Produktbild: Russische Spezialitäten
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Dmitrij Kapitelman

1. Russische Spezialitäten

Russische Spezialitäten

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130
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Beschreibung

Produktdetails

Family Sharing

Ja

Gesprochen von

Dmitrij Kapitelman

Spieldauer

5 Stunden und 42 Minuten

Abo-Fähigkeit

Ja

Erscheinungsdatum

03.03.2025

Hörtyp

Lesung

Fassung

ungekürzt

Medium

MP3

Anzahl Dateien

102

Verlag

Argon

Sprache

Deutsch

EAN

9783732478583

Beschreibung

Produktdetails

Family Sharing

Ja

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Gesprochen von

Dmitrij Kapitelman

Spieldauer

5 Stunden und 42 Minuten

Abo-Fähigkeit

Ja

Erscheinungsdatum

03.03.2025

Hörtyp

Lesung

Fassung

ungekürzt

Medium

MP3

Anzahl Dateien

102

Verlag

Argon

Sprache

Deutsch

EAN

9783732478583

Herstelleradresse

Argon Verlag AVE GmbH
Waldemarstraße 33A
10999 Berlin
DE

Email: produktsicherheit@argon.de

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  • Rei Shimura

    3/5

    09.04.2025

    Hörbuch-Download

    Sprachliche Verwirrung

    Es gibt Bücher die muss ich unbedingt lesen und bei manchen ist es mir egal ob ich das Buch selbst lese oder es vorgelesen bekomme. Es gibt auch Bücher, die ich zuerst gelesen habe und mir danach das Hörbuch angehört habe. Normalerweise bin ich bei dem Thema Buch oder Hörbuch sehr flexibel. Bei diesem Buch bin ich im Nachhinein aber sehr froh, dass ich mich für das Hörbuch entschieden habe. Dies liegt vor allem daran, dass der Autor, der auch der Sprecher des Hörbuches ist, sehr viele russische und auch ukrainische Wörter verwendet. Ich habe die Vermutung, dass ich beim Lesen große Schwierigkeiten damit gehabt hätte. Man könnte jetzt behaupten, dass es vielleicht besser gewesen wäre, wenn die Wörter und Ausdrücke übersetzt worden wären. Dann wäre aber meiner Meinung nach ein wichtiger Teil der Geschichte weggefallen und das Buch hätte an Authentizität verloren. Das Dmitrij Kapitelman kein ausgebildeter Sprecher ist, merkt man im Laufe der Zeit immer wieder. An manchen Stellen wirkt es ein wenig holprig, das macht das ganze aber nur umso sympathischer. Die Stimmmelodie von Dmitrij habe ich als sehr angenehm empfunden und ihm wirklich gerne zugehört. Doch nun kommen wir zum wichtigsten: Zum Inhalt des Buches und meinem Eindruck davon. Selten ist mir die Bewertung von einem Buch so schwergefallen. Denn obwohl ich mir ausnahmsweise mehrere Tage Zeit gelassen habe und wirklich intensiv über das gehört nachgedacht habe, weiß ich noch immer nicht, was ich davon halten soll. Ich denke, dass ich im Großen und Ganzen schon verstanden habe, was der Autor mir mit seinem Werk sagen möchte. Und auch wenn ich es nicht aus persönlicher Erfahrung kenne, ich sein Gefühl der Entfremdung nachvollziehen kann. Ich fand es unglaublich faszinierend und tragisch mitzuverfolgen, wie der Krieg in der Ukraine Familien und Freunde entzweit. Allerdings habe ich so einige Probleme mit dem vom Autor gewählten Stilmittel. Seine übertrieben bildliche Sprache, in der dann plötzlich Fische oder Maschinengewehre zu sprechen beginnen, haben mich doch sehr verwirrt und ratlos zurückgelassen. Eine Empfehlung kann ich nicht wirklich für das Buch aussprechen, ich wüsste nämlich nicht, wem ich das Buch empfehlen sollte. Abraten möchte ich aber auch niemanden, denn auf einer gewissen Ebene hat mich das Buch doch berührt und zum Nachdenken gebracht.

  • Beat (also schnon Ü55)

    aus Meilen

    5/5

    28.09.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Gutes Buch mit sehr spezieller Sprache

    Ich kann diese Verbundenheit zur Russischen Sprache nicht so richtig nachvollziehen, ich habe auch nicht verstanden, wieso meine Nachbarin Russisch in der Schule lernen wollte. In meiner Jugend wollte ich zwar einmal Russlandkorrespondent der NZZ werden, doch ich bin sehr froh, dass nichts daraus geworden ist! Der arme Herr Kapitelman muss sich nicht nur mit seiner Liebe zur Russischen Sprache herumplagen, sondern als Jude auch noch mit den Neonazis in Sachsen. Und dann geht er zurück nach Kiew und beschreibt diesen schrecklichen Krieg mit einer Sprache die zur ganzen Absurdität desselben extrem passt.

  • Bewertung

    5/5

    28.07.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Autobiographische Geschichte mit Humor und Tiefgang

    Für mich war „Russische Spezialitäten“ ein Buch, das mich wirklich bewegt hat – leise, eindringlich, manchmal schmerzhaft, aber immer voller Menschlichkeit und Humor. Dmitrij Kapitelman nimmt uns mit in einen kleinen Laden in Leipzig – ein Ort voller Düfte, Erinnerungen und Konserven der Vergangenheit. Dort verkauft seine Familie seit Jahrzehnten russische Spezialitäten: Wodka, Kwas, Pelmeni. Für viele Kund*innen ist dieser Ort ein Stück Heimat. Doch die Welt verändert sich. Erst Corona, dann der Krieg in der Ukraine – und plötzlich steht nicht nur die Welt still, sondern auch die Familie des Erzählers vor einer Herausforderung. Der Vater versinkt langsam in Vergessen, die Mutter klammert sich an die Propaganda aus Moskau, während der Sohn – zerrissen, suchend – versucht, seinen eigenen Weg zu finden. Die Sprache des Buches ist besonders. Kapitelman schreibt humorvoll und klug, mit einem feinen Gespür für Zwischentöne und absurde Momente. Trotz der politischen Schwere ist da immer auch etwas Leichtes, etwas, das Hoffnung macht. In den Kapiteln wechseln die Sprachen, zwischen Deutsch, Russisch, Ukrainisch – wie Gedanken, die sich nicht entscheiden wollen, wohin sie gehören. Und genau das ist der Punkt: Identität ist nie eindeutig. Besonders bewegend fand ich, wie Kapitelman von seiner Familie erzählt – ehrlich, ohne zu beschönigen. Man spürt in jeder Zeile, dass da viel Liebe ist, auch wenn sie manchmal verborgen ist unter Schmerz, Angst und politischen Meinungsverschiedenheiten. „Russische Spezialitäten“ ist ein schmales Buch mit großer Wucht. Es erzählt von Wurzeln und Entwurzelung, von Zugehörigkeit und Fremdheit, von Zerrissenheit – und vom Versuch, Brücken zu bauen, wo Gräben drohen. Ein Buch, das ich jeder und jedem ans Herz legen möchte, der sich für Familie, Identität und das Menschsein in schwierigen Zeiten interessiert. Von mir eine klare Empfehlung.

  • bookloving

    5/5

    10.05.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    *Ein humorvoller Blick auf kulturelle Wurzeln und politische Gräben*

    Mit seinem neuen beeindruckenden Roman "Russische Spezialitäten" beweist Dmitrij Kapitelman erneut sein Talent, bewegende persönliche und schwierige politische Themen unterhaltsam und höchst humorvoll zu vermitteln. Eindringlich beleuchtet er aktuelle, vielschichtige Themen wie Familie, Zugehörigkeit, Herausforderungen des Lebens zwischen Kulturen und Entwurzelung sowie politische Spaltung in den angespannten Zeiten des Krieges. Der 1986 in Kiew geborene Autor, der als Kind mit seiner Familie als jüdische Einwanderer nach Deutschland kam, greift erneut auf Erlebnisse und Erfahrungen aus seiner eigenen Lebensgeschichte zurück und lässt diese in seinen stark autobiografisch geprägten Roman einfließen. Im Mittelpunkt der zweigeteilten Geschichte steht der junge Protagonist und Ich-Erzähler Dima, dessen ukrainischstämmige Familie in Leipzig einen Laden für russische Spezialitäten betreibt. Seit dem Ausbruch des Kriegs in der Ukraine befindet sich Dima als explizierter Putin-Gegner in einem unlösbaren Dilemma, denn während er sich mit seiner ukrainischen Heimatstadt Kiew verbunden fühlt, schlägt das Herz seiner geliebten Mutter unverändert für Russland. Der schwelende innerfamiliäre Konflikt führt zu einer wachsenden Kluft zwischen Dima und seiner Mutter, die sich seiner Meinung nach zuviel von russischer Propaganda beeinflussen lässt. In die Rahmenhandlung hat Kapitelman geschickt rückblickende Episoden mit unterhaltsamen Erlebnissen rund um den Laden seiner Eltern eingeflochten. Im zweiten, deutlich ernsteren und beklemmenderen Teil begleiten wir den Protagonisten auf einer emotional aufreibenden Reise in seine Heimatstadt Kiew, wo er mitten im Kriegsgebiet die entsetzlichen Auswirkungen des Krieges hautnah miterlebt. Kapitelmans faszinierender Schreibstil zeichnet sich durch eine einzigartige Mischung aus Warmherzigkeit, charakteristischem Humor und originellen Wortschöpfungen aus. Insbesondere seine witzigen Wortspiele und ungewöhnlichen Formulierungen sind Zeichen seiner sprachlichen Kreativität und verleihen seiner Geschichte eine unverwechselbare, lebendige Note. Trotz der ernsten, nachdenklich stimmenden Thematik gelingt es ihm, tragische Situationen mit urkomischen Elementen zu durchsetzen, und der Geschichte eine angenehme Leichtigkeit zuverleihen, die uns immer wieder schmunzeln lässt. Der Autor beschreibt einfühlsam die komplexen Familienbeziehungen und Herausforderungen der Migration sowie den alltäglichen Schwierigkeiten, in einem neuen Land fernab der Heimat Wurzeln zu schlagen. Eindringlich widmet er sich der Frage nach kultureller Identität und Zugehörigkeit in einer labilen Welt voller Konflikte, Abgrenzung und Spaltung. Kapitelman gelingt es hervorragend, insbesondere die innere Zerrissenheit vieler Menschen mit multikulturellem Hintergrund authentisch und facettenreich darzustellen. Durch geschickte Perspektivwechsel und eingeschobene innere Monologe fällt es nicht schwer, die Gedankenwelt der Figuren und ihre inneren Konflikte nachzuvollziehen. Kapitelman zeichnet ein vielschichtiges Bild der komplexen Auswirkungen des russisch-ukrainischen Konflikts auf familiäre Beziehungen. Er veranschaulicht eindringlich, wie politische Ideologien und Propaganda bis in den engsten Familienkreis vordringen und tiefe Gräben zwischen den Familienmitgliedern schaffen können. Am Beispiel des verhärteten Konflikts zwischen Mutter und Sohn gelingt es ihm hervorragend, die schmerzhafte Realität gespaltener Loyalitäten und stark belasteten Familienzusammenhalts in Zeiten geopolitischer Krisen greifbar zu machen. Zugleich ist es aber auch eine berührende Geschichte über Generationskonflikte und eine Liebeserklärung an die desillusionierten und alternden Eltern, die bei ihrer hoffnungsvollen Suche nach neuer Heimat doch nie ganz angekommen sind. Trotz aller Differenzen unterstreicht Kapitelman sehr gelungen die Bedeutung von Liebe und Verständnis über kulturelle und generationelle Grenzen hinweg. FAZIT Ein ebenso bewegender wie unterhaltsamer Roman, der aktuelle politische und persönliche Themen mit Humor und Tiefgang behandelt. Eine klare Leseempfehlung für alle, die nach einer Geschichte suchen, die zum Nachdenken anregt und gleichzeitig das Herz berührt!

  • bookloving

    aus Munich

    5/5

    10.05.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    *Ein humorvoller Blick auf…

    *Ein humorvoller Blick auf kulturelle Wurzeln und politische Gräben* Mit seinem neuen beeindruckenden Roman "Russische Spezialitäten" beweist Dmitrij Kapitelman erneut sein Talent, bewegende persönliche und schwierige politische Themen unterhaltsam und höchst humorvoll zu vermitteln. Eindringlich beleuchtet er aktuelle, vielschichtige Themen wie Familie, Zugehörigkeit, Herausforderungen des Lebens zwischen Kulturen und Entwurzelung sowie politische Spaltung in den angespannten Zeiten des Krieges. Der 1986 in Kiew geborene Autor, der als Kind mit seiner Familie als jüdische Einwanderer nach Deutschland kam, greift erneut auf Erlebnisse und Erfahrungen aus seiner eigenen Lebensgeschichte zurück und lässt diese in seinen stark autobiografisch geprägten Roman einfließen. Im Mittelpunkt der zweigeteilten Geschichte steht der junge Protagonist und Ich-Erzähler Dima, dessen ukrainischstämmige Familie in Leipzig einen Laden für russische Spezialitäten betreibt. Seit dem Ausbruch des Kriegs in der Ukraine befindet sich Dima als explizierter Putin-Gegner in einem unlösbaren Dilemma, denn während er sich mit seiner ukrainischen Heimatstadt Kiew verbunden fühlt, schlägt das Herz seiner geliebten Mutter unverändert für Russland. Der schwelende innerfamiliäre Konflikt führt zu einer wachsenden Kluft zwischen Dima und seiner Mutter, die sich seiner Meinung nach zuviel von russischer Propaganda beeinflussen lässt. In die Rahmenhandlung hat Kapitelman geschickt rückblickende Episoden mit unterhaltsamen Erlebnissen rund um den Laden seiner Eltern eingeflochten. Im zweiten, deutlich ernsteren und beklemmenderen Teil begleiten wir den Protagonisten auf einer emotional aufreibenden Reise in seine Heimatstadt Kiew, wo er mitten im Kriegsgebiet die entsetzlichen Auswirkungen des Krieges hautnah miterlebt. Kapitelmans faszinierender Schreibstil zeichnet sich durch eine einzigartige Mischung aus Warmherzigkeit, charakteristischem Humor und originellen Wortschöpfungen aus. Insbesondere seine witzigen Wortspiele und ungewöhnlichen Formulierungen sind Zeichen seiner sprachlichen Kreativität und verleihen seiner Geschichte eine unverwechselbare, lebendige Note. Trotz der ernsten, nachdenklich stimmenden Thematik gelingt es ihm, tragische Situationen mit urkomischen Elementen zu durchsetzen, und der Geschichte eine angenehme Leichtigkeit zuverleihen, die uns immer wieder schmunzeln lässt. Der Autor beschreibt einfühlsam die komplexen Familienbeziehungen und Herausforderungen der Migration sowie den alltäglichen Schwierigkeiten, in einem neuen Land fernab der Heimat Wurzeln zu schlagen. Eindringlich widmet er sich der Frage nach kultureller Identität und Zugehörigkeit in einer labilen Welt voller Konflikte, Abgrenzung und Spaltung. Kapitelman gelingt es hervorragend, insbesondere die innere Zerrissenheit vieler Menschen mit multikulturellem Hintergrund authentisch und facettenreich darzustellen. Durch geschickte Perspektivwechsel und eingeschobene innere Monologe fällt es nicht schwer, die Gedankenwelt der Figuren und ihre inneren Konflikte nachzuvollziehen. Kapitelman zeichnet ein vielschichtiges Bild der komplexen Auswirkungen des russisch-ukrainischen Konflikts auf familiäre Beziehungen. Er veranschaulicht eindringlich, wie politische Ideologien und Propaganda bis in den engsten Familienkreis vordringen und tiefe Gräben zwischen den Familienmitgliedern schaffen können. Am Beispiel des verhärteten Konflikts zwischen Mutter und Sohn gelingt es ihm hervorragend, die schmerzhafte Realität gespaltener Loyalitäten und stark belasteten Familienzusammenhalts in Zeiten geopolitischer Krisen greifbar zu machen. Zugleich ist es aber auch eine berührende Geschichte über Generationskonflikte und eine Liebeserklärung an die desillusionierten und alternden Eltern, die bei ihrer hoffnungsvollen Suche nach neuer Heimat doch nie ganz angekommen sind. Trotz aller Differenzen unterstreicht Kapitelman sehr gelungen die Bedeutung von Liebe und Verständnis über kulturelle und generationelle Grenzen hinweg. FAZIT Ein ebenso bewegender wie unterhaltsamer Roman, der aktuelle politische und persönliche Themen mit Humor und Tiefgang behandelt. Eine klare Leseempfehlung für alle, die nach einer Geschichte suchen, die zum Nachdenken anregt und gleichzeitig das Herz berührt!

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Bewertungen (130)

Unsere Meinungen

  • Zum Bewerterprofil von Ursula Birkhold

    Ursula Birkhold

    OSIANDER Göppingen

    Buchhändler*in

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    5/5

    06.04.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Eine Familie und die Weltpolitik

    Die Mutter in Sibirien geboren, der Vater jüdischer Ukrainer, der Sohn seit seinem achten Lebensjahr in Leipzig aufgewachsen. Davon erzählt Kapitelman und von seinen aktuellen Versuchen, seine von den russischen Propagandalügen überzeugten Mutter mit Tatsachen und Argumenten davon abzubringen. Ob er mit seinem letzten Überzeugungsversuch, seiner nicht ungefährlichen Reise nach Kiew, den gewünschten Erfolg hat? Sprachschöpferisch, mit Humor, mit Sarkasmus, mit Wehmut und mit phantastischen Elementen (sprechende Fische und Maschinengewehre) und durchdrungen von seiner Liebe zur Mutter und zur Mutter-Sprache. Unbedingt lesenswert.
  • Zum Bewerterprofil von Christine Holzner

    Christine Holzner

    OSIANDER Aalen

    Buchhändler*in

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    5/5

    18.03.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Innere Zerrissenheit bittersüß erzählt

    Man hat es nicht leicht als jüdischer Ukrainer mit russlandstämmigen Eltern, der längst mit ihnen in Leipzig lebt. Gerade wenn die Mutter sich in diesen Zeiten fanatisch an ihr Geburtsland klammert, in dem sie selbst so wenig Zeit verbracht hat. Nun verfolgt sie russisches Fernsehen, das ihr den Krieg gegen die Ukraine schmackhaft macht. Sprachlich hervorragend erzählt Kapitelman von russischen Spezialitäten, Verwandlungen an Bahnhöfen und innerer Zerrissenheit.
  • Zum Bewerterprofil von Melanie Haag

    Melanie Haag

    OSIANDER Konstanz

    Buchhändler*in

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    5/5

    20.02.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Erschreckend aktuell

    Sie haben noch keinen Kapitelman gelesen? Tun Sie es. Sein Vorgängerbuch "Eine Formalie in Kiew" kann ich auch sehr empfehlen. Er schreibt sehr kurzweilig, biografisch, brandaktuell und besticht durch seine außergewöhnliche Sprache mit neuen sehr treffenden Wortfindungen. Der Autor beschreibt in seinem neuen Buch den russischen Lebensmittelladen seiner Eltern in Leipzig. Geboren in Kyjiw verkauft die Familie alles was man hier in Deutschland fern der Heimat vermissen könnte. Das osteuropäische Gemeinschaftsgefühl gibt es gratis obendrauf. Doch seit dem russischen Angriffskrieg ist das Familienleben entzweit. Seine Mutter ist total von den russischen Fernsehlügen infiltriert und absolut Putintreu. Wie soll er sie von der Realität überzeugen? Ihm fällt nichts besseres ein, als mitten im Krieg in seine alte Heimat die Ukraine zu fahren. Unbedingt jetzt lesen!
  • Zum Bewerterprofil von Yvette Petri

    Yvette Petri

    OSIANDER Schorndorf

    Buchhändler*in

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    4/5

    16.05.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Muttersprache

    In "Russische Spezialitäten" erforscht Dmitrij Kapitelman die Beziehung zu seinen Eltern, vor allem zur Mutter. Er tut dies zugewandt und verzweifelt, liebevoll und verständnislos. Ständig ist er hin und her gerissen zwischen Mutterliebe und ihrer Manipulierbarkeit. Die Muttersprache, das Russische, spielt dabei eine zentrale Rolle. Liebenswerter Sarkasmus macht diesen Roman zu einem überraschenden Lesevergnügen.
  • Zum Bewerterprofil von Daniela Mayer

    Daniela Mayer

    OSIANDER Biberach

    Buchhändler*in

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    4/5

    14.10.2025

    eBook (ePUB)

    ...alles nur Menschen...

    Der Ich-Erzähler ist Anfang der 90er Jahre mit seinen Eltern als jüdischer Kontingentflüchtling von Kyjiw nach Deutschland umgesiedelt worden. Die Bilder von Krieg und Zerstörung aus der Stadt seiner Kindheit machen ihn betroffen. Die Kommunikation mit seinen Jugendfreunden wird darüber hinaus erschwert durch den Umstand, dass seine Mutter der russischen Propaganda aufgesessen ist. Diese wird verbreitet in der Sprache seiner Kindheit, deren Klang ein Gefühl von Heimat in ihm auslöst, dem Inhalt des Gesagten kann er jedoch nicht Glauben schenken. Dies alles spielt sich ab im "Magazin", dem Laden für russische Spezialitäten, den die Familie gemeinsam betreibt. Ein sehr berührender Roman voll sprachlicher Brillanz.

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Bewertungen (7)

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