Der Tag als die Notärztin kam, war der Tag, an dem ich wieder zu meinen Eltern gezogen bin. Mit sechsunddreißig.Nach einem einschneidendem Erlebnis zieht Hanna Hals über Kopf von Berlin in ihre alte Heimat Lüneburg zurück - zu ihren Eltern, in ihr altes Kinderzimmer, das mittlerweile das Büro ihres Vaters ist, samt Drucker, elektrischen Rollos und 90 cm Gästebett. Doch wie soll das funktionieren: ein Familienalltag von null auf hundert mit drei erwachsenen Menschen, die seit jeher Konflikte lieber unter den Teppich kehren, als sie zu klären? Zwischen alten und frischen Wunden muss Hanna lernen, sich selbst zu heilen und ihre Familie mit anderen Augen zu sehen. Und sie entdeckt, dass einen die Liebe auch in den in den hilflosesten Momenten findet ...Ein warmherziges, zart-witziges und ehrliches Hörbuch über Momente am Boden und den langen Weg zur Verarbeitung von Schicksalsschlägen.
Kundinnen und Kunden meinen
4.4/5.0
Bewertung
5/5
16.07.2026
Hörbuch-Download (MP3)
Wow, wow, wow – was für ein wundervolles Buch. ❤️
Ich habe mir das Hörbuch für meine langen Autofahrten heruntergeladen und es war von der ersten bis zur letzten Minute ein Genuss.
Ich habe unglaublich viel gelacht, aber auch immer wieder mal eine Träne weggewischt. Viele Situationen haben mich berührt, ich konnte mich wiederfinden und ganz viele unterschiedliche Gefühle während des Hörens spüren.
Die Worte waren nicht einfach nur eine Begleitung, um die Zeit beim Autofahren zu überbrücken, sondern sind so tief gegangen, dass ich immer wieder auf „Pause“ gedrückt habe, um das Gehörte nochmals richtig auf mich wirken zu lassen.
Eine Geschichte voller Emotionen, Leichtigkeit, Humor und Tiefe. Ein Buch, das berührt, zum Nachdenken anregt und noch lange nach dem Hören nachklingt.
Danke für dieses wunderschöne Meisterwerk. ❤️
Hoelzchen
aus Bad Oldesloe
5/5
03.06.2026
Hörbuch-Download (MP3)
Ehrlich, authentisch und humorvoll
Mit 36 Jahren zieht Hanna unfreiwillig wieder bei ihren Eltern in Lüneburg ein. Ein Nervenzusammenbruch hat sie ausgeknockt. Ihr Freund in Berlin ist keine große Stütze, er schlägt die Trennung und somit auch ein Auseinanderziehen vor. Er legt ihr eine Pause nahe. Hanna erkennt, dass sie aus dem Hamsterrad raus muss, vielleicht ist eine Pause wirklich das was sie braucht. Die Hausärztin ihrer Eltern rät zu einer Reha, Hanna ist nicht abgeneigt. Was genau der Auslöser für ihr Befinden ist, bleibt erstmal unklar. Dafür ist die Familiensituation umso klarer. Das Miteinanderleben will erstmal wieder gelernt sein. Das Hörbuch wurde von der Autorin selbst eingelesen, eine bessere Sprecherin für diesen Roman hätte man nicht finden können. Sie gibt den Figuren genau den richtigen Ton, die Situationsdynamik bildet sie perfekt ab. Mehr geht einfach nicht. Ich hatte großen Spaß beim Zuhören. Lena Kupke nimmt kein Blatt vor dem Mund und schonungslos spricht sie das aus, was andere maximal denken würden. Was für eine Ehrlichkeit. Die Autorin versteht es Alltagsszenen wunderbar zu beschreiben, wie zum Beispiel das Einkaufen bei DM oder bei Ernstings Family. Unzählige Wahrheiten werden hier auf frische und amüsante Art lesbar gemacht. Immer wieder kam mir der Gedanke „Genauso ist es“ und ich habe manche Träne gelacht. Selbst gehöre ich der Generation Hannas Eltern an und ich will ehrlich sein, in vielen Dingen habe ich mich oder auch meinen Mann wiedererkannt. Lena Kupke ist eine bemerkenswerte Beobachterin. Die Interaktionen sind keinesfalls übertrieben und Hannas Gedanken helfen mir, diese Generation besser zu verstehen und ich nehme auch etwas im Umgang mit meinen Töchtern mit. Aber bei all dem Spaß, hat die Geschichte auch einen ernsten Anspruch. Es gibt im Leben Momente, in denen es eine Pause braucht und es gibt keinen Grund, sich dafür zu schämen. Hilfe holen ist unerlässlich. Hanna zeigt uns, wie es geht und lässt es zu. Leider wird in ihrer Familie viel zu oft geschwiegen, dass kennen wir alle, über Gefühle oder Verletzungen wird nicht gesprochen. Am Ende wird klar, dass hier auch die Ursache für Hannas Zusammenbruch zu finden ist und es gelingt ihr, die Gefühle zu offenbaren und einmal begonnen reißt sie ihre Familie mit und gemeinsam sind sie auf einem guten Weg. Dieses Hörbuch ist bisher mein absolutes Highlight in diesem Jahr und ich bin so froh, mich für die Hörbuchvariante entschieden zu haben. Diese ganzen Emotionen kann nur die Autorinnenstimme übermitteln und sehr gerne spreche ich eine Weiterempfehlung aus.
Anne Kaffeekanne
5/5
01.06.2026
Hörbuch-Download (MP3)
Ein Plädoyer dafür miteinander zu sprechen
Nach einem Zusammenbruch wird Hanna von ihren Eltern aus der Notaufnahme abgeholt. Das war eigentlich nur als kurzfristige Lösung gedacht, aber Hanna muss sich mit der Zeit eingestehen, dass sie eine Pause von ihrem Leben mit ihrem Freund in Berlin braucht. Und so ist Hanna mit Mitte 30 wieder in ihrem Elternhaus und wieder mit ihrem alten Ich konfrontiert.
Man erfährt nur bruchstückhaft, was Hanna wirklich passiert ist. Das fand ich persönlich gut, denn ihr Versuch, mit dem Geschehenen umzugehen, ist in vielen Punkten universell. Da muss man nicht weiter draufhalten und als Lesende*r bewerten, ob ein Zusammenbruch gerechtfertigt ist, küchenpsychologisch bewerten oder Ähnliches.
Sehr eindrücklich wird dargestellt, wie belastend das Schweigen für alle Beteiligten ist. Man weicht sich gegenseitig aus, hat Schuldgefühle, ist unsicher und hat Ängste, und immer wieder kochen die unterdrückten Emotionen über. Dabei ist Hannas Familie an sich liebevoll, nur eben nicht geschickt im Umgang mit Traumata.
Mir hat gefallen, dass es keinen Zusammenbruch gibt, dem eine langsame Besserung folgt, sondern dass es mal gute und mal schlechte Momente gibt. Es gibt bewegende Gespräche, nervige Streitereien, aber auch viel Alltag, kleine Lichtblicke und Begegnungen mit verständnisvollen Menschen, die viel mehr weiterhelfen als ein Retreat auf Ibiza. Genau so, wie das Leben eben ist.
Die Autorin liest das Hörbuch selbst, was mir sehr gut gefallen hat. Sie moduliert viel mit ihrer Stimme. Sprachlich fand ich es nicht so überzeugend. Als Buch würde es mir sicherlich nicht so gut gefallen. Aber als Hörbuch wirkt es sehr authentisch und echt.
Insofern ist es eine absolute Hörempfehlung für ein Hörbuch, das davon erzählt, wie wichtig es ist, hinzusehen, miteinander zu sprechen und sich Pausen zu gönnen.
MirjS
aus Essen
5/5
29.05.2026
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Wie das Leben so spielt
Nachdem Hannas Leben so arg aus den Fugen geraten ist, dass plötzlich nichts mehr geht und sie sich schließlich im Krankenhaus wiederfindet, muss sie, mit ihren 36 Jahren, zurück ins Haus ihrer Eltern ziehen. Von Berlin nach Lüneburg und dann auch noch mitten hinein ins elterliche Familienleben - für Hanna nicht nur eine Niederlage, sondern der reinste Alptraum. Lena Kupke erzählt in ihrem Roman „Pause“ die Geschichte vom langen und schmerzhaften Weg der Selbstfindung. Sie erzählt von Familie, von Verlust, Liebe und der Verarbeitung von Schicksalsschlägen, sowie von Zusammenbruch und Neubeginn.
Vielleicht war ich im ersten Moment vom schonungslos offenen Schreibstil und der, teils überaus humorvollen, Ehrlichkeit der Autorin etwas „schockiert“. Allerdings habe ich diese dann auch ebenso schnell lieben gelernt. Rückblickend betrachtet würde ich sagen, macht genau diese das Buch nicht nur aus, sondern trägt auch dazu bei, dass die Passagen nicht langatmig erscheinen. Auch die Charaktere finde ich großartig gezeichnet und dargestellt. Manchmal vielleicht etwas „drüber“, doch genau deshalb fühlen sie sich auch so ECHT an.
Ja, im Buch werden allerhand Klischees bedient, allerdings möchte ich mich nicht davon freisprechen, dass ich diese, genauso wie Hannas gelegentlich doch recht „unpassenden“ Gedanken, nicht manchmal auch genau so in meinem Kopf habe. Auch kenne ich das Gefühl der Hauptprotagonistin nur allzu gut, wenn das Leben plötzlich über einem zusammenbricht, man Schicksalsschläge erleidet, ohne Plan dasteht, das Umfeld mit Schweigen reagiert und man als logische Konsequenz Panikattacken entwickelt. Sich nur noch nach einer PAUSE sehnt. Daher ist die Erzählung aus meiner Sicht absolut authentisch, nachvollziehbar und dabei auch noch herrlich ehrlich, teilweise „rotzig“ und ebenso mutig. Mich hat das Buch jedenfalls komplett abgeholt und auch sehr berührt.
Ich habe übrigens das Hörbuch gehört und war bei der Auswahl zunächst etwas skeptisch, da es sich um eine Autorenlesung handeln sollte. Völlig unbegründet, denn wie sich schnell herausstellte, lag ich mit meinen Befürchtungen völlig falsch! Ich glaube sogar, dass erst das gesprochene, eigene Wort von Lena Kupke der Geschichte so richtig Leben und Tiefgang eingehaucht hat. Durch ihren lebhaften, akzentuierten Vortrag hat sie nicht nur die jeweils vorherrschenden Stimmungen lebensecht transportiert, sondern auch die Einzigartigkeit der jeweiligen Charaktere. Insbesondere die Darstellung der Mutter - ich kenne diese Art von Menschen und konnte sie 1:1 wiedererkennen - ist grandios!
Fazit: Es hat wahnsinnigen Spaß gemacht diesem Hörbuch zu lauschen! Es hat mich sowohl zum Lachen und Erröten, als auch zum Nachdenken und Weinen gebracht. Aufgrund eigener, ähnlicher Erfahrungen hat es mich darüber hinaus auch sehr berührt, ja, vielleicht sogar Trost und Hoffnung gespendet. Für mich auf jeden Fall ein nachhallendes Jahreshighlight, das ich wärmstens empfehlen kann!
Island
aus Nürnberg
5/5
17.05.2026
Hörbuch-Download (MP3)
Zurück auf Anfang
Bei diesem Roman sticht das Cover durch seine auffällige Farbgestaltung mit dem Orange direkt ins Auge. Die abgebildete Frau im Pyjama passt zum Titel des Buches.
Im Mittelpunkt der Handlung steht Hanna, die nach einer Panikattacke im Krankenhaus landet, von wo niemand aus ihrem Umfeld sie gerade abholen kann oder will, obwohl sie wegen der verabreichten Medikamente nicht alleine sein soll. Schließlich wendet sie sich an ihre Eltern und landet so in ihrem ehemaligen Lüneburger Kinderzimmer anstatt bei ihrem Freund in Berlin. Ihrer Mutter scheint das auch nicht so ganz recht zu sein, da es ihren geordneten Alltag durcheinanderbringt, ihr Vater freut sich schon irgendwie und Hannas erwachsene Schwester ist gewohnt distanziert. Dann zieht sich Hannas Aufenthalt in ihrem Elterhaus unfreiwillig immer weiter in die Länge.
Mich hat der Roman überzeugt, so einiges kommt mir von meinen Eltern bekannt vor und regte mich trotz des ernsten Hintergrundes auch mal zum Schmunzeln an. In Hanna als Protagonistin konnte ich mich sehr gut hineinversetzen. Der Schreibstil der Autorin ist gut nachvollziehbar und auch anschaulich. Ich habe das, von der Autorin selbst eingesprochene, Hörbuch gehört und fand das passend und man konnte ihrer Stimme auch angenehm zuhören.
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5/5
20.07.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Jeder braucht mal eine Pause!
Lena Kupke spricht mit diesem Roman ein sehr ernstes Thema an: PANIKATTACKEN. Dieses Thema wird sehr gern mal belächelt und wird nicht immer ernst genommen.
"Pause" ist ein Roman , der nachhallt und der anregt, sich selbst zu fragen, wo man gerade steht.
Vielen Dank für diese "Pause".
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5/5
24.06.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Take a break - not a Kitkat
Manchmal ist das Mutigste nicht der Aufbruch, sondern das Anhalten.Lena Kupke verwandelt eine Lebenskrise in einen ebenso witzigen wie tiefgründigen Roman über Selbstfürsorge, Familie und die produktive Kraft des Scheiterns. Warmherzig, selbstironisch und von jener leisen Klugheit, die lange nachhallt. *
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5/5
01.06.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Wenn nichts mehr geht
Aufgrund eines gesundheitlichen Zusammenbruchs (welcher sich später allerdings doch als mentaler herausstellt) landet Hanna im Krankenhaus. Dort merkt sie schnell, dass all ihre Freundschaften und Beziehungen nur oberflächlich zu sein scheinen. Denn niemand geringeres als ihre Eltern holen sie ab und nehmen sie kurzerhand wieder zuhause bei sich auf. Die Autorin versteht es außerordentlich gut die Dynamik zwischen Eltern und (erwachsenem) Kind zu Papier zu bringen. Im Prinzip ist dieser Roman wie das Leben: gespickt mit Schicksalsschlägen, die so manches Mal eine herrliche Situationskomik besitzen. Ein wundervoller Roman über das Erwachsenwerden, wieder zum Kind werden und endlich zu sich selbst finden.
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5/5
30.05.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Wann haben Sie zuletzt "Pause gemacht" ?
Selbstfürsorge ist und bleibt ein großes Thema und spielt in diesem Roman eine zentrale Rolle.
Nachdem Hanna einen Zusammenbruch erleidet, steht ihr Alltag still.
Sie wohnt vorübergehend bei ihren Eltern, muss ihre Beziehung hinterfragen und auch, wie es nun weitergehen soll. Für mich waren ihre Emotionen dabei sehr nahbar und nicht nur einmal habe ich über das Verhalten anderer den Kopf geschüttelt.
Ein tolles Buch für alle, die sich manchmal schwer tun, sich selbst an erste Stelle zu setzen.
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