Plot schon erzählt. Es ist weniger die konkrete Handlung, die den Roman lesenswert macht, sondern die Stimmung, die aus ihm spricht. Raimund ist verliebt, unsterblich verliebt, und diese Liebe spricht aus jeder Zeile. Er leidet unter einem vermuteten Missverständnis, er wird eifersüchtig auf die Freunde, die Teddy umschwirren, und er beschwört schwärmerisch und fast atemlos seine Liebe. Haffner erzählt von ethnischer Vielfalt und Weltoffenheit, Toleranz und das verbindende Interesse dieser jungen lebensfrohen Menschen für zeitgenössische Kunst und Literatur. Zugleich merkt man als Leser aber die große Wehmut, die immer wieder durchleuchtet. Die kommenden Ereignisse in Deutschland werfen ihre kleinen Schatten voraus. Raimund weiß, dass er seine Freundin nicht mehr wiedersehen wird. Sie wird nicht mehr nach Berlin zurückkehren können, und auch ohne Volker Weidermanns begeistertes Nachwort erkennt man, dass sie Jüdin ist und ihre Heimat für sie unerreichbar geworden ist. Hellsichtig erkennt Raimund zudem den drohenden Krieg, auch wenn er eher spielerisch von einigen Figuren in einem Nebensatz thematisiert wird. Den ganzen Text durchzieht daher einerseits die pralle Lebensfreude dieser jungen Menschen, aber andererseits das Bewusstsein, dass diese weltzugewandte liberale Lebensform bald ihr Ende finden wird. Und so erhält der Titel „Abschied“ einen doppelten Sinn, der in seiner Melancholie über das Persönliche hinausgeht. 5

Wunderbare Mischung aus lebensfroher Weltläufigkeit und Melancholie

drawe aus Landau am 15.07.2025
Bewertungsnummer: 2540302
Bewertet: eBook (ePUB)

1932. Ein junger Mann, Rechtsreferendar in Rheinsberg, besucht seine Freundin Teddy, die in Paris studiert. Der junge Mann trägt den Namen des Autors, bevor der sich im Exil in Sebastian Haffner umbenannte. Mit diesem Namen verbindet man eher seriöse historische Reflexionen als einen Roman, aber auch dieser Roman ist keine Fiktion, sondern eine Erinnerung an Jugendtage. Der Roman beschreibt den letzten Tag Haffners, damals noch Raimund Pretzel, mit seiner Freundin in Paris, und damit ist der Plot schon erzählt. Es ist weniger die konkrete Handlung, die den Roman lesenswert macht, sondern die Stimmung, die aus ihm spricht. Raimund ist verliebt, unsterblich verliebt, und diese Liebe spricht aus jeder Zeile. Er leidet unter einem vermuteten Missverständnis, er wird eifersüchtig auf die Freunde, die Teddy umschwirren, und er beschwört schwärmerisch und fast atemlos seine Liebe. Haffner erzählt von ethnischer Vielfalt und Weltoffenheit, Toleranz und das verbindende Interesse dieser jungen lebensfrohen Menschen für zeitgenössische Kunst und Literatur. Zugleich merkt man als Leser aber die große Wehmut, die immer wieder durchleuchtet. Die kommenden Ereignisse in Deutschland werfen ihre kleinen Schatten voraus. Raimund weiß, dass er seine Freundin nicht mehr wiedersehen wird. Sie wird nicht mehr nach Berlin zurückkehren können, und auch ohne Volker Weidermanns begeistertes Nachwort erkennt man, dass sie Jüdin ist und ihre Heimat für sie unerreichbar geworden ist. Hellsichtig erkennt Raimund zudem den drohenden Krieg, auch wenn er eher spielerisch von einigen Figuren in einem Nebensatz thematisiert wird. Den ganzen Text durchzieht daher einerseits die pralle Lebensfreude dieser jungen Menschen, aber andererseits das Bewusstsein, dass diese weltzugewandte liberale Lebensform bald ihr Ende finden wird. Und so erhält der Titel „Abschied“ einen doppelten Sinn, der in seiner Melancholie über das Persönliche hinausgeht. 5

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Abschied

von Sebastian Haffner

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Simone Renner

OSIANDER Schwäbisch Hall

Zum Portrait

5/5

Ein Buch wie ein Schwarz-Weiss-Film

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Sebastian Haffners Roman Abschied, 1932 verfasst und erst jetzt veröffentlicht, ist ein kleines Schmuckstück. Im Mittelpunkt steht die zauberhafte Teddy, die im Paris der frühen 30er von vielen Verehrern umschwärmt wird. Einer davon ist der Ich-Erzähler und seine Verzweiflung und komischen Versuche Teddy zu halten, zufrieden zu stellen und darüber nicht in Eifersucht und Melancholie zu versinken sind durchaus lesenswert. Der Ton ist nostalgisch wie eine Schellackplatte und ich hatte permanent ein Lächeln auf den Lippen. Lesenswert!
  • Simone Renner
  • Buchhändler/-in

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5/5

Ein Buch wie ein Schwarz-Weiss-Film

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Sebastian Haffners Roman Abschied, 1932 verfasst und erst jetzt veröffentlicht, ist ein kleines Schmuckstück. Im Mittelpunkt steht die zauberhafte Teddy, die im Paris der frühen 30er von vielen Verehrern umschwärmt wird. Einer davon ist der Ich-Erzähler und seine Verzweiflung und komischen Versuche Teddy zu halten, zufrieden zu stellen und darüber nicht in Eifersucht und Melancholie zu versinken sind durchaus lesenswert. Der Ton ist nostalgisch wie eine Schellackplatte und ich hatte permanent ein Lächeln auf den Lippen. Lesenswert!

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Simon Reuber

Thalia Osiander Konstanz – LAGO Shopping-Center

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5/5

Eine Liebesgeschichte zwischen Licht und Düsternis

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

1932 finden die "Goldenen Zwanziger" mit einer Vollbremsung ein Ende, die Nationalsozialisten übernehmen in Deutschland immer mehr Macht. Raimund weilt in Paris, um seine große Liebe zu besuchen. Bevor er mit dem Zug zurück nach Berlin reist, wo düstere Ungewissheit auf ihn wartet, verbringt er die letzten Stunden mit ihr. Ein wunderbarer Roman voller Wehmut und Hoffnung, düsteren und freudvollen Gedanken. Das Besondere ist wohl, dass der Text tatsächlich aus den 1930er Jahren stammt - und lange auf seine Veröffentlichung wartete. Heutzutage muten Haffners Worte aktueller denn je an...
  • Simon Reuber
  • Buchhändler/-in

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5/5

Eine Liebesgeschichte zwischen Licht und Düsternis

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

1932 finden die "Goldenen Zwanziger" mit einer Vollbremsung ein Ende, die Nationalsozialisten übernehmen in Deutschland immer mehr Macht. Raimund weilt in Paris, um seine große Liebe zu besuchen. Bevor er mit dem Zug zurück nach Berlin reist, wo düstere Ungewissheit auf ihn wartet, verbringt er die letzten Stunden mit ihr. Ein wunderbarer Roman voller Wehmut und Hoffnung, düsteren und freudvollen Gedanken. Das Besondere ist wohl, dass der Text tatsächlich aus den 1930er Jahren stammt - und lange auf seine Veröffentlichung wartete. Heutzutage muten Haffners Worte aktueller denn je an...

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