Anton, 60 Jahre alt, ist Stepptänzer. Ja, er ist nicht mehr so schnell wie früher, aber mit seiner Erfahrung und Ausdruckskraft tanzt er – noch – allen davon. Wer sollte ihm also die Stelle als Choreograf an einer Theaterbühne streitig machen? Doch die neue Intendantin sieht das anders – und engagiert ausgerechnet Emma, Antons Tochter. Anton ist verletzt, wütend, traurig und zugleich stolz auf seine Tochter. Zeigen kann er ihr das nicht.
Die Absage spült etwas in ihm hoch, das er nicht länger verdrängen kann: das Gefühl des Älterwerdens. Plötzlich spürt er die eigene Endlichkeit und fragt sich, ob er sein Leben richtig gelebt hat. Eine Frage, die ihn wieder an eine alte große Liebe denken lässt. Jo war damals einfach spurlos verschwunden. Hätte er mit ihr ein besseres Leben gelebt?
Es ist Emma, die auf Jos Spur stößt. Mit ihr reist er nach Irland. Alte Konflikte zwischen Vater und Tochter brechen wieder auf. Für Anton wird es eine Reise zu sich selbst und er begreift: Zu Ende ist es erst, wenn es zu Ende ist. Bis dahin will das Leben gelebt werden.
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„Fünf, sechs, sieben, acht“
Niko aus Austria am 26.06.2026
Bewertungsnummer: 3178707
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)
Ich bin auf das Buch Fünf, sechs, sieben, acht von Ewald Arenz wegen seines Titels aufmerksam geworden. Der Titel zieht einen sofort in eine Welt voller Leidenschaft hinein – und plötzlich versteht man auch den Protagonisten viel leichter.
Auch das Cover und die gesamte Gestaltung des Buches sind wunderschön gelungen. Ich habe mich richtig gefreut, es endlich in den Händen zu halten.
Anton ist mit seinen sechzig Jahren noch immer ein leidenschaftlicher Stepptänzer. Umso härter trifft es ihn, als das Theater seinen Vertrag nicht verlängert – das Team soll jünger werden, und damit wird Anton ersetzt. Niemand bereitet ihn darauf vor, dass ausgerechnet seine eigene Tochter die Choreografie übernehmen wird.
Das wirft Anton in eine Lebensphase, in der er gezwungen ist, zurückzublicken – auf das, was war, und auf das, was er verloren hat. Doch genau dadurch gelingt es ihm später, wieder mit echter Freude nach vorne zu schauen.
Der Autor Ewald Arenz lässt uns sehr eindrücklich spüren, wie es Anton in dieser Situation geht. Anton weiß genau, dass er nicht mehr der Jüngste oder der Schnellste ist. Er tanzt jedoch mit ungebrochener Leidenschaft – und das Publikum feiert ihn weiterhin, was das Loslassen nur noch schwerer macht.
Als er erfährt, dass ausgerechnet seine Tochter Emma seinen Platz einnimmt, ist er zugleich wütend und stolz auf sie. Auf ihrer gemeinsamen Reise nach Irland werden die Konflikte zwischen Vater und Tochter noch deutlicher – Arenz bringt sie mit großer Sensibilität ans Licht.
Das Buch ist ruhig erzählt und widmet sich dem Altwerden, dem Loslassen, der Familie und der Frage, ob man im Leben die richtigen Entscheidungen getroffen hat. Ewald Arenz hat mit Anton eine authentische Figur geschaffen und lässt uns aufmerksam beobachten, wie sich sein Protagonist weiterentwickelt.
Ganz besonders haben mir die Beschreibungen des Tanzens gefallen. Sie vermitteln noch stärker das Gefühl von Leidenschaft und lassen einen spüren, wie viel Emotion mit Tanzen verbunden ist.
Ein tolles Buch für alle, die das Tanzen im Herzen tragen und sich mit der zweiten Jugend beschäftigen möchten.
Eine Geschichte, die mich sehr zum Nachdenken angeregt hat
Bewertung (Mitglied der Thalia Book Circle Community) am 26.06.2026
Bewertungsnummer: 3178696
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)
In der Geschichte geht es um Anton. Er ist 60 Jahre alt und Stepptänzer, zwar nicht mehr so schnell wie früher, aber er tanzt trotzdem noch allen davon. Doch die neue Intendantin am Theater stellt ausgerechnet seine Tochter Emma als neue Choreografin ein, die ihn ersetzen soll. Es kommt plötzlich das Gefühl des Älterwerdens in ihm hoch und er kann auch seiner Tochter nicht zeigen, dass er stolz auf sie ist und er fragt sich noch zusätzlich, ob er sein Leben richtig gelebt hat. Diese Frage lässt ihn wieder an seine alte große Liebe Jo denken und reist deshalb mit seiner Tochter nach Irlands, die für Anton zu einer Reise zu sich selbst wird.
Die Geschichte hat mich tief im Herzen berührt und war auch sehr lehrreich für mich. Nur habe ich bisher noch nicht herausfinden können, was ich mit dem Gelernten anfangen kann. Von mir gibt es aber jetzt erst einmal sehr gerne 5 Sterne und eine klare Leseempfehlung.
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