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Isidor Ein jüdisches Leben

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Beschreibung

Produktdetails

Zustand

Gut

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

24.08.2022

Verlag

Diogenes Verlag AG

Seitenzahl

256

Maße (L/B/H)

18,4/12,1/2,2 cm

Gewicht

290 g

Auflage

02. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

2710002158590

Beschreibung

Rezension

»Behutsam tasted sich Shelly Kupferberg an Isidors Schicksal heran, erzählt nicht nur von ihm, sondern auch von den Menschen um ihn herum.«
»Ein Buch, das zugleich Roman, Geschichte und Geschichten ist.«
»Kupferberg gelingt ein einfühlsames Panorama der Unzeiten, das getragen wird von einer dezenten journalistischen Neugier.«

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Zustand

Gut

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

24.08.2022

Verlag

Diogenes Verlag AG

Seitenzahl

256

Maße (L/B/H)

18,4/12,1/2,2 cm

Gewicht

290 g

Auflage

02. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

2710002158590

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truepages UG (haftungsbeschränkt)
Westermühlstrasse 29|80469|München|DE
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Herstelleradresse

Diogenes Verlag AG
Sprecherstrasse 8|8032|Zürich|CH
info@diogenes.ch

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Wiener bis 1938

Johanna aus München am 20.04.2026

Bewertungsnummer: 3115038

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Shelly Kupferberg beschreibt in ihrem Buch „Isidor“ den Besuch ihres Vaters Walter Grab 1956 in seiner Heimatstadt Wien. Am Bauernfeldplatz im Alsergrund sucht er die Wohnung, wo er mit seinen Eltern lebte. Auf dem Klingelschild sieht er nur einen bekannten Namen, den der alten Hauswartsfamilie. Er klingelt. „Kreidebleich ruft sie in die Wohnung hinein: ‚Der Jud‘ is wieda doa!‘ Worauf ihr Mann rüde antwortet: ‚Sag koa Wort!‘. In den wenigen Sekunden, ehe sie die Tür vor Walters Nase zuschlägt, kann er einige Möbel seiner Eltern und ehemaliger Nachbarn ausmachen.“ Eine häufige Erfahrung von Überlebenden des Holocaust. Der Journalist und Schriftsteller Georg Stefan Troller beschreibt eine ähnliche Szene aus dem Jahr 1949. (Die Nachbarn hatten den Bösendorfer-Flügel, die Biedermeier-Möbel und die Bibliothek „arisiert“.) Auf dem Cover von Kupferbergs Buch steht „Roman“. Eigentlich eine irreführende Bezeichnung, denn das Buch ist das Ergebnis ihrer Recherche in die Familiengeschichte. Im Zentrum steht der Großonkel Isidor Geller. Seinen allzu jüdischen Vornamen Israel hat er geändert, als er aus dem ostgalizischen Schtetl gemeinsam mit einem Bruder nach Wien geht, wo schon ein älterer Bruder sein Glück versucht. Er studiert Jura, legt großen Wert auf Bildung und ist vom Kulturleben der Stadt fasziniert. Er klettert die Karriereleiter nach oben, verdient viel Geld, lädt zu Diners, wird eine bekannte Größe der Gesellschaft, ein Lebemann. Sein Neffe Walter besucht ihn regelmäßig: „1935. Wie jeden Sonntag ging er zu seinem Onkel zum Mittagessen. In der vornehmen Canovagasse im I. Wiener Bezirk, gleich hinter dem Musikverein und in der Nähe des Karlsplatzes, bewohnte Onkel Isidor eine Etage im Palais des Freiherrn Eugène de Rothschild. […] Bei jedem Besuch bestaunte Walter, gerade einmal sechzehn Jahre alt, Isidors exquisites Mobiliar. Und seine vielen Bücher, im eigens dafür eingerichteten Lesezimmer, darunter in Leder gebundene lateinische Einzelexemplare, die gesamte Weltliteratur, Erstausgaben französischer und deutscher Klassiker.“ Kupferberg hat in allen möglichen Archiven gegraben und eine ganz erstaunliche Figur gefunden, der sie kaum mehr etwas hinzudichten brauchte. Noch dazu hatte sie die Aufzeichnungen ihres Vaters (des Historiker Walter Grab) und viele nach Palästina gerettete Familienfotos zur Verfügung. So entstand ein lebendiges Porträt des Großonkels und seiner Familie in Wien – bis ins Jahr 1938, als Isidor von den Nazis verhaftet und gefoltert wird. An den Nachwirkungen stirbt er kurze Zeit später. Die Geschichte eines Juden in Wien, der nicht glauben konnte, dass es so schlimm kommen würde, wie es kam. Die Stadt Wien war seine Heimat – trotz latentem und auch offenem Antisemitismus auch schon vor dem „Anschluss“. Ein ungemein spannendes, sehr leicht lesbares Buch, das ich in einem Rutsch verschlungen habe.

Wiener bis 1938

Johanna aus München am 20.04.2026
Bewertungsnummer: 3115038
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Shelly Kupferberg beschreibt in ihrem Buch „Isidor“ den Besuch ihres Vaters Walter Grab 1956 in seiner Heimatstadt Wien. Am Bauernfeldplatz im Alsergrund sucht er die Wohnung, wo er mit seinen Eltern lebte. Auf dem Klingelschild sieht er nur einen bekannten Namen, den der alten Hauswartsfamilie. Er klingelt. „Kreidebleich ruft sie in die Wohnung hinein: ‚Der Jud‘ is wieda doa!‘ Worauf ihr Mann rüde antwortet: ‚Sag koa Wort!‘. In den wenigen Sekunden, ehe sie die Tür vor Walters Nase zuschlägt, kann er einige Möbel seiner Eltern und ehemaliger Nachbarn ausmachen.“ Eine häufige Erfahrung von Überlebenden des Holocaust. Der Journalist und Schriftsteller Georg Stefan Troller beschreibt eine ähnliche Szene aus dem Jahr 1949. (Die Nachbarn hatten den Bösendorfer-Flügel, die Biedermeier-Möbel und die Bibliothek „arisiert“.) Auf dem Cover von Kupferbergs Buch steht „Roman“. Eigentlich eine irreführende Bezeichnung, denn das Buch ist das Ergebnis ihrer Recherche in die Familiengeschichte. Im Zentrum steht der Großonkel Isidor Geller. Seinen allzu jüdischen Vornamen Israel hat er geändert, als er aus dem ostgalizischen Schtetl gemeinsam mit einem Bruder nach Wien geht, wo schon ein älterer Bruder sein Glück versucht. Er studiert Jura, legt großen Wert auf Bildung und ist vom Kulturleben der Stadt fasziniert. Er klettert die Karriereleiter nach oben, verdient viel Geld, lädt zu Diners, wird eine bekannte Größe der Gesellschaft, ein Lebemann. Sein Neffe Walter besucht ihn regelmäßig: „1935. Wie jeden Sonntag ging er zu seinem Onkel zum Mittagessen. In der vornehmen Canovagasse im I. Wiener Bezirk, gleich hinter dem Musikverein und in der Nähe des Karlsplatzes, bewohnte Onkel Isidor eine Etage im Palais des Freiherrn Eugène de Rothschild. […] Bei jedem Besuch bestaunte Walter, gerade einmal sechzehn Jahre alt, Isidors exquisites Mobiliar. Und seine vielen Bücher, im eigens dafür eingerichteten Lesezimmer, darunter in Leder gebundene lateinische Einzelexemplare, die gesamte Weltliteratur, Erstausgaben französischer und deutscher Klassiker.“ Kupferberg hat in allen möglichen Archiven gegraben und eine ganz erstaunliche Figur gefunden, der sie kaum mehr etwas hinzudichten brauchte. Noch dazu hatte sie die Aufzeichnungen ihres Vaters (des Historiker Walter Grab) und viele nach Palästina gerettete Familienfotos zur Verfügung. So entstand ein lebendiges Porträt des Großonkels und seiner Familie in Wien – bis ins Jahr 1938, als Isidor von den Nazis verhaftet und gefoltert wird. An den Nachwirkungen stirbt er kurze Zeit später. Die Geschichte eines Juden in Wien, der nicht glauben konnte, dass es so schlimm kommen würde, wie es kam. Die Stadt Wien war seine Heimat – trotz latentem und auch offenem Antisemitismus auch schon vor dem „Anschluss“. Ein ungemein spannendes, sehr leicht lesbares Buch, das ich in einem Rutsch verschlungen habe.

Wunderschön und traurig

Bewertung am 14.09.2025

Bewertungsnummer: 2596390

Bewertet: eBook (ePUB 3)

Mich hat das Buch sehr berührt und ich sehe Parallelen zur jetzigen Zeit. Ich habe mit der Familie mitfiebern können, dass alles noch gut geht. Es hat mich sehr mitgenommen. Andererseits ist es aber auch sehr anschaulich geschrieben, was die noch „schönen“ Zeiten der Familie anging, aber wirklich dramatisch. Und es sollte eine Pflichtlektüre für jeden Menschen sein, der in diesen Zeiten wählen darf.

Wunderschön und traurig

Bewertung am 14.09.2025
Bewertungsnummer: 2596390
Bewertet: eBook (ePUB 3)

Mich hat das Buch sehr berührt und ich sehe Parallelen zur jetzigen Zeit. Ich habe mit der Familie mitfiebern können, dass alles noch gut geht. Es hat mich sehr mitgenommen. Andererseits ist es aber auch sehr anschaulich geschrieben, was die noch „schönen“ Zeiten der Familie anging, aber wirklich dramatisch. Und es sollte eine Pflichtlektüre für jeden Menschen sein, der in diesen Zeiten wählen darf.

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Isidor

von Shelly Kupferberg

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Meinung aus der Buchhandlung

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Barbara Trautmann-Fessler

OSIANDER Wangen

Zum Portrait

5/5

Ein jüdisches Leben

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Die Journalistin und Radiomoderatorin Shelly Kupferberg hat in diesem Buch, halb Sachbuch, halb Roman, ihrem Urgroßonkel Isidor ein Denkmal gesetzt. Sie erzählt von einer armen, orthodoxen ostgalizischen Familie mit fünf Kindern, deren zweiter Sohn Israel, der sich später Isidor nennen wird, schon bald erkennen ließ, dass er wissbegieriger und ehrgeiziger war als seine Geschwister. Als junger Mann kam er nach Wien und verfolgte fest entschlossen sein Ziel, reich und geachtet zu werden und so kultiviert, wie die Menschen, die er auf den Straßen flanieren sah. Und dieses Ziel hat er bald erreicht. Als sich 1938 Österreich an Hitlerdeutschland anschloss, sah er für sich keine Gefahr, so vertraute er in seine Beziehungen zu den höchsten Kreisen und musste bald erkennen, dass er von allen verraten wurde. Krank und verarmt starb er nur wenige Monate später. Ein Schicksal wie so viele in dieser furchtbaren Zeit und doch wieder ganz neu erzählt. Shelly Kupferberg hat viel recherchiert, die Archive aufgesucht und dort vieles ausfindig gemacht und vor allem die Briefe und Erzählungen ihres Großvaters, des Neffen von Isidor, als Quelle genutzt. So ist ein intensiver persönlicher Bericht entstanden, die Erzählung eines jüdischen Lebens, eine wirklich bewegende Lektüre.
  • Barbara Trautmann-Fessler
  • Buchhändler/-in

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5/5

Ein jüdisches Leben

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Die Journalistin und Radiomoderatorin Shelly Kupferberg hat in diesem Buch, halb Sachbuch, halb Roman, ihrem Urgroßonkel Isidor ein Denkmal gesetzt. Sie erzählt von einer armen, orthodoxen ostgalizischen Familie mit fünf Kindern, deren zweiter Sohn Israel, der sich später Isidor nennen wird, schon bald erkennen ließ, dass er wissbegieriger und ehrgeiziger war als seine Geschwister. Als junger Mann kam er nach Wien und verfolgte fest entschlossen sein Ziel, reich und geachtet zu werden und so kultiviert, wie die Menschen, die er auf den Straßen flanieren sah. Und dieses Ziel hat er bald erreicht. Als sich 1938 Österreich an Hitlerdeutschland anschloss, sah er für sich keine Gefahr, so vertraute er in seine Beziehungen zu den höchsten Kreisen und musste bald erkennen, dass er von allen verraten wurde. Krank und verarmt starb er nur wenige Monate später. Ein Schicksal wie so viele in dieser furchtbaren Zeit und doch wieder ganz neu erzählt. Shelly Kupferberg hat viel recherchiert, die Archive aufgesucht und dort vieles ausfindig gemacht und vor allem die Briefe und Erzählungen ihres Großvaters, des Neffen von Isidor, als Quelle genutzt. So ist ein intensiver persönlicher Bericht entstanden, die Erzählung eines jüdischen Lebens, eine wirklich bewegende Lektüre.

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Manuela Boxhorn

OSIANDER Calw

Zum Portrait

4/5

Spuren eines jüdischen Lebens

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Shelly Kupferberg recherchierte anhand von Familienbriefen und alten Dokumenten den rasanten gesellschaftlichen Aufstieg ihres Urgroßonkels Isidor. Er war eine schillernde Figur, ein Macher und ein Lebemann, der den Luxus, die Kunst und die Oper liebte. Der Leser folgt Isidor von Galizien nach Wien, von Budapest nach Hollywood bis nach Tel Aviv. Das Leben von Isidor birgt aufregende, verblüffende, komische und vor allem tragische Geschichten. Der Leser taucht ein in das Schicksal einer jüdischen Familie, das sehr betroffen macht. Ein bewegendes Stück Zeitgeschichte.
  • Manuela Boxhorn
  • Buchhändler/-in

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4/5

Spuren eines jüdischen Lebens

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Shelly Kupferberg recherchierte anhand von Familienbriefen und alten Dokumenten den rasanten gesellschaftlichen Aufstieg ihres Urgroßonkels Isidor. Er war eine schillernde Figur, ein Macher und ein Lebemann, der den Luxus, die Kunst und die Oper liebte. Der Leser folgt Isidor von Galizien nach Wien, von Budapest nach Hollywood bis nach Tel Aviv. Das Leben von Isidor birgt aufregende, verblüffende, komische und vor allem tragische Geschichten. Der Leser taucht ein in das Schicksal einer jüdischen Familie, das sehr betroffen macht. Ein bewegendes Stück Zeitgeschichte.

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Isidor

von Shelly Kupferberg

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