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Neu

In die Schweiz Roman

60

25,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

5908

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

18.08.2026

Verlag

Carl Hanser

Seitenzahl

384

Maße (L/B/H)

20,6/13,4/3,5 cm

Gewicht

494 g

Farbe

Graublau

Auflage

1

Originaltitel

Switzy

Übersetzt von

Nikolaus Stingl

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-446-28837-9

Beschreibung

Rezension

»Es ist eine gnaden- und makellose Sprache und eine hypnotische Kunst, durch die Emma Cline, und darin ist sie eine Meisterin, ihre Leser in die Psyche ihres Helden saugt.« Ronald Düker, Die Zeit, 20.08.26
»Emma Cline ist die Meisterin des personalen Erzählens.« Paul Jandl, Neue Zürcher Zeitung, 19.08.26

Produktdetails

Verkaufsrang

5908

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

18.08.2026

Verlag

Carl Hanser

Seitenzahl

384

Maße (L/B/H)

20,6/13,4/3,5 cm

Gewicht

494 g

Farbe

Graublau

Auflage

1

Originaltitel

Switzy

Übersetzt von

Nikolaus Stingl

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-446-28837-9

Herstelleradresse

Carl Hanser Verlag
Vilshofener Straße 10
81679 München
DE

Email: info@hanser.de

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  • Bewertung

    5/5

    31.08.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    mitreißend

    In die Schweiz Roman von Emma Cline . Erscheinungsdatum 08.09.2026 Verlag Vermilion Seitenzahl 352 Autorin von The Girls, Die Einladung und weiteren Büchern. Emma Clines erster Roman erscheint vor 10 Jahren , „The Girls“ bei Hanser . „The Girls“ schafft es auf die Shortlist für den First Novel Prize des Center for Fiction und gewinnt den Shirley Jackson Award. 2017 . Da ich von „the girls“ begeistert war , war ich gespannt auf „In die Schweiz“. Schnell stelle ich fest, dass dieser neue Roman so gar nicht ihrem bisherigen Werk gleicht. Dieses mal ist der Protagonist männlich, David Hastings, 70 + Jahre alt , reich geworden durch seine bisherige geschäftliche Tätigkeit Wir begleiten ihn in einem Privatjet Richtung London , und bald wird klar, was er an seinem endgültigen Ziel in der Schweiz vorhat. Begleitet wird er von meist „dem Jungen“ genannten Coby, der sich , zunehmend Tag und Nacht um David kümmert. Immer deutlicher wird , dass sich David einer fortschreitenden Demenz stellen muss. Im folgenden führt uns Emma Cline immer rasanter und geradezu atemberaubend in die Welt eines Mannes , der sich entschieden hat, sein Schicksal in die eigene Hand zu nehmen. Die Mischung zwischen immer schwerer fallender Wahrnehmung der Realität, Erinnerungen an die Kindheit, Szenen aus dem Geschäftsleben und Begegnungen , z.B. mit Tochter Rebecca oder dem Freund aus der Kindheit Tom scheint uns mitten in den Kopf von David hineinzuführen. Grandios unterstützt die Textstruktur dieses Feuerwerk von Szenen, Gedankensplittern und Abschweifungen. Absätze mit wenigen Zeilen im Erzählstrang spiegeln exakt den Textinhalt. Meisterhaft führt uns Emma Cline in das Finale der Reise. Cody bleibt etwas blass, auch wenn angedeutet wird, dass Geld für ihn durchaus eine Rolle spielt. Ein schweres Thema, meisterhaft umgesetzt, mitreißend geschildert. Immer wieder spiegel ich beim Lesen meine Gedanken zu diesem Thema und bin hin und her gerissen zwischen „um Gottes willen“ und dann auch tröstlichen Passagen. Unbedingt lesenswert, auch für junge Menschen!

  • Bewertung

    5/5

    31.08.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ungewöhnlich und bedrückend

    In die Schweiz von Emma Cline ist ein eher ruhiger, aber gleichzeitig sehr intensiver Roman. Im Mittelpunkt steht David Hastings, ein älterer Mann, dessen Gedächtnis und Verstand zunehmend nachlassen. Er macht sich mit seinem Assistenten Cody auf eine letzte Reise: Über London, wo er seine Tochter besucht, geht es weiter in die Schweiz, wo er selbstbestimmt sterben möchte. Besonders interessant fand ich, wie Emma Cline Davids Wahrnehmung beschreibt. Seine Gedanken springen zwischen der Gegenwart und Erinnerungen aus seinem früheren Leben hin und her. Dadurch bekommt man immer stärker das Gefühl, dass David selbst nicht mehr genau weiß, was wirklich passiert und was nur noch eine Erinnerung ist. Das macht die Geschichte teilweise sehr beklemmend, aber auch spannend. Die Figur David ist dabei nicht unbedingt jemand, mit dem man sich sofort identifizieren kann. Er wirkt oft egoistisch und distanziert, gleichzeitig merkt man aber, wie hilflos er gegenüber dem zunehmenden Verlust seiner eigenen Persönlichkeit ist. Gerade diese Mischung fand ich interessant, weil das Buch dadurch nicht versucht, ihn einfach als sympathischen oder unsympathischen Menschen darzustellen. Der Schreibstil ist sehr detailliert und konzentriert sich stark auf Davids Gedanken und kleine Beobachtungen. Das passt gut zur Geschichte, auch wenn ich dadurch an einigen Stellen etwas langsamer gelesen habe. Die Handlung selbst ist nicht besonders actionreich, sondern lebt vor allem von der Stimmung und der Frage, was von einem Menschen übrig bleibt, wenn Erinnerungen und Selbstständigkeit langsam verschwinden. Besonders nachdenklich hat mich die Frage zurückgelassen, ob David wirklich frei über sein eigenes Leben und seinen Tod entscheiden kann, wenn sein Verstand bereits beginnt, ihn im Stich zu lassen. Das Buch gibt darauf keine einfache Antwort, sondern lässt einen selbst darüber nachdenken. Insgesamt ist In die Schweiz kein leichtes Buch, aber eines, das im Gedächtnis bleibt. Die Geschichte ist traurig und teilweise sehr bedrückend, gleichzeitig aber auch faszinierend, weil man David so nah durch seine letzten Tage begleitet. Wer gerne ruhige, psychologisch erzählte Romane liest, die sich mit schwierigen Themen beschäftigen, könnte an diesem Buch Gefallen finden.

  • Bewertung

    5/5

    30.08.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Wenn ein Buch die eigene Realität berührt – absolut lesenswert

    „In die Schweiz“ von Emma Cline ist für mich weit mehr als nur ein Roman. Die Geschichte über den alten David, der angesichts einer drohenden Demenzerkrankung eine letzte Reise antritt, um selbstbestimmt aus dem Leben zu scheiden, hat mich auf einer ganz persönlichen Ebene tief bewegt. Da ich mich aktuell im privaten Umfeld sowohl mit dem Thema Demenz als auch mit dem freiwilligen Freitod beschäftigen muss, ging mir die Handlung unglaublich nah. Das Buch ist so authentisch und feinfühlig geschrieben, dass ich beim Lesen immer wieder innehalten und Pausen einlegen musste, um das Gelesene zu verarbeiten. Emma Cline schafft es ohne Kitsch, die Zerrissenheit und die Gedankenwelt der Figuren spürbar zu machen. Auch die Gestaltung des Buches verdient ein Lob. Das Cover passt perfekt zur melancholischen und tiefgründigen Stimmung der Geschichte. Für mich ist dieses Buch ein absolutes Jahreshighlight – schmerzhaft zu lesen, aber wunderschön und tröstlich zugleich. Eine große Empfehlung für alle, die vor emotional anspruchsvoller Literatur nicht zurückschrecken.

  • Bewertung

    5/5

    30.08.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    „Noch einmal schlafen bis Tom, noch zweimal schlafen bis nichts.“

    Emma Cline schafft es auch mit ihrem neuen Roman „In die Schweiz“ ihre Leserschaft zu begeistern, ein ernstes Thema, denn es geht um den begleiteten Suizid in der Schweiz, um Demenz, um Abschiednehmen und die Aufarbeitung der Vergangenheit. Im Zentrum steht der ca. 60-jährige David, wohlhabend, geschieden, Vater einer erwachsenen Tochter und Großvater, der an Demenz leidet und aus diesem Grund seinem Leben rechtzeitig ein Ende setzen möchte. Sein Assistent Cody begleitet ihn, sie besuchen auf dem Weg noch die Tochter in London und einen alten Freund in Frankreich, um sich zu verabschieden. Aber wir Leser merken schnell, was für eine herausfordernde Situation entsteht, wie vieles ungesagt bleibt, die große Spannweite zwischen Wollen und Können, eine Diskrepanz, die es zu überbrücken gilt. Die Demenz schreitet beständig voran, wir erleben den emotional zurückhaltenden David mit seinen Wünschen, Ängsten und Bedürfnissen, seinem Vorhaben, eine vergangene Schuld wieder gutzumachen, seinen Gefühlen endlich Ausdruck verleihen. Wie im Krimi ist man den Geistern aus der Vergangenheit auf der Spur, fiebert mit, erlebt den schwerkranken Mann mit all seinen Höhen und Tiefen, komische Situationen enden tragisch, traurige lustig und vieles bleibt auch in der Schwebe oder auf der Strecke. Sprachlich stellt Cline die sich verändernde Ausdrucksfähigkeit gekonnt dar, die Gedanken und Themen werden sowohl basaler als auch existenzieller, man möchte mehr vom Leben Davids und auch Codys erfahren, Leerstellen reihen sich aneinander, die Arm in Arm mit der Demenz verschmelzen. Wieder einmal ein intensives Leseerlebnis, ein Roman, der zurecht auf der Longlist des Booker-Preises steht, ein ungewöhnliches Setting, ein tragikomischer Entwicklungsroman eines alternden, unwirschen, unfähigen und doch auch sympathischen Helden, der Frieden mit seinem Leben schließen möchte.

  • Bewertung

    Orell Füssli Book Circle Community

    5/5

    30.08.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Was noch übrig bleibt

    „In die Schweiz“ beeindruckt durch psychologische Tiefe. Emma Cline gelingt es auf bemerkenswerte Weise, den Leser ganz nah an ihren Protagonisten heranzuführen. Man erlebt seine Gedanken nicht einfach von aussen, sondern hat beinahe das Gefühl, direkt in seinem Bewusstsein zu sitzen, mit all seinen Unsicherheiten, Erinnerungen, Wahrnehmungen und inneren Widersprüchen. Besonders stark fand ich dabei Clines Sprache: präzise, klar und gleichzeitig sehr fein beobachtend. Die Form des Romans passt sich konsequent der Wahrnehmung des Protagonisten an. Dadurch entsteht eine besondere Nähe, die manchmal irritierend, manchmal bedrückend, aber vor allem unglaublich eindringlich ist. Was ebenfalls gelungen war: Emma Cline bewertet ihre Figur nicht. Sie lässt Raum für Widersprüche und macht es dem Leser nicht immer leicht, das Verhalten oder die Gedanken des Protagonisten einzuordnen. Gerade dadurch kann man sich emotional auf ihn einlassen und an vielen Stellen tatsächlich mit ihm mitfühlen. „In die Schweiz“ ist sicherlich kein Buch, welches man einfach nebenbei liest. Es fordert Aufmerksamkeit und lässt einen immer wieder innehalten. Gleichzeitig überzeugt genau diese Konsequenz. Ein aussergewöhnlich geschriebenes, intensives und sehr menschliches Buch, das noch lange nachwirken wird.

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