Produktbild: Die Ausweichschule

Die Ausweichschule Roman | Shortlist Deutscher Buchpreis 2025: Die Vermessung des Unfassbaren

123

17,99 €

inkl. gesetzl. MwSt.

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB 3

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Ja

Verkaufsrang

43781

Erscheinungsdatum

31.07.2025

Verlag

Ullstein Ebooks

Seitenzahl

304 (Printausgabe)

Dateigröße

2931 KB

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

9783843736565

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ePUB 3

eBooks im ePUB 3-Format erlauben eine dynamische Anpassung des Inhalts an die jeweilige Display-Größe des Lesegeräts. Das Format eignet sich daher besonders für das Lesen auf mobilen Geräten, wie z.B. Ihrem tolino, Tablets oder Smartphones.

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43781

Erscheinungsdatum

31.07.2025

Verlag

Ullstein Ebooks

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304 (Printausgabe)

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2931 KB

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1. Auflage

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Deutsch

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9783843736565

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  • Bewertung

    Thalia Book Circle Community

    5/5

    03.06.2026

    eBook (ePUB 3)

    Außergewöhnlich und lesenswert

    Ein autofiktionaler Roman über den Amoklauf am Erfurter Gutenberg-Gymnasium im Jahr 2002 – kann das gelingen? Erdmanns Erzähler hat den Amoklauf als elfjähriger Fünftklässler erlebt und wirft die Frage auf, ob er sich an das reale Geschehen erinnert oder ob es ihm so oft erzählt wurde, dass er es zu seinen eigenen Erinnerungen macht. Ein sehr interessanter Aspekt, der auch beim Gespräch mit einem ehemaligen Mitschüler zum Tragen kommt. Lange hat der Autor nach einer Form gesucht, um die Geschichte schreiben zu können. Er hat einen sehr eigenen Schreibstil. So werden die Zeitebenen nicht nur zwischen Vergangenheit und Gegenwart gewechselt, auch die Gegenwart verläuft nicht chronologisch, was nicht immer sofort deutlich wird. Erdmann vermischt Realität mit Fiktion und befragt immer wieder sein elfjähriges Ich, findet aber nicht immer Antworten. Dieser Schreibstil passt hervorragend zum Herantasten an die Erinnerungen und die Verarbeitung daran. Um die Eingangsfrage aufzunehmen: es ist gelungen und zwar ausnehmend gut. Der Roman stand völlig zurecht auf der Shortlist des Deutschen Buchpreises. Fazit: ein außergewöhnlicher und sehr lesenswerter Roman

  • Nele33

    5/5

    24.10.2025

    eBook (ePUB 3)

    ungewöhnlich

    Im Jahr 2002 erschütterte der Amoklauf am Erfurter Gutenberg Gymnasium das ganze Land. Der Autor Kaleb Erdmann lässt seinen Erzähler, der damals 11-jährig die Schule besuchte und evakuiert wurde, seine Eindrücke, Gefühle und die daraus resultierenden Auswirkungen auf sein weiteres Leben verarbeiten. Der Schreibstil war zu Beginn etwas gewöhnungsbedürftig, konnte mich aber im Verlauf immer mehr in seinen Bann ziehen. Die geschaffene Metaebene in der Geschichte ließ mich ganz nah am Geschehen und den Gedanken sein, sodass ich teilweise das Gefühl hatte als Beobachter neben dem Autor zu stehen. Besonders als er damit began seine Erinnerungen zuzulassen, dass nicht aufgefangen werden nach dieser unbegreiflichen Tat. Zu dieser Zeit gab es genau eine ausgebildete Traumatherapeutin und so gut wie keine geschulten Polizisten, die die betroffenen Schüler in den Wochen nach dem Attentat verhörten. Dies führte in der logischen Konsequenz zu erneuten Traumatisierungen. Mich hat die Gestaltung durch den Autor, der tatsächlich zu dieser Zeit das Gutenberg Gymnasium besuchte und Teil des Ganzen war, sehr bewegt. Ich empfehle das Buch uneingeschränkt weiter.

  • lalunara

    aus Heidesee

    5/5

    17.10.2025

    eBook (ePUB 3)

    Betroffen und hilflos Lässt…

    Betroffen und hilflos Lässt mich dieses Buch zurück. Ich bin selten so geschafft nach dem Lesen eines Buches. Ich konnte es auch nicht hintereinander weglesen, wie die meisten Romane. Ich brauchte immer mal wieder eine Pause, weil mich die Situationen des Ich-Erzählers, der sehr viel mit dem Autor gemein hat, mitgenommen haben und sehr nachdenklich werden ließen. Den Spagat zwischen dem Unaussprechlichen und dem, was unbedingt gesagt werden sollte, schafft Kaleb Erdmann mit Bravour. Ich nehme ihm seine Gefühlsebene 100-prozentig ab. Für mich war fast nicht auszuhalten, welche Langzeitfolgen es bei den Schülern und sicher auch Lehrern des Gutenberg Gymnasiums gibt. Das Verhalten und die Gedanken des Autors sind immer noch geprägt von den Erlebnissen, die mehr als 20 Jahre her sind. Man kann nicht einen Horror mit einem anderen vergleichen und doch habe ich mir immer wieder die Frage gestellt, wie konnten Menschen die Kriegserlebnisse überleben? Für mich persönlich ist die wichtigste Aussage des Buches, dass der Leser versteht, dass solche Erlebnisse Menschen für immer verändern und dass diese Menschen niemals frei davon sein werden. Die Sprünge des Autors in den Themen fand ich zu Beginn etwas ungewohnt. Für mich wurde es dann aber verständlich, dass der Autor selbst sprunghaft in der Verarbeitung der Erinnerungen, tatsächliche oder angenommene verloren hat. Das konnte ich so annehmen und kam dann mit dem Inhalt des Buches gut klar. Das Buch rüttelt auf, sensibilisiert, ohne dass es auf die Tränendrüse drückt. Ich werde es unbedingt weiterempfehlen.

  • brauneye29

    aus Wachtendonk

    5/5

    05.09.2025

    eBook (ePUB 3)

    Beeindruckend

    Zum Inhalt: Der Erzähler des Buches hat den Amokläufer am Erfurter Gutenberg-Gymnasium als Elfjähriger live und in Farbe miterlebt. Er wird evakuiert und bemerkt, wie schwer es selbst den Erwachsenen fällt mit dem Ereignis umzugehen. Mehr als zwanzig Jahre nach dem Erlebten holt in das Ereignis wieder ein und löst eine fast obsessive Beschäftigung samt des Buchesprojektes aus. Meine Meinung: Ich hab mich immer wieder gefragt, wie man wohl selbst mit einem Erlebnis wie diesem umgehen würde, wenn man es selbst erlebt hätte. Ich bin zu keinem Ergebnis gekommen, da man vermutlich ohne das Erlebnis einfach keine Vorstellung haben kann. Ich habe das Buch mit viel Interesse gelesen und habe das Buch als ungeheuer intensiv erlebt. Meiner Meinung nach hat der Autor genau das richtige getan um das Erlebte zu verarbeiten und ich finde er hatte jedes Recht dazu. Zu Recht ist es auch für den Buchpreis nominiert. Fazit: Beeindruckend

  • lese_freiheit

    4/5

    01.01.2026

    eBook (ePUB 3)

    Eindrückliches Leseerlebnis!

    Dieser Titel stand in diesem Jahr auf der Shortlist für den deutschen Buchpreis - zu Recht? Zwanzig Jahre nachdem Robert Steinhäuser an seiner ehemaligen Schule, dem Erfurter Gutenberg-Gymnasium bei einen Amoklauf 16 Menschen und anschließend sich selbst erschoss, werden auch bei Kaleb Erdmann Erinnerungen an diese Zeit wachgerüttelt. Erdmann selbst war damals elf Jahre alt und ebenfalls Schüler an der Schule. Und obwohl er nicht unmittelbar Zeuge der Gewalttaten wurde, wird in dem Buch deutlich, wie prägend ein solches Ereignis auch für diejenigen war, die „nur“ am Rand standen. Bereits zwei Wochen nach dem Amoklauf erfolgt die langsame Rückkehr in den Unterrichtsalltag an einer provisorischen „Ausweichschule“, während das Gutenberg-Gymnasium nach der Tat beinahe kernsaniert wird. In diesem autofiktionalen Roman lässt uns der Autor aus Sicht eines Erzählers auf den Schreibprozess, eigenen Zweifeln und der Auseinandersetzung mit den Ereignissen rund um die schreckliche Tat teilhaben, die auch letztlich dazu führen, dass seine eigene Erinnerung ihm einen Streich spielt. Er selbst hat im Rahmen der psychologischen Aufarbeitung des Traumas mehrere Therapien durchlaufen und stellt sich nun trotz allem selbst die Frage, ob er als Randfigur überhaupt das Recht hat, den Amoklauf in literarischer Form zu verarbeiten und damit möglicherweise erneut alte Wunden bei den Betroffenen aufzureißen. Tatsächlich beleuchtet Erdmann in diesem Buch auf reflektierte Art ein unfassbares Attentat, die Ereignisse die dazu führten, aber auch darauf folgten und bewahrt gleichzeitig eine sensibles Andenken an die Opfer. Für mich durch und durch interessant und absolut lesenswert. Einziger Kritikpunkt ist für mich eine Passage, in der der Erzähler über die ideale Getränkeflasche zum Hineinurinieren sinniert. Das empfand ich in diesem Buch als unangenehm, deplatziert und auch überflüssig. Trotzdem finde ich das Buch sehr wichtig, vielleicht auch als Schullektüre, die Nominierung für die Shortlist des deutschen Buchpreises ist meiner Meinung nach vollkommen gerechtfertigt.

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Unsere Meinungen

  • Zum Bewerterprofil von Kristine Maihöfer

    Kristine Maihöfer

    OSIANDER Schwäbisch Gmünd

    Buchhändler*in

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    5/5

    31.01.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ich wünschte, es gäbe mehr Bücher wie dieses

    Es fiel mir schwer, dieses Buch aus der Hand zu legen. Es hielt mich regelrecht auf den Seiten gefesselt, sowohl weil mich der Charakter des Protagonisten faszinierte, als auch weil die Geschichte selbst so fesselnd war. Obwohl es ein sehr ernstes Thema behandelt, gelang es dem Buch, genügend Leichtigkeit zu bewahren, sodass ich es nicht als deprimierend empfand, sondern als ein sehr menschliches Werk mit echten Gefühlen, echten Dilemmas und echten Fragen danach, was das Richtige zu tun ist.
  • Zum Bewerterprofil von Joana Semmlack

    Joana Semmlack

    OSIANDER Schorndorf

    Buchhändler*in

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    5/5

    01.12.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Wie verarbeitet man ein traumatisches Erlebnis?

    Wie verarbeitet man ein traumatisches Erlebnis? Dieser Frage stellt Kaleb Erdmann sich, der 2002 den Amoklauf in Erfurt live miterlebt hat. Er zeigt wirre Gedankenfetzen und langwährende Erinnerungsstreifen auf und versucht, 20 Jahre später, das einschneidende Erlebnis seiner Kindheit aufzuarbeiten. Ein berührender Einblick in das Gefühlsleben eines Betroffenen zu dem wichtigen und hochaktuellen Thema. Eine große Empfehlung!
  • Zum Bewerterprofil von Cara Nübel

    Cara Nübel

    Thalia Osiander Konstanz – LAGO Shopping-Center

    Buchhändler*in

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    5/5

    16.09.2025

    eBook (ePUB 3)

    Erinnerungsverarbeitung

    Kaleb Erdmann war in der fünften Klasse, als ein ehemaliger Schüler seiner Schule am 26.4.2002 16 Menschen ermordet und sich anschließend selbst das Leben nimmt. Die titelgebende Ausweichschule ist der Ort, an den der Unterricht nach dem Amoklauf verlegt wurde, der Ort, an dem die Schüler*innen plötzlich wieder einen normalen Schulalltag führen sollten. "Die Ausweichschule" ist ein beeindruckender Text über Traumaverarbeitung und darüber, wie Gewalttaten ihre Opfer auch Jahrzehnte später noch verfolgen können. Es ist ein Roman über den Versuch, einen Roman zu schreiben, ein ernstes Buch, das aber auch immer wieder seine lustigen Momente hat.
  • Zum Bewerterprofil von Christoph Schmaus

    Christoph Schmaus

    OSIANDER Wangen

    Buchhändler*in

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    5/5

    13.09.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Herantasten ans Grauen

    Was bitte ist eine „Ausweichschule“? Mit dem skurril anmutenden Begriff bezeichnet der Autor das Gebäude, in das die gesamte Lehrer- und Schülerschaft nach dem Amoklauf am Erfurter Gutenberg-Gymnasium 2002 vorübergehend umsiedelte. Als Fünftklässler war er am eigenen Leib mit der Tat konfrontiert, und zwanzig Jahre später ringen Körper und Geist schmerzlich mit dem Ereignis und seinen Nachwirkungen. Mit seinem selbstreflektierten Ansatz wandelt er auf den Spuren von Autorengrößen wie Annie Ernaux und Emmanuel Carrère, in erster Linie aber ist er sich beeindruckend ehrlich selbst auf der Spur.
  • Zum Bewerterprofil von Dinah Böhringer

    Dinah Böhringer

    OSIANDER Stuttgart

    Buchhändler*in

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    5/5

    26.08.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein Buch übers Schreiben und über die Erinnerung

    Ich wusste, dass dieser Roman harter Tobak ist, aber ich hätte nicht gedacht, dass er mich so sehr beschäftigen würde. Kaleb Erdmann erlebt den Amoklauf am Gutenberg-Gymnasium 2002 in Erfurt als Fünftklässler mit. Jetzt lässt er das Ganze in diesem autofiktionalen Roman noch einmal Revue passieren. Er hinterfragt sehr viel seine Erinnerungen. Wie sehr kann man einem elfjährigen Gehirn trauen? Ich habe mich eigentlich als Person gesehen, die nicht so leicht zu erschüttern ist, aber ich musste beim Lesen öfters Pausen einlegen, weil sich bei mir ein sehr beklemmendes Gefühl eingeschlichen hat. Trotzdem bin ich sehr froh, es gelesen zu haben, da es mir eine andere Perspektive auf dieses Thema eröffnet hat.

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