Leicht zu lesen, mit einer story die einerseits leicht zu verfolgen, aber gleichzeitig extrem komplex ist.
Ich habe wenig Worte, es ist ein großartiges Buch und ich kann es wämrstens empfehlen!
Bewertung
5/5
15.10.2025
Buch (Taschenbuch)
Nicht das, was ich erwartet hatte, aber dafür umso besser!
Erste Gedanken: Mein erstes Buch der Autorin und ich bin bereits begeistert! Kuang erzählt eine gesellschaftskritische Geschichte, die mich mehrmals verzweifeln ließ und sogar ein paar Thriller-Elemente am Ende bereithielt. Für mich ein herausstechendes Buch.
Das Cover: Simpel aber unglaublich ausdrucksstark. In Zeiten, wo Cover sehr oft überladen oder aufwendig verziert sind (was ich manchmal auch mag), ist es erfrischend ein so gutes schlichtes Cover vorzufinden.
Die Handlung: Autorin Juniper findet das Manuskript ihrer verstorbenen Bestsellerfreundin Athena und macht daraus ihre ganz eigene Geschichte. Sie recherchiert, schreibt viel um und schickt es an ihren Agenten, der es an große Publikumsverlage pitcht. Niemand hat jemals das Manuskript von Athena gelesen, daher ist es ja kein Diebstahl oder? Aber was, wenn Juniper eine weiße Frau ist, und sich eine Geschichte aneignet, die eine chinesische Autorin geschrieben hat? Darf sie diese Geschichte erzählen, wenn bereits alles mit einer Lüge begann und sie sogar ihren Nachnamen chinesischer klingen lässt, damit es glaubwürdiger verkauft werden kann?
Meine Meinung: Nicht nur bekommen hier die Lesenden einen unglaublich spannenden Einblick in die Verlagswelt, Kuang hat auch ein großes Talent eine scharfsinnige und mächtige Geschichte zu schreiben. Die Autorin erklärt, dass Bestseller nicht immer aus Versehen Bestseller werden, sondern diese auch vom Verlag ausgesucht und dementsprechend gepusht werden. So kommt es, dass Juniper jahrelang Misserfolge feiert und immer im Schatten ihrer „besten“ Freundin Athena steht, die hingegen einen Bestseller nach dem nächsten feiert. Dann stielt sie jedoch ihr Manuskript und ändert ihren Nachnamen zu „Song“ (weil dieser ja viel chinesischer sei und somit Junipers fehlenden chinesischen Wurzeln nicht auffallen). Ab da hatte die Protagonistin die Abwärtsspirale für sich besiegelt. Mir fielen schon zu Anfang die rassistischen Untertöne in Junipers Gedanken auf oder die stereotypischen Beschreibungen von nicht weißen Menschen. Juniper ist zudem seit Langem die unsympathischste Protagonistin, über die ich gelesen habe. Manchmal gab es ganz kleine Momente, in denen ich Mitleid empfand, nur, damit sie es auf den nächsten Seiten wieder mit einer neuen unverzeihlichen Aktion zerstörte. Dieses Buch übt unglaublich viel Gesellschaftskritik, beschäftigt sich mit dem Thema Cancel Culture und kultureller Aneignung. Für ein Highlight hat mir noch ein wenig gefehlt (vor allem der Schluss kam doch sehr schnell und ich hätte mir da noch ein wenig mehr Ruhe gewünscht), aber das sind nur kleine Kritikpunkte.
Fazit: Ein Buch, das noch lange bei mir nachhallt. Ich vergebe hier 4,5/5 Sternen und eine klare Leseempfehlung!
katis zettelchen
aus Salzburg
5/5
27.03.2025
Buch (Taschenbuch)
Schonungslose Komödie in der Bücherwelt
Es fühlt sich merkwürdig an, eine Rezension zu gerade diesem Buch zu schreiben, denn werde ich dadurch nicht noch mehr in dieses Buch hineingezogen? Der Roman ist wie ein Karussell, das die Leserin quer durch die Verlagswelt wirbelt. Auf sehr witzig böse und ironische Art wird keiner ausgelassen: Autorin, Agent, Lektorat, Presse, Leserinnen, von der Entstehung des Manuskripts über den Hype bis zum Vergessen. Realität und Fiktion, Schein und Sein, Muse und Ideenraub, Leben als Fiktion und Fiktion als Realität, Missgunst und Neid, Liebe und Verlust, Leben und Tod, alles ist drin, die Grenzen verwischen. Die Charaktere sind wunderbar laut und schrill, egozentrisch und eigen und leben allesamt in ihrer eigenen Bubble, die sie lieben, die sie leben und die sie mit allem verteidigen. Ein sehr lustiger Roman, lustig zu lesen, schnell und schonungslos, er macht viel Spaß. So, jetzt springe ich ab – thanks for the ride!
luisa
5/5
17.01.2025
Buch (Taschenbuch)
highlight!!
Ich wusste nicht wirklich, was mich erwarten würde, aber sowohl Schreibstil als auch Grundidee haben mich schon nach ein paar Seiten in ihren Bann gezogen. Es war super spannend, einen (nicht nur positiven) Einblick in die Verlagsbranche zu bekommen.
Sehr gelungen fand ich die Protagonistin. Nicht, weil sie sympathisch ist – sie ist wirklich alles andere als das! – sondern weil sie es trotz und vielleicht auch durch ihre verwerflichen Äußerungen & Handlungen schafft, die Lesenden ihr Handeln kritisch hinterfragen zu lassen. So werden einem wichtige Themen wie Rassismus, Cancel-Culture und kulturelle Aneignung, aber auch Neid und Plagiat, so nahegebracht, wie ich es aus keinem anderen Buch kenne – einzigartig & fesselnd.
Eine wirklich riesige Empfehlung von mir <3
Ich bin nach dieser Geschichte absolut beeindruckt von Rebecca F. Kuang und freue mich schon darauf, mehr von ihr zu lesen!
Bewertung
Book Circle Community
5/5
13.08.2024
Buch (Taschenbuch)
Stoff zum Nachdenken
Ich wurde gebookstagramed und würde es sofort wieder tun. In zwei Tagen habe ich das Buch inhaltiert. Es wirft spannende Fragen auf über das Recht Geschichten zu erzählen und Blickwinkel. Wer darf was erzählen? Reicht Recherche oder braucht es “erleben”? Reicht Empathie ober brauche ich den gleichen kulturellen/geschlechtlichen Hintergrund?
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5/5
17.06.2023
Buch (Gebundene Ausgabe)
Scharf beobachtete Satire auf die Verlagsbranche!
Ein Roman auf den ich mich schon lange gefreut habe, denn das Vorgängerwerk der Autorin war letztes Jahr mein Lieblingsbuch ("Babel")!
Kuang gelingt hier eine überraschend unterhaltsame Satire, welche tief in die Abgründe der (amerikanischen) Verlagswelt blickt.
Ab dem ersten Kapitel sitzt man zusammen mit der Hauptfigur in einem Zug, der an keiner Haltestelle mehr anhält und stetig beschleunigt und man weiß: am Ende wird er auch auf jeden Fall entgleisen.
Besonders die Dynamik zwischen den zwei Hauptcharakteren hat mir außergewöhnlich gut gefallen. Diese ist sehr interessant geraten und Leser*innen von Kuangs Buch "Babel" werden einige Parallelen zu ihr, und den behandelten Themen dort, hier in "Yellowface" wiederfinden können.
Lesen Sie am besten das erste Kapitel in der Leseprobe online, welches wirklich ein überraschendes Ende hat. Für mich ein weiteres Highlight von der Autorin und ich bin bereits gespannt, was als nächstes folgt!
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4/5
14.03.2025
Buch (Taschenbuch)
A compelling story about racism and publishing
Yellowface is less a story about racism and more a story about the publishing industry - R.F. Kuang calls it a story about the loneliness of the industry. It tells the compelling story of a woman who is consumed by her jealousy and driven into a spiral of lies and (self) deceit.
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4/5
11.12.2023
Buch (Taschenbuch)
Original story with an interesting plot
That novel is, by far, one of the best novels I read during this year. I'm really into Asian stories those days. Most of them don't lack of humour and satire - which is a good thing.
This sotry is no difference to that, though very different in its plot.
Kuang knows how to play with words and she knows how to let her readers struggle with their knoledge about right and wrong. She also disenthrals our beloved bookish society, as it sometimes really is more of a struggle then anyone would think.
All I've got to critisise is Kuang's tendencies to take some time to get the plot started. With a book of no more than 360 pages, a fast plot is something I want to rely on.
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