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Stern 111 Roman | Georg-Büchner-Preis 2023

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Beschreibung

Produktdetails

Zustand

Sehr gut

Verkaufsrang

131770

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

02.03.2020

Verlag

Suhrkamp

Seitenzahl

528

Maße (L/B/H)

21,5/13,4/4 cm

Gewicht

617 g

Auflage

5. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

2710001031870

Beschreibung

Rezension

»Lutz Seiler erzählt von einer Stadt und einer Zeit, die schon auserzählt schien. Aber er schafft einen neuen Bann.« ("Der Tagesspiegel")
»Stern 111 ist die atmosphärisch dichte Geschichte der unmittelbaren Nachwendezeit.« ("FOCUS")
»Seiler erzählt in poetisch-präziser Sprache eine Freiheitsgeschichte.« ("DER SPIEGEL")
»Was in [Seilers] Brennglas erscheint, ist eine Nahbetrachtung eines historischen Moments, in dem das Andere als Möglichkeit zum Greifen nahe schien und dann doch zerfiel. Der Kraft, die diese Verheißung freizusetzen vermag, gibt der Roman eine unverwechselbare Stimme.« ("der Freitag")
»Lutz Seiler macht hier sichtbar, was jenseits der blickdichten Klischees vielleicht einmal möglich war. Und es wäre wohl noch heute möglich, wenn die Beseelung gesamtdeutsch nicht so gelitten hätte. Stern 111 ist ein Roman voll knallhart herzergreifender Psychologie, voll Szenen, in denen Menschen an einer Wirklichkeit rütteln, die sich gerade neue Gesetze gibt.« ("Neue Zürcher Zeitung")
»Lutz Seilers Roman Stern 111 erzählt grandios vom chaotischen Aufbruch in Ost-Berlin nach dem Ende der DDR.« ("Frankfurter Rundschau")
»Lutz Seiler erreicht hier das Niveau eines Thomas Pynchon. ... Das ist atmosphärenreiche, wirkliche Weltliteratur. Weltliteratur ist ja das, was mich die Welt mit anderen Augen wahrnehmen lässt, was mir ein Stück von der Welt zeigt, wie ich es bisher noch nicht gesehen habe. Und das kann Seiler in Stern 111.« ("SWR2")
»[Seiler legt] den Glutkern alles Politischen, dessen Doppelnatur frei: die Einheit von poetischer Schwärmerei und Revolutionsmystik. … Darin ist Stern 111 große Literatur.« ("DIE ZEIT")
»Präzise, poetisch, mitreißend.« ("stern")
»Dies ist mehr als ein bloßer Zeitroman. Er verdichtet eine Epoche und zitiert auf höchst eigenständige Weise die großen Bewusstseinspanoramen der Moderne und der Ostmoderne.« ("Deutschlandfunk Kultur")

Produktdetails

Zustand

Sehr gut

Verkaufsrang

131770

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

02.03.2020

Verlag

Suhrkamp

Seitenzahl

528

Maße (L/B/H)

21,5/13,4/4 cm

Gewicht

617 g

Auflage

5. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

2710001031870

Herstelleradresse

Suhrkamp Verlag
Torstraße 44
10119 Berlin
DE

Email: info@suhrkamp.de

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  • Circlestonesbooks.blog

    5/5

    02.06.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein packendes, überzeugendes…

    Ein packendes, überzeugendes Leseerlebnis „Obwohl sein Leben hinter dem Bombenwäldchen in der Rykestraße 27 vielleicht schäbig und ärmlich aussah (das Matratzenfloß auf den kalten Dielen, ein toter Schwarzweißfernseher als Anlegestelle), hatte er das Wort Armut bisher nie gedacht. Und wenn schon: ein armer Dichter zu sein, schien nicht verkehrt, wenn man ein Dichter war.“ (Zitat Seite 174) Inhalt Seine Eltern bitten Carl Bischoff, Student, sechsundzwanzig Jahre alt, nach Hause zu kommen, da sie mit ihm etwas besprechen wollen. Nach Hause, das ist Gera, gerade ist die Mauer gefallen und seine Eltern Walter und Inge, fünfzig und neunundvierzig Jahre alt, teilen ihm mit, dass sie weggehen. Er möge bitte auf die elterliche Wohnung aufpassen. Doch Carl kommt mit der Situation allein nicht zurecht und fährt nach Berlin. „Wie seine Eltern hatte er keine Adresse vor Augen gehabt, er war abgefahren ohne Ziel, nur mit irgendeiner Phantasie im Kopf, bei der man nicht wohnen konnte.“ (Zitat Seite 55). Er schließt sich einer Gruppe von Hausbesetzern an und bezieht selbst eine Wohnung in einem Abbruchhaus. Eine Werkbank, die jemand zurückgelassen hat, wird sein Schreibtisch. Dort verbringt er seine Zeit, schreibt an seinen Gedichten, hofft auf den Durchbruch, träumt davon, sein erstes eigenes Buch in Händen zu halten. Gleichzeitig hilft er mit, das Kellerlokal Assel als Treffpunkt, Kaffeekneipe auszubauen, als Asyl für die unterschiedlichsten Menschen, Außenseiter der Gesellschaft. Die Briefe seiner Mutter berichten ihm von der Reise seiner Eltern auf dem Weg zur Erfüllung eines jahrzehntealten Traumes. Thema und Genre In diesem Roman geht es um die Nachwendezeit in Deutschland, um viele Facetten von Zusammenhalt, Freundschaft und Liebe, um Hoffnungen, Chancen und Träume, aber auch um die mit den raschen Veränderungen verbundene Unsicherheit und Ängste. Charaktere Carl hat in diesen Jahren direkt nach dem Wendejahr 1989 sein eigenes Leben noch nicht entdeckt, zutiefst unsicher, zweifelt er an seinem Erfolg als Schriftsteller und die Angst vor Absagen blockiert ihn. Obwohl Carl mit Mitte Zwanzig zu diesem Zeitpunkt längst ein eigenes Leben führt, fühlt er sich als Kind, von seinen Eltern im Stich gelassen. Inge, seine Mutter ist dagegen flexibel, passt sich jeder Situation aktiv an, sie entscheidet operativ (eines ihrer Lieblingsworte), will endlich ihren und Walters Traum verwirklichen. Wir lernen in dieser Geschichte viele unterschiedliche Charaktere kennen und neugierig folgen wir ihnen, gespannt, wohin sie der Weg führen wird. Kurz treffen wir auch Ed und Kruso in Berlin wieder. Handlung und Schreibstil Es sind zwei Geschichten, die uns der Autor hier erzählt. Die erste, in deren Mittelpunkt Carl, ein angehender, junger Schriftsteller steht, spielt im gerade wieder vereinten Berlin, wo nicht nur die Menschen selbst, sondern auch die Stadt auf der Suche nach einem Weg aus dem Chaos in die Zukunft zu sein scheint. Die zweite Handlung erzählt von den Problemen und der schwierigen Situation jener Menschen, die Ostdeutschland sofort verlassen und im Westen auf einen Neubeginn hoffen. Stern 111, der Titel, ist die Marke eines Kofferradios, das damals die erste Anschaffung der jungen Familie Bischoff gewesen ist und die Familie all die Jahre begleitet hat, ein Symbol ihrer Zusammengehörigkeit. Damals waren es die gemeinsam gehörte Musik und Meldungen, nun ersetzt durch die Berichte in den Briefen seiner Mutter. Die Ereignisse in der Gegenwart werden ergänzt durch Erinnerungen. Es sind einzelne Situationen oder Worte, die Carl zurück in seine Kindheit führen, nach Gera und in die Geborgenheit der Familie, die plötzlich im Jahr 1989 zu Ende ist. Als er in Berlin seine Liebe Effi wiedersieht und von einer gemeinsamen Zukunft träumt, ist es daher für Carl nicht einfach für sich selbst zu definieren, wie „zusammen sein“ funktioniert. Faszinierend ist auch in diesem Roman die eindrückliche, aber gleichzeitig unglaublich leicht

  • Bewertung

    5/5

    06.10.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Der Roman Stern 111 von Lutz Seiler ist der diesjährige Preisträger der Leipziger Buchmesse. Es ist die Geschichte einer Familie kurz nach der Wende, bei der sich die Wege erstmal trennen. Das Ehepaar Bischof verlässt sein altes Leben, die beiden landen in Notaufnahmelagern und Durchgangswohnheimen um ihrem Lebenstraum zu folgen. Ihr Sohn Carl flieht nach Berlin, lebt auf der Straße und schließt sich einer Gruppe von Hausbesetzern an. Der Roman erzählt ein dichtes Stück Zeitgeschichte in einer wunderbaren Sprache. Unverkennbar ist, das Lutz Seiler vor seinen Romanen Kruso und Stern 111 Lyrik verfasst hat. Ein echter Lesegenuss!

  • Bewertung

    aus Bamberg

    5/5

    09.11.2020

    eBook (ePUB)

    Roman über die Wendezeit - mehr als Geschichte

    Am liebsten würde ich dem Autor Lutz Seiler schreiben: Sie nehmen mich mit in eine Welt, die ich glaubte zu kennen und in eine Zeit, in der ich bewusst gelebt habe. Virtuell habe ich mir die Rykestr.27 und die Umgebung in Prenzlauer Berg angeschaut. Und wenn ich dort von Carl gelesen habe, habe ich mich auf Inge und Walter, seine Eltern gefreut, die ihre Erfahrungen im Westen gemacht haben. Eigentlich ein Buch zum Durchlesen, aber ich bin geblieben und habe mich Tag für Tag auf neue Seiten gefreut. Literatur wie ich sie liebe: politisch, real, eloquent!!!

  • Bewertung

    aus Mandelbachtal

    5/5

    19.09.2020

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Stern 111 von Lutz Seiler

    Ich habe dieses Buch während meines Urlaubs regelrecht verschlungen. Die Charaktere der einzelnen Personen waren sehr gut dargestellt. Die Reflexionen von Carl, die immer wieder hoch kamen, konnte man gut nachvollziehen.

  • Bewertung

    aus Zürich

    5/5

    07.09.2020

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Passiert da auch mal etwas?

    Auch wenn ich mich heimatlich mit diesen Buch verbunden fühle (weshalb ich mich auch entschied, es zu lesen), wird daraus niemals eine Liebe entstehen...Es wird erzählt und erzählt und erzählt...ich frage mich andauernd: Passiert da eigentlich auch mal etwas? Nein bis jetzt nicht und ich sträube mich, meine Zeit weiterhin mit diesem Buch zu verschwenden, also lasse ich es lieber bleiben. So ein langweiliges Buch habe ich wahrscheinlich zuletzt in meiner Schulzeit gelesen! *Gäääähn*.

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Unsere Meinungen

  • Zum Bewerterprofil von Michael Riethmüller

    Michael Riethmüller

    RavensBuch Osiander Ravensburg

    Buchhändler*in

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    5/5

    11.11.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Stern 111

    Schon Lutz Seilers erster Roman "Kruso" hat mich begeistert. Er spielt in den letzten Jahren der DDR und schildert die Geschichte von Aussteigern, die  einen Weg aus aus dem staatlich verordneten Sozialismus suchen. Sein neuer Roman "Stern 111", ein "Wenderoman", erzählt vom 27 jährigen Carl, der von seinen Eltern verpflichtet wird, das Haus zu hüten, da diese unmittelbar nach dem Fall der Mauer ihr Glück im Westen versuchen. Carl verweigert sich dem elterlichen Auftrag, flieht nach Berlin und schließt sich einer Gruppe junger Frauen und Männer an, die leerstehende Häuser besetzt, diese wieder bewohnbar macht und außerdem die Kellerkneipe "Assel" betreibt. Carl schlägt sich durch und findet dort seine erste große Liebe wieder,  ein zerbrechliches Glück. Es geht um dunkle Geschäfte, russische Soldaten und seine Versuche als Lyriker den eigenen Ausdruck zu finden. Ein großes Lesevergnügen. Und ausgezeichnet mit dem Preis der Leipziger Buchmesse.
  • Zum Bewerterprofil von Udo Metz

    Udo Metz

    OSIANDER Reutlingen

    Buchhändler*in

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    5/5

    23.07.2021

    eBook (ePUB)

    Das beschauliche Leben der Familie Bischoff endet jäh, als die Eltern von Carl nach dem Fall der Mauer beschließen in den Westen aufzubrechen. Ihr „Fluchthelfer“ ist der eigene Sohn, der in Gera als „Nachhut“ zurückbleiben soll. Der aber beginnt ein abenteuerliches Leben in Ostberlin als Dichter, Taxifahrer, Maurer und Kellner als Teil einer anarchistischen Hausbesetzergruppe. Der sehr lebendig und sinnlich geschriebene Roman handelt von der aufregenden Suche nach neuer Heimat und Gründung neuer Existenzen. Lutz Seiler besitzt die Gabe, Situationen so intensiv darzustellen, dass man beim Lesen unwillkürlich innehält, um sie wirken zu lassen.

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