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Die Ausweichschule Shortlist Deutscher Buchpreis 2025: Die Vermessung des Unfassbaren — Roman | Shortlist Deutscher Buchpreis 2025: Die Vermessung des Unfassbaren

124

14,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

26.11.2026

Abbildungen

1

Verlag

Ullstein Taschenbuch

Seitenzahl

304

Maße (B/H)

12/18,5 cm

Farbe

Anthrazit / Seidengrau

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-548-07475-7

Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

26.11.2026

Abbildungen

1

Verlag

Ullstein Taschenbuch

Seitenzahl

304

Maße (B/H)

12/18,5 cm

Farbe

Anthrazit / Seidengrau

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-548-07475-7

Herstelleradresse

Ullstein Taschenbuchvlg.
Friedrichstraße 126
10117 Berlin
DE

Email: produktsicherheit@ullstein.de

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  • Bewertung

    Thalia Book Circle Community

    5/5

    27.07.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Eine Wucht!

    Dieser Roman ist wirklich etwas ganz Großes: Kaleb Erdmann, selbst als Fünftklässler im Jahr 2002 auf dem Erfurter Gutenberg-Gymnasium und betroffen von der fürchterlichen Amok-Katastrophe, begibt sich über zwanzig Jahre später auf eine Meta-Ebene und schreibt einen „Meta-Roman" - aus der Sicht von jemandem, der über den Amoklauf in Erfurt 2002 schreiben möchte. Sehr gefühlvoll und bedacht, niemals reißerisch oder Fakten aufzählend, sondern sprachlich wirklich brillant und authentisch. Viel, viel mehr, als ich erwartet hatte! Eine ganz klare Empfehlung und ganz weit oben auf meiner persönlichen Bestenliste.

  • V

    aus München

    5/5

    19.06.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Schwere Kost

    Schwere Kost, beruhend auf den wahren Begebenheiten, die der Autor selbst miterlebte und in diesem Buch zumindest teilweise verarbeitete. Ein starkes Buch und vollkommen zu Recht für den Deutschen Buchpreis nominiert.

  • Bewertung

    Thalia Book Circle Community

    5/5

    03.06.2026

    eBook (ePUB 3)

    Außergewöhnlich und lesenswert

    Ein autofiktionaler Roman über den Amoklauf am Erfurter Gutenberg-Gymnasium im Jahr 2002 – kann das gelingen? Erdmanns Erzähler hat den Amoklauf als elfjähriger Fünftklässler erlebt und wirft die Frage auf, ob er sich an das reale Geschehen erinnert oder ob es ihm so oft erzählt wurde, dass er es zu seinen eigenen Erinnerungen macht. Ein sehr interessanter Aspekt, der auch beim Gespräch mit einem ehemaligen Mitschüler zum Tragen kommt. Lange hat der Autor nach einer Form gesucht, um die Geschichte schreiben zu können. Er hat einen sehr eigenen Schreibstil. So werden die Zeitebenen nicht nur zwischen Vergangenheit und Gegenwart gewechselt, auch die Gegenwart verläuft nicht chronologisch, was nicht immer sofort deutlich wird. Erdmann vermischt Realität mit Fiktion und befragt immer wieder sein elfjähriges Ich, findet aber nicht immer Antworten. Dieser Schreibstil passt hervorragend zum Herantasten an die Erinnerungen und die Verarbeitung daran. Um die Eingangsfrage aufzunehmen: es ist gelungen und zwar ausnehmend gut. Der Roman stand völlig zurecht auf der Shortlist des Deutschen Buchpreises. Fazit: ein außergewöhnlicher und sehr lesenswerter Roman

  • Juti

    aus HD

    5/5

    23.01.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Juti

    Erstaunliches Buch Der Wunsch, alle Bücher der Shortlist zu lesen, hat mich schon zu so mancher Niete geführt. Auch hier dachte ich, wieder so ein ernstes Thema, eigentlich gar keine Lust zu lesen. Aber recht bald merkst du, es wird gar nicht so traurig, da der Autor auch die Metaebene einbezieht, schreibt, wie er schreibt. So fährt er nach Bamberg zum Theater, um sich ein Stück über den Amoklauf in Erfurt anzusehen, das das Hauptthema des Buches ist und hofft, dass es „sicher witzig wird“, merkt aber das witzig nicht passend, aber der Dramatiker wünscht „viel Spaß“ als Antwort, was er kommentiert mit: „wir waren also quitt.“(28) Selbstverständlich liest Erdmann alles über den Amoklauf. Auch den dreihunderteinundsiebzig Seiten langen Abschlussbericht. Ein Kapitel heißt: „Chronologische Zeittafel der bekannt gewordenen, sei 1999 bis zum Tatbeginn eingetretenen Geschehnisse und Entwicklungen im Leben des Robert Steinhäuser“ „Das klingt wie ein Romantitel aus dem deutschen Barock“ ist der passende Kommentar. (47) Zurück im Theater behauptet die Pädagogin, „Handysignale würden die Signale der Bühnentechnik stören“, was er als absurde Behauptung bezeichnet, die jedoch von niemanden hinterfragt wird. (58) Auf Seite 121 folgt ganz überraschend das „Literaturverzeichnis“ mit allen Büchern über Verbrechen: „Ich knall euch ab“ von Morton Rhue, „kaltblütig“ von Capote, „Atemschaukel“ von Hertha Müller, „Dann schlaf auch du“ von Leila Slimani, „Der Widersacher“ und „Alles ist wahr“ von Emmanuel Carrere, „Für heute reicht’s“ von Ines Geipel. Danach gibt es schon Längen. Den Abschnitt über das Fleisch habe ich nicht verstanden und auch das Ende plätschert ein wenig aus, wobei der Epilog mit dem Amoklauf an der Uni in Prag, der in Deutschland kaum wahrgenommen wurde, wieder spannend ist. In der Wertung für den Deutschen Buchpreis gefiel es mir besser als der Preisträger. Deswegen trotz der Mängel 5 Sterne.

  • Bewertung

    aus Heyerode

    5/5

    04.01.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Hervorragend geschrieben

    2002 - es bricht der letzte Tag der Abiprüfungen am Erfurter Gutenberggymnaskum an. Plötzlich ist allerdings nichts mehr wie vorher. Es fallen Schüsse. Der Autor des Buches war damals 11 Jahre, erlebt diesen schrecklichen Amoklauf mit und wird nicht zur Zeuge dessen, sondern vielmehr auch der Hilflosigkeit mit dieser schrecklichen Tat zurechtzukommen und diese irgendwie zu verarbeiten. Die Art, wie Erdmann jetzt - lange nach der Tat - mit dieser umgeht - sie literarisch verarbeitet - ist für meine Begriffe besonders - und besonders gelungen. Leseprobe: ======== Ich stehe nackt in einer vresifften ICE-Toilette und versuche, auf einem Bein hüpfend, mir frische Socken anzuziehen, ohne mit den nackten Füßen den klebrigen Boden zu berühren. ... In der Ich-Schreibweise geschrieben fühlt man sich direkt involviert und kann sich perfekt eindenken.

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Bewertungen (124)

Unsere Meinungen

  • Zum Bewerterprofil von Kristine Maihöfer

    Kristine Maihöfer

    OSIANDER Schwäbisch Gmünd

    Buchhändler*in

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    5/5

    31.01.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ich wünschte, es gäbe mehr Bücher wie dieses

    Es fiel mir schwer, dieses Buch aus der Hand zu legen. Es hielt mich regelrecht auf den Seiten gefesselt, sowohl weil mich der Charakter des Protagonisten faszinierte, als auch weil die Geschichte selbst so fesselnd war. Obwohl es ein sehr ernstes Thema behandelt, gelang es dem Buch, genügend Leichtigkeit zu bewahren, sodass ich es nicht als deprimierend empfand, sondern als ein sehr menschliches Werk mit echten Gefühlen, echten Dilemmas und echten Fragen danach, was das Richtige zu tun ist.
  • Zum Bewerterprofil von Joana Semmlack

    Joana Semmlack

    OSIANDER Schorndorf

    Buchhändler*in

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    5/5

    01.12.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Wie verarbeitet man ein traumatisches Erlebnis?

    Wie verarbeitet man ein traumatisches Erlebnis? Dieser Frage stellt Kaleb Erdmann sich, der 2002 den Amoklauf in Erfurt live miterlebt hat. Er zeigt wirre Gedankenfetzen und langwährende Erinnerungsstreifen auf und versucht, 20 Jahre später, das einschneidende Erlebnis seiner Kindheit aufzuarbeiten. Ein berührender Einblick in das Gefühlsleben eines Betroffenen zu dem wichtigen und hochaktuellen Thema. Eine große Empfehlung!
  • Zum Bewerterprofil von Cara Nübel

    Cara Nübel

    Thalia Osiander Konstanz – LAGO Shopping-Center

    Buchhändler*in

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    5/5

    16.09.2025

    eBook (ePUB 3)

    Erinnerungsverarbeitung

    Kaleb Erdmann war in der fünften Klasse, als ein ehemaliger Schüler seiner Schule am 26.4.2002 16 Menschen ermordet und sich anschließend selbst das Leben nimmt. Die titelgebende Ausweichschule ist der Ort, an den der Unterricht nach dem Amoklauf verlegt wurde, der Ort, an dem die Schüler*innen plötzlich wieder einen normalen Schulalltag führen sollten. "Die Ausweichschule" ist ein beeindruckender Text über Traumaverarbeitung und darüber, wie Gewalttaten ihre Opfer auch Jahrzehnte später noch verfolgen können. Es ist ein Roman über den Versuch, einen Roman zu schreiben, ein ernstes Buch, das aber auch immer wieder seine lustigen Momente hat.
  • Zum Bewerterprofil von Christoph Schmaus

    Christoph Schmaus

    OSIANDER Wangen

    Buchhändler*in

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    5/5

    13.09.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Herantasten ans Grauen

    Was bitte ist eine „Ausweichschule“? Mit dem skurril anmutenden Begriff bezeichnet der Autor das Gebäude, in das die gesamte Lehrer- und Schülerschaft nach dem Amoklauf am Erfurter Gutenberg-Gymnasium 2002 vorübergehend umsiedelte. Als Fünftklässler war er am eigenen Leib mit der Tat konfrontiert, und zwanzig Jahre später ringen Körper und Geist schmerzlich mit dem Ereignis und seinen Nachwirkungen. Mit seinem selbstreflektierten Ansatz wandelt er auf den Spuren von Autorengrößen wie Annie Ernaux und Emmanuel Carrère, in erster Linie aber ist er sich beeindruckend ehrlich selbst auf der Spur.
  • Zum Bewerterprofil von Dinah Böhringer

    Dinah Böhringer

    OSIANDER Stuttgart

    Buchhändler*in

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    5/5

    26.08.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein Buch übers Schreiben und über die Erinnerung

    Ich wusste, dass dieser Roman harter Tobak ist, aber ich hätte nicht gedacht, dass er mich so sehr beschäftigen würde. Kaleb Erdmann erlebt den Amoklauf am Gutenberg-Gymnasium 2002 in Erfurt als Fünftklässler mit. Jetzt lässt er das Ganze in diesem autofiktionalen Roman noch einmal Revue passieren. Er hinterfragt sehr viel seine Erinnerungen. Wie sehr kann man einem elfjährigen Gehirn trauen? Ich habe mich eigentlich als Person gesehen, die nicht so leicht zu erschüttern ist, aber ich musste beim Lesen öfters Pausen einlegen, weil sich bei mir ein sehr beklemmendes Gefühl eingeschlichen hat. Trotzdem bin ich sehr froh, es gelesen zu haben, da es mir eine andere Perspektive auf dieses Thema eröffnet hat.

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